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Fälle & Unfälle

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Will sich im Prozess noch äußern: der Angeklagte Detlev B. (71, r.) mit seinem Anwalt Dr. Carsten Pagels. Foto: Lucas Böhme

Prozessauftakt um Hausbrand mit Todesopfer: Aus Wut und Habgier gezündelt?

Vor fast zwei Jahren wütete ein Hausbrand im nordsächsischen Beilrode. Das Feuer richtete 344.000 Euro Schaden an und kostete einen 47-jährigen Bewohner das Leben, der qualvoll in den Flammen starb. Ausgerechnet der Lebensgefährte seiner Mutter steht nun seit Montag vor Gericht – wegen Mordes und schwerer Brandstiftung mit Todesfolge. Die Staatsanwaltschaft hegt einen ungeheuerlichen Verdacht […]

Weltkriegsbombe auf dem Gelände der Alten Messe gefunden + Update: Die Bombe ist nicht mehr + Video

Bei Tiefbauarbeiten auf dem Gelände der Alten Messe ist am Mittwochvormittag eine 250-Pfund-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der sächsischen Polizei ist bereits vor Ort, gemeinsam mit der Feuerwehr wird die Entschärfung vorbereitet. Die LZ wird ab jetzt live über die Geschehnisse berichten. Zur Sicherheit der Anwohner planen Polizei und Feuerwehr ein […]

Verbarg aus lauter Scham sein Gesicht: Klaus Peter S. (65), hier beim Prozessauftakt Ende Februar, muss dreieinhalb Jahre in Haft. Foto: Lucas Böhme

Schwerkranke Ehefrau erstochen: Haftstrafe von dreieinhalb Jahren für 66-jährigen Störmthaler

Er war ursprünglich wegen Mordes angeklagt – verurteilt wurde er am Ende aber wegen Totschlags in einem minderschweren Fall: Das Leipziger Landgericht schickte einen mittlerweile 66 Jahre alten Rentner aus Störmthal am Dienstag für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Er hatte die Tötung seiner schwer erkrankten Ehefrau im Prozess eingeräumt. Frühstücksbrötchen als Auslöser Das Schwurgericht sah […]

Beschwerden an die Polizei können als Bumerang zurückkommen. Foto: L-IZ.de

Vergewaltigung in Eutritzsch: Verdächtiger nach europaweiter Fahndung festgenommen

Ein 34-jähriger Mann, der im Januar eine 20-jährige Frau in Eutritzsch vergewaltigt haben soll, befindet sich seit dem 18. April in Haft. Das teilten Leipziger Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag, dem 3. Mai, in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Zuvor hatten die Ermittlungsbehörden per Öffentlichkeitsfahndung und europäischem Haftbefehl nach dem Verdächtigen suchen lassen. Eine Funkzellenabfrage und […]

Verfahren gegen Lina E.: Zwischen Beweisantrag und Großrazzia

Das Oberlandesgericht Dresden verhandelt seit September 2021 gegen vier Antifaschist/-innen. Ihnen wird vorgeworfen, eine „kriminelle Vereinigung“ gebildet und Angriffe auf Neonazis oder Menschen, die sie dem rechten Lager zuordneten, durchgeführt zu haben. Das erste halbe Jahr im Prozess war von Detailarbeit geprägt. Interessanter wurde es jedoch im März beziehungsweise April, als sowohl im Prozess selbst […]

Shirtzshop vorerst dicht: Razzia bei den Liebichs

Bereits um die Mittagszeit gingen die ersten Meldungen heute auf Twitter ein, fast wie ein hörbares „na endlich“ der Tonfall. Bilder von Polizeiwagen machten die Runde, der „Shirtzshop.de“ sei offline, von Durchsuchungen beim Hallenser Rechtsextremisten Sven Liebich war die Rede. Bei wem genau durchsucht wurde, teilte das LKA Sachsen-Anhalt zwar nicht mit, doch die Umstände […]

Staatsanwaltschaft Leipzig erhebt Anklage gegen Gil Ofarim

Die Ergebnisse der abgeschlossenen Ermittlungen lesen sich wie eine Vorentscheidung und müssen dennoch noch durch eine Gerichtsverhandlung. Die Staatsanwaltschaft Leipzig gab am heutigen 31. März 2022 in einer dem öffentlichen Interesse angemessen langen Pressemitteilung bekannt, gegen den Münchner Sänger Gil Ofarim Anklage wegen mehrerer Delikte erheben zu wollen. Gegen einen Mitarbeiter des Westin-Hotels Leipzig habe […]

Gestand die Tötung seiner Ehefrau: Klaus-Peter S. (65), hier beim Prozessbeginn mit seiner Verteidigerin Dorothea Stöckchen. Foto: Lucas Böhme

