Autokauf von A bis Z: Der große Ratgeber

Rund 200.000 bis 250.000 private PKW waren in Leipzig in den vergangenen Jahren gemeldet. Die Zahlen schwanken dabei mitunter stark, sodass eine große Bewegung auf dem Markt zu sein scheint. Viele Menschen entscheiden sich also regelmäßig dafür, sich einen Neu- oder Gebrauchtwagen zu kaufen und gegebenenfalls ihr bisheriges Fahrzeug zu verkaufen. Doch beim Autokauf lauern auch einige Fallen. Vor allem, wer das erste Mal einen (Gebraucht-) Wagen erwerben möchte, stößt daher oft auf viele Fragen. Der folgende Ratgeber liefert die wichtigsten Antworten.

A wie Ausland

Bei einem Autokauf im Ausland ist stets Vorsicht angebracht. Wer sich dennoch heranwagen möchte, sollte daher unbedingt ausreichend Knowhow mitbringen – oder mit einem Experten zur Besichtigung gehen – und das Auto genauestens unter die Lupe nehmen. Ist der Käufer bereit, den weiten Weg auf sich zu nehmen und das Auto eingehend zu besichtigen, kann er durch den Autokauf im Ausland aber eine Menge Geld sparen. Wieso? Einerseits sind die   Prozent weniger als in Deutschland, weil weniger Steuern und Abgaben anfallen. Andererseits muss nur der Nettopreis zuzüglich der deutschen Mehrwertsteuer bezahlt werden – nicht aber eine eventuell höhere Mehrwertsteuer im Zielland. Trotzdem sind einige Dinge beim Autokauf im Ausland zu beachten:

  • Neuwagen sollten direkt von einem seriösen Händler mit den entsprechenden Papieren gekauft werden.
  • Beim Gebrauchtwagenkauf ist Vorsicht angebracht.
  • Zu beachten ist außerdem, dass die Ausstattung der Automodelle je nach Land variieren kann.
  • In jedem Fall muss ein Kaufvertrag abgeschlossen werden.
  • Der Verkäufer muss bei der Übergabe zudem sämtliche Fahrzeugpapiere im Original aushändigen, inklusive dem „Certificate of Conformity“. Ansonsten wird in Deutschland bei der Zulassung eine Vollabnahme notwendig.
  • Auch Garantieunterlagen sind bei Fahrzeugen wichtig, die noch über eine Herstellergarantie verfügen. Sie stellen sicher, dass jeder europäische Händler diese Garantieleistungen erbringen muss – trotz Kauf im Ausland.
  • Neufahrzeuge aus dem Ausland müssen innerhalb von zehn Tagen nach dem Kauf beim Finanzamt gemeldet werden, wo die 19 Prozent Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt werden.
  • Bei der Abholung des Fahrzeugs wird ein Ausfuhr- oder Überführungskennzeichen aus dem Land benötigt, in welchem der Kauf stattgefunden hat, benötigt. Alternativ kann die Abholung per Anhänger und somit ohne Kennzeichen erfolgen.
  • Stammt das Fahrzeug aus dem Nicht-EU-Ausland, muss für die Zulassung auch noch eine Zollunbedenklichkeitsbescheinigung vorgelegt werden.

Zudem ist die Überführung und Zulassung komplizierter als beim Kauf in Deutschland. Finanziell kann sich der Aufwand aber dennoch lohnen, weshalb sich immer mehr Menschen für den Kauf eines PKW im EU-Ausland entscheiden.

B wie Besichtigung

Sei es im In- oder Ausland, bei einem Privatkauf oder direkt vom Händler: Jedem Autokauf sollte eine Besichtigung vorausgehen. Das ist besonders bei Gebrauchtwagen wichtig, um den Zustand das Fahrzeugs und damit auch dessen Wert feststellen zu können. Wer selbst keine Ahnung von Autos hat, kann bestenfalls einen sachverständigen Bekannten mit zur Besichtigung nehmen, um dadurch die Gefahr eines Betrugs zu verringern.

Dabei gilt es, sowohl äußerlich als auch im Inneren des Fahrzeugs einige Dinge unter die Lupe zu nehmen. Um nicht den Überblick zu verlieren, kann hierbei eine Checkliste helfen. Zu überprüfen sind beispielsweise

  • Instrumente sowie Bedienelemente
  • Platzangebot im Innenraum
  • Funktion aller Türen, Klappen sowie Fenster
  • Motorraum und der Motor selbst
  • Unterboden sowie Lack (Beschädigungen, Rost, etc.)

