Artikel aus der Rubrik Forschung

Eigentlich ein nützliches Erbe aus unserer Zeit in der Wildnis

Von flauschig bis wertvoll: Wie unser Gehirn Objekte erkennt und so auch manipulierbar ist

Foto: Hebart/ MPI CBS

Für alle LeserUnser Gehirn ist augenscheinlich nicht in der Lage zu merken, wann es betrogen wird. Ein paar Katzen- und Hundevideos genügen, und es schmilzt dahin und das Wort „NIEDLICH“ hämmert durch alle Leitungsbahnen. Marshall McLuhan hätte unsere von Fakes besessene Gegenwart nicht nur zum Teufel gewünscht. Er hätte sich tatsächlich gefragt, ob der Mensch überhaupt je begreift, was a-soziale Medien eigentlich permanent mit seinem Gehirn anstellen. Ein Studienergebnis aus Leipzig lässt ahnen, wie so etwas kommt. Weiterlesen

Wenn wir so weiterwirtschaften, verlieren wir unsere Ernährungsgrundlage

Bedrohte Artenvielfalt: Akademien legen Stellungnahme für radikale Veränderungen in der deutschen Landwirtschaft vor

Foto: L-IZ

Für alle LeserSo richtig ist es in den Köpfen der entscheidenden Politiker/-innen noch nicht angekommen, wie dramatisch die Lage ist, dass das Zeitfenster, in dem noch gehandelt werden könnte, auf ganz wenige Jahre zusammengeschmolzen ist. Und das nicht nur bei der Klimaerhitzung, sondern auch beim Artenverlust. Und der betrifft inzwischen auch viele Arten, ohne die einige Ökosysteme nicht mehr funktionieren werden. Dass sich drei Akademien jetzt auch dazu mit einem Appell an die Öffentlichkeit wenden, ist schon ein starkes Signal. Weiterlesen

Ob grau, ob blau, ob rein – Aus Wasserstoff kann die Energiewende sein

Foto: HTWK

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 83, seit 25. September im HandelWie sieht sie aus, die Energiewende? Wann kommt sie denn endlich und wer tut etwas dafür? 2038 ist zumindest für die Region Leipzig ein einschneidendes Jahr. Dann, wenn Braunkohle in Deutschland nicht mehr verstromt wird, muss sich die Region umgucken. Wo kommt die Energie dann her? Wer hat einen Arbeitsplatz in der Energiewirtschaft? HTWK-Professor Robert Huhn weiß, wodurch Strom ziemlich sicher hergestellt werden kann: Durch Wasserstoff. Weiterlesen

Entlang evolutionärer und genetischer Achsen: Was unser Gehirn formt

Leipziger Forschung: Selbst beim Denken und Fühlen folgen wir der Logik der Evolution

Grafik: Valk/ MPI CBS

Für alle LeserUnser Gehirn ist ein wundersames Ding, Ergebnis von Millionen Jahren Evolution und trotzdem (oder gerade deshalb) in der Lage, enorme Gedächtnis- und Erkenntnisleistungen zu vollbringen. Leipziger Kognitionsforscher versuchen seit Jahren, die dazu nötigen Strukturen im Gehirn zu lokalisieren. Manchmal sprechen sie gar von einer „mentalen Landkarte“. Jetzt haben sie zwei Achsen definiert, auf denen die Genese unseres Gehirns vonstatten ging. Weiterlesen

Die Gefahr für eine schwere Form der Erkrankung ist bei Menschen mit dieser Variante bis zu dreimal höher

Leipziger Forschung zu Corona: Neandertaler-Genvariante erhöht das Risiko für schweren Verlauf von Covid-19

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserCovid-19 ist eigentlich eine sehr neue Mutation, mit der unsere Vorfahren nie in Berührung kamen. Aber das Virus trifft auf ein von Millionen Jahren geprägtes Immunsystem. Und auf einmal spielt sogar der Neandertaler in der Pandemie eine Rolle, wie die Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie jetzt melden. Denn wer eine bestimmte Neandertaler-Genvariante vererbt bekommen hat, dessen Risiko, an Covid-19 schwer zu erkranken, ist deutlich höher. Weiterlesen

