Artikel aus der Rubrik Forschung

TESTIMONY – Erfahrungen in DDR-Kinderheimen. Bewältigung und Aufarbeitung

Forschungsverbund sucht Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Heimen und Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR

Foto: L-IZ

Für alle Leser„Mich kriegt nichts mehr klein.“ Frau Kastrati sagt das mit fester Stimme. Das ist nicht selbstverständlich. Sie war mehrere Jahre in einem Kinderheim und einem Jugendwerkhof in der ehemaligen DDR untergebracht. Sie hat erlebt, unterdrückt zu werden und in rigiden Regeln und Strukturen zu leben, in denen die eigenen Bedürfnisse wenig bis gar keinen Raum hatten. Viele Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, kennen den Satz „Wenn du nicht brav bist, kommst du nach Torgau.“ Weiterlesen

Studie aus dem UFZ zum Klimawandel

Extreme Dürreperioden in Mitteleuropa werden zunehmen, wenn wir den Treibhausgasausstoß nicht drastisch senken

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserEigentlich ist es seit über zwanzig Jahren bekannt, was die Klimaerwärmung speziell auch für Sachsen bedeutet, das neben den längeren Hitzeperioden auch besonders von zunehmenden Dürreperioden betroffen ist. Das dritte Jahr hintereinander erlebt Sachsen so ein Jahr. Und Entwarnung gibt es keine. Im Gegenteil. Das in Leipzig heimische Umweltforschungszentrum sieht noch mehr Dürren und Trockenzeiten auf uns zukommen. Denn den Treibhausgasausstoß haben wir noch immer nicht gesenkt. Weiterlesen

Helmholtz-Forscher/-innen beginnen komplexe Messkampagne zur Wasserqualität der Elbe

MOSES Generalprobe „Elbe 2020“ startet am 4. August bei Niedrigwasser und unter Corona-Bedingungen

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserSchon die erste Testfahrt 2019 fand unter erschwerten Bedingungen statt, denn auch damals führte die Elbe Niedrigwasser. Und wenn die Forscher/-innen vom Helmholtz Umweltforschungszentrum gehofft hatten, 2020 zur Generalprobe wäre es anders, so sehen sie sich enttäuscht. Ihre so wichtige MOSES Generalprobe „Elbe 2020“ findet wieder unter Niedrigwasserbedingungen statt. Die Corona-Schutzmaßnahmen kommen noch extra obendrauf. Weiterlesen

Prof. Josef Settele zum Zusammenhang von Biodiversität und Pandemien wie Corona

Die Wahrscheinlichkeit von Pandemien steigt mit zunehmender Vernichtung von Ökosystemen

Foto: UFZ / Sebastian Wiedling

Für alle LeserIm neuen Heft „Umweltperspektiven“ des Umweltforschungszentrums gibt es auch ein Interview mit Prof. Josef Settele, UFZ-Agrarwissenschaftler und Co-Vorsitzender des Globalen Assessments des Weltbiodiversitätsrats IPBES. Er spricht nicht nur darüber, dass die Menschheit endlich lernen muss, solidarisch mit der biologischen Vielfalt zu leben. Er beantwortet auch Fragen zum Überspringen gefährlicher Krankheitserreger vom Tier auf den Menschen und was das mit unserer Naturzerstörung zu tun hat. Weiterlesen

Wenn falsch verstandenes Wachstum unsere Lebensgrundlagen zerstört

UFZ-Forscher warnt: Wir müssen schnellstens lernen, im Einklang mit der Natur zu wirtschaften

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Titel, den Dr. Stefan Klotz, Leiter des Themenbereichs „Ökosysteme der Zukunft“ sowie des Departments „Biozönoseforschung“ am Umweltforschungszentrum Leipzig, seinem Essay gegeben hat, ist ein wenig irreführend: „Warum die Ökosysteme der Zukunft multifunktional sein müssen“. Das klingt, als müssten wir jetzt erst einmal multifunktionale Ökosysteme entwickeln. Dabei sind sie das von Natur aus. Und wir müssen lernen, das zu verstehen. Denn davon hängt unser Überleben ab. Weiterlesen

