Artikel aus der Rubrik Forschung

Neue Sensation aus Heliopolis

Nach den Resten einer Psammerich-Statue sind jetzt auch Fragmente der vermuteten Ramses-Statue gefunden worden

Foto: Marion Wenzel/Kustodie der Uni Leipzig

Für FreikäuferEs wird wohl sein Lebenswerk, dieser Ausgrabungszyklus im antiken Heliopolis (heute auf dem Gebiet von Kairo), an dem Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums – Georg Steindorff – der Universität Leipzig, teilnimmt und mit Kollegen aus Mainz und Ägypten Funde macht, die selbst für das fundreiche Ägypten eine Sensation sind. Weiterlesen

Leipziger Forschung an Neandertaler-DNA

Das Neandertaler-Erbgut beeinflusst Hautton und Haarfarbe heute lebender Europäer

Foto: Frank Vinken, Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserEr steckt zwar nur zu einem kleinen Prozentsatz in unseren Genen – aber er beeinflusst eine Menge von den Dingen, die uns ausmachen. Dieser seltsame Neandertaler, mit dem sich der moderne, aus Afrika einwandernde Mensch vor ungefähr 45.000 Jahren vermischte. Und das hatte Folgen: für unsere Hautfarbe, unsere Haarfarbe, unseren Schlaf, unsere Stimmung. Weiterlesen

Menschheitsgeschichte im Spiegel der Wälder Nordafrikas

Wie die Wälder Marokkos von Klimaveränderungen und menschlichem Handeln in den vergangenen 4.000 Jahren erzählen

Foto: Arbeitsgruppe Physische Geographie der Universität Leipzig

Für alle LeserMit dem Klimawandel rückt eine Forschungsgruppe an der Uni Leipzig immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit, die sich mit etwas beschäftigt, was in den meisten Geschichtsbüchern nicht vorkommt: Wie haben große Klimaveränderungen eigentlich die Geschichte der Menschheit verändert? Ganze Zivilisationen sind durch solche drastischen Veränderungen untergegangen. Zum Beispiel in Nordafrika. Das ist das Arbeitsthema von Prof. Dr. Christoph Zielhofer. Weiterlesen

Raus aus der Ego-Falle, rein in die menschlichen Begegnungen

Wer soziale Kompetenz mit anderen Menschen trainiert, wird gesellschaftlich stressresistenter

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser Schon mehrfach stand in verschiedenen Forschungsprojekten des Leipziger Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften die Frage im Mittelpunkt: Wie funktioniert Empathie? Kann soziale Kompetenz gelernt werden? Eine nicht ganz unwichtige Frage in Zeiten, in denen sozial sichtlich inkompetente Leute immer öfter in Regierungsverantwortung gewählt werden. Aber die Nachricht lautet tatsächlich: Soziale Kompetenz kann trainiert werden – und man hat dann weniger Stress. Weiterlesen

Leipziger Forscher haben jetzt ein zweites Neandertaler-Genom komplett entschlüsselt

Erbgut aus der Vindija-Höhle bringt noch mehr Neandertaler-Spuren im Genom heute lebender Menschen ans Licht

Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie/ J. Krause

Für FreikäuferEs sind lauter Puzzle-Teile, mit denen die Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie immer mehr Licht in die Beziehung des modernen Menschen zu seinem engsten Vorfahren, dem Neandertaler, bringen. Jetzt ist ihnen wieder ein neues Meisterwerk gelungen: Sie haben ein zweites Neandertaler-Genom entschlüsselt. Weiterlesen

Ein bisschen Hilfe für abgehängte Regionen hilft nicht die Bohne

Wer Neoliberalismus sagt, muss alle seine politischen Folgen unter die Lupe nehmen

Grafik: IfL, Nationalatlas

Für alle LeserVielleicht sollten Wissenschaftler lieber keine Ratschläge geben, was vielleicht getan werden sollte, um die „regionale Polarisierung“ in Europa zu beenden. Jedenfalls nicht in einem so frühen Stadium der Forschung, in dem sich die Untersuchung der regionalen Ungleichheiten noch befindet. Vielleicht ist das der Grund, warum die Pressekonferenz zur Leipziger RegPol²-Konferenz so unkonkret und enttäuschend war. Weiterlesen

Leipziger Konferenz zur ungleichen Entwicklung in Europa

Wer den falschen Wettbewerb nicht beendet, wird auch die Regionen nicht retten

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferEs wird Europa zerreißen. Denkt man so im ersten Moment, wenn man hört, was die Wissenschaftler zur derzeit in Leipzig stattfindenden Konferenz „Coping with uneven development in Europe“ zu den auseinanderdriftenden Regionen Europas zu sagen haben. Und dann wird man demütig. Denn alles, was die Geografen zusammentragen, erzählt davon, wie falsch wir denken. Und wie zaghaft und ungenügend die Forschung zur Demografie ist. So enttäuscht bin ich lange aus keiner Pressekonferenz gegangen. Weiterlesen

