Ein Rabattcode besteht aus wenigen Zeichen und wirkt erst im letzten Schritt einer Onlinebestellung. Zwischen Warenkorb und Bezahlung wartet ein kleines Feld auf ihn. Trägt der Onlinekäufer dort die richtige Zeichenfolge ein, sinkt die Gesamtsumme des Einkaufs oder die Versandkosten entfallen.

Wie groß die Ersparnis durch einen Rabattcode ausfällt, entscheiden die Bedingungen des Onlinehändlers und der jeweilige Preis, von dem der Abzug ausgeht. Dieser Beitrag zeigt, wo die Vorteile eines Rabattcodes liegen und wie sich solche Codes am besten nutzen lassen.

Wie genau funktioniert eigentlich ein Rabattcode?

Ein Rabattcode ist ein Versprechen des jeweiligen Onlinehändlers, den Preis unter bestimmten Bedingungen zu senken. Anders als ein Geschenkgutschein besitzt er keinen festen Geldwert. Er mindert allein die Gesamtsumme einer Bestellung.

Der jeweilige Onlineshop prüft die Zeichenfolge sofort und zeigt den neuen Gesamtpreis an. Typische Bedingungen, die ein Onlinehändler an einen Rabattcode knüpft, sehen meist wie folgt aus:

  • Mindestbestellwert: Der Preisvorteil greift erst ab einer bestimmten Warenkorbsumme.
  • Frist: Ein Gültigkeitsdatum begrenzt den Aktionszeitraum.
  • Kundengruppe: Manche Aktionen richten sich allein an Neukunden oder Studenten.
  • Sortiment: Einzelne Marken oder bereits reduzierte Ware bleiben ausgenommen.

Vor einer Teilretoure lohnt ein Blick auf den Mindestbestellwert. Er entscheidet, ob die Ermäßigung für die verbleibenden Produkte bestehen bleibt.

Welche generellen Vorteile kann ein Rabattcode bieten?

Ratgeberbeiträge von Software-Onlineshops und Marketingdienstleistern nennen folgende Formen, in denen ein Rabattcode diverse Vorteile ermöglicht:

  • Preisabzug: Ein Prozentsatz oder Festbetrag mindert die Rechnung oder die Versandkosten entfallen.
  • Ausprobieren: Neue Marken und Produkte lassen sich zum niedrigeren Preis testen.
  • Zusatzprodukt: Ein Bonusgutschein legt ein weiteres Produkt vergünstigt oder kostenlos in den Warenkorb.
  • Empfehlung: Bei Freunde-werben-Freunde-Aktionen erhalten der Neukunde und der Empfehlende eine Ermäßigung.
  • Zweite Chance: Nach einem abgebrochenen Kauf schickt der Onlinehändler mitunter einen Rabattcode per E-Mail nach.

Solche Aktionen knüpfen an einen Anlass, etwa den Erstkauf, die Newsletter-Anmeldung oder eine angekündigte Kündigung. Treue Kunden kommen über Empfehlungsprogramme an lohnenswerte Rabattcodes.

Jede dieser Formen senkt den Preis, ohne dass der Käufer bezüglich Produkt oder Auswahl Abstriche machen muss.

Wo lässt sich genau der richtige Rabattcode finden?

Der direkteste Weg führt über die Newsletter diverser Onlineshops. Als Gegenleistung erhält der jeweilige Onlinehändler die E-Mail-Adresse samt Werbeeinwilligung. Nach einer Abmeldung muss er sie löschen.

Viele Onlineshops schicken den Rabattcode direkt nach der Anmeldung per E-Mail. Ein Blick auf die Bedingungen vor der Anmeldung klärt, was genau an der Kasse gilt. Mindestbestellwert und Frist stehen meist gleich neben dem jeweiligen Produktangebot niedergeschrieben.

Gutscheinportale bündeln solche Produktangebote aus vielen Onlineshops an einem Ort. Sie finanzieren sich über eine Provision je vermitteltem Kauf, der Käufer zahlt für die Gutscheinsuche nichts. Seriöse Gutscheinportale nennen die Bedingungen, das Ablaufdatum und den Anlass direkt am Rabattcode, etwa Saison, Neukunde oder Newsletter.

Vor dem Klick sieht der Käufer somit, ob der Rabattcode zu seiner Bestellung passt. Ein gepflegtes Gutscheinportal legt zudem offen, woher seine Gutscheine stammen.

Wann lohnt sich ein Rabattcode oftmals ganz besonders?

Beim Erstkauf in einem Onlineshop greifen oft attraktive Neukundenaktionen. Gute Voraussetzungen bieten auch ein Warenkorb knapp über dem Mindestbestellwert und noch nicht reduzierte Produkte. Bei größeren Anschaffungen fällt ein prozentualer Abzug besonders spürbar aus.

Vor dem Eintrag im Gutscheinfeld steht der Vergleich mit anderen Produktanbietern. Er zeigt, ob der Ausgangspreis dem Markt entspricht. Erst dann entfaltet der Abzug seinen vollen Wert.

Seit Mai 2022 verlangt die Preisangabenverordnung bezüglich einer beworbenen Ermäßigung die Angabe des niedrigsten Preises der vergangenen 30 Tage. Diese Angabe erleichtert den Blick auf den Ausgangspreis. Für personalisierte Rabattcodes, etwa aus Newslettern, gilt eine Ausnahme.

Wie viele Menschen in Deutschland nutzen Rabattcodes?

Rabattcodes sind in Deutschland generell sehr beliebt. In einer repräsentativen Umfrage von Anfang 2021 gaben 22 Prozent der Befragten an, Rabattcodes oder Gutscheine genutzt zu haben. Somit gehört der Rabattcode heutzutage für gut jeden Fünften fest zum Online-Einkauf dazu.

Warum ist der Rabattcode in Deutschland so beliebt?

Das leere Gutscheinfeld im Bezahlvorgang zahlreicher Onlineshops lädt zum Suchen attraktiver Rabattcodes ein. Ein Branchenblog beschrieb bereits 2016, wie Onlinekäufer einen zweiten Browser-Tab öffneten und nach einem Rabattcode suchten. Die Kaufentscheidung war da natürlich längst gefallen.

Hinweise wie „heute bereits x-mal eingelöst“ verstärken diesen Reiz noch einmal zusätzlich. Online-Marketing-Experten ordnen diesen Reiz dem Prinzip des Social Proof zu, denn sichtbare Nachfrage weckt schließlich Vertrauen.

Onlinehändler richten solche Aktionen an Neukunden und preisbewusste Käufer, bei denen die Ermäßigung den Ausschlag gibt. Ein Rabattcode belohnt ja auch den Käufer, der ohnehin bestellt hätte. Der Aufwand ist gering, der Effekt sofort auf der Rechnung sichtbar.

Unter der Lupe zeigt sich, welche Vorteile ein Rabattcode einbringen kann. Er senkt den Preis, macht gegebenenfalls neue Marken günstiger und belohnt oftmals Empfehlungen.

Der Käufer spart in der Regel am meisten, wenn er den Anlass kennt, die Bedingungen liest und den Ausgangspreis vergleicht. Dann wird aus dem kleinen Feld im Bezahlvorgang des jeweiligen Onlineshops eine Ersparnis, die sich bei jeder Onlinebestellung nachrechnen lässt.

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