Handwerkermangel in Leipzig – Umgang und Lösungen

Der zurückliegende Winter war eigentlich gar kein richtiger Winter – zumindest gemessen an der weißen Pracht und den Frosttagen. Allerdings hat der Winter 2018/2019 die Feuerwehren und Katastrophenkräfte in Atem gehalten – dank einiger sehr stürmischer Tage. Die Folgen bekommen Wald- und Grundstücksbesitzer immer noch zu spüren. Umgeknickte Bäume werden im Frühling zum Problem, weil viele Fachfirmen kaum Zeit haben, die vielen Aufträge abzuarbeiten.
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Ähnliche Erfahrungen machen auch viele Leipziger. Wer schnell nach einem Handwerker sucht, um eine Reparatur erledigen oder die neue Heizung einbauen zu lassen, muss sich auf eine Überraschung gefasst machen. Viele Betriebe haben noch so volle Auftragsbücher abzuarbeiten, dass neue Aufträge kaum noch angenommen werden – zumindest, wenn sie schnell zu erledigen sind. Das beste Beispiel sind Dachdecker: Einige Fachbetriebe arbeiten im Frühjahr 2019 Aufträge aus dem Vorjahr ab – und planen damit bis in den Sommer hinein. Betroffenen hilft diese Erkenntnis nicht weiter, es sind Lösungen gefragt. Wie können diese aussehen? Lassen sich einige Arbeiten vielleicht sogar selbst als Heimwerker erledigen?

1. Was ist kaputt?

Handwerker in Sachsen freuen sich über volle Auftragsbücher. Einfach pauschal zu behaupten, jeder Betrieb ist auf Monate ausgebucht, geht allerdings zu weit. Es gibt durchaus Fachbetriebe, die immer noch – zumindest für schnelle Reparaturen – die nötigen Ressourcen aufbieten können. Um abzuschätzen, welches Gewerk in welchem Umfang überhaupt gefragt ist, muss der Schaden abgeschätzt werden. Hier können betroffene Haushalte schon sehr viel Vorarbeit leisten. Und sollten diesen Schritt nicht unterschätzen.

Einfaches Beispiel: Die Waschmaschine funktioniert nicht mehr und zeigt einen Fehler an. Statt jetzt sofort zum Telefon zu greifen und den nächsten Fachbetrieb heran zu zitieren, lohnt sich ein Blick „hinter die Kulissen“. Oder besser – in die Bedienungsanleitung. Im Regelfall finden sich hier Hinweise dazu, welche Fehlermeldung zu welcher Störung gehört. Ein verstopftes Flusensieb ist leichter behoben als die defekte Laugenpumpe.

Die Analyse des Schadens ist nicht nur bei Elektrogeräten wichtig. In jedem Bereich rund um Haus und Wohnung hilft dieser Check-Up. Einerseits kann Handwerkern der Schaden so genau geschildert werden. Auf der anderen Seite entspannt sich die Suche – wenn der Schaden eher universeller Natur ist.

2. Reparatur selbst durchführen

Das Beispiel mit der Waschmaschine illustriert sehr gut, dass Reparaturen mitunter überstürzt in Auftrag gegeben werden. Grundsätzlich ist abzuwägen, ob es tatsächlich einen Handwerksbetrieb braucht oder nicht. In Bezug auf die Waschmine existieren viele Ansatzpunkte für mögliche Reparaturen. Verstopfungen in Zu- und Ablauf lassen sich oft noch manuell lösen, wohingegen das Öffnen des Geräts eine ganz andere Dimension darstellt:

Ohne Fachwissen kann das Öffnen elektrischer Geräte lebensgefährlich sein

Es sind vorher alle Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten (Gerät vom Strom trennen, Wasserzulauf sperren)

Nicht selten ist für Reparaturen der Waschmaschine das Entfernen der Frontblende nötig. So beispielsweise für den Austausch der Ablaufpumpte oder der Reparatur des Türschlosses.

Es gibt jedoch auch einfachere Tätigkeiten, die sich bequem selbst erledigen lassen. Gute Beispiele sind:

  • Schäden am Fußbodenbelag
  • gerissene Fliesen
  • defekter Siphon am Waschbecken.

Hier kann jeder Haushalt mitunter selbst Hand anlegen – und sich so den Handwerker sparen. Beispiel Waschbecken: Durch Reinigungsmittel oder Laugen leidet das Material. Früher oder später macht sich die Materialermüdung durch eine Leckage bemerkbar. Im Baufachhandel gibt es alles an Zubehör, was für die Reparatur notwendig ist. Und die Tipps kann sich jeder Nutzer über Online-Anleitungen ins Haus holen.

Dies auch für den Austausch kaputter Sockelleisten oder das Verputzen der Gartenlaube. Aber: Einige Handgriffe sind immer noch den Profis vorbehalten.

Strom & Co. – nicht für Heimwerker

Jedes Jahr kommt es in Unternehmen zu Unfällen mit Strom. Laut BG ETEM waren es 2017 mehr als 3.600 Unfälle. Was im Job passieren kann, ist zu Hause nicht ausgeschlossen. Gerade bei einem Defekt – abgesehen von der Glühlampe – an der Hauselektrik sollte sich niemand als Heimwerker ausprobieren.

Elektroniker haben das nötige Fachwissen – auch in Bezug auf die Eigensicherheit. Ebenfalls vom Selbermachen abzusehen ist im Zusammenhang mit:

  • Heizungsinstallation
  • Solarthermie und Fotovoltaik
  • Wasserinstallation
  • Abwasser.

