Immobilienpreise in Leipzig

Immobilienpreise fußen landein landaus auf einer wichtigen Größe: auf den sogenannten Bodenrichtwerten. Ermittelt wird dieser Wert aus den Kaufpreisen von Grundstücken in einer abgegrenzten Region, auch der Entwicklungszustand der Grundstückslage hat eine Auswirkung auf den Bodenrichtwert. Über die Berechnung sowie die Bodenrichtwerte in und um Leipzig gibt dieser Beitrag Auskunft.

Bodenrichtwerte werden alle zwei Jahre berechnet. Das sind die Einflussfaktoren

Für die Öffentlichkeit zugänglich werden diese sogenannten Bodenrichtwerte im Abstand von zwei Jahren. Dann werden Listen veröffentlicht, die den Bodenrichtwert (in Form eines Quadratmeterpreises) ausweisen. Diverse Gutachterausschüsse ermöglichen Interessierten Einsicht in die erhobenen Daten. Damit aus dem Bodenrichtwert ein Immobilienpreis abgeleitet werden kann, braucht es einen Gutachter, der – auf Basis der Bodenrichtwerte – weitere individuelle Grundstücksfacetten aufnimmt, dokumentiert und in der Preisermittlung berücksichtigt.

Entscheidenden Einfluss haben in diesem Bewertungsverfahren diese Kriterien:

  • Beschaffenheit des Bodens
  • Form bzw. Schnitt des Grundstücks
  • Grad der Erschließung
  • Größe des Grundstücks
  • Lage des Grundstücks
  • Möglichkeiten der Bebauung
  • Status Quo der Bepflanzung

Die Ausdeutung dieser Kriterien ist sehr komplex. Klar ist: Der unverbaute Blick ins Grüne oder eine Lage inmitten einem schicken Villenviertel ist viel Geld wert. Allerdings muss beim Blick auf die Details auch der Wohnzweck berücksichtigt werden, denn: Wer um den Status eines Mischgebiets weiß – der mit Blick in die Baunutzungsordnung so lautet: „Mischgebiete dienen dem Wohnen und der Unterbringung von Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich stören.“ – hält sich mit der Ansiedlung in diesem Areal die Option offen, ein Büro- oder Geschäftsgebäude zu erbauen, einen Einzelhandelsbetrieb zu eröffnen sowie Anlagen für die sportliche, kirchliche, kulturelle, gesundheitliche und soziale Freizeitgestaltung. Dann könnte die Schnellstraße in der direkten Umgebung, die nahe einem reinen Wohngebiet für Minuspunkte sorgen würde, nämlich plötzlich zum Plus werden, denn: Sie sichert die gute Erreichbarkeit.

Apropos Minuspunkte … Bodenwerten liegt eine Rechenformel zugrunde

An dieser Stelle zeigt sich: Der Unterschied liegt im Detail. Der Bodenwert (der Preis, der also für ein Stück Land in Euro zu bezahlen ist) richtet sich nach dem Preis pro Quadratmeter, dem sogenannten Bodenrichtwert, und der Grundstücksfläche in Quadratmeter. Aus dem Produkt dieser beiden Einzelfaktoren wird dann der Bodenwert errechnet, der für Verkäufer und Käufer zum entscheidenden Immobilienpreis wird. Beide Werte fungieren als Referenz, als Orientierungshilfe für all jene, die sich mit dem Wert eines Grundstücks auseinandersetzen müssen. Das kann beispielsweise nötig werden, wenn das Grundstück verkauft werden soll.

