Artikel aus der Rubrik Forschung

Sechs Jahrtausende zurück in der Geschichte

Neue Grabungen geben erstmals Einblick in die früheste Geschichte der Tempelstadt Heliopolis

Foto: Universität Leipzig

Für alle LeserSeit rund zwei Jahrzehnten forscht Dr. Dietrich Raue, Ägyptologie und seit 2010 Kustos des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig, bei Grabungen in Ägypten zur Geschichte dieses faszinierenden Landes. In den letzten Jahren machte dabei eine Notgrabung unter Raues Leitung am Standort der einstigen Tempelstadt Heliopolis Schlagzeilen. Jetzt wurden dort wieder ein paar überraschende Fundstücke ausgegraben. Weiterlesen

Die Wohlfühl-Connection oder Wie weit reicht die Verantwortung des Nordens?

Deutschland nutzt auch Ökosysteme in weit entfernten, oftmals ärmeren Regionen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWenn wir an unseren ökologischen Fußabdruck denken, dann denken wir nur an all die Produkte und Leistungen, die wir konsumieren, die weit über die Leistungskraft unseres Landes hinausgehen. Aber Deutschland profitiert nicht nur von Arbeit und Ressourcen vieler ärmerer Länder. Es nutzt auch wie selbstverständlich die Leistungen der dort befindlichen Ökosysteme. Ein Vorgang, auf den jetzt das in Leipzig heimische Umweltforschungszentrum aufmerksam macht. Weiterlesen

Wie entsteht Sprache? Neue Studie aus Leipzig gewährt Einblicke in die ersten Schritte

Schon Vorschulknirpse wissen, wie man auch ohne Worte miteinander kommuniziert

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie haben sich die knapp 6.000 Sprachen der Welt entwickelt? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben Forscher des Leipziger Forschungszentrums für Frühkindliche Entwicklung (LFE) der Universität Leipzig und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie versucht, den Prozess der Entwicklung eines neuen Kommunikationssystems in einem Experiment nachzustellen – mit Kindern. Mit wem auch sonst? Das Sprachenerfinden liegt Menschen im Blut. Und schon Kinder wissen, wie es funktioniert. Weiterlesen

Interview anlässlich der UN-Klimakonferenz COP25 vom 2. bis 13. Dezember in Madrid

UFZ-Forscher: Wie kann ein sinnvoller CO₂-Handel zwischen Staaten eigentlich aussehen?

Foto: Sebastian Wiedling / UFZ

Für alle LeserEine wirklich ernst zu nehmende Energiewende gibt es nur, wenn die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdöl und Kohle einen wirklich spürbaren CO₂-Preis bekommt. Und das nicht nur in Deutschland. Denn wenn die Staatengemeinschaft ihre in Paris formulierten Klimaziele schaffen will, müssen alle Länder mitspielen und muss es auch einen kontrollierten CO₂-Handel zwischen den Staaten geben. Das thematisiert der UFZ-Klimaökonom Prof. Reimund Schwarze im Interview. Weiterlesen

„Moonwalk“ für die Wissenschaft zeigt Verzerrungen im räumlichen Gedächtnis

Leipziger Gehirnforschung: Wie funktioniert eigentlich die mentale Landkarte in unserem Kopf?

Foto: DoellerLab

Für alle LeserDie meisten Menschen wundern sich überhaupt nicht darüber, dass sie sich in ihrer Umgebung zurechtfinden. Die meisten denken nicht mal darüber nach, wie das eigentlich funktioniert. Aber die Forscher am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften finden diese Frage doch ziemlich wichtig. Denn: Wie funktionieren diese Landkarten im Kopf wirklich? Und was passiert, wenn sie nicht funktionieren? Weiterlesen

Interview mit Dr. Falk Harnisch (Uni Leipzig / UfZ) über den zukünftigen Wert von Abfall und Abwasser

Experimente, Exkremente, Energiewende

Dr. Falk Harnisch. Foto: Sebastian Wiedling/UfZ

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 72, ab 25. Oktober 2019 im HandelDoktor Falk Harnisch ist erst 37 Jahre jung und seit wenigen Tagen bereits Professor an der Universität Leipzig. Der passionierte Läufer ist Forscher in der Elektrobiotechnologie und drauf und dran, mit seinem Team und internationalen Wissenschaftlern Exkrementen, Abfall und CO2 einen höheren Sinn zu geben. Wenn es gut läuft, wird aus diesen Stoffen in zehn Jahren Flugbenzin gewonnen und der Energieverbrauch in Deutschland deutlich gesenkt. Noch gibt es aber einiges zu tun. Weiterlesen

Stefan Otto ist ehrenamtlicher Spinnenforscher mit einer Vorliebe für kaukasische Exemplare

