Buchstadt Leipzig: Der Versuch, die Leipziger Verlage für die Stadt wahrnehmbar zu machen

Ja, sie lebt noch, die gute alte, mehrfach beweinte und vielfach abgesungene Verlags- und Buchstadt. Trotz alledem, darf man sagen. Denn Verleger sind auch nur Menschen. Viele sind naiv wie Kaninchen, trinken aber trotzdem gern ein Bierchen miteinander und gehen in die Knie vor der Stadtverwaltung. Andere stellen, was sie sich vornehmen, trotzdem auf die Beine. Im Web zum Beispiel. Wo sonst?
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Zum Verlegerstammtisch getroffen haben sie sich in der Vergangenheit immer wieder mal. Am 7. April 2011 hatten sie sich hohen Besuch eingeladen: Christiane Born vom Leipziger Amt für Wirtschaftsförderung. „Die Verleger wünschten sich eine stärkere und kontinuierlichere Präsenz der Buchstadt Leipzig, so etwa durch einen entsprechend erweiterten Internet-Auftritt der Stadt im Bereich Wirtschaft und Kultur“, teilen sie dazu mit. „Besprochen wurde außerdem die Präsentation Leipziger Verlage durch regelmäßige Beilagen in der LVZ, in den städtischen Bibliotheken, im Rathaus, auf der Frankfurter Buchmesse und durch einen gemeinsamen Katalog.“

Die regelmäßigen Beilagen in der LVZ kann man lange suchen. Und die Präsenz auf der Website der Stadt auch. Da gibt es zwar eine Rubrik „Literatur + Buchkunst“ mit Preisen, Bibliotheken und Buchmesse. Nur die Buchstadt und ihre Verlage wird man da vergeblich suchen. Sie kommen nur in dem Teilsatz vor: „In Leipzig sind zahlreiche der über 60 sächsischen Verlage beheimatet …“

Die Zahl muss verdammt alt sein. Oder man hat die Statistik nicht verstanden. Denn die 64 Verlage, die der Börsenverein des deutschen Buchhandels für Sachsen ausweist, sind nur die Vereinsmitglieder. Mehr als die Hälfte der Leipziger Buchverleger sind gar nicht Mitglied im Börsenverein.

Aber der Halbsatz verdeutlicht auch das alte Problem: Die Stadt nimmt die Branche nicht (mehr) für voll. Da kann man Amtsangestellte einladen, so oft man will, da kann man auch einen Verleger zum darstellenden Bürgermeister für Kultur machen – es nutzt nix. Die Verwaltung hat für sich beschlossen, dass Leipzig keine Buchstadt mehr ist. Und dabei bleibt es.

Es sei denn, der Stadtrat beschließt mal was anderes. Aber das kann dauern.Im September haben die Verleger das Thema wieder besprochen: „Thema diesmal: Das Buch auf der Website der Buch(!)stadt Leipzig?“ Vielleicht sollten sie Unterschriften sammeln und ein Leserbegehren dazu anregen. Sonst klappt’s nie.

Interessanter an der April-Runde war der Beschluss: „Sie selbst werden den eigenen Auftritt ‚www.leipziger-verlage.de‘ mit entsprechenden Funktionen (Links und Newsletter) bis Mai 2011 fertigstellen.“

Der Auftritt ist tatsächlich im Netz. Betreut vom kleinen, in Kleinzschocher ansässigen Maxime Verlag. Denn noch ist das Ganze kein echtes Gemeinschaftsprojekt Leipziger Verlage. Die Vorreiter sind vier kleine Leipziger Buchverlage: Hamouda, Eudora, Maxime und tologo. Sie machen aber das, was die viel gepriesenen Kreativen in dieser Stadt schon immer gemacht haben – bevor auch nur ein Politiker das Wort Kreativwirtschaft im Lexikon nachgeschlagen hat: Sie haben eine Gemeinschaftsbroschüre erstellt. Und sie haben die Website – wie versprochen – ins Netz gestellt.

Und da steht sie nun, die Verlagsstadt. Es sind nicht alle nahezu 300 Verlage drin, die die vier im Branchenbuch gefunden haben. Müssen es auch nicht sein. Denn nicht alles, was sich Verlag nennt, ist auch ein Buchverlag. Und auch von den 127 Verlagen, die die Emsigen auf einer Karte versammelt und verlinkt haben, gehören viele nicht zu dem, was man sich unter einem Buchverlag vorstellt.

Das irritiert. Muss auch nicht sein. Denn Leipzig hat zwar in seiner großen Zeit als Buchstadt auch durch Masse beeindruckt. Aber geblieben ist der Ruf einer Buchstadt mit Klasse. Deswegen werden auch die einstigen Verlagsnamen so gern genannt: Sie stehen für diese Klasse.

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„Es kommt nicht auf die toten Verlagsnamen an, sondern auf die lebendigen“, schreiben die vier Verleger. „Darauf aufmerksam zu machen ist unser Ziel. Die Buchstadt Leipzig ist da, sie muß nur gelebt werden.“

Die Buchstadt produziert rund 900 Titel im Jahr. Für jeden Anspruch ist etwas dabei. Einige Verlage können mit den Spitzennamen der Branche konkurrieren – jedenfalls, was die Qualität betrifft. Wer die Nicht-Buchverlage aus der Liste der 127 Verlinkten herausfiltert, kommt auf ungefähr 70 bis 80 aktive Buchverlage. In der Mehrzahl eigentlich: Buchverlegerinnen und Buchverleger. Einzelkämpfer. Akrobaten. Denn ihnen gehört der Markt nicht. Sie haben alle zu kämpfen darum, einen Platz irgendwo in den Nischen der Buchhandlungen zu finden. Die großen Regale gehören den Stapeltiteln der Großverlage. Und natürlich wäre den Leipziger Buchverlegern geholfen, wenn das Rathaus mehr als ein „Achja.“ beisteuern würde.

Denn hier ist man mittendrin in der Kreativwirtschaft. Einem sehr speziellen Segment, mit speziellen Rahmenbedingungen. Eine davon wäre: Die Stadtverwaltung steht dazu und lädt die Verleger ein – zum Beispiel zur Auftaktpressekonferenz der Buchmesse. Auch als Dankeschön. Denn den Ruf der Buchstadt halten außerhalb der Buchmesse diese Einzel- und Einsamkämpfer aufrecht. Sie organisieren Lesungen, bauen Autoren auf, finanzieren Bücher, die zur Selbstverständigung der Stadt unerlässlich sind. Und sie versuchen, die Wahrnehmung auf ihr Tun zu verbessern. Die Website ist ein Beitrag dazu. Ein noch zurückhaltender, denn die Auflistung der Verlage ist das eine. Die Wahrnehmung ihrer Produktion dann schon der nächste Schritt.

Die Website zu Leipziger Verlagen: www.leipziger-verlage.de

Was Leipzig über die Literatur in der Stadt zu sagen hat: www.leipzig.de/de/buerger/kultur/literatur/index.shtml


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