Durch den Klimawandel werden Bodentiere kleiner, durch eine intensive Landnutzung weniger

Wertvolle Bodenorganismen werden durch Klimaerwärmung und intensive Landwirtschaft gleich doppelt gestresst

Foto: Gernot Borriss

Für alle LeserWas das Umweltforschungszentrum am Dienstag, 28. Juli, meldete, müsste bei sämtlichen Landwirtschaftsminister/-innen die Alarmsirenen schrillen lassen. Denn die Forscher haben die Bodenfauna genauer untersucht, jene Mikrowelt, ohne die es keine nährstoffreichen Böden und keine funktionierende Landwirtschaft gibt. Und dieser Mikrofauna geht es gerade doppelt schlecht. Weiterlesen

Warum konzentriert sich das Innovationsgeschehen in den großen Städten?

Leibniz-Institut für Länderkunde sucht Wege, wie Innovationskraft auch in die ländlichen Räume kommt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEine spannende Frage wirft das in Leipzig heimische Leibniz-Institut für Länderkunde mit seiner jüngsten Studie auf. Es beschäftigt sich ja seit geraumer Weile schon mit den Ursachen und Folgen der demografischen Entwicklungen in Deutschland. Und dazu gehört auch, dass sich Forschungsinstitute und Hochschulen in den größeren Städten konzentrieren und akademisch gebildete Menschen deswegen in die Großstädte abwandern. Und damit verschwindet logischerweise die Innovation aus den ländlichen Räumen. Weiterlesen

Leipziger Studie: Corona-Pandemie hat subjektives Wohlbefinden vieler Menschen negativ beeinflusst

Wer die Coronakrise als Herausforderung sah, hat sich auch im Shutdown wohler gefühlt

Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Für alle LeserWir strecken mittendrin in einer Veränderung, von der die meisten noch nicht einmal ahnen, wie sehr sie unser Leben umkrempeln wird. Und ein Leipziger Forschungsergebnis zeigt jetzt ganz und gar nicht überraschend, dass Menschen, die Veränderungen als Herausforderung begreifen, auch mit den Corona-Folgen besser zurechtkommen. Dabei hat auch Prof. Dr. Hannes Zacher nicht damit rechnen können, dass Corona einmal seine Langzeit-Studie beeinflusst. Weiterlesen

Forschungsergebnis aus Leipzig: Warum unser Gehirn nicht wie ein Computer arbeitet

Das menschliche Gehirn: Ständig aktiv, aber manchmal an neuen Reizen nicht die Bohne interessiert

Foto: shutterstock

Für alle LeserUnser Gehirn ist kein Computer. Und das, was uns derzeit immer wieder aufgeschwatzt wird als Künstliche Intelligenz, hat mit dem, wie Menschen denken, nichts zu tun. Wir denken. Wer denken auch, dass wir denken. Aber wie stark wir tatsächlich immerfort von Emotionen und neuen Eindrücken beeinflusst sind, das ahnen die meisten nicht einmal. Dabei entscheiden starke Emotionen oft, was wir überhaupt bewusst wahrnehmen – und wie wir darüber denken. Ein Leipziger Experiment macht das deutlicher. Weiterlesen

Menschen, die einen bestimmten Ionenkanal von Neandertalern geerbt haben, empfinden mehr Schmerzen

Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren die Neandertaler schmerzempfindlicher als der moderne Mensch

Foto: Science Photo Library / Daynes, Elisabeth

Für alle LeserEigentlich hatte unsereiner ja so seine Vorstellungen über den Neandertaler: Robust, weniger kälteempfindlich, hart im Nehmen und deshalb auch viel früher dabei, die rauhen nordischen Breiten zu besiedeln. Aber jetzt haben Forscher eine Genvariante aufgespürt, die darauf hindeutet, dass der Neandertaler schmerzempfindlicher war als der moderne Mensch. Was einen ja auch wieder auf Gedanken bringt. Weiterlesen

