Artikel aus der Rubrik Forschung

Bodenforschung am Umweltforschungszentrum

Auch die Maisforscher aus Bad Lauchstädt sind am DFG-Schwerpunktprogramm zur Rhizosphärenforschung beteiligt

Foto: André Künzelmann, UFZ

Für alle LeserMan kann es eigentlich so formulieren: Leipzig täte gut daran, die alten Waldbewirtschaftungspläne im Auenwald zu stoppen. Jetzt. Was man so ein Moratorium nennt. Denn mit Moratorien gewinnt man Zeit, ein Thema zu durchdenken und vor allem Fachkompetenz hinzuziehen. Das hat Leipzigs Abteilung Stadtforsten jetzt zwar getan. Aber gerade Leipziger Forschungsergebnisse zeigen, wie rudimentär die üblichen Erkenntnisse über Bodenbiotope sind. Die eigentliche Bodenforschung hat gerade erst begonnen. Weiterlesen

Die Zahnwurzeln einiger fernerer Vorfahren

Warum zwei menschliche Vettern wohl keine energiereichere Nahrung zerkauen konnten

Foto: Kornelius Kupczik, Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserOb die beiden Burschen, die jetzt zum Untersuchungsobjekt der Leipziger Anthropologen wurden, tatsächlich zu den Vorfahren der heutigen Menschen gehören, ist umstritten. Aber irgendwie in den Stammbaum gehören sie – vielleicht als frühe evolutionäre Seitenlinie. Sie lebten vor 3 beziehungsweise 1,5 Millionen Jahren. Und vor allem sind die Forscher von ihren Beißerchen fasziniert. Weiterlesen

Wie organisiert man Wohnen und Mobilität in einer Region wie der Leipziger?

Institut für Länderkunde will ein neues Entwicklungskonzept für den Wachstumsraum Leipzig/Halle schaffen

Archivfoto: Ralf Julke

Für alle LeserMan darf schon verblüfft sein, wenn jetzt unter Federführung des Leibniz-Instituts für Länderkunde in den kommenden fünf Jahren ein integriertes Wohnflächenkonzept für das Umland von Leipzig und Halle geschaffen werden soll. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert das Verbundvorhaben „Interko2 – Integriertes Wohnflächenkonzept in großstädtischen Wachstumsräumen“ im Rahmen der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ mit 1,3 Millionen Euro. Weiterlesen

Ein ganz besonderes Mädchen

Wie sich die Begegnungen von Neandertalern und Denisova-Menschen im Genom wiederfinden lassen

Foto: Bence Viola, MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserSeit Svante Pääbo am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie angefangen hat, das Genom des Neandertalers unter die Lupe zu nehmen, hat sich unser Bild von der Vorzeit gewaltig verändert. Wir wissen heute viel mehr über den Neandertaler, der lange vor dem modernen Menschen nach Europa einwanderte. Und augenscheinlich scheute er keine Wege, um auch mit dem Denisiova-Vetter in Asien in Kontakt zu kommen. Weiterlesen

Newsletter des UFZ zum Thema des Sommers

Dürre wird ein Dauerthema in Sachsen, wenn die Temperaturen weiter steigen

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserNiemand wird nachher sagen können, er habe es nicht gewusst. Kein Politiker, kein Autofahrer, kein Energieunternehmen. Wir wissen längst, welche Folgen der Klimawandel auch für Deutschland und Sachsen haben wird. Und dass wir eigentlich keine Spielräume mehr haben – der Dürresommer 2018, der so sehr an den Dürresommer 2003 erinnert, wird nicht die Ausnahme bleiben, sondern zur Regel werden. Was Forscher des Umweltforschungsinstituts jetzt in ihrem Newsletter sehr anschaulich zeigen. Weiterlesen

Das Geheimnis um die Langlebigkeit von Bäumen

Wie Stieleichen sich im Lauf ihres Lebens ein ganzes Arsenal an Resistenzgenen zulegen

Foto: INRA / Didier Bert

Für alle LeserBevor der Mensch die Erde besiedelte, waren die Wälder schon da. Die Kontinente waren mit riesigen Waldgemeinschaften besiedelt. Und darin standen Baumexemplare, die problemlos hunderte, wenn nicht gar Jahrtausende alt werden konnten. Aber wenn ein Lebewesen so alt werden kann, braucht es besondere Abwehrkräfte, besondere Resistenzen auch gegen Schädlingsbefall aller Art. Ein Thema, mit dem sich auch Wissenschaftler des Umweltforschungszentrums Leipzig/Halle (UFZ) beschäftigen. Weiterlesen

„Frankfurter Erklärung“ zum dramatischen Verlust der Biodiversität

Auch Leipziger Umweltforscher unterzeichnen das Positionspapier zur Rettung unserer Artenvielfalt