Wer in Leipzig Wohnraum kaufen will, muss auch hier deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor einigen Jahren. Foto: schaerfsystem (CC0 Public Domain)

Bodenrichtwerte in Leipzig

Die wichtigsten Informationen rund um regionale Werte, wie etwa auch die Bodenrichtwerte in und um Leipzig, gibt es im Internet. Dort gibt es ausführliche Informationen zu diesen Themen:

Einsehbar sind die Bodenrichtwerte beim Gutachterausschuss für Sachsen sowie bei der Stadt Leipzig selbst. Im Bauamt (Prager Straße 118-136 in Leipzig) sowie in den 15 Bürgerämtern der Stadt können die Bodenrichtwerte eingesehen werden. Die Anschriften und Öffnungszeiten der Bürgerämter lassen sich online auf der Seite der Stadt Leipzig ausfindig machen. Ob die Einsicht in die Bodenrichtwerte von Leipzig kostenlos erfolgt, ist abhängig von der jeweiligen Anlaufstelle.

Die veröffentlichten Bodenrichtwerte beziehen sich stets auf spezielle Bodenrichtwertgrundstücke. Diese werden quasi gebündelt zu Einheiten, in denen ähnliche Bedingungen herrschen was die Wert- und Nutzungsverhältnisse angeht. Eine Spezialität der Leipziger Bodenrichtwerte ist, dass ausschließlich das Grundstück betrachtet wird, nicht aber eine etwaige Bebauung. Veröffentlicht werden die Daten meist im zweijährigen Rhythmus. Die Datenlage, auf die sich die Werte beziehen, muss jedoch nicht im selben Turnus neu erhoben werden.

Immobilienpreise in Leipzig

Der Grundstückspreis in Leipzig beginnt bei 150 Euro pro Quadratmeter und kann – je nach Region und Stadtteil – sogar knapp 1000 Euro kosten. Aktuell gibt es drei Ortsteile der Stadt, in denen im letzten Quartal des Jahres 2019 die meisten Grundstücke zum Verkauf angeboten werden: in Burghause-Rückmarsdorf, in Lützschena-Stahmeln und im südlichen Zentrum der Stadt.

Grundsätzlich wird in der Stadt von einer weiteren Wertsteigerung von 1,23 Prozent jährlich ausgegangen, heißt es im diesem Beitrag. Das sei nicht etwa auf die Bewohner der Stadt zurückzuführen, die nach Wohnraum suchen, sondern auf jene, die sich in Leipzig um eine Immobilie bemühen, um eine Geldanlage zu schaffen. Üblich ist das für die Region im Übrigen nicht, denn in den Nachbarlandkreisen soll es eine Wertminderung geben, die zwischen 1,55 und 2,32 Prozent liegt. Dass ein Immobilienkauf in Leipzig teurer ist als im Umland, war jedem bewusst, doch die realen Zahlen erschreckten doch: Die Preissteigerung für einen Quadratmeter lagen bei 13,5 Prozent.

Diese Entwicklung haben die Preise hinter sich:

Für eine Immobilie mit 30 Quadratmetern in Leipzig heißt das: Im Jahr 2011 wurde hierfür noch ein Quadratmeterpreis von 972,81 Euro erhoben. Der Bundeslandschnitt lag bei 786,69 Euro, der Deutschland-Schnitt bei 1.411,03 Euro. Für das Jahr 2018 konnte ein Quadratmeterpreis für Leipzig von 1.591,60 Euro festgestellt werden (in Sachen: 1.600,24 Euro, in Deutschland: 3.052,63 Euro).

Für eine Immobilie mit 60 Quadratmetern in Leipzig heißt das: Im Jahr 2011 wurde hierfür noch ein Quadratmeterpreis von 1.044,14 Euro erhoben. Der Bundeslandschnitt lag bei 909,88 Euro, der Deutschland-Schnitt bei 1.50,60 Euro. Für das Jahr 2018 konnte ein Quadratmeterpreis für Leipzig von 1.852,47 Euro festgestellt werden (in Sachen: 1.445,53 Euro, in Deutschland: 2.825,95 Euro).

Für eine Immobilie mit 100 Quadratmetern in Leipzig heißt das: Im Jahr 2011 wurde hierfür noch ein Quadratmeterpreis von 1.590,69 Euro erhoben. Der Bundeslandschnitt lag bei 1.652,04 Euro, der Deutschland-Schnitt bei 2.168,36 Euro. Für das Jahr 2018 konnte ein Quadratmeterpreis für Leipzig von 3.450,21 Euro festgestellt werden (in Sachen: 2.886,03 Euro, in Deutschland: 3.405,71 Euro).

