Ihr bewegtes Leben voller Schmerz, Leidenschaft und unerschütterlichem Lebenswillen brachte 143 Ölgemälde hervor. Nun widmet das Kunstkraftwerk Leipzig der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo eine farbgewaltige Multimedia-Ausstellung. Probstheida jubelt: Erfolgstrainer Jochen Seitz hat beim 1. FC Lok um zwei Jahre verlängert. Und eine Studie belegt: Medienprävention bringt nachhaltige Effekte. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 13. Februar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
„Viva Frida Kahlo“ im Kunstkraftwerk
Am heutigen Freitagabend feierte die multimediale Ausstellung „Viva Frida Kahlo“ im Kunstkraftwerk an der Saalfelder Straße ihre Premiere. Sie widmet sich dem Leben und Schaffen von Frida Kahlo (1907 – 1954), die zu den bedeutendsten Künstlerinnen Mexikos und Lateinamerikas zählt. Erst im vergangenen November war ihr Gemälde mit dem Titel „El sueno (La Calma“ für 54,7 Millionen Dollar versteigert worden. Damit ist es das bisher teuerste versteigerte Werk einer Frau überhaupt.
Als Frida Kahlo in jungen Jahr nach einem schweren Busunfall ans Bett gefesselt war, begann sie zu Malen. Ihr starker Lebenswille, den viele Widrigkeiten auf die Probe stellten, drückte sich in ihrer kraftvollen, farbenfrohen Bildsprache aus. Entsprechend farbgewaltig ist auch die Ausstellung im Kunstkraftwerk. Das Herzstück bildet eine 360-Grad-Projektion rund um das Leben der Künstlerin, Originalzitate gewähren dabei einen Einblick in die Gefühlswelt dieser starken Frau.
Während diese Projektion „Viva Frida Kahlo“ auch schon in Stuttgart und Köln zu sehen war, ist die daran in der Kesselhalle anschließende Installation zum mexikanischen Totenfest „Dia de los Muertos“ eine echte Leipziger Eigenkreation. In deren Zentrum steht ein, am 3D-Drucker gefertigter (!), drei Meter hoher Totenkopf. Dieser ist umgeben von stimmungsvollen Lichtprojektionen und farbenprächtigen Details zu Kahlos kulturellen Wurzeln und der symbolischen Kraft Mexikos.
Die insgesamt elf Stationen der Ausstellung bieten reichlich Möglichkeiten in die Welt der Frida Kahlo einzutauchen. Unter anderem auch durch digitale Touch-Stationen, eigene kreative Betätigung im „Blühenden Haus“ oder auch durch Augmented Reality, die einige Bilder Frida Kahlos zum Leben erweckt. Anderthalb bis zwei Stunden sollte man für einen kompletten Rundgang schon einplanen.
Geöffnet ist „Viva Frida Kahlo“ im Kunstkraftwerk immer donnerstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 20/21 Uhr. Um zur gewünschten Zeit auch wirklich eingelassen zu werden, ist zu empfehlen, vorab online seinen Zeitslot zu buchen.
Lok-Trainer Jochen Seitz bleibt
Aufatmen bei allen Fußballfans, die es mit dem 1. FC Lok Leipzig halten. Auf einer Pressekonferenz hat der Regionalligist heute bekanntgegeben, dass Cheftrainer Jochen Seitz seinen Vertrag um weitere zwei Jahre – bis Sommer 2028 – verlängert hat. In seiner ersten Saison als Lok-Trainer hatte Seitz das Team im vergangenen Jahr sensationell zur Regionalliga-Meisterschaft und zum Sachsenpokalsieg geführt.
Nach der Hälfte der aktuell laufenden Saison thronen die Leipziger erneut souverän an der Tabellenspitze. Der Traum vom Aufstieg in die 3. Liga lebt also weiter, auch bei Jochen Seitz. Wichtig für die Vertragsverlängerung war ihm aber auch zu spüren, wie der Verein alles daran setzt, sich für dieses Ziel auf verschiedenen Ebenen stets weiterzuentwickeln.
