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IKK-Studie bestätigt: Diskriminierungserfahrungen machen krank

Eigentlich weiß man es ja: Wenn man Menschen ausgrenzt und abwertet, geht das an die Psyche. Die Täter haben nicht viel, davon, aber sie richten jede Menge Schaden an. Schaden, der die Betroffenen oft ein Leben lang leiden lässt. Die IKK classic hat jetzt einmal erfassen hatten, welche gesundheitlichen Folgen Diskriminierung nachweislich mit sich bringt. Das geht wirklich an die Psyche. Und oft sind die Diskriminierer selbst Menschen mit Diskriminierungserfahrungen.

Immer wieder montags: „Bürgerbewegung Leipzig“ und Sitzblockaden auf dem Ring + Video & Bildergalerien

Wenn linke Gruppen zum Protest gegen die verschwörungsideologische „Bürgerbewegung Leipzig 2021“ aufrufen, nutzen sie häufig Schlagworte wie „Legida 2.0“. Das zielt zum einen auf Inhalte und Publikum und zum anderen auf die ritualisierten „Ringspaziergänge“ am Montagabend mit einer überschaubaren, stets sehr identischen Teilnehmerschaft. Auch an diesem Montagabend, dem 2. August, waren es wieder rund 75 Personen, die stundenlang unterwegs waren – immer wieder aufgehalten durch antifaschistische Sitzblockaden.

Gastkommentar von Christian Wolff: Die Lebenslüge des „C“

Als ich mich vor 30 Jahren um die Pfarrstelle an der Thomaskirche beworben habe und mich im September 1991 im Kirchenvorstand vorstellte, wurde ich von einer Kirchvorsteherin gefragt, ob ich im Falle meiner Wahl aus der SPD austreten würde. Seit 1970 gehöre ich der SPD an, was ich genauso wie meine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft in meinem Lebenslauf kundgetan hatte.

Der Stadtrat tagte: Leipzig hat jetzt erstmals eine integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung

Es stimmt einfach nicht, wenn gerade Fraktionen aus dem konservativen Spektrum des Stadtrates immer wieder beklagen, es würde im Stadtrat zu viel diskutiert, die Tagesordnungen seien zu aufgebläht und die Tagungen würden ausufern. Manchmal muss man auch in so einem Gremium erkennen, dass mit der Stadt auch die Aufgaben gewachsen sind. Und wenn man nicht rechtzeitig diskutiert, kommt ein langer und quälender Prozess wie in der Jugendhilfeplanung dabei heraus. Die stand am Donnerstag, 22. Juli 2021, auf der Tagesordnung.

Gastkommentar von Christian Wolff: Katastrophe und Wahlkampf – über das W(R)ichtige streiten

Man dürfe jetzt die Flut-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern nicht für den Wahlkampf instrumentalisieren, heißt es fast unisono in vielen Kommentaren. Mit diesem Argument begegnen auch Politiker/-innen wie Innenminister Horst Seehofer (CSU) massiver Kritik z. B. am Katastrophenschutz. Aber wird die Abwehr solcher Debatten noch lange funktionieren?

Eskalierte Auseinandersetzung am Hauptbahnhof im November: 25-Jähriger wegen Totschlags angeklagt

Ein offenbar tödlich eskalierter Streit am Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof ist seit Dienstag Verhandlungsgegenstand am Leipziger Landgericht. Verantworten muss sich ein 25-jähriger Mann, der einen 29-Jährigen so brutal attackiert haben soll, dass er kurz darauf an seinen Verletzungen starb. Der Verdächtige äußerte sich bisher nicht.

Vertrauen schaffen

Man hört es ja allerorten – es braucht Vertrauen. In Entscheidungen der Politik, in das „Establishment“, in die Führer der Nationen – ja in den nächsten Tag, der ein besserer sein soll als der aktuelle. Nachdem die Aufklärung uns die Gewissheit auf ein Leben nach dem Tod so rüde genommen hat, sucht sich die Sehnsucht nach Verantwortlichen stets neue Haltegriffe im „die da Oben“, wo einst nur einer saß und Himmelherrgottnochmal zuständig war.