Fazit: Von moderaten Preisen in Leipzig kann mittlerweile nicht mehr gesprochen werden – zumindest nicht, wenn es um die jüngsten Preiserhebungen geht. Im Vergleich zu Metropolen wie München oder anderen Großstädten lässt es sich in Leipzig nach wie vor gut und günstig(er) leben.


Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Initiativen zur Förderung der Baukultur stellen sich vor
Am Montag, dem 27. Januar, ist das „Zentrum für Baukultur Sachsen“ zu Gast im Stadtbüro. Die Gesprächsrunde ab 19 Uhr dreht sich darum, wie Baukultur in Leipzig gefördert werden kann und gefördert wird – oftmals von ehrenamtlichen Initiativen und Vereinen. Sie helfen, Bausubstanz zu erhalten, nutzen leerstehende Gebäude oder engagieren sich sozial in den Stadtteilen. Vier dieser Initiativen, die „Architekturapotheke“, der Verein Lindow e.V., die „Basis Leipzig“ sowie das „Kollektiv + x“, stellen sich im Stadtbüro vor.
Thomanerchor Leipzig und Gewandhausorchester in Dresdner Kreuzkirche zu Gast
Auftritt THOMANERCHOR Leipzig in der Kreuzkirche Dresden 2018. Foto: Roman Friedrich

Foto: Roman Friedrich

Auf Initiative vom ehemaligen Pfarrer der Thomaskirche Christian Wolff und dem Pfarrer der Kreuzkirche Joachim Zirkler wurde 2004 erstmalig der Kanzeltausch zwischen der Thomaskirche Leipzig und der Kreuzkirche Dresden durchgeführt. 2018 tauschten auch der THOMANERCHOR Leipzig und der Dresdner Kreuzchor ihre traditionellen musikalischen Gottesdienste, „Motette“ in Leipzig und „Vesper“ in Dresden.
Leipzig hat tatsächlich einen Bedarf an 10.000 neuen Sozialwohnungen bis 2025 angemeldet
Ein Baukran in Leipzig - aber noch nicht für sozialen Wohnungsbau. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSo richtig klug wird man aus den Zahlen, die als Bedarf an sozialem Wohnungsbau für Leipzig genannt werden, nicht. SPD-Oberbürgermeisterkandidat Burkhard Jung zog mit dem Versprechen in den Wahlkampf, bis 2027 10.000 neue Sozialwohnungen zu schaffen. Als der Grünen-Abgeordnete Wolfram Günther im Frühjahr 2019 beim zuständigen Innenminister anfragte, wusste der freilich nur von einem Bedarf von 4.437 Sozialwohnungen für Leipzig bis 2025.
Das Baudezernat will bis Juni zumindest die Installation einer temporären Fußgängerampel an der Schreberstraße prüfen
Die Situation an der Kreuzung Schreberstraße / Käthe-Kollwitz-Straße. Foto: Markus Engel