Spinnensuchen in Georgien

Foto: privat

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 72, ab 25. Oktober 2019 im HandelDas Reiseland Georgien wird immer populärer. Stefan Otto reist schon seit 2004 jährlich in den Kaukasus für einen ganz speziellen Urlaub. Der Biologe erforscht die Spinnenvielfalt in diesem Land am kaspischen Meer. Er hat dafür allerdings keine Forschungsstelle, er ist ehrenamtlich tätig, hat mittlerweile selbst mehre Arten entdeckt, ein georgisches Spinnenbuch übersetzt und eine Internetseite zu kaukasischen Spinnen aufgebaut. Sein wissenschaftliches Netzwerk reicht mittlerweile bis nach Sibirien und ins georgische Umweltministerium. Weiterlesen

UFZ-Forscher entwickeln Modell für realistischere Risikobewertung von Pestiziden

Schon niedrigste Schadstoffkonzentrationen können heftige Auswirkungen auf Organismen haben

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserGern wird in der Diskussion um den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft so getan, als würde es genügen, einfach nur die Menge der verspritzten Gifte zu reduzieren. Aber das könnte ein arger Trugschluss sein, stellen jetzt Forscher des Umweltforschungszentrums (UFZ) in Leipzig fest. Denn viele Menschen, Tiere und Pflanzen reagieren schon auf kleinste Mengen. Weiterlesen

Kenia in Sachsen

Koalitionsverhandlungen: Promovierendenrat der Uni Leipzig fordert mehr Entfristungen und Familienfreundlichkeit

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Promovierendenrat der Universität Leipzig fordert von CDU, Grünen und SPD, in den laufenden Koalitionsverhandlungen in Sachsen auch Entfristungen und Familienfreundlichkeit an den Hochschulen zu berücksichtigen. Im Sondierungsergebnis der vielleicht künftigen Koalitionspartner ist zwar festgehalten, dass Verbesserungen in diesem Bereich geplant seien – konkrete Maßnahmen oder Zahlen fehlen aber noch. Weiterlesen

Lokale Regenwurm-Vielfalt in Europa größer als in den Tropen

Was passiert eigentlich mit den Regenwürmern, wenn das Klima sich immer mehr verändert?

Foto: Valentin Gutekunst

Für alle LeserMan sieht sie ja meistens nicht. Und so denkt man meist auch nicht an die Regenwürmer, wenn jetzt über die Folgen des Klimawandels geredet wird. Aber jeder Gärtner weiß, wie unersetzlich die Regenwürmer bei der Aufbereitung des fruchtbaren Bodens sind. Wenn aber die Temperaturen dauerhaft ansteigen, greift das auch tief in die artenreiche Population der Regenwürmer ein, warnt jetzt das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Weiterlesen

Studie der Universität Leipzig

Das Vertrauen der Bürger in Konzernvorstände, Marketingabteilungen, aber auch Wirtschaftsberichterstattung ist deutlich gesunken

Foto: Tobias Tanzyna / Universität Leipzig

Für alle LeserDa ist etwas passiert in den vergangenen 40 Jahren, das nicht nur das Vertrauen in die Politik massiv geschädigt hat, sondern auch den Ruf der großen Wirtschaftsunternehmen regelrecht unterminiert hat. Und das, obwohl gerade bürgerliche Medien nur zu gern Heldengeschichten über die Macher in den Konzernvorständen schreiben. Oder gerade deshalb. Die Art der Selbst-PR ist gründlich nach hinten losgegangen. Weiterlesen

Menschliche Gehirnentwicklung geht eigene Wege

Wie eine kleine genetische Veränderung das menschliche Gehirn zum Lernbeschleuniger gemacht hat

Foto: Enrique Guisado Triay

Für alle LeserDer Mensch ist ein Rätsel. Immer noch. Obwohl die Forscher schon so viel herausgefunden haben über seinen Werdegang. Das größte Rätsel ist sein Gehirn, denn irgendetwas unterscheidet dessen Struktur so erheblich von der Hirnstruktur unserer nächsten Verwandten, der Menschenaffen, dass es dafür eine Erklärung braucht. Eine Erklärung, der jetzt Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig auf der Spur zu sein scheinen. Weiterlesen

Verhalten der Mutter beeinflusst Oxytocin-Entwicklung beim Säugling

Wie die frühe Interaktion mit der Mutter unsere Fähigkeit zum Umgang mit anderen bestimmt

Foto: MPI CBS

Für alle LeserWenn man sich im Erwachsenenalter im Umgang mit anderen Menschen zutiefst unsicher fühlt und kaum in der Lage ist, Vertrauen aufzubauen, dann kann das mit einem erstaunlichen chemischen Vorgang in der frühen Kindheit zusammenhängen, wie jetzt Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften belegen können. Denn die Interaktion der Mütter mit ihren Kindern beeinflusst einen ganz bestimmten Hormonpegel. Weiterlesen

iDiV-Studie zur Veränderung der Arten-Zusammensetzung in Ökosystemen weltweit

Reine Artenvielfalt sagt noch nichts über die rasante Veränderung der biologischen Vielfalt aus

