Artikel aus der Rubrik Theater

Historien-Drama wird zum Freiluft-Erlebnis

„Das Geheimnis der Hebamme“ feiert auf der Freilichtbühne Rathen Premiere

Foto: Landesbühnen Sachsen

Für alle LeserFür Liebhaber der Geschichte lohnt sich ab Freitag, 8. Juni, die Fahrt nach Rathen. Denn dort bringen die Landesbühnen jetzt – in der Bearbeitung von Odette Bereska – die Bühnenversion des Roman-Bestsellers „Das Geheimnis der Hebamme“ der sächsischen Autorin Sabine Ebert zur Premiere. Mit den „Hebamme“-Romanen wurde Sabine Ebert berühmt, bevor sie sich in Leipzig der Völkerschlacht widmete und danach (wieder) in die Zeit Barbarossas eintauchte. Weiterlesen

Sommertheater in Gohlis

Die Freiluft-Theater-Saison am Gohliser Schlösschen beginnt am 2. Juni mit „Gefährliche Liebschaften“

Foto: Helga Schulze-Brinkop

Für alle LeserWenn die Einladungen zu den Sommertheaterpremieren kommen, dann weiß man, dass wirklich die warme Jahreszeit angefangen hat. Und seit Jahren längst der klassische Ort für das Freilufttheater ist das Gohliser Schlösschen. Der Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e. V. lädt auch in diesem Jahr wieder von Juni bis September gemeinsam mit starken künstlerischen Partnern wie dem Schauspiel Leipzig und dem Leipziger Duo BauchBeineHirn zu Kulturgenuss der Extraklasse unter freien Himmel vor der bezaubernden historischen Kulisse ein. Weiterlesen

Semperoper

Das Schicksal kann langweilig sein: Keith Warner arbeitet sich an Verdis „La Forza del Destino“ ab

Foto: Jochen Quast

Für alle LeserKeith Warners Adaption von Verdis „La Forza del Destino“ (dt. Die Macht des Schicksals) endet mit einer Überraschung. Statt sich mit dem Schicksal seiner Geliebten Leonora abzufinden, stürzt sich Don Alvaro krachend in den Tod. Das unerwartete Ende ist das einzige Ausrufezeichen der ansonsten schwachen Inszenierung. Weiterlesen

Eine schwarze Komödie im Geiste von Paul Watzlawick

Premiere für „App zum Unglücklichsein“ am 11. Mai

Foto: Anja Schwede

Für alle LeserAm 11. Mai hat ein ganz besonderes Zeitstück Premiere in der Moritzbastei. Der Theaterladen Selbst & Los präsentiert sein neues Stück „App zum Unglücklichsein“, ein Theaterstück inspiriert durch „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick. Der amerikanische Psychotherapeut und Kommunikationswissenschaftler hat sich wie kaum ein anderer mit der Frage beschäftigt, wie wir selbst in unserem Kopf die Welt konstruieren und oft genug selbst dafür sorgen, dass wie vor lauter Negativdenken aus der Angst nicht mehr herauskommen. Weiterlesen

Wo Forschung auf Schauspiel trifft

Das Theater der Jungen Welt feiert mit Adaption eines neurologischen Fachbuchs Premiere

Foto: Stefan Hoyer

Für alle LeserAristoteles, da Vinci, Gage und Maguire. Sie alle haben versucht, die Wirkungsmechanismen im menschlichen Gehirn aufzuschlüsseln. Das Theater der Jungen Welt inszenierte am vergangenen Freitag mit der Uraufführung des Stückes „Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?“ unter Leitung von Regisseurin Tatjana Rese und Dozent Matthias Eckoldt der FU Berlin, eine kleine Geschichte der Hirnforschung. Weiterlesen

Ästhetischer Schmerz

Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt zeigt das TdJW ein Borderline-Tanzprojekt

Foto: Tom Schulze

Für alle LeserDer kleine Saal des TdJW ist restlos gefüllt. Die Zuschauer schauen gespannt um sich. Sie versuchen das Bühnenbild zu erkennen, das lediglich drei Lichtsäulen in grellem Rot beinhaltet. Zumindest auf den ersten Blick. Ein abrupter Lichtwechsel, im Verlauf ein greller Lichtspot, verfolgt den Weg eines jungen Mädchens, das von der Galerie aus die Bühne betritt. Sie trägt eine Topfpflanze, platziert sie im Raum, ist unzufrieden und verändert deren Position. Immer und immer wieder. Weiterlesen

