Artikel aus der Rubrik Forschung

Neue Studie zu Erdbeben zwischen Halle und Leipzig

Die spürbaren Beben von 2015 und 2017 könnten Vorboten für deutlich stärkere Erdbeben in der Region Leipzig sein

Karte: GFZ Potsdam

Für alle Leser2015 und 2017 wackelte um Leipzig die Erde. Nicht allzu schrecklich, aber spürbar. Für manche. Mit der Erdbebenstärke der Magnitude 3 lagen beide Erschütterungen an der Grenze dessen, was man im Leipziger Alltag wahrnehmen kann. Meist geht so etwas unter in der Alltagshektik. Aber die Erdbebenforscher aus der Region Mitteldeutschland waren alarmiert. Denn eigentlich galt der Leipziger Raum bislang als relativ erdbebenfrei. Aber was ist schon relativ? Weiterlesen

iDiV-Forscher sind äußerst besorgt

Gefährdet die neue „Seidenstraße“ wertvolle Lebensräume entlang der neuen Trassen?

Foto: StockSnap / Pixabay.com / CC0 Public Domain

Für alle LeserDie Welt verändert sich. Alle starren wie gebannt auf den wild gewordenen amerikanischen Präsidenten, der wieder die Zollschranken hochziehen und Handelsverbote verhängen möchte in der Hoffnung, damit die Wirtschaft der USA zu stärken. Doch längst baut der neue Wirtschaftsprimus China ganz neue Handelswege. Immer mehr Staaten schließen sich dem Projekt „Neue Seidenstraße“ an. Und auch mitteldeutsche Forscher interessieren sich dafür: Denn wie beeinflusst dieses gigantische Transportnetz eigentlich die Umwelt? Weiterlesen

Der Amphibien-Killer-Pilz stammt aus Asien

Leipziger Umweltforscher fordern ein Ende des internationalen Amphibienhandels

Foto: UFZ, Dirk S. Schmeller

Für alle LeserNicht an jedem Artensterben ist der Klimawandel schuld. Manchmal ist es auch die Unbelehrbarkeit von Menschen, die glauben, sie müssten alle möglichen Tiere rund um den Globus verfrachten. Dass sie dabei auch gefährliche Krankheitserreger in bislang gesunde Tierwelten einschleppen, wird am Beispiel der Amphibien jetzt sehr anschaulich. Leipziger Umweltforscher haben geholfen, den Verursacher des Massensterbens zu finden. Weiterlesen

Ein Pharao am Bildschirm rekonstruiert

Leipziger Forscher konnten weitere Teile der Kolossalstatue Psammetich I. in Kairo sichern

Foto: Dr. Dietrich Raue/ Universität Leipzig

Für alle LeserBei neuen Grabungen in Kairo sind etwa ein Jahr nach dem aufsehenerregenden Fund von Teilen der Kolossalstatue des berühmten Pharaos Psammetich I. (664 v. Chr. bis 610 v. Chr.) weitere Teile der riesigen Figur gefunden worden. Das teilt das Ägyptische Museum/Ägyptologisches Institut – Georg Steindorff – der Universität Leipzig mit. Weiterlesen

Spatenstich für neues Forschungsgebäude des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiV) in Leipzig

Sachsen will die Biodiversitätsforschung auch über das Jahr 2024 hinaus unterstützen

Visualisierung und Architektur: Depenbrock Partnerring GmbH & Co. KG Bielefeld

Für alle LeserAm Donnerstag, 12. April, gab es den ersten Spatenstich für den Neubau eines Forschungsgebäudes des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv) in Leipzig auf der Alten Messe, wo schon seit Jahren das naturwissenschaftliche Forschungs-Cluster wächst. Jetzt bekommt das iDiV dort endlich ein eigenes Gebäude und zum Spatenstich kam sogar der Ministerpräsident. Weiterlesen

Wenn Heimat ihre Ankerpunkte verliert

Viele Kleinstädte auch in Sachsen haben Funktion als regionale Zentren verloren

Karte: IfL, Nationalatlas

Für alle LeserEgal, wo man hinschaut, werden die Folgen eines ziemlichen radikalen Denkens sichtbar, das sämtliche gesellschaftlichen Funktionen glaubt, dem Sparprinzip unterwerfen zu müssen. Die vielen Kreis- und Funktionalreformen auch in Sachsen gehören dazu. Das Ergebnis ist ein rapider Bedeutungsverlust vieler Kleinstädte – und eine wachsende Distanz der Bürger zur eigenen Demokratie. Was jetzt auch Karten aus dem IfL Leipzig zeigen. Weiterlesen

Was mitteldeutsche Kiesgruben über Eiszeiten und erste menschliche Jäger verraten

Die ersten Menschen kamen schon 100.000 Jahre früher an Elster und Saale, als bislang gedacht

