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Forschung

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UFZ entwickelt Dürre-Benchmark für Europa: Das Dürreereignis von 2018 bis 2020 war das heftigste seit mehr als 250 Jahren

Es waren Tage, Monate und Jahre, die vielen im Gedächtnis blieben: die Dürreperiode zwischen 2018 und 2020. Einem von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) angeführten internationalen Forscherteam ist es nun gelungen, die Dimension dieses Ereignisses historisch einzuordnen. Demnach hat sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts keine Dürre so großflächig über Europa ausgebreitet und fiel […]

Ein Fund vom Leipziger Südfriedhof macht’s möglich: Neu entdecktes Enzym zersetzt PET-Kunststoff in Rekordzeit

Plastikflaschen, Obstschalen, Folien: Diese leichten Verpackungen aus PET-Kunststoff werden zum Problem, wenn sie nicht recycelt werden. Wissenschaftler/-innen von der Universität Leipzig haben nun ein hocheffizientes Enzym entdeckt, das PET in Rekordzeit abbaut. Mit dem Enzym PHL7, das die Forscher auf einem Leipziger Komposthaufen fanden, könnte biologisches PET-Recycling deutlich schneller als bislang angenommen möglich werden. Die […]

JP Dr. Paul Lehmann ist Leiter der fächerübergreifenden Nachwuchsforschungsgruppe MultiplEE (Multiple Umweltwirkungen Erneuerbarer Energien) an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Foto: Privat

Fünf Thesen zum Ausbau der Windenergie: Leipziger Forschende veröffentlichen Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung

Deutschland bemüht sich um Klimaneutralität, doch vor allem der Ausbau der Windenergie an Land kommt nur stockend voran. Was sind die Gründe dafür? Was müsste passieren, um diese Energieart stärker als bisher nutzen zu können? Wo sind die Hürden? – Wissenschaftler/-innen der Nachwuchsforschungsgruppe Multiple Umweltwirkungen Erneuerbarer Energien (MultiplEE) der Universität Leipzig haben gerade gemeinsam mit […]

Gehören bald der Vergangenheit an: Braunkohlebagger in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier. Foto: Colourbox

Forschung für den Braunkohleausstieg: Universitäten Leipzig und Halle planen länder- und universitätsübergreifende zentrale Einrichtung

Der Braunkohleausstieg ist beschlossen. Und wenn das Land die Pariser Klimaziele von 2015 ernst nimmt, wird er viel schneller kommen als im Kohlekompromiss von 2020 festgelegt. Aber selbst wenn das Zieljahr 2035 für Mitteldeutschland steht, heißt das, dass der Wirtschaftsstandort in einem rasanten Tempo umgebaut werden muss. Und dass dafür alle Forschungskapazitäten gebündelt werden müssen. […]

Filmarbeiten im Hortulus theodiscus. Foto: SAW

Die Sprache unserer Vorfahren vor 1.000 Jahren: Ein Film zeigt die Arbeit der Leipziger Forscher/-innen am Althochdeutschen Wörterbuch

Althochdeutsch, das ist das, was die Bewohner Deutschlands sprachen, als sich das Deutsche Reich gerade herausbildete. Was sie also zu Zeiten von Heinrich I. sprachen, wahrscheinlich auch zu Zeiten Karls des Großen. Und was sich bruchstückhaft in alten Handschriften erhalten hat. In Leipzig entsteht das maßgebende Wörterbuch dazu. Und die Wissenschaftler/-innen widmeten dem jetzt ihren […]

Österlicher Frühlingsbote. Foto: Ralf Julke

Eine neue Karte im Nationalatlas: Wieso kommt zu Ostern eigentlich ein Hase?

Die moderne Werbeindustrie sorgt dafür, dass Unterschiede sich nivellieren und die ganze Welt zunehmend dieselben Bilder und Geschichten serviert bekommt. Auch zu Ostern. Das tut sie schon so lange, dass selbst die Älteren schon vergessen haben, dass zur Ostergeschichte noch vor 100 Jahren ganz und gar nicht überall der Hase gehörte. Eine Umfrage von 1932 […]

Infektionsschutz durch Licht: UV-Strahlung gegen Bakterien, Viren und weitere Keime

