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Satire

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Krieg und Frieden

„Sach ma, wasn nun mit der Ukraine und so?“. Mehmet steht in seinem Bart Simpson-Schlafanzug im Hausflur und pult sich genüsslich in der Nase. Was für ein kluges Kind, denke ich noch etwas gebauchmietzelt, dass er mir diese schwierige Frage stellt, als er nachhakt. „Zum Fasching geh ich als Putin, Papa hat gesagt, das geht […]

Rodig reflektiert: Ungern in Ungarn

Ihr Kolumnist hat sich auf den Weg in das Land der Magyaren gemacht, da wo, Sie haben es sicherlich mitbekommen, die Demokratie nicht im allerbesten Zustand ist. Um den demokratischen Anschein zu wahren, will Viktator Orbán am 3. April eine (womöglich letzte) Wahl veranstalten lassen. Das Parlament wird gewählt, und die Chancen stehen nicht schlecht, […]

Rodig reflektiert: Neue Sächsische Rundschau

Nachdem die letzte Kolumne des Sie, liebe Leserschaft, verehrenden Reflektors auf den staubigen Dachboden der Möglichkeiten vom Tun überhaupt gestiegen war, habe ich mir heute den Schmutz vom Leib pusten lassen, um frisch poliert und herrlich duftend Ihnen eine Kolumne zu servieren, die sich ganz eindeutig hat waschen lassen. Komm’se mit, wir bestaunen heute die […]

Fragt mich nicht …

Da steht er nun, dieser immer gleiche Russe, der ja angeblich schon seit 1945 vor der Tür stand und linst mir stramm ins Wohnzimmer. Na gut, wir haben angebaut, ein bisschen hier die Veranda verbreitert, da den Geräteschuppen zum Nebengebäude hochgezogen und sicherlich auch an der einen oder anderen Stelle den Zaun ein wenig nach […]

Rodig reflektiert: Wege aus dem Elend

Nichts Neues im Osten. Das Virus durchseucht noch jede Nachricht, Trendsportart Spazierengehen ist der heißeste Scheiß seit 1742 und der Russe will Krieg. Die ewig gleiche Wiederholung des Ewiggleichen wiederholt sich ewig gleich einer ewiglichen Wiederholung. Ihr Kolumnist ist nachhaltig penetriert vom nimmermüden Stampfen der Neuigkeiten, Neuheiten und sogenannten Innovationen, die einen elektrifizierten Schwanz noch neuerer Neuheiten nach sich ziehen.

Impfpflicht

So langsam ist die Luft ja raus. Nein, nicht für die „Spaziergänger“, die haben eine coronagerechte Art der gemeinsamen Freizeitgestaltung entwickelt und stiefeln jetzt so lange gegen das System, bis diese verdammten Reptiloiden unsere Scheibenwelt Richtung Gorgonien und die gefangenen Kinder Bill Gates Keller verlassen. Oder sie wieder ins Fußball-Stadion dürfen und dringend in den Urlaub fliegen müssen – erholen von der ganzen Spaziererei. Ich finde ja, man sollte die jetzt mal einfach machen lassen, bis Teufel Covid sie holt. Der Rest landet eh irgendwann in der Klappse oder als Studiengegenstand bei den Extremismusforschern. Ich meine die Impfpflichtdebatte.

Die legendäre Ur-Umlaufmappe. Foto: LZ

Die Legende von der Umlaufmappe oder Die Erfindung der Behäbigkeit

In alten Tagen, als Papiersparsamkeit noch mit der handschriftlichen Kopie von Vorlagen begründet war, machte ein kluger Mensch, wahrscheinlich in einer Amtsstube einer fürstlichen Verwaltung, einen genialen Neuerervorschlag. Er erfand einen Aktendeckel, in den er die Vorlage legte, darauf schrieb er in der richtigen Reihenfolge die Personen bzw. Abteilungen der fürstlichen Hofhaltung, in denen die Vorlage bearbeitet werden musste und nannte diesen Aktendeckel „Umlaufmappe“.