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserDa fühlt man sich doch glatt an die Wanderausflüge mit dem Geografielehrer erinnert, der die ganze Klasse zur nächstgelegenen Kiesgrube mitnahm und dort – am aufgeschnittenen Beispiel – zeigte, wie die Eiszeiten und Warmzeiten in Mitteldeutschland aufeinanderfolgten. Da merkte man sich noch so ein schönes Wort wie Elstereiszeit. Das war so schön einfach. Aber bei 400.000 Jahren ist gar nichts einfach. Damals trafen die ersten Menschen hier ein. Weiterlesen

Neuer Baustein fürs Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig

Richtfest für neues Forschungsgewächshaus im Botanischen Garten der Uni Leipzig

Visualisierung: GEFOMA GmbH

Für alle LeserAm Mittwoch, 21. März, gab es ein kleines, aber besonderes Richtfest im Botanischen Garten von Leipzig. Da nimmt nämlich ein Forschungsgewächshaus für das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiV) Gestalt an. Aus Dresden kamen extra zwei Minister angereist. Weiterlesen

Ein neues Rätsel zum Ende des Neandertalers

Selbst das Erbgut der späten Neandertaler weist keine Spuren des modernen Menschen auf

Foto: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie / I. Crevecoeur

Für alle LeserEr war uns ähnlicher, als die Forscher 100 Jahre geglaubt haben. Er hatte eine Kultur und eine Technik, die dem modernen Menschen verblüffend nahestand. Und dennoch ist er irgendwann vor 30.000 bis 40.000 Jahren einfach verschwunden. Kurz nachdem er mit den neuen Einwanderern aus Afrika in Berührung kam. Nur Teile seines Erbguts haben sich im Erbgut der Europäer erhalten. Das Wörtchen dominant könnte eine neue Bedeutung gewinnen. Weiterlesen

Wie falsche Töne erkannt werden

Auch für Musik gibt es in unserem Gehirn ein kleines, emsiges Kontroll-Areal

Foto: istock adapted by MPI CBS

Für alle LeserKurz vor der Buchmesse veröffentlichte das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) eine neue Studie, die sich mit der nicht ganz uninteressanten Frage beschäftigt: Wo in unserem Gehirn ist eigentlich der Bereich, der sich mit dem Erfassen von richtiger Musik beschäftigt? Wo die Sprachkorrektur sitzt, das weiß man seit 150 Jahren. Aber auch Musik ist eine Sprache, die unser Gehirn lernen und verstehen muss. Möglichst fehlerfrei. Weiterlesen

Ein erstaunlich kreativer Bursche

Schon lange vor der Ankunft des modernen Menschen bemalte der Neandertaler die Wände spanischer Höhlen

Foto: MPI EVA, H. Collado

Für alle LeserDer Bursche war in den vergangenen Jahren immer wieder für eine Überraschung gut. Erst wurde seine DNA entschlüsselt, dann fand man seine Spuren auch in der DNA heute lebender Menschen. Dann konnte man ihm Werkzeuge zuordnen, die ihm seit seiner Entdeckung im Neandertal niemand zugetraut hätte. Und nun der nächste Paukenschlag: Die ältesten Kunstwerke Europas stammen von ihm. Und er hat erst gar nicht auf den Neuankömmling aus Afrika gewartet, bevor er Höhlenwände mit Kunst verzierte. Weiterlesen

Die Tragödie der Wälder in den Tropen

Wie ein physikalisches Gesetz die Fragmentierung der tropischen Wälder beschreibt

Foto: UFZ, Mateus Dantas de Paula

Für alle LeserAuf dem Foto sieht das Waldstück aus, als läge es irgendwo in Mitteldeutschland. Ein paar Erhebungen, ein kleiner See, dazwischen grüne Felder. Aber was man sieht, ist der Rest eines Regenwaldes im Nordosten Brasiliens, in Mata Atlântica. Und was schon in Mitteldeutschland ein riesiges Problem für viele Tierarten ist, ist es im zerstückelten Regenwald erst recht. Weiterlesen

Das OB-Barometer 2018 des Difu

Ob Digitalisierung, Wohnen oder Mobilität – in Deutschlands Städten geht es eigentlich immer um Integration

Grafik: Difu

Für alle LeserDas passt schon zusammen. Da macht ein Passus zu „kostenlosem ÖPNV“ in einem Brief der Bundesregierung an die EU-Kommission Furore, entfacht einen gewaltigen Streit. Und wenig später veröffentlicht das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) seine jährliche Befragung von (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeistern großer deutscher Städte ab 50.000 Einwohner: Und Mobilität wird in ihren Augen immer wichtiger. Es ist jetzt Nr. 3 der Top-Aufgaben. Weiterlesen

Da hilft auch die Fähigkeit zur Anpassung nichts

Jagd und Rohstoffgier sorgen für dramatischen Rückgang der Orang-Utans auf Borneo