Musiktheater

Sängerfest an der Semperoper: Christian Thielemann dirigiert Puccinis „Tosca“

Foto: Klaus Gigga

Für alle LeserChristian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle sind aus ihrer Osterresidenz zurückgekehrt. Aus Salzburg brachten das Orchester und sein Chefdirigent die Neueinstudierung von Puccinis „Tosca“ mit, die noch bis 3. Mai mit der Festspielbesetzung in Dresden zu sehen ist. Weiterlesen

Adolf Südknecht kooperiert jetzt mit der Runden Ecke

Jetzt probt Leipzig noch einmal den Aufstand von 1953

Foto: Armin Zarbock

Für alle LeserAm heutigen 10. April werden die Freunde des beliebten Improvisationstheaters „Adolf Südknecht“ eine Premiere erleben: Erstmals geht die unermüdliche Theatergruppe um Armin Zarbock dem rumorenden Aufstands-Jahr 1953 zu Leibe und kooperiert dafür mit der Gedenkstätte in der Runden Ecke. Und das aus gutem Grund. Denn jetzt wird handfeste DDR-Geschichte lebendig. Mit einem Südknecht, der die Nase voll hat. Weiterlesen

Schaubühne Lindenfels startet „Fragment Festival Büchner“

Drei Wochen für Georg Büchner und sein frappierend aktuelles Fragment-Werk

Foto: Schaubühne Lindenfels, René Reinhardt

Für alle LeserNoch ein Flüchtling. Die Deutschen wissen gar nicht, wie viele ihrer besten Köpfe immer wieder fliehen mussten, weil sie den jeweiligen Obrigkeiten unbequem wurden. Auch Georg Büchner gehört dazu, der mit seinem „Woyzeck“ das absolute Leipzig-Drama geschrieben hat. 2017 sorgte die Schaubühne Lindenfels mit ihrer „Woyzeck“-Inszenierung an originaler Stelle, dem Leipziger Marktplatz, für Furore. Jetzt gibt es ein richtiges Büchner-Festival. Weiterlesen

Musiktheater

Schwach erzählte Familientragödie: Chemnitzer „Ring“ geht mit der „Walküre“ in die zweite Runde

Foto: Kirsten Nijhof

Für alle LeserDas Premierenpublikum war aus dem Häuschen. Anhaltende Beifallsstürme und viele Bravos für Solisten, Chor und Kapellmeister Felix Bender unterstrichen die starke musikalische Performance an diesem Wagner-Abend im Chemnitzer Opernhaus. Die Inszenierung überzeugte dagegen nicht. Weiterlesen

Ahne hat ein Kriminal-Musical eingespielt

Rache! oder Warum man schöne Feundinnen nicht allein nach Meck-Pomm fahren lassen darf

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAhne hat jetzt auch ein Hörspiel. Auch wenn er es Musical genannt hat. Vielleicht sollte man es Kabinett-Musical nennen. Gesungen und gerockt wird natürlich. Aber eher so zwischendrin, wenn die Stimmung umkippt und auch der Held Torsten McCollough mal ein bisschen Temperament zeigt. Denn eigentlich ist er ja mehr so der ruhige Berliner Typ. Der erst mal abwartet, was kommt, auch wenn seine Freundin abhandengekommen ist. Weiterlesen

Volle Auslastung, Personalnot im TdjW und die Sache mit den Schulbühnen

Die Nöte des Erfolges am TdjW + Video

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserLZ/Auszug aus Ausgabe 52Meist sind ja Spielzeitpressekonferenzen in den kommunalen Theater- und Kulturstätten eher launig und eine Weile sieht es auch am 1. Februar 2018 so aus, als ob alles routiniert verlaufen sollte. Ein aufgeräumter Intendant, trotz leichter Erkältung mit dem Stück „Juller“ einen internationalen Erfolg und einer Menge Vorhaben im Gepäck, Kaffe für alle und ein paar belegte Brötchen auch. Weiterlesen