65-Jähriger aus Störmthal ersticht todkranke Ehefrau im Streit um Frühstück: „Ich war wie weg“

Die Beschwerde der Ehefrau über ein Frühstücksbrötchen soll vor einem halben Jahr dazu geführt haben, dass ihr Mann seine Gattin mit einem Messer erstach. Am Leipziger Landgericht legte der nun wegen Mordes angeklagte Störmthaler Klaus-Peter S. (65) am Donnerstag ein Geständnis ab – und nach und nach offenbart die erschreckende Gewalttat ihren tragischen Hintergrund. Frühstücksbrötchen […]

Wollen das Urteil nicht hinnehmen: Edris Z. (32, r.) und sein Verteidiger Georg K. Rebentrost kurz vor der Urteilsverkündung am 23. Februar. Foto: Lucas Böhme

Mord im Leipziger Auwald: Angeklagter legt Revision gegen lebenslange Haft ein

Edris Z. akzeptiert sein Urteil nicht: Der in der vergangenen Woche wegen Mordes an seiner Ex-Partnerin zu lebenslanger Haft verurteilte Mann hat über seine beiden Anwälte Revision gegen die Entscheidung des Landgerichts eingelegt. Daher wird sich demnächst der Bundesgerichtshof (BGH) mit dem Fall auseinandersetzen müssen. Mehr als eine Woche, nachdem das Leipziger Landgericht ihn wegen […]

Edris Z. (32) am Mittwoch kurz vor der Urteilsverkündung im Gerichtssaal. Wenig später wurde die Urteilsbegründung vorübergehend unterbrochen. Foto: Lucas Böhme

Endlos-Prozess entschieden: Mörder vom Auwald zu lebenslanger Haft verurteilt – scharfe Kritik an Verteidigung des Angeklagten

Am späten Mittwochnachmittag fiel die Entscheidung nach 59 Verhandlungstagen: Das Landgericht schickte den 32-jährigen Edris Z. wegen heimtückischen Mordes an seiner Ex-Partnerin Myriam Z. sowie vorsätzlicher Körperverletzung lebenslang hinter Gitter. Über das ausufernde Verfahren und den aggressiven Auftritt der Verteidigung im Prozess äußerte sich der Vorsitzende Richter äußerst kritisch – und begründete, warum für die Strafkammer keine besondere Schwere der Schuld vorlag. Zwischendurch sorgte der Angeklagte selbst noch dafür, dass die Urteilsbegründung kurz unterbrochen werden musste.

Der mutmaßliche Mörder Edris Z. (damals 31) beim Prozessauftakt 2020. Foto: Lucas Böhme

Prozess um Gewaltverbrechen im Auwald: Verteidigung spricht von „Affektsturm“ des Angeklagten

Nach rund sechzig Verhandlungstagen und damit einem Vielfachen der eigentlichen Planung scheint der Prozess um die tödliche Gewalttat gegen eine 37-jährige Frau im Leipziger Auwald langsam auf ein Ende zuzusteuern. Während Staatsanwaltschaft und Nebenklage das, was Edris Z. seiner Ex-Partnerin am 8. April 2020 im Leipziger Auwald angetan haben soll, als geplanten und heimtückischen Mord werten, hat die Verteidigung eine eigene Sicht auf das Geschehen.

Überfall auf Connewitz: Prozessdauer bewahrt 15-fach vorbestraften Rechtsextremen vor Gefängnis

Mit Michael W. steht in der Prozess-Serie zum Überfall auf Connewitz ein weiteres, bekanntes Gesicht der Neonazi-Szene vor dem Amtsgericht Leipzig. Am 11. Januar 2016 hatten knapp 250 Rechtsradikale den Leipziger Stadtteil verwüstet, mit Äxten und Eisenstangen zahlreiche Geschäfte, Wohnungen und Autos beschädigt. In diesem Rahmen müssen sich W. und sein Mitangeklagter Torsten K. am Donnerstag, 3. Februar, ebenfalls wegen Landfriedensbruchs verantworten.

Will nicht erkannt werden: Manfred F. (65), hier neben seiner Verteidigerin Henrike Wittner beim Prozessauftakt. Foto: Lucas Böhme

Urteil am Landgericht: 12 Jahre Haft und mögliche Sicherungsverwahrung für Mordversuch an Nachbarin

Ein bereits rechtskräftig als Totschläger verurteilter Mann muss wieder für sehr lange Zeit in Haft – wenn es dick kommt, bis zum Ende seines Lebens. Das Schwurgericht verurteilte den 65-jährigen Manfred F. am Freitag zu zwölf Jahren Freiheitsentzug mit Vorbehalt der Sicherungsverwahrung, weil er aus nichtigen Gründen auf seine jüngere Nachbarin eingestochen hatte. Sie überlebte nur mit Glück.