Hintergrund: Fehler bei der Ausführung von Reparaturen können gefährlich und teuer werden – etwa, wenn die Wohnung des Nachbarn plötzlich geflutet wird.

3. Bei Kleingeräten lohnt eine Reparatur nicht

In so gut wie jedem Haushalt gibt es nicht nur Kühlschrank und Waschmaschine. Unzählige Kleingeräte, vom Wecker über den Toaster bis zur Kaffeemaschine verrichten täglich ihren Dienst. Gerade dort, wo die Geräte täglich genutzt werden, bleibt Verschleiß natürlich nicht aus. Damit einher geht – etwa bei der Kaffeemaschine – eine begrenzte Lebensdauer.

Natürlich kann jeder Haushalt versuchen, solche Geräte durch einen Reparaturservice oder das Reparatur-Cafe wieder in einen funktionstüchtigen Zustand versetzen lassen. Allerdings stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob das Ganze finanziell einen Sinn hat.

Die Arbeitsstunde ist heute in Fachbetrieben so teuer, dass eine Neuanschaffung die wahrscheinlich – rein vom finanziellen Aspekt betrachtet – bessere Option ist. Generell muss hier zwischen:

  • Materialwert
  • Aufwand
  • emotionalem Wert

abgewogen werden.

Eine alte Weihnachtspyramide wieder zu restaurieren ist ein Beispiel. Der Neukauf hält sich mit der Restauration die Waage. Was den Ausschlag gibt, ist die Tatsache, dass es sich hier um ein Geschenk der Eltern/Großeltern handelt.

Dass ein Ergebnis der Abwägung so ausfällt, ist nur bei einer starken emotionalen Bindung der Fall. Kaffeemaschine, Wasserkocher und Co. werden dagegen im Regelfall aussortiert. Achtung: Seit einigen Jahren sind Handelsunternehmen dazu verpflichtet, Altgeräte wieder zurückzunehmen.

4. Den Suchradius nach Handwerkern vergrößern

In Leipzig wird an allen Ecken und Enden gebaut. Die Folge: Gerade Handwerker rund um den Bausektor sind Mangelware. Oder besser: Zeitnahe Termine sind kaum zu haben. Um die Chance auf einen Fachbetrieb – der noch freie Kapazitäten hat – zu erhöhen, kann die Ausweitung des Suchkreises helfen.

Soll bedeuten: Statt nur in Leipzig zu suchen, wird die Suche auf das Umland ausgedehnt. Eventuell lässt sich über Branchenbücher oder Fachportale im Internet noch der eine oder andere passende Handwerksbetrieb finden. Das Ausstrecken der Fühler in die „Peripherie“ kann allerdings keine Erfolgsgarantie sein.

Im Gegenteil: Diese Idee haben in der aktuellen Auftragssituation viele Haushalte und Auftraggeber. Grundsätzlich sollte der erweiterte Suchkreis mit einem zweiten Aspekt Hand in Hand gehen: Früh mit der Suche beginnen. Gerade Aufträge, die kurzfristig angefragt werden, sind in den letzten Jahren auch für kleinere Betriebe uninteressanter geworden. Schuld ist der Auftragsstau. Einige Firmen arbeiten Aufträge aus 2018 ab – und sind damit bis in den Sommer 2019 ausgebucht. Diese Entwicklung sollte jeder Haushalt in seine Planungen einbeziehen.

5. Wann das Warten alternativlos ist

Die Solaranlage macht keinen Mucks mehr oder es muss ein Sturmschaden beseitigt werden – für Betroffene beginnt jetzt das Warten. Findet sich ein Profi, welcher den Schaden behebt? Je nach Art und Größenordnung ist eine Wartezeit leider alternativlos.

Aufgrund der großen Sturmschäden sind beispielsweise Spezialisten für Baumfällarbeiten auf Wochen im Voraus beschäftigt. Etwas mehr Glück kann haben, wer einen echten Notfall Instand setzen lassen muss: Viele (gerade größere Handwerksbetriebe) arbeiten mit einem Team, dass nur für Notfälle da ist.

Aber auch hier kann es zu einer gewissen Wartezeit kommen. Diese ist in Kauf zu nehmen – besonders, wenn die Eigenreparatur eine Gefahr für die persönliche Unversehrtheit bedeutet. Oder wenn es um versicherungsrechtliche Fragen geht. Hier kann selten einfach nach persönlichem Dafürhalten mit den Arbeiten begonnen werden.

Foto: Wellnhofer Designs 223448281/Fotalia.com

Fazit: Sachsen spürt den Handwerkermangel

In den letzten Jahren ist die Zahl der Studenten deutschlandweit stark gestiegen. Zu spüren haben dies seit Jahren Handwerksbetriebe bekommen. Und inzwischen bemerken auch Haushalte sowie private und öffentliche Auftraggeber, dass sich der Wind gedreht hat. War es in Sachsen über Jahre eher so, dass Fachbetriebe um jeden Auftrag gekämpft haben, wird heute häufiger eine Anfrage abgelehnt. Besonders, wer sehr schnell eine Reparatur erledigt wissen will, muss überrascht feststellen, nicht mehr die erste Geige zu spielen. Inzwischen sind die Auftragsbücher der Unternehmen so voll, dass sich auf die besten Aufträge fokussiert werden kann. Und auf der anderen Seite fehlen einfach Fachkräfte, um die vielen kleinen und großen Wünsche der Auftraggeber zufriedenzustellen. Damit kommt die Entwicklung des Arbeitsmarktes der letzten Jahre inzwischen auch direkt beim Verbraucher an.


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