Artikel aus der Rubrik Forschung

Ein Werkzeug für ein hochmobiles Zeitalter

Institut für Länderkunde will Kommunen helfen, die Bevölkerungsbewegung greifbar zu machen

Montage: L-IZ

Für alle Leser„IfL entwickelt Tool für genauere Bevölkerungsprognosen“, meldete das Institut für Länderkunde am Montag, 4. Dezember, und machte damit wieder auf etwas aufmerksam, was derzeit die ganze deutsche Politik beschäftigen müsste. Denn das komplette Land scheint in Bewegung – die ländlichen Regionen werden einsam, die Städte sind auf den Zuwachs nicht eingestellt. Da könnte ein besseres Werkzeug helfen, finden die Geografen vom IfL. Weiterlesen

Ein etwas ernüchterndes Forschungsergebnis aus dem UFZ

Mit Satellitenbildern kann man die Vielfalt von Wildbienen nicht wirklich abbilden

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs wäre zu schön gewesen, wenn es auch bei Bienen geklappt hätte: Einfach mit Satellit drüberfliegen über die Landschaft, eine hochauflösende Aufnahme machen - und schon hat man alle Daten, die man braucht, um die Lebenswelt der wilden Bienen analysieren zu können. Bei Vögeln klappt es ja auch. Aber bei Bienen leider nicht, stellen Leipziger Umweltforscher nun fest. Es wird wohl nicht ohne aufwendige Ausflüge ins Land gehen. Weiterlesen

Leipziger Forscherin veröffentlicht ihr Buch „Language in Our Brain“ mit einem Vorwort von Noam Chomsky

50 Jahre Forschung in einem Buch: Wie der Mensch zur Sprache kommt

Cover: The MIT Press

Für FreikäuferAngela D. Friederici ist Direktorin des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und zudem Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesellschaft. Jetzt hat die Leipziger Forscherin ein Buch veröffentlicht, das erklärt, was genau im Kopf passiert, während wir Sätze bilden und verstehen, und warum allen Menschen weltweit ein universelles System für Grammatik angeboren sein muss. Weiterlesen

Forschung von iDiV und Uni Leipzig bestätigt: Biodiversität stärkt auch Waldsysteme

Artenreiche Wälder funktionieren besser und sind widerstandsfähiger gegen Stress

Bild: iDiV, Christian Hüller

Für alle LeserDass Wälder komplexe Lebenswelten sind, in denen sich Bäume, Pilze, Bakterien, Vögel, Kriechtiere, Säugetiere, Moose usw. alle gegenseitig ergänzen, das erfährt man meist noch so am Rande im Biologieunterricht. Dass Wälder erst richtig widerstandsfähig sind, wenn sie möglichst artenreich sind, das müssen jetzt erst einmal wissenschaftliche Forschungen untermauern. Höchste Zeit wird’s. Denn dem Klimawandel widerstehen nur artenreiche Wälder. Weiterlesen

Aufmerksame Babys beim Kugeln-Gucken

Schon sechsmonatige Knirpse können die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen erahnen

Foto: MPI CBS

Für alle LeserAufmerksame Eltern wissen es: Ihre Kleinsten sind hochgradig aufmerksam und lernbegierig. Und wir würden uns darüber wohl auch nicht wundern, wenn wir nicht ein derart desolates Bildungssystem hätten, in dem Kinder gerade aus sogenannten bildungsfernen Familien regelrecht abgeschreckt werden vom Lernen und vom Entfalten ihrer Möglichkeiten. Wie pfiffig Babys sind, zeigt jetzt ein neues Experiment des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften. Weiterlesen

Hitschfeld-Studie zu „Akzeptanz von Großveranstaltungen in Deutschland“

Wie kann man den Bürgern Großveranstaltungen in ihrer Stadt wieder schmackhaft machen?

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn den letzten Jahren sind in Deutschland einige Großereignisse mit großer Resonanz durchgezogen wurden, andere prallten bei den Bürgern ab, die sich zum Beispiel wie in München und Hamburg gegen die Bewerbung der Austragung Olympischer Spiele wehrten. Verlieren also Großveranstaltungen an Akzeptanz? Die jüngste Studie des Hitschfeld Büros für strategische Beratung ist zumindest ein bisschen zweischneidig. Weiterlesen

Geheimnisvolle Augen aus biblischen Zeiten

Leipziger Theologin macht erstaunlichen Ausgrabungsfund in der alten Philister-Stadt Aschdod

