Millionen-Übergabe am Goerdelerring und Millionen-Investment im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark. Heute geht es um wichtige Projekte für Leipzig. Ein solches wäre auch der Aufstieg des 1. FC Lok in die 3. Liga. Dafür muss nun aber ein kleines Wunder her. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 29. Mai 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Milliönchen für die LVB
Die erste Million ist bekanntlich immer die schwerste. Bei den LVB ging das heute jedoch ziemlich fix. Der Freistaat Sachsen, vertreten durch Sachsens Infrastruktur-Staatssekretär Sören Trillenberg (CDU), brachte heute symbolisch rund 1,1 Millionen Euro zum Goerdelerring und übergab den Förderbescheid an LVB-Prokuristin Sandy Brachmann. Das Geld soll dazu beitragen, die Ampelschaltungen für den ÖPNV bedarfsgerechter takten zu können – sprich: Bus und Bahn sollen schneller durch den Verkehr kommen.
„Das macht den ÖPNV verlässlicher, nutzt den vorhandenen Straßenraum klüger und hilft, das System langfristig bezahlbar zu halten“, lobt Staatssekretär Trillenberg. „Das ist Digitalisierung mit direktem Nutzen für die Menschen in Leipzig. Dafür ergänzt der Freistaat die Förderung aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung mit Landesmitteln“. Insgesamt 75 Prozent der Projektkosten sind mit diesen Gelder abgedeckt. Bis 2028 sollen nun damit Ampelanlagen entlang von Verkehrskorridoren und Hauptachsen von Straßenbahnlinien modernisiert werden.
Zur Feier des Tages konnten die Leipziger Verkehrsbetriebe gleichzeitig zum neuen Geldregen die praktische Umsetzung eines vorherigen Projektes präsentieren – der Halteplatzprognose. An Doppelhaltestellen, wie eben beispielsweise dem Goerdelerring, dem Hauptbahnhof, Neuem Rathaus oder Wilhelm-Leuschner-Platz, wird an den digitalen Anzeigetafeln nun angezeigt, an welcher Position die jeweilige Straßenbahn voraussichtlich einfahren wird. Die Einführung der neuen Technik an den einzelnen Doppelhaltestellen wird nun schrittweise erfolgen.
Freude bei BSG Chemie: Neues Funktionsgebäude übergeben
Im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark ist nach zweijähriger Bauzeit ein neues Funktionsgebäude fertiggestellt und offiziell eröffnet worden. Beim heutigen Vor-Ort-Termin stellte Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal den Neubau vor, für den Gesamtkosten von 7,5 Millionen Euro berappt wurden. Nutzen sollen das Gebäude künftig die rund 2.300 Mitglieder der BSG Chemie Leipzig, darunter etwa 400 Kinder und Jugendliche. Der Verein bietet Sportangebote in den Bereichen Fußball, Kegeln, Handball, Allgemeinsport und Kindersport an.
Der zweigeschossige Bau verfügt über eine Nutzfläche von rund 1.000 Quadratmetern und bietet Platz für bis zu 250 Personen. Errichtet wurde der er auf der Fläche des bisherigen Funktionsgebäudes, das lediglich eine Kapazität von 120 Personen hatte. Damit sollte eine zusätzliche Versiegelung von Flächen vermieden werden. Zur Ausstattung gehören außerdem eine Photovoltaikanlage sowie ein Gründach, die nach Angaben der Stadt zur nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung beitragen sollen.
Die Finanzierung des Projekts erfolgte mit 1,8 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ – es unterstützt bundesweit Städte und Gemeinden bei der Sanierung sozialer Infrastruktur – sowie mit weiteren 5,7 Millionen Euro aus Mitteln der Stadt Leipzig. Das Gebäude entstand in Massivbauweise mit einer Grundfläche von 35 mal 15 Metern. Im Erdgeschoss wurde eine Klinkerfassade umgesetzt.
Der Neubau ist Teil der schrittweisen Modernisierung des knapp 39.000 Quadratmeter großen Sportgeländes. Bereits zwischen 2021 und 2023 waren im Rahmen des Entwicklungskonzepts AKS 2040 Sitzbereiche und die denkmalgeschützte Holztribüne saniert sowie eine neue Flutlichtanlage für das Stadion errichtet worden. Die Regionalliga-Spielstätte verfügt über 4.999 Steh- und Sitzplätze. Zuvor war zudem ein Kunstrasen-Großfeld mit Flutlicht zur Verbesserung der Trainingsbedingungen gebaut worden.
Wandelt die Loksche Sorgenfalten in Lachfalten?
So war das sicher nicht gedacht. Im Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga haben die Fußballer des 1. FC Lok Leipzig gestern Abend eine 0:1-Heimniederlage einstecken müssen. Im Rückspiel am Montag (19 Uhr) bei den Würzburger Kickers wird nun ein kleines blau-gelbes Fußballwunder benötigt, um im inzwischen dritten Anlauf den Traum doch noch wahr werden zu lassen.
Vor 10.787 Zuschauern im nahezu ausverkauften Bruno-Plache-Stadion (nur im Gästeblock gab es noch Lücken) war der Zweitplatzierte der Regionalliga Bayern meist das gefährlichere Team. In die Halbzeitpause ging es dennoch torlos. Ein sehenswertes Kopfballtor von Omore (50.) brachte die Gäste jedoch kurz nach Wiederbeginn auf die Siegerstraße. Im weiteren Spielverlauf boten sich den Würzburgern noch einige Chancen mehr, die Führung auszubauen. Es blieb jedoch beim 0:1.
Lok fehlte, das resümierte hinterher auch Trainer Jochen Seitz, die Durchschlagskraft. Wirkliche Tormöglichkeiten waren dünn gesät. Doch die Hoffnung – Achtung, Platitüde! – stirbt zuletzt. Doch es steht immer noch lediglich 0:1 – quasi zur Halbzeit. Viele schreiben Lok schon ab, vielleicht liegt ja genau darin die Chance. Immerhin sind die Leipziger das klar beste Auswärtsteam der Regionalliga Nordost gewesen. Und vielleicht wiegt sich Würzburg auch schon zu sehr in verhängnisvoller Sicherheit. Wie auch immer: Lok muss alles reinhauen – und vielleicht werden am späten Montagabend aus Sorgenfalten doch noch richtige Lachfalten!
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Der Stadtrat tagte: Was macht man mit Baumscheiben auf denen keine Bäume stehen?
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Was sonst noch wichtig war:
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