Am 24. Februar 2026 jährt sich der Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine schon zum vierten Mal. An diesem Tag wird die Flagge der Ukraine vor dem Neuen Rathaus gehisst. Der Leiter der Steuerungsgruppe der Ukraine, Bürgermeister Ulrich Hörning, wird die von ukrainischen Initiativen organisierte Gedenkkundgebung unter dem Motto „Save Ukraine. Save Europe. Für eine konsequente Verteidigung Europas vor dem russischen Faschismus!“ mit einem Grußwort eröffnen.

Seit Beginn der Vollinvasion am 24. Februar 2022 unterstützt Leipzig das Land und insbesondere die Partnerstadt Kyjiw, unter anderem mit Lieferungen von Hilfsgütern und technischen Fahrzeugen. Nach Leipzig geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer finden ein breites Netzwerk und viele Angebote aus der Stadtgesellschaft. Rund um den Jahrestag des Angriffs gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, die diese Verbundenheit und die Solidarität zeigen.

Formate zur Erinnerung an die Situation in der Ukraine

Am 23. Februar, 17:00 Uhr, wird im Rahmen des Friedensgebets in der Nikolaikirche der Opfer des Krieges und der Maidan-Revolution von 2013/14 gedacht. Die Gedenkrede hält Thomas Weiler, Übersetzer und Preisträger des Preises der Leipziger Buchmesse 2025.

Zu Wort kommen unter anderem Dr. Gabriele Goldfuß, Leiterin des Referats Internationale Zusammenarbeit, Prof. Dr. Beate Mitzscherlich, EuropaMaidan e.V., und Bogdan Luka, Pfarrer der Ukrainischen Gemeinde. An das Friedensgebet und die Gedenkrede schließt sich um 18:30 Uhr die Veranstaltung im Café Ukraїna „Zeugnisse vom Leben auf der Krym heute“ im Polnischen Institut, Markt 10, an.

Am 25. Februar, 16:00 Uhr, präsentieren das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig und das Referat Internationale Zusammenarbeit in Kooperation mit dem Museum der Geschichte Kyjiws gemeinsam im Grünen Salon (2. Obergeschoss im Alten Rathaus) die Video-Präsentation „Kyjiw im Wandel. Von der Unabhängigkeit zur Identität“.

Im anschließenden Gespräch diskutieren Anna Perepechai (Künstlerin), Anna Logacheva (Fotografin aus Kyjiw) und Dr. Gabriele Goldfuß über ukrainische Zeitgeschichte und die aktuelle Situation in Kyjiw aus der Perspektive des Exils. Ukrainische Snacks werden angeboten.

Ausstellungen

Gleich zwei Ausstellungen zum Thema Ukraine sind – bis 2. April 2026 – in der Deutschen Nationalbibliothek, Deutscher Platz 1, zu sehen. Die Wanderausstellung der Artists Support Ukraine Foundation „Words in Flame“ dokumentiert anhand von Fotografien die Zerstörung und Widerstandsfähigkeit ukrainischer Bibliotheken.

Einblicke in die Aktivitäten des Ukraine Art Aid Centers (UAAC) zum Schutz des kulturellen Erbes in der Ukraine gibt die Tafelausstellung „Schutz von ukrainischen Kulturgütern in Kriegszeiten“.

Weitere Informationen zur städtischen Unterstützung für die Ukraine finden Sie hier.

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