Außerdem ist es wichtig, die Fahrzeugpapiere zu überprüfen und richtig zu „deuten“. Ungewöhnlich viele Vorbesitzer können dabei ebenso ein Grund zur Vorsicht sein wie fehlende Nachweise über eine regelmäßige Inspektion. Bestenfalls wurde das Auto sorgfältig gepflegt, regelmäßig gewartet und nur von wenigen Vorbesitzern gefahren. Bei einem Neuwagen dient die Besichtigung der Feststellung, ob das Auto komfortabel ist, sich gut rangieren lässt und bei seiner Bedienung überzeugt.

B wie Betrug

Leider kommt es bei Autokäufen immer wieder zu Betrugsfällen. Das gilt vor allem, aber nicht nur, für den Kauf von Gebrauchtfahrzeugen beziehungsweise Privatverkäufen. Die häufigsten Betrugsmaschen sind

  • das Verschweigen von (Sach-) Mängeln am Fahrzeug,
  • die Veränderung des Kilometerstands oder
  • die Fälschung von Papieren.

Es ist daher wichtig, einige Grundregeln beim Autokauf zu beachten: Niemals sollte Geld im Voraus überwiesen werden – sei es in Form einer Anzahlung oder als Vorkasse. Die Bezahlung erfolgt stattdessen erst, wenn die Schüssel sowie Papiere ausgehändigt wurden. Sollte es sich um einen Internetkauf handeln, müssen alle E-Mails sorgfältig geprüft werden, denn Bestätigungsmails werden manchmal gefälscht.

Die bereits erwähnte Besichtigung ist wichtig, um Mängel auszuschließen. Und auch eine Tacho-Manipulation kann mit einigen Tricks erkannt werden – zumindest mit großer Wahrscheinlichkeit. Wer über eine gute Menschenkenntnis verfügt, sollte zudem auf sein Bauchgefühl hören. Was sich unseriös anfühlt, ist es häufig auch!

C wie Checkliste

Foto: adobe.stock / boophuket

Checklisten sind beim Autokauf eine große Hilfe. Das gilt nicht nur für die Besichtigung, sondern auch für den Kaufprozess im Gesamten. Wer will, kann zudem einzelne Checklisten für unterschiedliche Schritte wie die Probefahrt oder den Kaufvertrag aufsetzen. Was also gehört für den Autokauf auf eine solche Checkliste?

  • Erst einmal sollte die Frage gestellt werden, wie groß das Budget für den Autokauf ist. Das gilt sowohl für das Eigenkapital als auch einen möglichen Kredit.
  • Im zweiten Schritt geht es dann an die Überlegung, welche Art von Auto es sein soll. Dabei spielen Fragen eine Rolle, wie: Wofür wird es eingesetzt? Muss es geländetauglich sein? Wie viele Personen müssen darin Platz finden? Braucht es einen großen Kofferraum? Muss es in kleine Parkplätze passen?
  • Weiterhin muss entschieden werden, ob es sich um einen Gebrauchtwagen oder ein Neufahrzeug handeln soll und um einen Kauf beim Händler oder privat.
  • Auch die Frage der Finanzierung gilt es in diesem Schritt zumindest grob zu klären.
  • Neben den praktischen spielen für viele Menschen auch optische Aspekte oder beispielsweise die PS-Zahl eine Rolle. Was muss das Auto also sonst noch bieten? Welche Farbe ist gewünscht? Welche Marken kommen infrage? Soll es eher sportlich aussehen? Wie leistungsstark muss der Motor sein? Nach Beantwortung all dieser Fragen kommen nur noch einige Modelle infrage.

Bei der schlussendlichen Kaufentscheidung spielen natürlich auch der Preis sowie die Qualität eine wichtige Rolle. Es gilt also, nun potenzielle Angebote für das neue Auto herauszusuchen und miteinander zu vergleichen. Wenn nur noch etwa drei bis fünf PKW zur Auswahl stehen, kann mit den Besichtigungen begonnen werden. Denn erst, wer einmal in dem Auto saß und eine Probefahrt unternommen hat, kann tatsächlich einschätzen, ob es sich um die richtige Wahl handelt.

Wenn ja, so geht es an die Preisverhandlung. Egal, ob es ein neues oder gebrauchtes Auto sowie ein privater oder gewerblicher Händler ist – fast immer kann das Angebot noch etwas nach unten gehandelt werden.