Eine neue Karte im Nationalatlas: Bevölkerungsentwicklung – Wachstum versus Schrumpfung

Neoliberale Wettbewerbspolitik zerreißt die Staaten Europas

Karte: Nationalatlas, Screen: L-IZ

Für alle LeserParallel zur Konferenz „Coping with uneven development in Europe“, die vom 27. bis 29. September in Leipzig stattfindet, veröffentlicht das Leibniz-Institut für Länderkunde auch neue Karten im digitalen Nationalatlas, die zeigen, wie sehr das Wettbewerbsdenken Europa in einen Flickenteppich verwandelt. Und besonders deutlich wird dabei der Zusammenhang von Wirtschaftsleistung und Abwanderung. Weiterlesen

Das Dogma von der Wettbewerbsfähigkeit

Wie Europa den Graben zwischen Stadt und Land systematisch vertieft hat

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDas Leibniz-Institut für Länderkunde hat vor Beginn der Konferenz "Coping with uneven development in Europe", die vom 27. bis 29. September in Leipzig stattfindet, einige namhafte Konferenzteilnehmer kurz zu ihrem Thema interviewt. So auch den Wirtschaftsgeografen Costis Hadjimichalis aus Athen, der sich mit dem Auseinanderdriften von großen Städten und ländlichen Regionen beschäftigt hat. Weiterlesen

Vom Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) koordinierte Studie sieht „neoliberale Entwicklung“ als Ursache für die wachsende Ungleichheit in Europa

Auch das Wettbewerbsdenken der EU lässt reiche und arme Regionen immer weiter auseinanderdriften

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer sich die Wahlergebnisse der Bundestagswahl genauer angeschaut hat, der kommt nicht umhin festzustellen, dass sich darin auch der Gegensatz zwischen erfolgreichen und abgehängten Regionen, zwischen Wettbewerbsgewinnern und -verlierern ausdrückt. Die AfD hat einen Frust in Wahlerfolg verwandelt, der gerade in ostdeutschen Regionen umgeht. Das Regionenthema ist ab Donnerstag Thema einer Leipziger Konferenz. Weiterlesen

Neues Projekt der Uni Leipzig erforscht den berühmten „Stein von Rosette“

Das hätte sich Ptolemäus nicht träumen lassen: Hieroglyphen werden digital zum Forschungsobjekt

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserJener Steinmetz, der vor über 2.000 Jahren einen gleichlautenden Text in ägyptischen Hieroglyphen, in Demotisch und Altgriechisch in einen Stein meißelte, wäre wahrscheinlich richtig stolz auf sein Werk gewesen, wenn er nur geahnt hätte, dass damit mal die Entzifferung der Hieroglyphen möglich werden würde – und ein digitales Projekt, das den Stein von Rosette analysieren soll. Weiterlesen

Konferenz in Leipzig beschäftigt sich mit den fatalen Folgen falschen Wettbewerbsdenkens

Wie der Neoliberalismus den Stadt-Land-Gegensatz in Europa anheizt

Screenshot: L-IZ

Für alle Leser Diese Konferenz wird erst nach der Bundestagswahl stattfinden, obwohl sie thematisch davor gehört. Denn sie thematisiert erstmals aus wissenschaftlicher Sicht, warum Deutschland und Europa politisch so in Schieflage geraten sind. Denn das Grundproblem ist das Auseinanderdriften der Regionen. Und die Verlierer dabei werden zur Schwungmasse der Nationalisten. Die Konferenz findet vom 27. bis 29. September in Leipzig statt. Weiterlesen

Wahl-Fieber (7)

Die Parteien und die Wissenschaft: Ein Blick auf die Forderungen von Union, SPD, Linken, Grünen, FDP und AfD

Quelle: Olaf Kosinsky, Skillshare.eu

Für alle LeserLZ/Ausgabe 47Nimmt man das TV-Duell zwischen Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) und Herausforderer Martin Schulz (SPD) als Maßstab, gehören Hochschule, Forschung und Wissenschaft nicht zu den wichtigen Themen – allenfalls in der Frage, welche Rolle Geflüchtete darin spielen sollten. Dennoch haben die Themen im Wahlkampf eine Bedeutung – bei manchen Parteien sogar die höchste. Es folgt ein Blick in die Wahlprogramme und auf potentielle Forschungsminister. Weiterlesen