Foto: Irene Bender / iDiV

Für alle LeserNatürlich haben auch Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Uni Leipzig und des Umweltforschungszentrums die Erklärung führender Forscher unterzeichnet, die am Montag, 6. August, in Frankfurt nach einem gemeinsamen Workshop mit dem Bundesforschungsministerium beschlossen wurde. Zu gravierend sind mittlerweile die Artenverluste in Deutschland. Die Forscher sprechen inzwischen von dramatischen Ausmaßen. Weiterlesen

iDiV-Forschungsprojekt: Tiere und Pilze fördern Leistungen von Wäldern

Erst die Artenvielfalt macht einen Wald zu einem stabilen Öko-System

Bild: Sabine Both

Für alle LeserDass der Leipziger Umgang mit dem Auenwald wahrscheinlich nicht dem entspricht, was für und mit dem sensiblen Leipziger Stadtwald getan werden müsste, darüber haben ja Leserinnen und Leser schon emsig diskutiert. Und es ist ja nicht so, dass es in Leipzig keine Forschungen zum „Organismus Wald“ gäbe. Das iDiV hat dazu jetzt eine neue Studie veröffentlicht, die deutlich macht, dass es eben nicht nur um Bäume geht. Weiterlesen

Universität Leipzig veröffentlicht Hochschulentwicklungsplan 2025

Neben der Biodiversitätsforschung sollen auch die Forschungen zu Fettleibigkeit und Globalisierung in Leipzig vernetzt werden

Cover: Universität Leipzig

Für alle LeserLeipzigs Universität möchte noch mehr integrative Forschungszentren etablieren. Vorbild ist das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig. Und mit dem Mega-Thema Adipositas-Forschung hätte man schon die nächste Idee, wie man die internationale Forschungstätigkeit an der Universität stärken könnte. So hat es die Universität in ihrem neuen Hochschulentwicklungsplan (HEP) 2025 skizziert. Weiterlesen

Im Krieg geraubt und dem Leipziger Museum für Völkerkunde einverleibt

Sachsen hat über 100 geraubte Objekte aus Łódź an die Republik Polen zurückgegeben

Foto: Freistaat Sachsen, SMWK

Für alle LeserEs ist auch ein Stück dunkler Leipziger Museumsgeschichte, auch wenn das Museum für Völkerkunde ein Landesmuseum ist. Aber mit dem Ethnologen Fritz Krause steht ein Leipziger Universitätsdozent und gleichzeitig Leiter des Museums für Völkerkunde im Mittelpunkt der Ereignisse. Denn nachdem die deutsche Wehrmacht 1939 Polen überfallen hatte, begann auch das große Plündern polnischer Museen und Sammlungen. Weiterlesen

Neue geoarchäologische Studie zum Verlauf des Karlsgrabens

Die Baumeister der Karolinger besaßen ausgezeichnete Geländekenntnisse

Foto: O. Braasch, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege. Luftbildarchiv, Archivnummer 7130_027, Filmnummer 3840B, Bild 12, Aufnahme 19_02_1985

Für alle LeserJahrhundertelang war der berühmte Karlsgraben, die fossa carolina, ein Rätsel für Historiker, Touristiker und Anwohner. Immer galt er als kühnste ingenieurtechnische Leistung aus der Zeit Karls des Großen. Und das war dieses Kanalprojekt wohl auch, auch wenn es nie zu Ende gebaut wurde. Leipziger Forscher sind ja mit eingebunden in die Entzifferung der letzten Rätsel um diesen Kanalbau. Auch zur Frage, warum er einen s-förmigen Knick hat. Weiterlesen

Historiker der Universität Trier machen das soziale Elend im Jahr 1832 in einem digitalen Stadtplan greifbar

Wo dem Schüler Karl Marx die Armut über den Weg lief

Foto: Uni Trier

Für alle LeserTrier hat einfach Glück. An diesem Geburtstagskind kommt im Jahr 2018 einfach keiner vorbei. Denn: Entgegen aller Prophezeiungen ist Karl Marx nicht tot. Im Gegenteil. Seine Analysen zu Kapital und Globalisierung werden immer aktueller. Und seine Kritik an der gesellschaftlich produzierten Armut ebenfalls. Dass das Ursachen in seiner Kindheit und Jugend hat, zeigt jetzt ein Trierer Forschungsprojekt. Weiterlesen

Wie der Neandertaler in unsere Gene kam

Leipzigs berühmter Paläogenetiker Svante Pääbo wird mit dem Körber-Preis ausgezeichnet

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserSelbst große deutsche Zeitungen orakeln bei jeder neuen Entdeckung: „Muss die Vorgeschichte des Menschen jetzt umgeschriebenen werden?“ Als könnten sie nach 20 Jahren immer noch nicht fassen, dass die Paläogenetik eine Wissenschaft ist, in der seit Jahren neue Erkenntnisse das Bild von unseren Vorfahren nicht nur verändern, sondern immer reicher und bunter machen. Und einer der wichtigsten Akteure auf dem Forschungsfeld ist Svante Pääbo. Dafür bekommt er jetzt den Körber-Preis 2018. Weiterlesen

Monitoring in den Papitzer Lachen

Den Leipziger Molchen geht es besser als erwartet

Foto: Maria Vitzthum

Für alle LeserDas Projekt „Lebendige Luppe“ ist nicht nur der Versuch, ein paar alte Wasserläufe in der Burgaue wieder mit dem einen oder anderen kleinen Hochwasser zu befüllen. Es geht auch um Forschung in diesem Projekt. Denn wann kommen denn Leipziger Biologen mal dazu, wirklich intensiv die Tierwelt im Auenwald zu untersuchen? Gar den Kammmolch, eine der geschützten Tierarten im Leipziger Auwald? Weiterlesen

Wie kann man die vierte Klärstufe in Klärwerken für Mikroschadstoffe in Gewässern finanzieren?