Foto: MPI EVA, Serge Wich

Für alle LeserDas Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig kümmert sich nicht nur um den evolutionären Ursprung des Menschen, sondern auch um seine nächsten Verwandten, die Menschenaffen – zu denen auch die Orang-Utans gehören. Doch die drohen der menschlichen Rücksichtslosigkeit jetzt zum Opfer zu fallen. Auf Borneo ist ihre Population massiv zurückgegangen. Weiterlesen

"Dicke Bretter" - die Treuhand-Akten im Visier

Zu treuen Händen: Interview mit dem Treuhand-Forscher Marcus Böick (Uni Bochum)

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserLZ/Auszug aus Ausgabe 51Die junge Wissenschaftlerin schaut etwas verunsichert, dann lacht sie. Schnell ist man sich einig an diesem Abend im Leipziger „Telegraph“: das Wort „Treuhand“ ist ihr als 28-jährige Neuleipzigerin vollkommen fremd. Und so einfach würde sie sich wohl nun, wo sie es verstanden hat, nicht mehr in „treue Hände“ begeben. Zwischen einem Ostdeutschen und einer jungen Westdeutschen ersteht eine Zeit wieder auf, in welcher sie gerade erst geboren wurde und mit welcher sie sich bislang nie beschäftigen musste. Weiterlesen

Haben die Deutschen aus den Verbrechen ihrer Vergangenheit etwas gelernt?

US-amerikanischer Anwalt erforscht in Leipzig, wie die Deutschen mit dem Rassismus ihrer Vergangenheit umgehen

Foto: Swen Reichhold/ Universität Leipzig

Für alle LeserWer sich seiner Vergangenheit nicht stellt, der landet in den Schleifen des Rassismus. Ein Thema, das seit August 2014 auch die USA wieder beschäftigt. Damals wurde der 18jährige Afroamerikaner Michael Brown von einem weißen Polizisten in der Kleinstadt Ferguson in Missourie erschossen. Viele weitere solcher Ereignisse haben gezeigt, dass die USA mit dem Schatten ihrer Vergangenheit bis heute nicht aufgeräumt haben. Hat es Deutschland besser gemacht? Einer will es wissen: der US-amerikanische Anwalt und Menschenrechtsaktivist Terron Ferguson. Weiterlesen

Die Ermöglichung von Intelligenz

Wie unser Gehirn vor ungefähr 35.000 Jahren die Fähigkeit zum Planen, Rechnen und Erfinden erwarb

Foto: MPI EVA/ S. Neubauer, Ph. Gunz

Für alle LeserEs ist eine eigentlich nicht überraschende Meldung, die das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie jetzt veröffentlichte. Fast hatte man genau so etwas erwartet: Der moderne Mensch mag zwar schon 200.000 bis 300.000 Jahre alt sein. Aber das, was ihn zum Schöpfer der Zivilisation gemacht hat, das ist noch gar nicht so alt. Das Gehirn, das er dazu brauchte, hat sich erst vor erstaunlich kurzer Zeit entwickelt. Historisch betrachtet. Aber was sind schon 100.000 Jahre? Weiterlesen

Das Paulinum erwacht mit „Toleranz“ zum Leben

Am 24. Januar startet die erste Veranstaltungsreihe der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Paulinum der Uni Leipzig

Foto: Marion Wenzel/Universität Leipzig

Für alle LeserAm 24. Januar um 19 Uhr gibt es die erste große Veranstaltung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli der Uni Leipzig. Der im Dezember feierlich eröffnete Raum wird damit auch zum Erlebnisraum für moderne Wissenschaft. Die soll in der Veranstaltungsreihe „exkurs – Einblicke in die Welt der Wissenschaft“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verständlich und anschaulich präsentiert werden. Weiterlesen

Institut für Länderkunde lädt zum Workshop ein

Welche Rolle spielen eigentlich erfolgreiche Mittelständler als Entwicklungsmotoren abseits der Großstädte?

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserSeit geraumer Zeit beschäftigt sich das in Leipzig heimische Leibniz-Institut für Länderkunde mit der Frage: Wie rettet man die abgehängten Regionen Europas? Was muss man tun, damit die Menschen dort bleiben und nicht ganze Landstriche in politischen Radikalismus abdriften? Eine zentrale Frage ist die Wirtschaft. Denn nur wo Betriebe Arbeit und Einkommen bieten, haben Menschen eine Existenzgrundlage. Weiterlesen

Leipziger Forschungs-Projekt Mantrailing

Können ausgebildete Spürhunde tatsächlich menschliche DNA riechen?

Foto: Polizei Sachsen

Für alle LeserWas können Spürhunde? Können sie wirklich menschliche DNA erschnüffeln? Das war die Frage, die sich Leipziger Forscher vor fast vier Jahren stellten – und für die sich auch die sächsische Polizei interessierte. Und zwar auch für den Stress-Fall, wenn die Mantrailer wirklich mitten im täglichen Verkehrsgewühl eine menschliche Geruchspur finden sollen. Jetzt hat die Uni Leipzig Ergebnisse zu diesem Forschungsprojekt vorgestellt. Weiterlesen