Tom Rodig lässt den Blick in die politische Zukunft der Stadt schweifen. © privat

Rodig reflektiert: War was? 2021 in Worten

Wie der Übertitel dieser Kolumne bereits verrät, bin ich hier, um zu reflektieren – sie, mich, Leipzig, das Universum und den ganzen Rest. Diese allmonatlichen Reflexionen darf und muss ich durch meine eigene Brille vornehmen (-2,75 rechts, - 6,0 links). Dass meine Sehbehinderung den Begriff „funktional einäugig“ zulässt, hindert mich nicht daran, mit blindem linken Auge zu richten und zu berichten. Kommen Sie also bitte mit, wir hangeln uns flugs durch das Jahr 2021, so wie ich es sah.

Normalitäten

Seien wir mal ehrlich, ausnahmsweise, so kurz vor Weihnachten (sonst gibt’s ja keine Geschenke). Es waren – ein jeder setze nun ein, wie alt er oder sie sich fühle – wirklich schöne Jahre bis hier. Angefangen in der Zeit nach 1945, wo alle sicher waren: nie wieder Krieg und nie wieder … na dieses andere hier, was zum Krieg geführt haben soll.

Coburger Straße in Markkleberg. Foto: LZ

Kluft zwischen Wort und Tat: Anzeige wegen Wahlbetrugs …

… erstatte ich natürlich nicht. Denn zur Wahl gehören das Flunkern, der Interpretationsspielraum, das je nach Standpunkt Auslegbare, Verformbare genauso dazu, wie die „normale Figur“ in der Partnerschaftsanzeige. Oder das „Jünger-Aussehend“. Da könnte ich mich noch heute aufregen! Ich meine, wegen der Wahl, der zum Bundestag. Was denn sonst?

Neu-PARTEI-Mitglied Kretschmer

Kennste, kennste? Nachdem uns Mario Barth auf diesem Einstiegspfad ins Thema geholfen hat, das Text-Niveau als stark kellerlastig und damit dem Anlass angemessen tieffliegend zu klären, hier das Lied dazu, was mir seit heute nicht mehr aus dem Kopf geht. „Die Partei, die Partei, die hat immer recht …“. Ja, was für die „Alten“ wie uns, mit DDR-Migrationshintergrund und Pionierzeitsozialisation.

Rodig reflektiert: Tirade der Gewalt

Es ist Sonntag und aus dem Radio trällert Barbara Peters zu Georg Kreislers Klavierspiel. „Wir sind Terroristen gegen die Liebe, gegen die Faulenzer, gegen die Diebe, aber nicht einer gegen den Staat.“ Nun, gegen Staat und Kapital, da regt sich noch etwas – die sogenannte linke Szene. Der regional passende Code dafür lautet, in mühevoller Kleinholzarbeit erlangt und durch die bundesweite Presse etabliert, bekanntermaßen: Connewitz. Als linksradikale Trutzburg stilisiert, wo morgens schon der Duft zerbrochener Sterniflaschen, kokelnder Mülltonnen und Wutschweißreste nächtlicher Plenumse durch die Straßen weht. Man möcht’s glatt zum Geruch der Freiheit romantisieren.

Rodig reflektiert: Vielleicht doch lieber Nünchritz

Eine Superwahl! Eine Jahrhundertwahl! Eine Klimawahl! Und eine Schicksalswahl war es auch! Zudem „die wichtigste Wahl jemals“ (gängiger Superlativ) und überhaupt kam es diesmal ganz enorm darauf an. Und bloß nicht verwählen, das hätte erneut Stillstand, Stagnation oder wahlweise den allerendgültigsten Niedergang bedeutet. Doch heute, am Tag nach der Wahl, an dem ich in meiner Kemenate hocke und übers Wählen reflektiere, heute steht die Welt noch, sie fühlt sich sogar ziemlich genauso an wie gestern. Nur etwas verkaterter.