Sobald der Preis feststeht, kann die Finanzierung endgültig geklärt werden. Ist also Fremdkapital notwendig und wenn ja, in welcher Form? Nachdem die Finanzierung fix ist, kann ein Kaufvertrag aufgesetzt werden. Anschließend folgt die Übergabe des Wagens inklusive seiner Papiere und Schlüssel gegen Bezahlung. Nun braucht das Fahrzeug nur noch eine Versicherung sowie Zulassung. Zu klären ist außerdem, ob Garantie- oder Gewährleistungsansprüche bestehen. Wenn ja, so sollten diese schnellstmöglich gemeldet werden, sobald das Auto nach dem Kauf eben doch den einen oder anderen Mangel aufweist.

D wie Diesel

Wer mit dem Kauf eines Dieselfahrzeugs liebäugelt, muss sich gründlich über dessen Vor- sowie Nachteile informieren. Denn das Thema der Umweltzonen sorgt nicht nur in Leipzig für viele Diskussionen und somit ist zum jetzigen Stand schwer vorherzusehen, wie die Zukunft der Dieselautos in deutschen Großstädten aussehen wird.

E wie Elektroauto

Ähnlich verhält es sich mit Elektroautos, welche als umweltfreundliche Alternative zum Benziner oder Diesel gehandelt werden. Doch auch sie bieten nicht nur Vorteile, sondern bringen ebenfalls Nachteile wie einen höheren Anschaffungspreis oder eine geringere Reichweite mit sich. Dennoch befindet sich die Technologie auf dem Vormarsch und der Kauf von E-Autos wird staatlich subventioniert. Er ist also zumindest eine Überlegung wert!

F wie Finanzierung

Die Frage der Finanzierung ist bei einer großen Anschaffung wie einem neuen Auto nicht unerheblich. Schließlich kann nicht jeder den anfallenden vier- oder fünfstelligen Betrag aus der eigenen Tasche bezahlen. Wer also kein oder nicht ausreichend Eigenkapital zur Verfügung hat, muss nach Alternativen suchen. Die gängigsten Formen der Autofinanzierung sind:

Autokredit: Bei dem Autokredit handelt es sich um eine zweckgebundene Fremdfinanzierung. Es muss also mittels Kaufvertrag nachgewiesen werden, dass das geliehene Geld für den Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens verwendet wurde. Ein solcher Autokredit kann bei jeder Bank aufgenommen werden. Er wird für eine fixe Laufzeit mit festen Raten vereinbart. In einigen Fällen können auch Sondertilgungen getätigt werden.

Autobank: Wird der Autokredit nicht bei einer klassischen (Haus-) Bank aufgenommen, stehen dafür auch spezielle Autobanken zur Verfügung. Sie haben sich rein auf die Vergabe von Krediten für den Autokauf spezialisiert und bieten oft attraktivere Konditionen. Ansonsten unterscheiden sie sich nicht von den normalen Ratenkrediten.

Autohersteller-/Händlerkredit: Wird das Fahrzeug bei einem Händler gekauft, bietet dieser manchmal direkt eine Finanzierungsmöglichkeit mit an. Bei Neuwagen sind zudem die Fahrzeughersteller eine Anlaufstelle – sie bieten bisweilen Null-Prozent-Finanzierungen, wenn sie zum Beispiel gegen Jahresende noch offene Kapazitäten füllen möchten. Jedes Angebot unterscheidet sich hier hinsichtlich Laufzeit, Zinsen & Co. Manche gehen zudem mit Preisnachlässen vom Hersteller oder Händler einher. Dennoch rechnen sie sich nicht immer gegenüber den Autokrediten einer Haus- oder Autobank. Ein Anbietervergleich ist somit in jedem Fall zu empfehlen. Zudem setzen einige Händler voraus, dass ihnen im Gegenzug das eigene Gebrauchtfahrzeug überlassen wird.

Leasing: Alternativ kann das Auto nicht gekauft, sondern geleast werden. Das bietet mehr Flexibilität für Menschen, die häufig ihr Fahrzeug wechseln, und kann von Selbstständigen steuerlich abgesetzt werden. Für „Normalverbraucher“ lohnt sich das Modell aber nur selten.

Zuletzt gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit, sich Geld aus dem privaten Bereich zu leihen, beispielsweise von den Eltern oder dem beziehungsweise der Lebenspartner/in. Auch in diesem Fall sollte zur Sicherheit aber ein Vertrag über den „Privatkredit“ aufgesetzt werden, welcher Laufzeit, Raten, Zinsen & Co regelt.