„Wir wollen mehr Sozialarbeit und keine ‚Polizeibusse‘“: Bürger/-innenforum zur Waffenverbotszone

Im Offenen Freizeittreff Rabet lud die Stadt am heutigen Montag, 19. Juli 2021, zum Bürger/-innenforum ein, um Anwohner/-innen und allen Interessierten die Untersuchungsergebnisse über die Waffenverbotszone auf der Eisenbahnstraße im Leipziger Osten vorzustellen. Durchgeführt wurde die wissenschaftliche Evaluierung von der Sächsischen Hochschule der Polizei sowie der Universität Leipzig. Vor Ort stellten sich Leipzigs Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal, Polizeipräsident René Demmler sowie Prof. Dr. Kurt Mühler vom Institut für Soziologie der Universität Leipzig und Prof. Dr. Marcel Schöne von der Hochschule der Sächsischen Polizei den Fragen der Bürger/-innen im vollbesetzten Saal.

Landgericht: Angeklagter gesteht tödliche Schüsse vor Gohliser Lokal

Fast genau zwei Jahre nach dem tödlichen Anschlag vor einem Lokal in der Georg-Schumann-Straße begann am Montag der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter vor dem Landgericht. Der 36-Jährige legte ein Geständnis ab – dennoch bleiben bisher einige Fragen offen. Auf der Suche nach Antworten nimmt sich die Strafkammer nun viel Zeit.

Liveticker – Der CSD Leipzig: 10.000 Teilnehmende auf dem Ring + Videos

Leipzig wird mal wieder bunt, queer und laut. Der CSD ist zurück, nahezu so, als ob es nie eine Pandemie gegeben hätte. Während die „Bürgerbewegung Leipzig“ vom Naturkundemuseum aus fast unbemerkt von allen und jedem einen ihrer unzähligen Rundgänge mit schwindender Beteiligung (gestern 20 heute 20) absolviert, sammeln sich im Rosental bislang 7.000 Teilnehmende an der Leipziger Parade zum „Cristopher Street Day“. Unterdessen gibt es in Ostsachsen eine massive Hochwasserwarnung an der unteren Elbe und für die SPD dürfte es heute kein schöner CSD werden.

„Schubs mich und du fängst dir ne Kugel“ bleibt ohne Konsequenzen

Am Rande einer Demonstration in Dresden am 20. September 2020 war es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Teilnehmenden und einem Polizisten gekommen. Letzterer äußerte dabei unter anderem den Satz: „Schubs mich und du fängst dir ne Kugel.“ Wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (Linke) hervorgeht, blieb diese Drohung ohne Konsequenzen. Bereits im Dezember hat die Staatsanwaltschaft Dresden die Ermittlungen gegen den Polizisten eingestellt – ein Disziplinarverfahren wurde deshalb gar nicht erst eingeleitet.

Prozessauftakt am Landgericht: Ermordete ein 31-Jähriger seine Nachbarin in der Südvorstadt?

„Er ist jemand, der mit offenen Armen auf andere zugeht.“ Und: „Niemand aus seinem Umfeld hat es für möglich gehalten, dass er der Täter ist.“ Das sagt Strafverteidiger Dr. Malte Heise über seinen Mandanten, der im September 2020 eine 61-jährige Nachbarin in ihrer Wohnung überfallen und brutal ermordet haben soll. Am Donnerstag begann der Prozess am Landgericht, der vor allem eines klären soll: Was war das Motiv?

Rodig reflektiert: Kaiserschnitt

Beseelt durch wohlverdienten Urlaub in den Tiefen des Thüringer Waldes reflektiert ihr Kolumnist über die großen Fragen: Was esse ich heute Abend? Warum sind Thüringer Rostbratwürste so lang? Wer hat das Gras weggeraucht? Befriedigende Antworten kann ihr Kolumnist nur mit Mühe finden. Darum stürze ich mich lieber auf eine solche Frage, die zwar an Relevanz den vorgenannten nur gleichsam mühevoll das Wasser reichen kann, aber womöglich höhere Erfolgschancen auf eine Beantwortung vorweist: Wie geht’s eigentlich dem deutschen Kaiser?

Gunter Preuß meldet sich zu Wort: Mein Dasein im Abendlicht

Hat ihm da die Technik einen Streich gespielt oder waren tatsächlich bösgesinnte Menschen am Werk, die da in der vergangenen Woche über den E-Mail-Verteiler des beliebten Leipziger Schriftstellers Gunter Preuß die Nachricht über sein Ableben verbreiteten, obwohl er – zwar schwer krank – trotzdem noch putzmunter sogar dem Nachbarn bei der Beseitigung von Sturmschäden half? Er weiß es selbst nicht. Aber er hat dazu einen seiner bekannt nachdenklichen Texte geschrieben. Hier ist er.