15 Monate auf Bewährung: Kersten H. (r.) beim Prozessauftakt mit seinem Rechtsanwalt Helmut-Hartwig Heuer. Foto: Lucas Böhme

Überfall auf Connewitz: Amtsgericht spricht JVA-Beamten des Landfriedensbruchs schuldig

Vor über sechs Jahren überfielen mehr als 250 Hooligans und Neonazis den Leipziger Stadtteil Connewitz. Am Freitag verurteilte das Leipziger Amtsgericht nun einen 36-Jährigen, dessen damalige Beteiligung als erwiesen gesehen wurde, wegen Landfriedensbruchs. Das Unfassbare: Der Mann war bereits damals Beamter im Strafvollzug und konnte zunächst problemlos seinen Dienst fortsetzen. Doch nun könnte er seinen Job endgültig los sein.

Justizbeamte nehmen dem Angeklagten Edris Z. (M.) zum Prozessbeginn am 7. Oktober die Handfesseln ab. Links sein Verteidiger Georg K. Rebentrost. Foto: Lucas Böhme

Plädoyers im Auwald-Mordprozess: Höchststrafe für Angeklagten Edris Z. gefordert

Nach zähem Ringen um weitere Anträge der Verteidigung schloss das Landgericht am Mittwoch nach 57 Tagen die Beweisaufnahme im Mordprozess gegen Edris Z. endgültig ab. Der 32-Jährige, der seine frühere Partnerin 2020 im Leipziger Auwald mit Hammerschlägen getötet haben soll, musste sich in den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Nebenklage gnadenlos direkte und unmissverständliche Worte anhören. Auch an seinen zwei Anwälten hagelte es äußerst scharfe Kritik.

Guter Radweg ist nicht teuer. Grafik: Verkehrswende Leipzig

Initiative Verkehrswende Leipzig: Die Verkehrssicherheitskampagne „Leipzig passt auf“ geht nicht weit genug

Die Stadt Leipzig hat am 10. Januar gemeinsam mit den Leipziger Verkehrsbetrieben und der Polizeidirektion Leipzig die Verkehrssicherheitskampagne „Leipzig passt auf“ ins Leben gerufen. „Wir unterstützen diese Kampagne ausdrücklich. Auch wir sind davon überzeugt, dass gegenseitige Rücksichtnahme entscheidend für sichere Fortbewegung im Straßenverkehr ist. Nicht umsonst ist dies auch in Paragraf 1 der StVO verankert“, sagt Thomas Gentsch von Verkehrswende Leipzig.

Lina E. und ihre Anwälte Erkan Zünbül und Ulrich von Klinggräff. Foto: Peter Schulze

Prozess gegen Lina E. et al. in Dresden: Was weiß der Neonazi-Kumpel aus Eisenach?

Mit einer ausführlichen Zeugenvernehmung setzte das Oberlandesgericht Dresden in der vergangenen Woche den Prozess gegen die Studentin Lina E. aus Leipzig und drei Mitangeklagte fort, denen die Begehung und Planung brutaler Überfälle auf rechts bis rechtsextrem eingestellte Personen zur Last liegt. Diesmal ging es um zwei Vorfälle aus 2019 im thüringischen Eisenach. Der eigentlich erwartete Zeuge Leon R. ließ sich entschuldigen – doch sein Kumpel hatte Einiges zu erzählen.

Hat sich zum Schweigen entschieden: Justizvollzugsbeamter Kersten H. (36, r.) neben seinem Verteidiger Helmut-Hartwig Heuer. Foto: Lucas Böhme

Sechs Jahre nach Connewitz-Überfall: JVA-Beamter schweigt auf der Anklagebank

Vor mehr als sechs Jahren schlugen über 250 Hooligans und Rechtsradikale eine Schneise der Verwüstung durch den linksalternativen Leipziger Stadtteil Connewitz – unter den mutmaßlich Beteiligten befand sich auch Kersten H., Beamter im sächsischen Strafvollzug. Nachdem mehrere Anläufe in der Vergangenheit gescheitert waren, steht der 36-Jährige nun seit Dienstag wegen Landfriedensbruchs vor dem Amtsgericht – und schweigt.

Karl Bär. Foto: Umweltinstitut München

Teilerfolg im Südtiroler Pestizidprozess: Alle Anzeigen gegen Karl Bär wegen übler Nachrede zurückgezogen

Im Südtiroler Pestizidprozess gab es einen kleinen Fortschritt, meldet das Umweltinstitut München. Der Vorwurf der üblen Nachrede gegen den Institutsmitarbeiter Karl Bär ist jetzt endlich vom Tisch: Am fünften Verhandlungstag am Freitag, 28. Januar, in Bozen zog nun auch der letzte verbliebene Kläger seine Anzeige gegen den aktuell für sein Bundestagsmandat freigestellten Mitarbeiter des Umweltinstituts München zurück.

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