Artikel aus der Rubrik Bücher

Ein ganzes kleines Buch nur über Mohn

Vom berauschenden Schlafmohn, dem Klatschmohn im Felde und dem leckersten Kuchen aus Omas Küche

Foto: Ralf Julke

Es lohnt sich immer wieder, sich auch mit all den scheinbar so selbstverständlichen Pflanzen in unserer Umgebung zu beschäftigen. Die so selbstverständlich nicht mehr sind. Aus vielen Feldern ist der Mohn verschwunden, seit mit gewaltigen Herbizideinsätzen gegen alles vorgegangen wird, was die moderne Landwirtschaft nicht mehr auf Feld und Rain sehen will. Dabei erzählt Mohn von gesunden Feldern. Anmelden und weiterlesen.

Eine ganz kirchliche Perspektive auf Luther und die Folgen

Der Versuch, 500 Jahre Reformationsgeschichte als sächsische Landesgeschichte zu skizzieren

Foto: Ralf Julke

Warum macht man das? Warum setzt man sich als Pfarrer im Ruhestand hin und schreibt ein Lehrbuch über 500 Jahre Reformation? Eines, das sich mit wirklich hochkarätigen Veröffentlichungen zu 500 Jahre Reformation messen muss im Jahr 2017? Pfarrer i. R. Ralf Thomas steckt seit über 50 Jahren im Thema. Fast 60 sogar. Vielleicht musste es einfach mal raus. Anmelden und weiterlesen.

Mal neugierig in den äußersten Zipfel Sachsens

Zittau und Herrnhut vielleicht doch lieber an mehr als einem Tag

Foto: Ralf Julke

Zittau – das ist auf den ersten Blick so eine Art graue Maus ganz da hinten, außen, am Rand von Sachsen. Völlig in den Schatten gespielt von Städtchen wie Bautzen oder Freiberg oder Heidenau, wo die Bürger ordentlich für Radau sorgen. Also doch lieber nach Zittau, in den äußersten Zipfel von Sachen, da, wo Sachsen wirklich international ist. Anmelden und weiterlesen.

Mal ohne viel Text, aber zum Selbstausmalen

Puckkunst für Freunde von Buntstift und Eishockeypause

Foto: Ralf Julke

Frank Bröker hat eigentlich fast alles aufgeschrieben, was es zu Eishockey in Deutschland und anderswo aufzuschreiben gibt. Man kennt die großen Helden, die Anfänge und die diversen Umbauten in den Ligen. Man weiß, dass es ein harter Sport ist für Anhänger, denen Fußball zu weich ist. Aber jetzt sind sie gut beraten, sich ein paar Buntstifte einzustecken. Anmelden und weiterlesen.

44 Geschichten, 44 Rezepte und eine ordentliche Portion Aufklärung

Eine Lanze für den Einfallsreichtum der ostdeutschen Küchen

Foto: Ralf Julke

Wie arbeitet man gegen Vorurteile an? Man bleibt beharrlich, erzählt und schildert, was wirklich von Belang ist. Und wie reich eine Landschaft tatsächlich war und ist, die in den Legenden der Gegenwart als triste Einöde suggeriert wird. Dabei war ostdeutsche Küche immer eine Welt der Phantasie, des Einfallsreichtums und ganz regionaler Spezialitäten. Einer muss es wissen: Herbert Frauenberger. Anmelden und weiterlesen.

Wer erst später leben will, hat's nicht begriffen

Sascha Heßes Gedanken über Vergängnis und Schöpfertum

Foto: Ralf Julke

Er schreibt und schreibt und schreibt. Er kann nicht anders. Leben ist Denken für den Schriftsteller, Komponisten, Musikpädagogen und – nicht zu vergessen – Philosophen Sascha Heße aus Leipzig. Und was ihm so durch den Kopf geht, das schreibt er auf. Seine Gedanken-Bücher erscheinen in hoher Schlagzahl. Aber geht es im jüngsten Band tatsächlich um die Leiden des Künstlers? Anmelden und weiterlesen.

Ein Mädchen übt den Handstand

Warum die einen Engel sehen, die anderen Wolken und kaum jemand die unerhörte Leichtigkeit des Seins

Foto: Ralf Julke

Das Bild hat Symbolkraft: Ein Mädchen geht in den Handstand, ist noch nicht ganz ausbalanciert. Spielerisch sieht es aus, selbstbewusst, herausfordernd. „Handstand“ hat der Hallenser Künstler Uwe Pfeifer die 2011 entstandene Lithografie genannt. Und die Leipziger Dichterin Jutta Pillat war so fasziniert von diesem kleinen Kunstwerk, dass sie unbedingt einen Gedichtband draus machen wollte. Anmelden und weiterlesen.