Foto: Prof. Dr. Angelika Berlejung/Universität Leipzig

Für FreikäuferHat das, was ein Archäologen-Team unter Beteiligung von Dr. Angelika Berlejung von der Universität Leipzig jetzt bei Ausgrabungen nahe der israelischen Küstenstadt Aschdod gefunden hat, vielleicht etwas mit Funden aus dem alten Heliopolis zu tun, über die Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums – Georg Steindorff, berichtet? Möglich ist es. Aber selbst eine Erinnerung an Goliath wird wach. Weiterlesen

Leipziger Forschung zum Kommunikationsmittel Freundlichkeit

Arme Menschen wissen, wie wichtig Freunde sind

Foto: Anne Pisor

Für FreikäuferEigentlich sind wir Menschen zu vielem fähig. Eigentlich sogar geboren, denn wir sind allesamt fähig mit anderen Menschen zu kooperieren, selbst wenn die anders aussehen, andere Sprachen sprechen oder einer andere Kultur angehören. Wie wichtig Kooperation ist, um überall auf der Welt Freunde zu finden, das hat jetzt die Leipziger Forscherin Anne Pisor durch ein Experiment belegt. Weiterlesen

Neue Sensation aus Heliopolis

Nach den Resten einer Psammerich-Statue sind jetzt auch Fragmente der vermuteten Ramses-Statue gefunden worden

Foto: Marion Wenzel/Kustodie der Uni Leipzig

Für FreikäuferEs wird wohl sein Lebenswerk, dieser Ausgrabungszyklus im antiken Heliopolis (heute auf dem Gebiet von Kairo), an dem Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums – Georg Steindorff – der Universität Leipzig, teilnimmt und mit Kollegen aus Mainz und Ägypten Funde macht, die selbst für das fundreiche Ägypten eine Sensation sind. Weiterlesen

Leipziger Forschung an Neandertaler-DNA

Das Neandertaler-Erbgut beeinflusst Hautton und Haarfarbe heute lebender Europäer

Foto: Frank Vinken, Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserEr steckt zwar nur zu einem kleinen Prozentsatz in unseren Genen – aber er beeinflusst eine Menge von den Dingen, die uns ausmachen. Dieser seltsame Neandertaler, mit dem sich der moderne, aus Afrika einwandernde Mensch vor ungefähr 45.000 Jahren vermischte. Und das hatte Folgen: für unsere Hautfarbe, unsere Haarfarbe, unseren Schlaf, unsere Stimmung. Weiterlesen

Menschheitsgeschichte im Spiegel der Wälder Nordafrikas

Wie die Wälder Marokkos von Klimaveränderungen und menschlichem Handeln in den vergangenen 4.000 Jahren erzählen

Foto: Arbeitsgruppe Physische Geographie der Universität Leipzig

Für alle LeserMit dem Klimawandel rückt eine Forschungsgruppe an der Uni Leipzig immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit, die sich mit etwas beschäftigt, was in den meisten Geschichtsbüchern nicht vorkommt: Wie haben große Klimaveränderungen eigentlich die Geschichte der Menschheit verändert? Ganze Zivilisationen sind durch solche drastischen Veränderungen untergegangen. Zum Beispiel in Nordafrika. Das ist das Arbeitsthema von Prof. Dr. Christoph Zielhofer. Weiterlesen

Raus aus der Ego-Falle, rein in die menschlichen Begegnungen

Wer soziale Kompetenz mit anderen Menschen trainiert, wird gesellschaftlich stressresistenter

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser Schon mehrfach stand in verschiedenen Forschungsprojekten des Leipziger Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften die Frage im Mittelpunkt: Wie funktioniert Empathie? Kann soziale Kompetenz gelernt werden? Eine nicht ganz unwichtige Frage in Zeiten, in denen sozial sichtlich inkompetente Leute immer öfter in Regierungsverantwortung gewählt werden. Aber die Nachricht lautet tatsächlich: Soziale Kompetenz kann trainiert werden – und man hat dann weniger Stress. Weiterlesen

Leipziger Forscher haben jetzt ein zweites Neandertaler-Genom komplett entschlüsselt

Erbgut aus der Vindija-Höhle bringt noch mehr Neandertaler-Spuren im Genom heute lebender Menschen ans Licht

Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie/ J. Krause

Für FreikäuferEs sind lauter Puzzle-Teile, mit denen die Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie immer mehr Licht in die Beziehung des modernen Menschen zu seinem engsten Vorfahren, dem Neandertaler, bringen. Jetzt ist ihnen wieder ein neues Meisterwerk gelungen: Sie haben ein zweites Neandertaler-Genom entschlüsselt. Weiterlesen

Ein bisschen Hilfe für abgehängte Regionen hilft nicht die Bohne

Wer Neoliberalismus sagt, muss alle seine politischen Folgen unter die Lupe nehmen