Y-Chromosomen von Neandertalern und Denisovanern entziffert

Überraschung für Leipziger Forscher: Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserDie Neandertaler sind wohl noch immer das größte Faszinosum der Archäologie, erst recht, seit Leipziger Forscher nachgewiesen haben, dass ihr Erbgut sich sogar im Erbgut der heutigen Europäer findet. Seitdem wird emsig gesucht: Wo trafen sie sich zum ersten Mal? Wie lange lebten sie nebeneinander? Nun haben die Leipziger Forscher ein weiteres Puzzlestück herausgearbeitet, das wohl davon erzählt, dass die Neandertaler schon vor der Ankunft des modernen Menschen vor 45.000 Jahren in Südeuropa genetisch massiv unter Druck standen. Weiterlesen

Wir wissen erst, was wir sehen, wenn unser Gehirn bekannte Muster erkennt

Mentale Wissenskarten: Wie unser Gehirn alles, was es wahrnimmt, nach markanten Merkmalen abspeichert

Grafik: MPI CBS

Für alle LeserWie funktioniert unser Gehirn wirklich? Wie speichert es all die Millionen Dinge ab, die wir tagtäglich wahrnehmen, einordnen und erkennen müssen? Die Leipziger Kognitionsforscher gehen davon aus, dass unser Gehirn dabei wie eine mentale Landkarte funktioniert, in der die hervorstechenden Merkmale eines Dings an verschiedenen Stellen gespeichert sind. Aus den markanten Merkmalen konstruiert unser Gehirn dann blitzschnell das richtige Muster: Aha, es ist eine Fliege! Weiterlesen

Wissenschaft erleben beim „Aktionstag Sperrgebiet Umwelt“

Am 19. September belebt sich der Kubus auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz: Dürremonitor, Umwelttracker und der Sound von Tschernobyl

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit dem 5. September laufen die Menschen am Leipziger Wilhelm-Leuschner-Platz direkt durch einen geheimnisvollen Kubus aus schwarzem Gitter – das „Sperrgebiet“. Es ist eine Installation der Schaubühne über Umweltzerstörung, Klimawandel und menschengemachte Sperrgebiete in Natur und Gesellschaft. Am Samstag, 19. September, laden die Schaubühne, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung nun ein zum Forschungstag im „Sperrgebiet“. Weiterlesen

Klimawandel: Gewässerökologen rufen zu sofortigem Handeln auf

Internationale Forschergemeinschaft warnt: Unsere Flüsse und Meere sind akut gefährdet

Foto: Marko Hofmann

Für alle Leser„Die weltweiten Wasserressourcen sind derzeit der größten Bedrohung in der Geschichte der Menschheit ausgesetzt“, schreiben Gewässerökologen in ihrem aktuell erschienenen Statement-Papier. Über hundert Fachgesellschaften aquatischer Ökosystemforschung rund um den Globus haben die gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Weiterlesen

Wenn ein Planet eine komplette Solarzelle stört

Physiker Dr. Matthias Müller von der TU Freiberg über Metalle, die nicht in Solarzellen gehören

Foto: Detlev Müller, TU Bergakademie Freiberg

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 82, seit 28. August im HandelAn der TU Freiberg haben sie Großes vor: Gemeinsam mit drei weiteren Partnern soll dort die perfekte Solarzelle entwickelt werden. Noch haben die Photovoltaik-Anlagen auf den Feldern und Dächern dieses Landes mindestens einen Defekt, der sich negativ auf die Leistungsfähigkeit einer Solarzelle auswirkt. Kennen Sie beispielsweise den LeTID-Effekt? Er wird in jeder Solarzelle erzeugt und ist besonders sinnfrei: Er verringert die Leistungsfähigkeit der Solarzelle sobald Licht darauf scheint. Ein Gespräch mit Physiker Dr. Matthias Müller von der TU Freiberg über Defekte, Partner und Metalle, die nicht in Weiterlesen

Macht das Stadtleben Hummeln größer?