Foto: Markus Engel

Für alle LeserIm September startete Markus Engel die Petition für eine Fußgängerampel an der Schreberstraße. „Ein erhöhter Querungsbedarf an dieser Stelle ergibt sich einerseits aus der Lage des Schreberbades und der für Fußgänger und Radfahrer günstigen Verbindung zwischen Johannapark und Sportforum über diesen Knoten und andererseits zusätzlich aus der Entwicklung des Stadthafens“, stellt selbst das zuständige Baudezernat fest. Und sucht tatsächlich nach Wegen, das Problem zu lösen.
Planungsdezernat lehnt Petition zu einer autofreien Innenstadt ab
Manche Autofahrer respektieren nicht mal die Poller. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEinen autofreien Tag bekommt Leipzig nun endlich im September 2021, aber eine autofreie Innenstadt nicht. Das Dezernat Stadtentwicklung und Bau empfiehlt die Ablehnung einer entsprechenden Petition. Denn – der Stadtrat habe ja 2008 etwas anderes beschlossen. Die Tragödie der Leipziger Innenstadt reicht tatsächlich bis in die frühen 1990er Jahre zurück, als der Stadtrat tatsächlich über die Richtungsentscheidung debattierte: Soll die City autofrei werden? – „Nein“, schmetterte damals die autoverliebte Mehrheit. Das Ergebnis sieht man heute.
Angehende Jurist/-innen hinterfragen die Rechtmäßigkeit des Vorgehens der Polizei zu Silvester in Connewitz
Versuche, die Beamten von einem am Boden liegenden Mann abzuhalten. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserEs läuft etwas gewaltig schief, wenn Bürger das Gefühl bekommen, dass man der Polizei nicht mehr vertrauen kann und lieber nicht mehr auf die Straße geht, weder zum Demonstrieren noch zum Feiern. Für viele Connewitzer steht diese Frage seit dem 1. Januar. Denn mit einem zurückhaltenden Einsatz hatte das, was dort zu erleben war, nichts mehr zu tun. Das sehen auch angehende Juristen so und schreiben jetzt einen juristisch sehr deutlichen Brief an Justizministerin Katja Meier, Innenminister Roland Wöller und den Leipziger Polizeipräsidenten Torsten Schultze.
Der Tag: Aufarbeitung der Silvesternacht am Tag vor der Indymedia-Demonstration + Video
Vor dem Bundesverwaltungsgericht soll morgen die Demonstration gegen das Indymedia-Verbot starten. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Polizei hat heute auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass es rund um die Indymedia-Demonstration am Samstag einen Kontrollbereich geben wird. Ansonsten sind zunächst keine größeren Einschränkungen geplant. Währenddessen dauert die wissenschaftliche und journalistische Aufarbeitung der Silvesternacht in Connewitz an. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 24. Januar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
ADFC Sachsen fordert mehr Radwegebau für strukturschwache Regionen in Sachsen
Berufsverkehr 2017. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas im vergangenen Jahr an Strukturprojekten für die mitteldeutsche Kohlelandschaft diskutiert wurde, war in einigen Teilen ein einziger Ramschladen von völlig sinnfreien Projekten, die überhaupt nichts dazu beitragen, die Region für eine Zeit nach der Kohle vorzubereiten. Eine Zeit, in der auch die fossilen Verkehrsarten verschwinden müssen, wenn die Menschheit überleben will. Das Geld gehöre also zu einem viel größeren Teil in den Radwedgeausbau, fordert der ADFC Sachsen.
Ostdeutsche Bewerberinnen haben gute Chancen bei der Besetzung von Leitungsfunktionen in Leipzig
Verhältnis von Frauen und Männern in Leitungspositionen in Leipzig (oben) und im Bund (unten). Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserNicht nur den Stadtrat bewegte im vergangenen Jahr die Frage, ob es Leipzig gelingt, Leitungsstellen in der Stadtverwaltung auch einigermaßen gerecht zu besetzen. Nicht nur was die Parität von Frauen und Männern betrifft, sondern auch die Berücksichtigung ostdeutscher Bewerber. Zuletzt kochte ja im Frühjahr 2019 die Diskussion hoch, dass Ostdeutsche selbst in den ostdeutschen Bundesländern in Führungspositionen das Nachsehen haben. Aber ist das auch in Leipzig so?
Bessere Radwege und bezahlbarer ÖPNV: OBM-Kandidatinnen plädieren für die Verkehrswende
OBM-Kandidatinnen-Runde des ADFC. Foto: Anne-Katrin Hutschenreuter