Wissenschaftler fordern stärkere Verankerung agrarökologischer Prinzipien in neuer, globaler Biodiversitätsstrategie

Wir brauchen eine Landwirtschaft, die die biologische Vielfalt bewahrt und nicht zerstört

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserIm kommenden Jahr trifft sich die internationale Staatengemeinschaft in China, um das globale Rahmenwerk für die biologische Vielfalt nach 2020 zu verabschieden. Stärker als bislang sollten darin wissensbasierte Prinzipien einer ökologischen Landwirtschaft verankert sein, fordert ein internationales Wissenschaftler-Team, darunter Prof. Josef Settele vom UFZ, in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution. Mehr als 360 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben weltweit ihre Zustimmung zu diesem Meinungsbeitrag bekräftigt. Weiterlesen

Lokale Wohnungspolitik: Wie Deutschlands Städte mit der Wohnungsnot umgehen

Wie 14 deutsche Städte versuchen, gegen einen wild gewordenen Markt Sozialwohnungen zu bauen

Cover: Nomos Verlag

Für alle LeserEs ist ganz sicher ein hilfreiches Buch. Aber eher nicht, was die vielen Beispiele aus 14 deutschen Großstädten betrifft, die Wissenschaftler aus Leipzig und Darmstadt bei ihrem Umgang mit der Wohnungspolitik schildern in ihrem Buch „Lokale Wohnungspolitik“, sondern in den Schlussfolgerungen. Denn wenn wertvoller Grund und Boden zum Spekulationsobjekt werden, wird Wohnungspolitik regelrecht absurd. Weiterlesen

Leipziger Ernährungsstudie

Sind Fleischesser extrovertiert, weil das in ihrer Natur liegt? Oder brauchen sie mehr Beifall für ihr Essverhalten?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMitte Juni gab das Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften die Ergebnisse einer Studie bekannt, die zumindest nachdenklich macht: „Vegetarier sind schlanker und weniger extrovertiert als Fleischesser“ war sie betitelt. Je weniger tierische Produkte man zu sich nimmt, desto geringer der Body-Mass-Index und desto weniger neigt man zu Extrovertiertheit, meinten die Studienautoren. Aber vielleicht ist es ja andersherum? Weiterlesen

Forscher schauen dem Gehirn dabei zu, wie es sich Räume merkt

Leipziger Forschung: Wie unser Gedächtnis unsere Orientierung in der Welt erst möglich macht

Grafik: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Für alle LeserEigentlich sind es nur lauter kleine Puzzle-Stücke, die die Forscher/-innen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig (auch in Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen) zusammentragen. Aber jedes einzelne macht deutlich, was für einen faszinierenden Denkapparat wir Menschen da bekommen haben. Einen, der sich unendlich viele Details aus der Umgebung merken und blitzschnell abrufen kann, wenn wir uns durch diese Umwelt bewegen. Weiterlesen

UFZ-Forschung in den Papitzer Lachen

Kammmolche leiden unter heißen Sommern, wurden vom asiatischen Bsal-Pilz aber bislang verschont

Foto: André Künzelmann, UFZ

Für alle LeserIm Projekt „Lebendige Luppe“ geht es nicht nur darum, alte Flussläufe in der Nordwestaue wieder mit Wasser zu beschicken. Hier bekommen Forscher auch die Möglichkeit, verschiedene Aspekte dieses Auenwaldes über mehrere Jahre zu untersuchen. So auch die Kammmolche in den Papitzer Lachen, bei denen schon die Befürchtung im Raum stand, sie könnten möglicherweise von einem aus Asien stammenden Pilz betroffen sein. Eine UFZ-Forscherin hat das untersucht. Weiterlesen