Ganz tiefe Gefühlswelten

Wie die „richtige“ Musik unsere Wahrnehmung von Berührung verändert

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMusik ist gefährlich. Gerade dann, wenn es um lebenswichtige Entscheidungen geht, sollte man wohl darauf verzichten, seine Lieblingsmusik zu hören. Es könnte gewaltig in die Hose gehen, wie jetzt ein paar Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig herausgefunden haben. Irgendwas passiert da nämlich mit uns. Weiterlesen

Fünf Jahre nach der Antwort gesucht

Leipziger Forscher weisen gemeinsamen Ursprung für die beiden existierenden Nervensysteme nach

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSo viel Euphorie packt auch die Universität Leipzig selten in ihre Meldungen. Aber das, was sie am Donnerstag, 7. September, zu vermelden hatte, klingt tatsächlich nach einer kleinen Revolution: „Lehrbücher müssen neu geschrieben werden: Ursprung des Nervensystems entdeckt“. Fehlt nur noch das Wörtchen: „gemeinsam“. Denn es geht um den gemeinsamen Ursprung der Nervensysteme von Insekten und zum Beispiel Säugetieren wie dem Menschen. Weiterlesen

Magie als Forschungsobjekt

Alter Codex zur Magie lag in der Universitätsbibliothek Leipzig ganz bestimmt nicht verstaubt im Regal

Copyright: UB Leipzig

Für alle LeserDa staunten nicht nur wir in der L-IZ-Redaktion, was die „Zeit“ am 13. August online ihren Lesern als Leckerbissen servierte: Ein uraltes Buch voller Zaubersprüche, das auf geheimnisvolle Weise ausgerechnet in der Universitätsbibliothek Leipzig aufgetaucht sein sollte. „Es ist Magie! 10.000 Seiten uralter Zaubersprüche entdeckt“, konnte man da lesen. Weiterlesen

Wie Babys lernen, den Blicken der Großen zu folgen

Was Mama anschaut, ist auch für Paulchen höchst interessant

Foto: MPI CBS

Für FreikäuferEigentlich müssten sich die kleinen Biester so langsam ertappt fühlen. Denn die Wissenschaftlerinnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig kommen ihnen und ihrer Neugier immer mehr auf die Schliche. Und Eltern, die sich aufmerksamst beobachtet fühlen von ihrem Baby, die dürfen nun gewiss sein: Sie werden tatsächlich beobachtet. Mit allem Ernst. Weiterlesen

Alesi bringt auch Leipziger Forscher zum Jubeln

Ein 13 Millionen Jahre altes Kind gibt den frühesten Menschenaffen ein Gesicht

Foto: Fred Spoor

Für alle LeserAuf der Erde ist alles Leben miteinander verwandt – auch wenn es den letzten gemeinsamen Vorfahren vielleicht vor 100 Millionen Jahren gab. Oder vor 10 Millionen – oder vor 3 Millionen Jahren, als sich der Mensch vom Seitenast der Menschenaffen abzweigte. Aber auch ein anderer Abzweig versetzt Forscher bis heute in Aufregung: Wie geschah eigentlich der Übergang von den Affen zu den Menschenaffen? Weiterlesen

Die Sache mit Bofel und Zuser

Wie Babys die Sprache im Schlaf lernen

Foto: shutterstock

Für alle LeserUnser Gehirn ist ein faszinierendes Instrument. So faszinierend, dass selbst Wissenschaftler noch immer staunen, wenn sie die Vorgänge untersuchen, mit denen unser Denken und Wahrnehmen in diesem außergewöhnlichen Organ entsteht. Denn am Anfang denken wir ja nicht. Da fehlen uns noch alle Muster und Begriffe. Aber schon als Baby fangen wir an, uns einen Schlüssel für die Signale ringsum zu erarbeiten, auch eine Mustererkennung für Sprache, wie Leipziger Forscher jetzt aufzeigen. Weiterlesen

Zunehmende Temperaturen

Selbst die Fauna im einmaligen Baikalsee ist bedroht

Foto: UFZ / Till Luckenbach

Für alle LeserKlimawandel ist kein großes homogenes Phänomen. Jedes Land trifft es anders, jedes Ökosystem erlebt einen anderen Stress. Tierarten, die zuvor nicht heimisch waren, finden neue Weidegründe – die bisherigen Lebensgemeinschaften aber verschwinden. Manchmal hilft (wie in Sachsen) der Mensch noch tüchtig nach. Manchmal reicht – wie am Baikal – ein spürbarer Temperaturanstieg, um einen einmaligen See zu gefährden. Weiterlesen