Mehr Blüten, aber eine völlig fragmentierte Lebenswelt: Das stille Wachsen der Hummeln in der Stadt

Foto: Wilhelm Osterman

Für alle LeserDer Mensch beeinflusst sogar die Evolution der Insekten. Und das in verblüffend kurzer Zeit. Denn er hat die Landschaften so verändert, dass sich auch Hummeln an die neuen Lebensräume anpassen. „Treiben Städte die Evolution von Hummeln voran?“, fragten sich Antonella Soro und Panagiotis Theodorou vom Institut für Biologie der Martin-Luther-Universität in Halle. Sie haben jetzt eine erste Antwort auf diese Frage. Weiterlesen

TESTIMONY – Erfahrungen in DDR-Kinderheimen. Bewältigung und Aufarbeitung

Forschungsverbund sucht Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Heimen und Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR

Foto: L-IZ

Für alle Leser„Mich kriegt nichts mehr klein.“ Frau Kastrati sagt das mit fester Stimme. Das ist nicht selbstverständlich. Sie war mehrere Jahre in einem Kinderheim und einem Jugendwerkhof in der ehemaligen DDR untergebracht. Sie hat erlebt, unterdrückt zu werden und in rigiden Regeln und Strukturen zu leben, in denen die eigenen Bedürfnisse wenig bis gar keinen Raum hatten. Viele Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, kennen den Satz „Wenn du nicht brav bist, kommst du nach Torgau.“ Weiterlesen

Studie aus dem UFZ zum Klimawandel

Extreme Dürreperioden in Mitteleuropa werden zunehmen, wenn wir den Treibhausgasausstoß nicht drastisch senken

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserEigentlich ist es seit über zwanzig Jahren bekannt, was die Klimaerwärmung speziell auch für Sachsen bedeutet, das neben den längeren Hitzeperioden auch besonders von zunehmenden Dürreperioden betroffen ist. Das dritte Jahr hintereinander erlebt Sachsen so ein Jahr. Und Entwarnung gibt es keine. Im Gegenteil. Das in Leipzig heimische Umweltforschungszentrum sieht noch mehr Dürren und Trockenzeiten auf uns zukommen. Denn den Treibhausgasausstoß haben wir noch immer nicht gesenkt. Weiterlesen

Helmholtz-Forscher/-innen beginnen komplexe Messkampagne zur Wasserqualität der Elbe

MOSES Generalprobe „Elbe 2020“ startet am 4. August bei Niedrigwasser und unter Corona-Bedingungen

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserSchon die erste Testfahrt 2019 fand unter erschwerten Bedingungen statt, denn auch damals führte die Elbe Niedrigwasser. Und wenn die Forscher/-innen vom Helmholtz Umweltforschungszentrum gehofft hatten, 2020 zur Generalprobe wäre es anders, so sehen sie sich enttäuscht. Ihre so wichtige MOSES Generalprobe „Elbe 2020“ findet wieder unter Niedrigwasserbedingungen statt. Die Corona-Schutzmaßnahmen kommen noch extra obendrauf. Weiterlesen

Prof. Josef Settele zum Zusammenhang von Biodiversität und Pandemien wie Corona

Die Wahrscheinlichkeit von Pandemien steigt mit zunehmender Vernichtung von Ökosystemen

Foto: UFZ / Sebastian Wiedling

Für alle LeserIm neuen Heft „Umweltperspektiven“ des Umweltforschungszentrums gibt es auch ein Interview mit Prof. Josef Settele, UFZ-Agrarwissenschaftler und Co-Vorsitzender des Globalen Assessments des Weltbiodiversitätsrats IPBES. Er spricht nicht nur darüber, dass die Menschheit endlich lernen muss, solidarisch mit der biologischen Vielfalt zu leben. Er beantwortet auch Fragen zum Überspringen gefährlicher Krankheitserreger vom Tier auf den Menschen und was das mit unserer Naturzerstörung zu tun hat. Weiterlesen