Die Corona-Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie anfällig der Mensch gegenüber Krankheitserregern ist und wie dringend die Welt effiziente Schutzmaßnahmen benötigt. Neue Technologien sind aber nicht nur mit Blick auf die Pandemie zwingend, sondern auch für den Kampf gegen sogenannte multiresistente Keime. Ein HealthTech-Unternehmen aus Leipzig nutzt dafür eine ganz spezielle Technologie. Effektive Desinfektion […]

Leipziger Biodiversitätsforschung: Christian Wirth erhält den Leipziger Wissenschaftspreis 2022

Mit einem Festakt in der Alten Handelsbörse wurde heute Vormittag der diesjährige, mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Leipziger Wissenschaftspreis verliehen. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an Prof. Dr. Christian Wirth, Sprecher des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, Professor für spezielle Botanik und funktionelle Biodiversität an der Universität Leipzig und Max-Planck-Fellow am Max-Planck-Institut […]

Studium universale an der Uni Leipzig rückt Klimawandel in den Fokus: Von der Nachhaltigkeitsrevolution zur „Scientist Rebellion“

Klima- und Nachhaltigkeitsrevolution, Aktionskunst als Widerstand und zivile Auflehnung in Zeiten des Klimanotfalls – der neue Zyklus der Vorlesungsreihe Studium universale der Universität Leipzig befasst sich mit verschiedensten Aspekten des Klimawandels. Eigentlich sollte er schon vor zwei Jahren starten. Neben juristischen, psychologischen und religiösen werden in den 14 Vorlesungen auch sozial-ökologische Sichtweisen auf die fortschreitende […]

Mit Leipziger Beteiligung: Feldkampagne HALO-(AC)3 untersucht die drastische Erwärmung in der Arktis

Mitte März 2022 hat die großangelegte, internationale Forschungskampagne HALO-(AC)3 zur Untersuchung der Änderung von Luftmassen in der Arktis begonnen. Drei deutsche Forschungsflugzeuge werden eingesetzt, Wissenschaftler/-innen aus Großbritannien und aus Frankreich werden bei gemeinsamen Flügen mit zwei weiteren Flugzeugen ebenfalls beteiligt sein. Dabei liegt besonderes Augenmerk auf nordwärts gerichtete Warmlufteinschübe in die zentrale Arktis sowie Kaltluftausbrüche […]

Die Abbildung (a) zeigt, dass beim Einsatz von sieben unterschiedlichen Klimamodellen unter Annahme verschiedener Niederschlagstrends die Häufigkeit gleichzeitiger Hitze-Dürre-Ereignisse in Zentraleuropa variiert. So treten bei einem künftigen "trocken"-Szenario diese kombinierten Ereignisse deutlich häufiger auf als bei einem künftigen "feucht"-Szenario. Die Karten (b, c) veranschaulichen das: Im Fall des "trocken"-Szenarios können beide Extreme im Durchschnitt aller Modelle mindestens alle vier Jahre zur gleichen Zeit auftreten, beim "feucht"-Szenario alle zehn Jahre. Im historischen Zeitraum der Jahre 1950 bis 1980 traten gleichzeitige Hitze-Dürre-Ereignisse in Zentraleuropa im Durchschnitt nur alle 25 Jahre auf. Grafik: UFZ

Kommende Extreme des Klimawandels: Niederschlagstrends entscheiden, wie oft Dürren und Hitzewellen gemeinsam auftreten werden

Langanhaltende Dürren und Hitzewellen haben negative Folgen für Mensch und Umwelt. Treten beide Extremereignisse zur gleichen Zeit auf, können die Auswirkungen zum Beispiel in Form von Waldbränden, Baumschäden und Ernteverlusten noch gravierender ausfallen. Doch genau das passiert: Dürre und Hitzeperioden finden immer häufiger gleichzeitig statt. Klimaforscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun herausgefunden, dass […]

Insekten werden gemonitort, weil sie Rückschlüsse auf den Zustand von Ökosystemen erlauben. Außerdem spielen sie wichtige Rollen in diesen Ökosystemen. Dieser Rosenkäfer zum Beispiel bestäubt Wildblumen. Foto: Oliver Thier

Konsequenzen fürs Insekten-Monitoring: Nicht alle Insekten reagieren gleich auf die Zerstörung ihrer Umwelt

„Während manche Insekten zurückgehen, können andere häufiger werden“, so könnte man das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) zusammenfassen. Doch so einfach ist die Sache nicht, denn im Kern bestätigt die Meta-Studie das weltweit beobachtbare Insektensterben. Und gleichzeitig macht sie den Insektenforschern klar, wie erschreckend wenig sie über Vielfalt und Interaktion der Insekten bislang überhaupt wissen.