UFZ-Forscher erstellen Gutachten zur Einführung einer Arzneimittelabgabe

Foto: UFZ / André Künzelmann

Für alle Leser Die Umweltverbände fordern es schon lange. Und auch der Leipziger Ökolöwe hat diese Forderung jüngst wieder bekräftigt: Damit alte Medikamente nicht mehr in Umwelt und Gewässer gelangen, sollen die großen Pharmakonzerne die Rücknahme der nicht mehr gebrauchten Medikamente finanzieren. Und auch die Reinigung der Abwässer müsste so eigentlich finanzierbar sein. Jetzt unterstützt ein Gutachten des Leipziger Umweltforschungszentrums die Einführung einer Arzneimittelabgabe. Weiterlesen

Leipziger Abschlusskonferenz für das EU-Projekt SOLUTIONS

Wie bekommt man den Giftcocktail aus den europäischen Flüssen?

Foto: UFZ / André Künzelmann

Für alle LeserWenigstens den Wissenschaftlern ist bewusst, was für ein Problem die hochgradig belasteten Flüsse in Deutschland darstellen. Und nicht nur in Deutschland. Auch in anderen Teilen Europas fließen immer mehr chemische Verbindungen in die Flüsse. Viele europäische Flüsse enthalten Chemikalien-Cocktails, die Algen und Wassertieren nicht gut bekommen. Und von den Wirkungen der meisten Giftstoffe weiß man nicht genug. Ein EU-Projekt findet in Leipzig seinen Abschluss. Weiterlesen

Leipziger Studie: Durch Abgucken lernen

Wie Kinder ihre Rolle in der Gesellschaft lernen und welche Rolle Belohnungen dabei spielen

Foto: LFE

Für alle LeserNicht nur am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften beschäftigt man sich mit der Frage, wie Kinder lernen. Auch am Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung der Uni Leipzig ist das ein zentrales Thema. Denn so langsam hat sich ja herumgesprochen, dass Menschen vor allem durch einen Prozess lernen: Sie beobachten ihre Umgebung. Da lernen sie dann all das, was ihnen andere vormachen. Denn das kindliche Bedürfnis, alles richtig zu machen, ist ja riesengroß. Weiterlesen

Der Bewusstseinswandel beim Kaufen und Wegschmeißen ist überfällig

Intelligentes Verpackungs-Design ist das Thema der Zukunft

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKunststoffe bereiten überall auf der Welt Probleme. Sie vermüllen die Ozeane, sorgen für Müllberge in unseren Städten. Und sie werden aus der endlichen Ressource Erdöl hergestellt. Kann man sich eine Welt ohne Kunststoffe überhaupt noch vorstellen? Nicht ganz, findet Professor Lutz Engisch, Experte für Verpackungswerkstoffe an der HTWK Leipzig. Dort forsche man an verschiedenen Wegen, dem Problem beizukommen. Und von bequemer Einweg-Plaste hält er sowieso nichts. Ein Interview, das uns die HTWK zur Verfügung gestellt hat. Weiterlesen

Naturrechtsexperten fordern ein Gesetz für eine umweltschonende Landwirtschaft

Leipziger Erklärung für einen echten Kurswechsel in der deutschen Landwirtschaftspolitik

Foto: UFZ / André Künzelmann

Für alle LeserEs gibt schon eine ganze Reihe Leipziger Erklärungen, Manifeste und Agenden. Aber viele haben einen wichtigen Kern und haben mehr als nur eine kurze Medien-Aufmerksamkeit verdient, denn ihre Autoren wissen meist sehr genau, wo die Probleme brennen. So war es bei der „Leipzig Charta“ von 2007, so ist es bei der „Leipziger Erklärung“ von 2018. Weiterlesen

Verschleierung, Parteiarroganz, Resignation

Die Sprengung der Leipziger Universitätskirche war durch die Leipziger nicht zu verhindern

Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Für alle LeserAm 23. Mai vor 50 Jahren besiegelten die Leipziger Stadtverordneten das Schicksal der einstigen Universitätskirche St. Pauli am Karl-Marx-Platz. Wenn sie das überhaupt konnten. Aber tatsächlich stimmten sie mit nur einer Gegenstimme für die Neugestaltung des Universitätscampus am Karl-Marx-Platz – Abriss und Sprengung von Paulinerkirche und Augusteum mit eingeschlossen. Das schwarze Jubiläum nutzte auch die Universität, um die historischen Vorgänge ein bisschen zu erhellen. Weiterlesen