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEin sehr menschliches Problem am Klimawandel ist: Menschen sehen immer nur einen Ausschnitt. Manchmal fokussieren sich selbst Wissenschaftler nur auf Details, zählen Arten und Individuen, haben aber kein Gespür dafür, ob ein ganzes Biosystem gerade kippt und sich irreparabel verändert. Auf diesen Umstand weist jetzt das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hin. Weiterlesen

Globaler Süden leidet am stärksten unter Klimawandel und Landnutzung

Die Leistungsfähigkeit der Natur sinkt dort am stärksten, wo Menschen sich kaum wehren können

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiV) kooperiert innerhalb des Natural Capital Project mit anderen großen Forschungsverbünden, die sich mit den Folgen des Klimawandels für die weltweite Biodiversität beschäftigen. Und in diesem Rahmen warnen iDiV-Forscher jetzt davor, dass der Klimawandel zuallererst jene Regionen trifft, wo sich die Menschen kaum gegen die katastrophalen Folgen wehren können. Weiterlesen

Konferenz „[L]Ost in Transformation“

Junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen befragen die Transformationsfolgen in der ostdeutschen Gesellschaft

Plakat: Engagierte Wissenschaft

Für alle LeserAm 4. und 5. Oktober gibt es in der Galerie KUB eine kleine Konferenz, die das Thema Ostdeutschland einmal ohne die übliche Rechthaberei anzugehen versucht. Ein neu gegründeter Zusammenschluss junger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen veranstaltet an den beiden Tagen in der Leipziger Galerie KUB eine Konferenz mit dem Titel „(L)Ost in Transformation“. Weiterlesen

Das LZ-Interview in der Langversion

Dr. Kai Nowak über Elterntaxis: „In der BRD starben 1970 rund 21.000 Menschen im Straßenverkehr“

© Privat

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 71, seit 27.September im HandelDr. Kai Nowak hat für die Habilitation ein scheinbar abwegiges Thema gewählt. Der Historiker erforscht die Geschichte der Verkehrssicherheit im 20. Jahrhundert. Dafür hat er sich nicht nur durch diverse Archive gewühlt, sondern auch Fernsehsendungen gesehen. Die Folgen des aktuellen Trends der „Elterntaxis“ zu Schulen erklärt er im Interview genauso wie die Instrumentalisierung der Verkehrssicherheit in der Zeit des Nationalsozialismus und den rasanten Anstieg der Verkehrstoten in der BRD. Weiterlesen

„Klimaschutzprogramm 2030“

UFZ-Geschäftsführer zu Beschlüssen des „Klimakabinetts“: Ein ziemlich schwacher Aufschlag

Prof. Dr. Georg Teutsch.
Foto: UFZ / André Künzelmann

Für alle LeserAuch die Wissenschaftler, die sich seit Jahren mit Klima- und Klimafolgenforschung beschäftigten, waren gespannt darauf, was das Klimakabinett der Bundesregierung am Ende für Beschlüsse fassen würde. Doch auch sie sind vom Ergebnis ernüchtert. Auch Dr. Georg Teutsch, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und Koordinator der Helmholtz Climate Initiative Adaption an Mitigation (HI-CAM), hält die vereinbarten Maßnahmen für ziemlich unzureichend. Weiterlesen

Spätfolgen der Treuhand-Arbeit oder doch eine echte Strukturschwäche?

Preisgekrönter US-Ökonom startet Forschungsprojekt am IWH zum dauerhaften Rückstand der ostdeutschen Wirtschaft

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserPetra Köppings Wunsch wurde erhört: Immer wieder hat die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) gefordert, die Spätfolgen der Treuhandarbeit im Osten zu untersuchen. Denn so bekam sie es ja in vielen Gesprächen mit den Sachsen zurückgespiegelt. Seit die Treuhand im Osten tabula rasa gemacht hat, ist im Leben vieler Ostdeutscher der Wurm drin. Am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) soll das jetzt eine ganze Forschergruppe untersuchen. Weiterlesen

Die seelischen Folgen der Flucht

Leipziger Studie: Die Hälfte aller Geflüchteten ist psychisch belastet

Foto: Universität Leipzig, Swen Reichhold

Für alle LeserFreiwillig macht sich kaum einer auf den Weg, auch nicht über die gefährliche Route übers Mittelmeer. Die Menschen, die aus Kriegs- und Bürgerkriegsländern flüchten, haben oft Schlimmstes erlebt, erleben auch auf ihrer Flucht oft Situationen voller Gewalt, Not und Gefahr. Wenn sie dann in Ländern wie Deutschland ankommen, sind sie zwar erst einmal in Sicherheit. Doch sie bringen von ihrer Flucht oft schwere psychische Belastungen mit. Das Ausmaß zeigt jetzt eine Leipziger Studie. Weiterlesen