Shakespeares ikonische und ewig zweifelnde Theaterfigur Hamlet wird zum Ausgangspunkt für eine hochexpressive Tanzperformance. Ein besessenes Individuum, das gleichzeitig ist und nicht ist. Drei Tänzer/-innen verwandeln Hamlets mentalen Zustand in eine physische Suche nach Besitz, wenn der eigene Körper einem anderen gehört.

Dabei hat sich die Gruppe von Trance-Riten aus der ganzen Welt inspirieren lassen, bei denen die Körper besessener Personen einer Göttlichkeit überlassen werden, was mit der Aufhebung ihrer menschlichen Identität einhergeht.

Dewey Dell manifestiert die unerträgliche Erfahrung gegensätzlicher Kräfte, die innerhalb eines menschlichen Körpers wirken können. Dabei hat sich die Gruppe von Trance-Riten aus der ganzen Welt inspirieren lassen, bei denen die Körper besessener Personen einer Göttlichkeit überlassen werden, was mit der Aufhebung ihrer menschlichen Identität einhergeht.

Cool und unberechenbar – das ist das  Künstler/-innenkollektiv Dewey Dell mit Sitz in Cesena und Berlin, das von den drei Castellucci-Geschwistern Teodora, Demetrio und Agata sowie Eugenio Resta gegründet wurde und immer wieder beweist: „Was im Tanz relevant ist, bestimmt immer noch, wer ihn auch hervorbringt.“ (tanz).

Die Arbeiten der Gruppe zeichnen sich durch höchst unterschiedliche Ästhetiken aus und waren weltweit bei großen Festivals zu sehen. Sie bestechen durch „ausgeklügelte Choreografien, beeindruckende visuelle, musikalische und thematische Positionierungen in exzellenter technischer Umsetzung“. (tanz)

Nach „Marzo“ 2014 und dem Doppelabend „Deriva Traversa / Storm Atlas“ 2019 ist dies Dewey Dells drittes Gastspiel in der Schaubühne. Mit ihm setzen wir unsere Reihe „Scena Italia“ fort, bei der Produktionen von Künstler:innen der italienschen Tanz- und Performanceszene zu sehen sind.

Zu erleben sein wird Dewey Dell mit „Hamlet“ in der Choreographie von Teodora Castellucci in der Schaubühne am Donnerstag, 8. Dezember, um 20 Uhr und am Samstag, 10. Dezember, um 22 Uhr.

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