Grafik: IfL, Nationalatlas

Für alle LeserVielleicht sollten Wissenschaftler lieber keine Ratschläge geben, was vielleicht getan werden sollte, um die „regionale Polarisierung“ in Europa zu beenden. Jedenfalls nicht in einem so frühen Stadium der Forschung, in dem sich die Untersuchung der regionalen Ungleichheiten noch befindet. Vielleicht ist das der Grund, warum die Pressekonferenz zur Leipziger RegPol²-Konferenz so unkonkret und enttäuschend war. Weiterlesen

Leipziger Konferenz zur ungleichen Entwicklung in Europa

Wer den falschen Wettbewerb nicht beendet, wird auch die Regionen nicht retten

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferEs wird Europa zerreißen. Denkt man so im ersten Moment, wenn man hört, was die Wissenschaftler zur derzeit in Leipzig stattfindenden Konferenz „Coping with uneven development in Europe“ zu den auseinanderdriftenden Regionen Europas zu sagen haben. Und dann wird man demütig. Denn alles, was die Geografen zusammentragen, erzählt davon, wie falsch wir denken. Und wie zaghaft und ungenügend die Forschung zur Demografie ist. So enttäuscht bin ich lange aus keiner Pressekonferenz gegangen. Weiterlesen

Eine neue Karte im Nationalatlas: Bevölkerungsentwicklung – Wachstum versus Schrumpfung

Neoliberale Wettbewerbspolitik zerreißt die Staaten Europas

Karte: Nationalatlas, Screen: L-IZ

Für alle LeserParallel zur Konferenz „Coping with uneven development in Europe“, die vom 27. bis 29. September in Leipzig stattfindet, veröffentlicht das Leibniz-Institut für Länderkunde auch neue Karten im digitalen Nationalatlas, die zeigen, wie sehr das Wettbewerbsdenken Europa in einen Flickenteppich verwandelt. Und besonders deutlich wird dabei der Zusammenhang von Wirtschaftsleistung und Abwanderung. Weiterlesen

Das Dogma von der Wettbewerbsfähigkeit

Wie Europa den Graben zwischen Stadt und Land systematisch vertieft hat

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDas Leibniz-Institut für Länderkunde hat vor Beginn der Konferenz "Coping with uneven development in Europe", die vom 27. bis 29. September in Leipzig stattfindet, einige namhafte Konferenzteilnehmer kurz zu ihrem Thema interviewt. So auch den Wirtschaftsgeografen Costis Hadjimichalis aus Athen, der sich mit dem Auseinanderdriften von großen Städten und ländlichen Regionen beschäftigt hat. Weiterlesen

Vom Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) koordinierte Studie sieht „neoliberale Entwicklung“ als Ursache für die wachsende Ungleichheit in Europa

Auch das Wettbewerbsdenken der EU lässt reiche und arme Regionen immer weiter auseinanderdriften

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer sich die Wahlergebnisse der Bundestagswahl genauer angeschaut hat, der kommt nicht umhin festzustellen, dass sich darin auch der Gegensatz zwischen erfolgreichen und abgehängten Regionen, zwischen Wettbewerbsgewinnern und -verlierern ausdrückt. Die AfD hat einen Frust in Wahlerfolg verwandelt, der gerade in ostdeutschen Regionen umgeht. Das Regionenthema ist ab Donnerstag Thema einer Leipziger Konferenz. Weiterlesen

Neues Projekt der Uni Leipzig erforscht den berühmten „Stein von Rosette“

Das hätte sich Ptolemäus nicht träumen lassen: Hieroglyphen werden digital zum Forschungsobjekt

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserJener Steinmetz, der vor über 2.000 Jahren einen gleichlautenden Text in ägyptischen Hieroglyphen, in Demotisch und Altgriechisch in einen Stein meißelte, wäre wahrscheinlich richtig stolz auf sein Werk gewesen, wenn er nur geahnt hätte, dass damit mal die Entzifferung der Hieroglyphen möglich werden würde – und ein digitales Projekt, das den Stein von Rosette analysieren soll. Weiterlesen

Konferenz in Leipzig beschäftigt sich mit den fatalen Folgen falschen Wettbewerbsdenkens

Wie der Neoliberalismus den Stadt-Land-Gegensatz in Europa anheizt

Screenshot: L-IZ

Für alle Leser Diese Konferenz wird erst nach der Bundestagswahl stattfinden, obwohl sie thematisch davor gehört. Denn sie thematisiert erstmals aus wissenschaftlicher Sicht, warum Deutschland und Europa politisch so in Schieflage geraten sind. Denn das Grundproblem ist das Auseinanderdriften der Regionen. Und die Verlierer dabei werden zur Schwungmasse der Nationalisten. Die Konferenz findet vom 27. bis 29. September in Leipzig statt. Weiterlesen