G wie Gebrauchtwagen

Foto: adobe.stock / Amphon

Seinen größten Wertverlust erleidet ein Neuwagen durch die Zulassung sowie in seinem ersten Jahr. Daher entscheiden sich viele Menschen für den Kauf eines Gebrauchtwagens. Allerdings ist dann etwas Knowhow gefragt, um den Restwert des Wagens realistisch einschätzen zu können. Die Wartungsunterlagen, Originalrechnungen, HU-Prüfberichte und weiteren wichtigen Dokumente müssen vom Besitzer ausgehändigt werden und eine sachkundige Person sollte bei der Besichtigung sowie Probefahrt dabei sein. Wer diese Grundregeln beachtet, kann mit dem Gebrauchtwagenkauf tatsächlich eine Menge Geld sparen.

H wie Händler

Wer sich nicht so gut mit Autos auskennt, setzt hingegen gerne auf den Kauf beim Händler. Zwar ist dieser meist etwas teurer, dafür ist aber auch das Betrugsrisiko geringer und der Händler bietet oft eine eigene Garantie beziehungsweise Gewährleistung. Viele Autohändler machen zudem attraktive Angebote, wenn sie das Fahrzeug gegen den Gebrauchtwagen des Käufer eintauschen können. Sie bieten außerdem eine große Auswahl an Neufahrzeugen, aber auch an vollständig durchgecheckten sowie aufbereiteten Gebrauchtwagen.

I wie Internet

Das Internet kann beim Autokauf eine große Hilfe sein, aber auch eine Falle. Denn gerade hier tummeln sich unseriöse Anbieter. Wer online ein passendes Fahrzeug findet, sollte deshalb auf jeden Fall eine Besichtigung vor Ort vereinbaren und dabei auch den Privatverkäufer beziehungsweise Händler unter die Lupe nehmen. Niemals sollten wichtige Dokumente per E-Mail übermittelt werden, da die Gefahr einer Fälschung dann sehr hoch ist – und schon gar nicht darf Geld im Voraus bezahlt werden! Wer diese Grundregeln beachtet, dem steht mit dem Internet ein hilfreiches Recherchetool für den Autokauf zur Verfügung.

K wie Kaufvertrag

Bei jedem Autokauf sollte ein Kaufvertrag geschlossen werden – unabhängig davon, ob es sich um einen privaten Kauf oder vom Händler handelt.

M wie Mangel

Wie bereits erwähnt, gehört das arglistige Verschweigen von Mängeln zu den häufigsten Betrugsmaschen beim Autokauf. Doch es kommt natürlich auch vor, dass der Verkäufer von einem Mangel nichts weiß. Solche Mängel an einem Neuwagen oder Gebrauchtfahrzeug sollten bestenfalls schon vor dem Kauf reklamiert werden.

Ist der Vertrag hingegen bereits unterschrieben, werden darin auch die Garantie- oder Gewährleistungsansprüche des Käufers festgehalten. Sie bestimmen darüber, inwiefern Mängel auch noch nachträglich geltend gemacht werden können. Da bei einem Privatverkauf aber der Ausschluss einer Sachmängelhaftung zulässig ist, geht der Käufer in diesem Fall leer aus – es sei denn, er kann beweisen, dass der Verkäufer ihn bewusst getäuscht hat.

N wie Neuwagen

Ein Neuwagen gilt als sicherste, aber auch teuerste Variante beim Autokauf. Er verfügt noch über mehrere Jahre Garantie, hatte keine Vorbesitzer und weist in der Regel auch noch keine Mängel auf. Dennoch sollte er unbedingt vor Vertragsunterzeichnung auf solche untersucht werden. Zudem gelten für Neuwagen einige Sonderregelungen wie beispielsweise die Fälligkeit der ersten HU nach drei anstelle von zwei Jahren.

Ein neues Auto zum Listenpreis zu kaufen, ist dennoch nur in den wenigsten Fällen sinnvoll. Doch es gibt viele Möglichkeiten, vergünstigt an einen Neuwagen zu kommen, wodurch er tatsächlich eine nennenswerte Alternative zum Jahres- oder Gebrauchtwagen darstellt.

P wie Preisverhandlung

Jedes Auto hat seinen Preis, aber dieser kann im Regelfall noch nach unten gehandelt werden. Das gilt sogar für den Neuwagenkauf beim Händler. Mit etwas Verhandlungsgeschick lässt sich also viel Geld sparen oder es gibt beispielsweise einen Satz neuer Winterreifen kostenfrei dazu. Bei Gebrauchtwagen gilt es, jeden Mangel zu dokumentieren und dementsprechend eine Preisminderung auszuhandeln.