Sachsenliebe

Karin hat geschrieben, kurz nach der Wahl, aber regelrecht fröhlich. „Hallo Ilse, komm doch mal wieder in die schöne Oberlausitz, auf der Rehwiese kann man noch immer fein rodeln, im Sommer gibt’s Himbeeren hinterm Haus und wir könnten noch mal vom Nonnenfelsen ins weite Land schauen. Und vielleicht ein paar Steine ins Tal schmeißen, wie früher. Sag Bescheid, ich richte gern das Gästezimmer für Dich her. Deine Karin. PS: Karl ist letzten Sommer gestorben, Du kannst also gern Deinen Mann mitbringen, wenn Du noch einen hast. Ohne wär schöner.“

Wenn die eigentlichen Ungerechtigkeiten sich nicht ändern ... Foto: LZ

Schwester Bruni und die Gehaltserhöhung (Ein Schriftsatz zum Europäischen Tag der Sprachen am 26. September)

„Sehr geehrter Herr Verwaltungsdirektor, hiermit beantrage ich eine Lohnangleichung. Mein Einkommen als Krankenschwester liegt 300 Euro brutto unter dem meiner männlichen Kollegen. Deshalb beantrage ich …“ - Schwester Brunhilde – sag einfach Bruni – arbeitet nämlich in einer Klinik, die leistungsgerecht entlohnt, wie es in der Stellenanzeige geheißen hatte, das heißt übersetzt: weit unter Tarif. Wenige Tage, nachdem sie ihren Antrag auf Gehaltserhöhung eingereicht hatte, kam die unmissverständliche Ablehnung.

So kann man es auch sagen. Foto: Marko Hofmann

Kleiner Kommentar zum 13.: Wer klaut da eigentlich unsere Feiertage?

Mein bester Freund ist ja schon lange tot. Er starb vor so ziemlich genau 55 Jahren, natürlich an einem 1. April, was schon sonst. Und natürlich gleich an drei Todesursachen, wie es sich für einen Iren mit bizarrem Humor nun einmal gehört. Das hat zwar erst einmal nichts mit der deutschen Nudelsuppe zu tun. Aber wer „Der dritte Polizist“ gelesen hat, weiß, dass zwischen Ostdeutschland und der Irischen Republik nur ein dickes Nudelsuppenland liegt mit Leuten, die nicht mal eine eigene Geschichte haben.

Wer nicht hören will …

Da hat eure Ilse ja wieder was bei der „Zeit“ gelesen, was beinahe zu einem Alkoholabsturz geführt hätte. Laut ARD-Deutschlandtrends gaben 38 Prozent aller befragten Ost- und Westdeutschen an, sie sähen „sehr großen Handlungsbedarf“ für Klimaschutzmaßnahmen und „weitere 43 Prozent sahen großen Handlungsbedarf“.

Rodig reflektiert: Die Wahrheit über die Systempresse

Wer die Leipziger Zeitung (LZ) aufschlägt, oder im Netz die L-IZ konsumiert, um die unzähligen Wohls und Wehes dieser aufstrebenden Metropole im Blick zu behalten, wird es bemerkt haben: Diese Redaktion hat eine Richtung, eine ganz eigene Lesart der Dinge, sie hat eine Tendenz, wie sie die Ereignisse in dieser Stadt Leipzig beschreibt.

Vertrauen schaffen

Man hört es ja allerorten – es braucht Vertrauen. In Entscheidungen der Politik, in das „Establishment“, in die Führer der Nationen – ja in den nächsten Tag, der ein besserer sein soll als der aktuelle. Nachdem die Aufklärung uns die Gewissheit auf ein Leben nach dem Tod so rüde genommen hat, sucht sich die Sehnsucht nach Verantwortlichen stets neue Haltegriffe im „die da Oben“, wo einst nur einer saß und Himmelherrgottnochmal zuständig war.

Rodig reflektiert: Kaiserschnitt

Beseelt durch wohlverdienten Urlaub in den Tiefen des Thüringer Waldes reflektiert ihr Kolumnist über die großen Fragen: Was esse ich heute Abend? Warum sind Thüringer Rostbratwürste so lang? Wer hat das Gras weggeraucht? Befriedigende Antworten kann ihr Kolumnist nur mit Mühe finden. Darum stürze ich mich lieber auf eine solche Frage, die zwar an Relevanz den vorgenannten nur gleichsam mühevoll das Wasser reichen kann, aber womöglich höhere Erfolgschancen auf eine Beantwortung vorweist: Wie geht’s eigentlich dem deutschen Kaiser?

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