Noch eine große Portion fast vergessenenen Wissens

Mit Grit Nitzsche die essbare Welt unserer heimischen Bäume wiederentdecken

Foto: Ralf Julke

Schon mit ihrem Buch über (Un-)Kräuter hat Grit Nitzsche auch die aufmerksamsten Leserinnen und Leser überrascht, die der fernsehbekannten „Kräuterhexe“ ja eine Menge zutrauten, aber nicht diese verblüffende Entdeckungstour durch Pflanzenwelten, die ein ordentlicher Gärtner nur radikal aus seinem Garten entfernt. Anmelden und weiterlesen.

Der zweite Band mit Sachsenmorden aus Leipzig

13 Mal Mord in allen Ecken und manchmal auch ein bitterböser Hauch Gerechtigkeit

Foto: Ralf Julke

Manche Geschichten gehen weiter, auch wenn es ein bisschen gerumpelt hat im Verlagsleben. Und es hat bei mehreren Leipziger Verlagen heftig gerumpelt in letzter Zeit. Für den fhl Verlag, der sich zuletzt auf Krimis spezialisiert hatte, bedeutete das das Finale. Aber die Krimi-Geschichte geht weiter – nun in der neu gegründeten edition krimi. Denn Mord und Totschlag sind ewige Themen. Mit einem immerhungrigen Publikum. Anmelden und weiterlesen.

Die unausweichliche Begegnung mit dem listigen Dr. Eck

Der Katalog zeigt Leipzig in jenem Moment, als es im Mittelpunkt der Reformationsgeschichte stand

Foto: Ralf Julke

Es klappt nicht immer, aber zu manchen Ausstellungen schafft es das Stadtgeschichtliche Museum auch einen Katalog herstellen zu lassen, der thematisch noch einmal bündelt, was zu sehen ist, Hintergründe erklärt und die ausgestellten Objekte noch einmal würdigt. Das ist zur Ausstellung „Luther im Disput“ wieder gelungen. Anmelden und weiterlesen.

Aktion Sühnezeichen, Friedliche Revolution, Runder Tisch und Ratspräsidentschaft

Die sehr zurückhaltenden Erinnerungen des Vermittlers Friedrich Magirius

Foto: Ralf Julke

Wer Peter Wensierskis Buch „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ gelesen hat, ist auch über den zarten Hinweis auf Friedrich Magirius gestolpert. Der kommt als Akteur in Wensierskis Buch eher nur beiläufig vor. Dafür gibt es den Hinweis auf Magirius’ geplante Autobiographie. Nun ist sie da. Und sie bestätigt die Position der Protagonisten aus Wensierskis Buch. Anmelden und weiterlesen.

Ein kleines Buch zu Geschichte, Gewinnung und Nutzen des Salzes

Warum Salz in unserem Leben so wichtig ist und zu viel davon uns umbringt

Foto: Ralf Julke

Aus diesen kleinen Büchlein kann man etwas lernen. Sie bringen lauter Dinge, die zu unserem Leben gehören, auf den Punkt. Kurz, knapp, bilderreich. Und manchmal erfährt man auch erst durch einen so speziellen Buchtitel, wie wichtig diese Kleinigkeiten eigentlich sind. Salz zum Beispiel. Anmelden und weiterlesen.

Ein diskutantes Buch über die Fehlstellen unserer Demokratie

Warum wir gebildete Wähler brauchen und die Macht nicht den Hooligans überlassen dürfen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIrgendetwas läuft falsch in den westlichen Demokratien. Das wird derzeit auch vielen Leuten bewusst, die bislang immer noch glaubten, die Demokratie sei stark genug, um den Triumph von Populisten, Wirrköpfen, Narren und Chauvinisten zu verhindern. Aber das Gegenteil ist der Fall: Augenscheinlich kommt denen der moderne Wahlzirkus geradezu entgegen. Was läuft da falsch? Darüber grübelt Jason Brennan seit zehn Jahren. Weiterlesen.

Wenn es um mehr als Küsse und Freundschaft geht

Marten Melin erzählt über die verwirrende Welt der erwachenden Gefühle

Foto: Ralf Julke

Mit diesem Buch des schwedischen Autors Marten Melin stößt der Klett Kinderbuchverlag nach „Etwas mehr als Kuscheln“ zum zweiten Mal in den Bereich Jugendliteratur vor. Auch das ein Feld, auf dem allerlei Regeln und Erwartungen und Stereotype herrschen. Selbst im eigentlich so freizügigen Schweden. Da diskutieren die Erwachsenen heftig über Melins Bücher. Die Kinder lesen sie mit Begeisterung. Anmelden und weiterlesen.