Wenn falsch verstandenes Wachstum unsere Lebensgrundlagen zerstört

UFZ-Forscher warnt: Wir müssen schnellstens lernen, im Einklang mit der Natur zu wirtschaften

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Titel, den Dr. Stefan Klotz, Leiter des Themenbereichs „Ökosysteme der Zukunft“ sowie des Departments „Biozönoseforschung“ am Umweltforschungszentrum Leipzig, seinem Essay gegeben hat, ist ein wenig irreführend: „Warum die Ökosysteme der Zukunft multifunktional sein müssen“. Das klingt, als müssten wir jetzt erst einmal multifunktionale Ökosysteme entwickeln. Dabei sind sie das von Natur aus. Und wir müssen lernen, das zu verstehen. Denn davon hängt unser Überleben ab. Weiterlesen

Durch den Klimawandel werden Bodentiere kleiner, durch eine intensive Landnutzung weniger

Wertvolle Bodenorganismen werden durch Klimaerwärmung und intensive Landwirtschaft gleich doppelt gestresst

Foto: Gernot Borriss

Für alle LeserWas das Umweltforschungszentrum am Dienstag, 28. Juli, meldete, müsste bei sämtlichen Landwirtschaftsminister/-innen die Alarmsirenen schrillen lassen. Denn die Forscher haben die Bodenfauna genauer untersucht, jene Mikrowelt, ohne die es keine nährstoffreichen Böden und keine funktionierende Landwirtschaft gibt. Und dieser Mikrofauna geht es gerade doppelt schlecht. Weiterlesen

Warum konzentriert sich das Innovationsgeschehen in den großen Städten?

Leibniz-Institut für Länderkunde sucht Wege, wie Innovationskraft auch in die ländlichen Räume kommt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEine spannende Frage wirft das in Leipzig heimische Leibniz-Institut für Länderkunde mit seiner jüngsten Studie auf. Es beschäftigt sich ja seit geraumer Weile schon mit den Ursachen und Folgen der demografischen Entwicklungen in Deutschland. Und dazu gehört auch, dass sich Forschungsinstitute und Hochschulen in den größeren Städten konzentrieren und akademisch gebildete Menschen deswegen in die Großstädte abwandern. Und damit verschwindet logischerweise die Innovation aus den ländlichen Räumen. Weiterlesen

Leipziger Studie: Corona-Pandemie hat subjektives Wohlbefinden vieler Menschen negativ beeinflusst

Wer die Coronakrise als Herausforderung sah, hat sich auch im Shutdown wohler gefühlt

Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Für alle LeserWir strecken mittendrin in einer Veränderung, von der die meisten noch nicht einmal ahnen, wie sehr sie unser Leben umkrempeln wird. Und ein Leipziger Forschungsergebnis zeigt jetzt ganz und gar nicht überraschend, dass Menschen, die Veränderungen als Herausforderung begreifen, auch mit den Corona-Folgen besser zurechtkommen. Dabei hat auch Prof. Dr. Hannes Zacher nicht damit rechnen können, dass Corona einmal seine Langzeit-Studie beeinflusst. Weiterlesen

Forschungsergebnis aus Leipzig: Warum unser Gehirn nicht wie ein Computer arbeitet

Das menschliche Gehirn: Ständig aktiv, aber manchmal an neuen Reizen nicht die Bohne interessiert

Foto: shutterstock

Für alle LeserUnser Gehirn ist kein Computer. Und das, was uns derzeit immer wieder aufgeschwatzt wird als Künstliche Intelligenz, hat mit dem, wie Menschen denken, nichts zu tun. Wir denken. Wer denken auch, dass wir denken. Aber wie stark wir tatsächlich immerfort von Emotionen und neuen Eindrücken beeinflusst sind, das ahnen die meisten nicht einmal. Dabei entscheiden starke Emotionen oft, was wir überhaupt bewusst wahrnehmen – und wie wir darüber denken. Ein Leipziger Experiment macht das deutlicher. Weiterlesen