„Man sieht einfach, was für eine Power der Verein hat, was sich in den letzten eineinhalb Jahren getan hat, um den Verein in Richtung 3. Liga zu führen“, erklärt Seitz. „Infrastrukturell ist da extrem viel passiert. Auch in den Gremien ist extrem viel Bewegung drin gewesen, jeder engagiert sich, jeder ist dabei. Das gibt einem schon das Gefühl, dass der Verein weiter vorankommen möchte. Das ist für mich ein sehr wichtiger Baustein.“

Das endgültige „Go!“ für weitere zwei Jahre Leipzig hat sich der Coach allerdings von seiner Familie abgeholt. Er nutzte die Winterpause dafür, um alles mit seiner Frau Anna und den beiden Kindern in Ruhe zu besprechen. Die Daumen gingen nach oben, der Weg war frei. „Ohne die Familie hätte ich das nicht gemacht“, so Seitz.
„Ich kann euch versprechen, dass ich mich weiterhin zu 100 Prozent engagiere und dass weiterhin hart gearbeitet wird für den Erfolg. Ich freue mich auf die weitere konstruktive Zusammenarbeit und auf den weiteren Weg von Lok Leipzig.“ Dieser Weg führt die Blau-Gelben am kommenden Sonntag, 15. Februar, endlich auch wieder in den Spielbetrieb. Beim Chemnitzer FC bestreitet Lok ab 16 Uhr sein erstes Pflichtspiel im neuen Jahr.
Medienprävention wirkt
Wie wirksam ist schulische Medienprävention? Dieser Frage gingen Forschende der Universität Leipzig gemeinsam mit dem Projekt Drahtseil der Diakonie Leipzig nach. Im Fachjournal „Pediatric Reports“ veröffentlichten sie nun die Ergebnisse ihrer Studie „Auswirkungen eines Medienpräventionsprogramms auf das Wissen und Gefahrenbewusstsein von Kindern und Eltern“.
An diesem einwöchigen Programm, das an Leipziger Grundschulen durchgeführt worden war, hatten 84 Kinder der 4. Klassen teilgenommen. Sie füllten Fragebögen vor der Medienwoche, direkt danach sowie drei Monate später aus. Die Eltern wurden vor Beginn sowie drei Monate nach Abschluss befragt. Erhoben wurden dabei Medienwissen, Gefahrenbewusstsein, familiäre Medienregeln und das Sicherheitsempfinden der Eltern.
Im Ergebnis zeigten sich deutliche und nachhaltige Effekte. Es wurde signifikant mehr Wissen zu Medien und Internetnutzung festgestellt sowie ein höheres Bewusstsein für Risiken, etwa im Umgang mit sozialen Medien, persönlichen Daten und fremden Kontakten. Selbst nach drei Monaten waren diese Effekte noch nachweisbar. Zudem berichteten mehr Kinder von klaren Regeln zu Hause. Die Studie bestätigt damit: Medienprävention setzt nicht auf Verbote, sondern auf Aufklärung, Kompetenz und einen sicheren Umgang mit digitalen Medien.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Prozessauftakt am Landgericht: Schluchzender Auftritt des mutmaßlichen Frauenmörders aus Reudnitz
Hallo Leipzig: So startet Freitag, der 13. Februar 2026
Kommentar: „Die Forschung muss …“, welche Forschung meint Friedrich Merz?
Gastkommentar zu Schlammpisten: Sollten bestimmte Wege im Leipziger Auwald asphaltiert werden?
Was sonst noch wichtig war:
In seiner Eröffnungsrede auf der heute begonnenen 62. Münchner Sicherheitskonferenz, ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf Distanz zu den USA gegangen. Er sprach davon, dass Europa eine neue transatlantische Partnerschaften bilden und sich aus der bisherigen Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten befreien müsse.
Bodycams für die Mitarbeitenden, 200 zusätzliche Sicherheitskräfte, bessere Schutzausrüstung, Verhaltens- und Deeskalationstrainings – diese und weitere Maßnahmen im „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ wurden heute auf dem Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn beschlossen.
Bei der Parlamentswahl in Bangladesch hat die rechtskonservative Nationalistische Partei (BNP) die absolute Mehrheit errungen. Als kommender Premierminister wird deren Parteichef Tarique Rahman hoch gehandelt. Er hatte seine Anhänger dazu aufgerufen, statt den Wahlsieg zu feiern, in den Moscheen für das Wohlergehen der Nation beten.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist vom russischen Justizministerium zur „unerwünschten Organisation“ erklärt worden und muss nun seine Arbeit in Russland einstellen. Der DAAD vergibt u.a. Stipendien und fördert die Internationalisierung der deutschen Hochschulen und der Forschung.
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