„Darf man das? Holocaust-Darstellungen und der gute Geschmack“

TdJW-Debatte: Zwischen Grenzüberschreitung und Betroffenheitskult

Foto: Luca Kunze

Für alle LeserTalkshow mit Publikumsbeteiligung am Samstag beim Theater der Jungen Welt (TdJW): Unter dem Titel „Darf man das? Holocaust-Darstellungen und der gute Geschmack“ befragte Moderator Bastian Wierzioch die vier Experten und das Publikum. Die Veranstaltung war Teil der dreitägigen Theaterwerkstatt in Kooperation mit der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und erlebte einen gut gefüllten Saal. Mehr als 80 Künstler und Theaterschaffende aus Deutschland, Polen, Tschechien und Israel waren für die Theaterwerkstatt nach Leipzig gekommen. Weiterlesen

Dresden

Treffen der Giganten: Wagners „Holländer“ in der Semperoper

Foto: Matthias Creutziger

Für alle LeserFür eine festspielreife Aufführung braucht es kein Bayreuth. Seit Sonntag steht in der Semperoper wieder Florentine Kleppers Inszenierung des „Fliegenden Holländers“ auf dem Spielplan. Die Besetzung wird angeführt von den namhaften Wagner-Stars Andrzej Dobber, Elena Pankratova und Georg Zeppenfeld. Weiterlesen

Angriff auf den Humanismus und die totale Verdrehung der Lage ...

König Ubu am Schauspiel: „Ich wollte doch nur alle glücklich machen“

Foto: Rolf Arnold

Für alle Leser“König Ubu” nervt. Bei der Uraufführung 1996 war das Drama von Alfred Jarry ein grandioser Skandal, es wurde einmal aufgeführt und dann direkt aus dem Programm genommen. Der einzige Redakteur, der es gewagt hatte, eine wohlgesonnene Kritik zu schreiben, soll direkt gefeuert worden sein - so die Legende. Heute gilt “König Ubu” als Epochenwerk, als Vorläufer des modernen Theaters. Und König Ubu als Prototyp des machtgeilen, selbstverliebten Tyrannen. Derzeit wird er im Schauspiel Leipzig gegeben. Weiterlesen

Leipziger Ballett

Strawinskys „Le Sacre du Printemps“: Clowns verwandeln Oper in ein Tollhaus

"Le Sacre du Printemps" in der Oper Leipzig. Foto: Ida Zenna

Für alle LeserClowns, soweit das Auge reicht. So ließe sich Mario Schröders neueste Kreation in fünf Wörtern zusammenfassen. Der Doppelabend mit dem oberflächlichen Titel „Bolero (Walking Mad) / Le Sacre du Printemps“ erinnert an ein Konzertprogramm. Bei der Premiere stand am Samstag tatsächlich die Musik im Vordergrund. Weiterlesen

Sinnenfreuden in menschlichen Beziehungsdramen

Leipziger Ballett feiert mit „Boléro“ und „Le Sacre du Printemps“ am 3. Februar Premiere

Foto: Ida Zenna

Für alle LeserBoléro - da klingen Ballettliebhabern die Herzen. Es ist furioser Ravel, was das Leipziger Ballett jetzt am 3. Februar im Opernhaus tanzen wird. Am Samstag, 3. Februar, lädt das Leipziger Ballett um 19 Uhr zur Premiere des zweiteiligen Ballettabends "Boléro / Le Sacre du Printemps" mit Choreographien von Johan Inger und Mario Schröder ins Opernhaus. Zwei Skandalstücke des frühen 20. Jahrhunderts treffen in diesem Doppelabend klanggewaltig aufeinander. Weiterlesen

Wenn die Wirklichkeit das surreale Drama übertrifft

König Ubu feiert am 27. Januar im Schauspiel wieder Premiere

Foto: Schauspiel Leipzig

Für alle LeserDen gab es lange nicht zu sehen - und nun holt ihn das Schauspiel Leipzig aus aktuellem Weltanlass wieder aus der Kiste: König Ubu, der so erstaunlich an manchen Akteur der Gegenwart erinnert, dass man sich fragt: Ist die US-Präsidentschaft nur noch eine surreale Inszenierung und die Amerikaner haben an ihrem überdrehten POTUS ihren Spaß? Oder inszeniert sich Politik heute als surreal um zu verdecken, dass sie eigentlich von lauter Ubus gemacht wird? Schöne Frage, nicht wahr? Premiere ist am Samstag, 27. Januar. Weiterlesen