Foto: Anne-Katrin Hutschenreuter

Für alle LeserDie Verkehrswende in Leipzig wird kommen, egal, wie die OBM-Wahl 2020 ausgeht. Denn selbst wenn die Leipziger so unvernünftig wären, einen autoverliebten konservativen Oberbürgermeister zu wählen, wird der nicht gegen eine Stadtratsmehrheit regieren können, die qua Partei- und Wahlprogrammen die Verkehrswende in Leipzig will. Und dazu gehört nun einmal auch eine echte Radverkehrspolitik. Der ADFC war jetzt ganz konsequent: Er hat zur Diskussion dazu einfach mal nur alle OBM-Kandidatinnen eingeladen.
Am Bayrischen Platz bleibt bis 2026 alles beim Alten
Windmühlenstraße Richtung Bayerischer Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich hätte der ganze Straßenkomplex Bayrischer Platz/Windmühlenstraße schon bis 2019 umgebaut und zukunftsfähig gemacht werden sollen. Gerade Fußgänger/-innen und Radfahrer/-innen leiden hier unter einer völlig irrationalen Routenführung und kaputten Wegen. Aber das Projekt wurde in den Planungen der Stadt ins Jahr 2026 verschoben. Auf den Antrag der Grünen, wenigstens die schlimmsten Löcher zu flicken, reagiert jetzt das Dezernat Stadtentwicklung und Bau.
Grüne fordern eine Extra-Stadtratssitzung zum Beschluss der neuen Leipziger Polizeiordnung + Video
Was soll in Leipziger Parks künftig verboten sein? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEtwas hat sich gerade in den letzten Jahren deutlich geändert in der Leipziger Stadtpolitik. Immer mehr Vorlagen der Stadtverwaltung finden im Stadtrat im ersten Anlauf keine Zustimmung mehr. Die Fraktionen werden selbstbewusster und schicken Vorlagen, die nicht den Beschlüssen entsprechen oder sichtlich nur zusammengeschludert sind, zurück ins Verfahren. Am Mittwoch, 22. Januar, passiert mit der Vorlage zur neuen Polizeiverordnung.
Der Stadtrat tagte: Fristenstress mit der neuen Polizeiverordnung + Video
Heiko Rosenthal (Die Linke) und OBM Burkhard Jung (hinten). Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserEigentlich sollte sich der Stadtrat am 22. Januar auch mit der neuen Polizeiverordnung beschäftigen. Doch die Grünen wollten diesen Punkt von der Tagesordnung nehmen und hatten dank der Unterstützung der AfD auch Erfolg mit ihrem Absetzungsantrag. „Es bestehen zu viele offene Fragen hinsichtlich einzelner Regelungsbereiche“, hieß es seitens der Grünen. Was zu einer drastischen Auskunft des Oberbürgermeisters Burkhard Jung führte.
Der Stadtrat tagte: Der Süden bekommt eine Hannah-Arendt-Straße + Video
Thomas (Kuno) Kumbernuß (PARTEI) brachte seinen ersten Antrag durchs Parlament. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSo richtig hat er vorher selbst nicht dran geglaubt und nun ist es seit dem 22. Januar Tatsache. Der PARTEI-Politiker Thomas Kumbernuß (Linksfraktion) brachte am 22. Januar 2020 seinen ersten eigenen Antrag durch das Stadtparlament. Er hatte nach einer Petition von Alexander John seit 2019 dafür gekämpft, dass die die Kochstraße kreuzende (Ernst Moritz) Arndtstraße anders, nämlich nach der Publizistin Hannah Arendt benannt werden sollte. Bis zum Schluss blieb unklar, ob er die Stimmen dafür gegen den Standpunkt der Verwaltung durchbekäme.
Wann beginnen die sächsischen Ermittler endlich, auch hier die rechtsextremen Netzwerke aufzuklären?
Hohe Gewaltbereitschaft ist ein Grundmerkmal des Rechtsextremismus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Stich gelassen. Anders kann man das nicht mehr bezeichnen, was verantwortliche Innenminister in der jüngsten Vergangenheit mit unserer Zivilgesellschaft angerichtet haben. Das Verbot der rechtsextremen Neonazi-Vereinigung „Combat 18“ kam spät. Viel zu spät. Die Verspätung steht für das systematische Versagen konservativer Innenpolitiker, die Innenpolitik immer wieder als Machtpolitik behandelt haben – gegen links. Sachsen ist dafür nur das typische Beispiel.