Das Moor von Bagno Kusowo ist eines der am besten erhaltenen baltischen Hochmoore in Nordpolen. Der Standort gibt Aufschluss über die Häufigkeit von Bränden und die Vegetationsänderungen im letzten Jahrtausend. Foto: Mariusz Lamentowicz

Pandemieforschung in der Vergangenheit: Der Schwarze Tod schlug nicht überall mit gleicher Wucht zu

In Geschichtsbüchern stehen oft erschreckende Feststellungen: Die Hälfte der europäischen Bevölkerung soll in der Pestwelle von 1347 bis 1352 gestorben sein. Aber belegbare schriftliche Zeugnisse gibt es dafür nur punktuell. Wie bekommt man heraus, ob dieses Bild tatsächlich für den ganzen Kontinent zutrifft? Pollendaten helfen, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. Und sie zeigen, dass es auch im 14. Jahrhundert die großen Städte waren, wo sich in diesem Fall das Pest-Bakterium besonders leicht ausbreiten konnte.

Prof. Tilo Heimbold (links) und Prof. Klaus Holschemacher mit einem Carbonbetongelege mit integriertem AS-Interface-Kabel im Carbonbetontechnikum der HTWK Leipzig. Foto: Maximilian Johnson/HTWK Leipzig

Beton und CO₂ sparen: Millionenförderung für Leipziger Carbonbetonforschung

Wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will, dann muss auch der Bausektor seinen CO₂-Fußabdruck deutlich verringern. Ein ganz zentrales Thema sind dabei die verwendeten Baustoffe. Der Ersatz von Beton durch Holz ist ein Weg, die Emissionen deutlich zu mindern. Die HTWK Leipzig bekommt jetzt eine Millionenförderung, um auch bei Beton selbst die CO₂-Emissionen deutlich zu senken.

Die Leipziger Forschenden konnten den pflanzlichen „Hilferuf“ erstmals im natürlichen Lebensraum - im Blätterdach des Leipziger Auwaldes - nachweisen. Foto: iDiV

Forschungsergebnis aus dem Leipziger Auwald: Wie Bäume Vögel und räuberische Insekten um Hilfe rufen

Leser und Kritiker lieben seine Bücher. Mit „Das geheime Leben der Bäume“ wurde der Förster Peter Wohlleben 2015 zum Bestseller-Autor, ein Buch, für das er gerade von Forstwissenschaftlern den Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit zu hören bekam. Doch wenn Wohlleben etwas auszeichnet als Förster, dann ist es seine Fähigkeit, über den Tellerrand der Forstwirtschaft hinausgucken zu können. Und einen Fakt, den er in seinen Büchern immer wieder erwähnt, haben jetzt Forscher vom iDiV im Leipziger Auwald nachweisen können.

Prof. Dr. Sylvia Veit. Foto: Peter Schubart

Elitenforschung der Uni Kassel: Ostdeutsche auch nach 30 Jahren kaum in politischen Spitzenpositionen

Am Mittwoch, 12. Januar, veröffentlichte die Universität Kassel eine neue Studie zu „Ostdeutsche in Spitzenpositionen in der deutschen Politik“. Es wird nicht die letzte gewesen sein, die zu dem verblüffenden Ergebnis kommt, dass Ostdeutsche in den Spitzenämtern weiterhin kaum auftauchen. Der Elitenwechsel von 1990 zeigt Wirkungen bis heute. Denn er war gründlicher, als es sich viele gedacht haben.

Überhängender Ast einer Stieleiche aufgrund von Trockenstress. Foto: Rolf A. Engelmann

100 Jahre trockengelegt: Extreme Dürren setzen auch dem Leipziger Auwald zu

Das, was 2018 und 2019 in Leipzig als Hitzewelle zu erleben war, hat seine Spuren auch im Leipziger Auwald hinterlassen. Die zwei Dürrejahre haben auch fürs bloße Auge sichtbar gemacht, wie sehr der Auwald seit 100 Jahren auf dem Trockenen steht. Forscher des iDiV haben sich den unter Trockenstress leidenden Patienten näher angeschaut.

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