Die Gedicht-Jazz-Reise von Nora Gomringer und Philipp Scholz auf einer Scheibe

Gedichte sind Musik und Heimat ist der Strohhalm für die Ahnungslosen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKann man Gedichte zelebrieren wie ein Jazz-Konzert? Kann man. Alles kein Problem. Dass sich Nora Gomringer nicht scheut, mit Musikern zusammen ins Studio zu gehen, hat sie zum Beispiel 2013 gezeigt, als sie mit dem Dresdner Wortart Ensemble eine Scheibe Lyrik einspielte. Eigentlich auch das schon ein hörbarer Beweis: gute Lyrik ist Jazz. Theater sowieso. Und bei Gomringer: unterhaltsames Spracherlebnis. Weiterlesen.

Zwölf kleine, aber pointierte Porträts mutiger Frauen

Ohne Frauen ist auch die Luthersche Reformation nicht denkbar

Foto: Ralf Julke

„Wie weiblich ist die Reformation?“, fragt Caroline Vongries im Vorwort. Sie ist nicht die Erste, die sich diese Frage stellte. Und dann zwölf knappe und aussagekräftige Porträts von Frauen schrieb, die in der Reformationsgeschichte namhaft und nachweisbar sind. Und es sind nicht alle, betont sie selbst im Vorwort. Und macht damit etwas noch immer Überraschendes klar. Anmelden und weiterlesen.

Das bilderreiche Buch zur Ausstellung „Inszeniert. Deutsche Geschichte im Spielfilm“

Sieben Kapitel zur filmischen Geschichtsaneignung der (West-)Deutschen

Foto: Ralf Julke

Seit dem 5. April ist im Zeitgeschichtlichen Forum die Ausstellung „Inszeniert. Deutsche Geschichte im Spielfilm“ zu sehen. Vorher war sie in Bonn im Haus der Geschichte zu sehen. Den Ausstellungsmachern ist durchaus bewusst, wie stark Filme und Serien die Sicht der Deutschen auf ihre Geschichte beeinflussen. Manche kennen Geschichte überhaupt nur durch Filme. Ein ganz heißes Eisen. Anmelden und weiterlesen.

Vom strammen Max bis zum Berliner Schnitzel

Eine appetitanregende Entdeckung von Berlin als kulinarische Landschaft

Foto: Ralf Julke

Für gewöhnlich denkt man bei Berliner Essgewohnheiten an solche Dinge wie Döner, Currywurst, Bulette und vielleicht noch Berliner, die es in Berlin aber nicht gibt. Denn dort heißen Pfannkuchen wie auch in Sachsen Pfannkuchen. Und sonst? Wovon leben die Berliner tatsächlich? Nur von Berliner Luft? Oder ist Berlin auch eine kulinarische Region wie die andere Fleckchen im Osten? Ist es, kann Ute Scheffler feststellen. Anmelden und weiterlesen.

Von Wunschnachbarn, Märchenbanden und Nadine

Wunschnachbar Traumfrau: Uli Hannemanns Weiter-spinn-Geschichten aus einem ziemlich harten Berliner Leben

Foto: Ralf Julke

Vielleicht sollte man, wenn man zu viel grübelt, lieber doch kein Autor werden? Oder gehört das viele Grübeln notwendig dazu, weil einem sonst niemand abnimmt, dass man sich wirklich ernsthaft mit dieser Welt beschäftigt? Uli Hannemann ist so etwas wie der Moll-Ton in der Lesebühne LSD, „Liebe statt Drogen“. Neben eher quietschfidelen Herren namens Strübing, Tube oder Spider. Anmelden und weiterlesen.

Würdigung für einen der berühmtesten Teubner-Autoren

Eine kleine biografische Skizze zum echten Kohlrausch hinter dem „Kohlrausch“

Foto: Ralf Julke

Der Schmerz sitzt tief. Und manchmal hat man den Eindruck, dass der Abschied vom 1999 in Leipzig geschlossenen Teubner Verlages noch lange dauern wird. Denn damit verschwand der berühmteste Leipziger Wissenschaftsverlag aus der Stadt. Ein Verlag, für den „der Grimsehl“ genauso stand wie „der Kohlrausch“. Physiker wissen sofort, was das war. Anmelden und weiterlesen.