Je mehr Fachwissen der Käufer oder sein Begleiter mitbringt, desto souveräner kann er verhandeln. Wer jedoch zu hoch pokert, riskiert ohne Auto nach Hause zu gehen. Sinnvoll ist daher in jedem Fall, sich vorab ein Budget zu setzen und dessen Grenzen nicht zu überschreiten. Ebenso wird der Verkäufer ein Budget haben, das er auf keinen Fall unterscheiten möchte. Bestenfalls treffen sich die beiden bei der Preisverhandlung irgendwo in der Mitte…

P wie Privatverkauf

Der Privatverkauf ist prinzipiell günstiger als jener beim Händler, da nur die Kosten für das Auto bezahlt werden müssen und keine zusätzliche Gewinnmarge. Allerdings genießen die Käufer dann auch deutlich weniger Rechte. Welche genau, das hängt vom jeweiligen Kaufvertrag ab. In der Regel wird darin aber eine Haftung für Sachmängel ausgeschlossen.

Sobald der Vertrag also unterzeichnet ist, kann der Privatverkäufer nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden – außer bei einer nachgewiesenen arglistigen Täuschung. Es ist daher umso wichtiger, das Auto vor dem Kauf genauestens zu überprüfen und seinen Restwert realistisch

einzuschätzen. Zudem fallen gegenüber dem Händlerkauf zusätzliche Leistungen wie die Zulassung durch den Verkäufer oder der Ankauf des Gebrauchtfahrzeugs weg.

P wie Probefahrt

Foto: adobe.stock / F8studio

Unabhängig davon, ob ein neues oder gebrauchtes Auto gekauft werden soll, empfiehlt sich vorab eine Probefahrt. Diese sollte mindestens 45 Minuten dauern und das Fahrzeug „auf Herz und Nieren“ prüfen. So können eventuelle Mängel erkannt werden, aber auch der Komfort, die Bedienung, das Fahrverhalten & Co des Autos machen sich bemerkbar. Wichtig ist allerdings, vor der Probefahrt den Versicherungsschutz zu klären, falls es währenddessen zu einem Unfall oder Schaden kommen sollte. Zudem muss der potenzielle Käufer natürlich seinen Führerschein dabei haben.

R wie Rechtsstreit

Sollte es aufgrund von Betrug oder Sachmängeln zu einem Rechtsstreit nach dem Autokauf kommen, ist unbedingt ein sachverständiger Anwalt zu konsultieren. Dieser kann dabei helfen, den entstandenen Schaden realistisch zu bewerten. Er berät außerdem zum weiteren Vorgehen und vertritt den Kläger vor Gericht, wenn es so weit kommt. Eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, kann daher vor jedem Autokauf eine sinnvolle Maßnahme sein.

V wie Versicherung

Das Auto sollte vom ersten Moment nach dem Kauf an versichert sein. Es gilt daher, schon rechtzeitig vor der Vertragsunterzeichnung mit der Versicherungsgesellschaft in Kontakt zu treten. Während die KFZ-Haftpflichtversicherung für alle Fahrzeughalter verpflichtend ist, gilt das nicht für eine Teil- oder Vollkaskopolice. Je nach eigenem Bedarf, kann die Versicherung also passgenau ausgewählt und individuell angepasst werden. Der Versicherer gibt dem Käufer außerdem die eVB-Nummer, welche für die Zulassung notwendig ist.

W wie Widerrufsrecht

Es stellt sich die Frage, ob der Käufer eines Autos ein sogenanntes Widerrufsrecht genießt? Die Antwort lautet: Einen Kaufvertrag über einen Neuwagen zu widerrufen, ist nur bei Fernabsatzgeschäften möglich. Bei allen anderen Verträgen über einen Neu- oder Gebrauchtwagenkauf ist das Widerrufsrecht ausgeschlossen. Es besteht allerdings beim Kauf vom Händler ein Rücktrittsrecht, wenn der Wagen mangelhaft ist.

Z wie Zulassung

Nach dem Kauf muss das Auto noch zugelassen werden. Bei einem Autokauf vom Händler übernimmt dieser die Zulassung manchmal. Ansonsten findet sie bei der KFZ-Zulassungsstelle statt. Dafür sind folgende Dokumente erforderlich:

  • Fahrzeugschein/Zulassungsbescheinigung I
  • Fahrzeugbrief/Zulassungsbescheinigung II
  • Personalausweis beziehungsweise Reisepass
  • Bargeld und/oder EC-Karte
  • eVB-Nummer der Versicherung

Bei einem Autokauf im Ausland können außerdem – wie bereits erwähnt – zusätzliche Dokumente erforderlich sein.

 

 

 


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