DHL-„Besetzung“ am Flughafen Leipzig/Halle: Wenn der Staub sich legt + Update

Für Law and Order-Fans war die Sache schon wenige Stunden nach der Aktion der Klimaaktivisten am Flughafen Leipzig/Halle und hier am DHL-Hub klar. Straftaten nennen es die einen, ein „Agieren außerhalb der Rechtsordnung“ andere. Sie alle haben gleich mehrere Fragen nicht im Blick in ihren vorschnellen Statements. Fragen, die heute dazu führten, dass auch die letzten der rund 50 Aktivisten der DHL-Hub-„Besetzung“ in der Nacht zum Samstag, 10. Juli 2021, aus dem Gewahrsam entlassen wurden. Und wohl auch keine wirklichen Strafen über ein mögliches Bußgeld hinaus befürchten müssen.

Zwischen Betonblöcken und Hakenkreuzen: Yasemin Said über ihr Stadtteilprojekt „Perspectives“ in Grünau

Als ich mit Yasemin Said durch Grünau laufe, erzählt mir die Leipzigerin, dass sie als kleines Kind immer in den Sommerferien zu ihrer Großmutter hierhergekommen ist. Damals habe der Stadtteil auf sie wie ein Urlaubsort gewirkt. Doch mit den Jahren und ihrer politischen Arbeit kam die Einsicht, dass auch Grünau nicht frei von Problemen ist. Gerade Grünau nicht. Deshalb hat sie im April 2020 das Projekt „Perspectives“ auf die Beine gestellt. Sie und ihr kleines Team sind Teil des „Heizhauses“, einer Skatehalle nahe dem Allee-Center.

Wie konnte es so weit kommen? Strategiepapier über antidemokratische Strukturen in Chemnitz veröffentlicht

Es ist Montag, der 27. August 2018, in Chemnitz. Am Karl-Marx-Monument haben sich tausende Menschen versammelt. Einige heben ihre Arme zum Hitlergruß, andere schreien betrunken: „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ Die erschreckenden Bilder werden in Zeitungen rund um die Welt abgedruckt.

Barmer-Auswertung für Sachsen bis 2019: Immer mehr Jugendliche in psychotherapeutischer Behandlung

Die soziale Einsamkeit im Corona-Jahr ist nicht der Auslöser, aber sie hat gerade für junge Menschen die psychischen Probleme massiv verstärkt, die im Zwiespalt zwischen wachsendem Leistungsdruck und sozialer Vereinsamung entstehen. Die Barmer hat jetzt neue Zahlen vorgelegt, die zeigen, wie die psychischen Probleme gerade junger Menschen in Sachsen seit Jahren zunehmen.

10 Jahre Nazi-Kader: Jugendjahre eines Bewegungs-Führers + Video

Er selbst nennt sich einen „vielseitigen“ Menschen. Dass er „für den Verfassungsschutz gearbeitet“ haben will, ist ihm so wichtig, dass er es ungefragt erwähnt. Es ist Montag, der 5. Juli 2021 gegen 19:40 Uhr, als wir auf dem Richard-Wagner-Platz an den Kopf der „Bürgerbewegung Leipzig 2021“ herantreten und ihn um ein kurzes Statement bitten. Die Frage, ob er ein langjähriges, führendes NPD-Mitglied in Rheinland-Pfalz gewesen sei, scheint für Volker Beiser keine Überraschung zu sein.

Abwertung gegen Aktivisten: Fridays for Future in Bitterfeld + Video-Interview mit Luisa Neubauer

Der Stammtisch ist ins Netz verlagert. Was früher in Kneipen, Küchen und so im kleinen Rahmen blieb, findet mittlerweile seinen Weg ins Netz. In das sogenannte „soziale“ Netz vor allem und so ist längst eine Art Öffentlichkeit entstanden, wie sie vielstimmiger nie war in der Menschheitsentwicklung. Was einerseits durchaus eine spannende Demokratisierung des Diskurses bedeutet, hat auch das verstärkt, was man für die Lösung von Problemen am wenigsten braucht: Abwertung und Hass. Doch da, wo man so etwas für Ehrlichkeit hält, kann man es auch noch auf der Straße antreffen.

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