Jubiläum

120 Jahre Leichzeit: Das Institut für Rechtsmedizin und seine (alltägliche) Geschichte(n)

Foto: Sabine Eicker

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 79, seit 29. Mai im HandelEgal ob Quincy, Bones, Professor Boerne: Die Rechtsmedizin ist fester Bestandteil der Medienwelt. Seit 120 Jahren gibt es auch ein entsprechendes Institut in Leipzig, was einst dem Kultusministerium regelrecht abgeschwatzt werden musste. Spätestens seit 1961 ist das Institut eines der besten in Deutschland. Institutsleiter Prof. Jan Dreßler im Gespräch über seine medialen Ebenbilder, die tägliche Leichenarbeit und den Umgang mit den Grausamkeiten auf der Arbeit. Weiterlesen

Die Neandertaler-Variante des Progesteron-Rezeptors wirkt sich günstig auf die Fruchtbarkeit aus

Leipziger Forschungsergebnis: Frauen mit Neandertaler-Gen bringen mehr Kinder zur Welt

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserEs war nur eine kleine Meldung, die das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie am Dienstag, 26. Mai, herausgab. Aber sie macht doch nachdenklich. Denn dass die späte Vermischung von modernen Menschen und Neandertalern vor ungefähr 47.000 bis 65.000 Jahren in Europa Folgen bis in unser Erbgut hatte, das haben schon mehrere Untersuchungen aus dem Institut belegt. Aber selbst auf die Fruchtbarkeit von Frauen soll eine kleine genetische Veränderung aus dem Erbe der Neandertaler Auswirkungen haben. Weiterlesen

Endlich ein großes Kartenwerk zu Schmetterlingen in Deutschland

Auch die Verluste sind drin: Der erste gesamtdeutsche Atlas der Tagfalter und Widderchen ist erschienen

Foto: UFZ

Für alle LeserSeit 2017, seit der Veröffentlichung der sogenannten Krefeld-Studie, sind die deutschen Umweltforscher hellwach. Sie wussten zwar schon vorher, dass es überall Verluste an Insekten gab, massive Rückgänge und Totalverluste. Aber seit der medialen Berichterstattung zur Krefeld-Studie wissen sie auch, dass sie mit ihren Erkenntnissen nicht hinter dem Berg halten dürfen. Sie brauchen die Öffentlichkeit, um die Politik endlich zu echten Reformen zu bringen. Dazu gehört auch ein neuer Schmetterlingsatlas, den es so vorher nicht gab. Weiterlesen

Tag der Biodiversität: Warum wir viel zu wenig auf Insekten achten

Nur wenige Schmetterlingsarten scheinen von den Natura 2000-Schutzgebieten zu profitieren

Foto: Martin Musche

Für alle LeserEigentlich sind auch die Natura 2000-Schutzgebiete in Europa zu klein. So wie das Leipziger Auensystem, das ebenfalls so ein Schutzgebiet ist. Und trotzdem helfen sie selbst in dieser zerstückelten Form einigen Tierarten, die gar nicht in diesen Schutzgebieten unter Schutz stehen. Das haben Forscher des iDiV jetzt zumindest erst einmal an Vögeln und Tagfaltern untersucht. Weiterlesen

Internationaler Tag der Biodiversität 2020

Die Corona-Pandemie hat auch die wichtigste Tagung zur Biologischen Vielfalt in China ausgebremst

Foto: AB Photography/stock.adobe.com

Für alle LeserDer 22. Mai ist der Internationale Tag der Biodiversität. Ein Tag, der seit 2001 daran erinnert, dass die biologische Vielfalt auf unserem Planeten in höchstem Maße bedroht ist. Und 2020 war von der Forschergemeinschaft eigentlich zum politischen „Superjahr“ ernannt worden. Im Oktober sollte die Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD), die COP-15, in China die Weichen für den internationalen Naturschutz der kommenden zehn Jahre stellen. Doch die Corona-Pandemie hat auch beim sogenannten Post-2020-Prozess die Pausetaste gedrückt. Weiterlesen