Rodig reflektiert: Bekenntnisse eines PARTEI-Genossen

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 74, seit 20. Dezember 2019 im HandelWer dachte, dass Die PARTEI eine Gruppe von Format ist, eine Partei, die anders ist als die bürgerlichen Parteien, irrt gewaltig. Es ist noch viel schlimmer als Sie dachten. Interne Machtspiele, Korruption und Unterschlagung, persönliche Bereicherung, Sex, Drogen, Partys. Alles, was Sie nicht zu glauben gewagt haben, ist mehr als wahr. Es passiert tagtäglich bei gleichzeitiger Verschleuderung von Unmengen an Steuergeldern. Ihren Steuergeldern, liebe Leserin!

Ich gestehe, denn ich kann die moralische Last meiner Verfehlungen nicht mehr aushalten. Ich zerbreche unter dem Gewicht der Taten, die ich im Namen der PARTEI und der Menschlichkeit vollführt habe und die letztlich aber nur meinem eigenen Vorteil dienten. Und ich bin nicht allein. Darum will ich den Raum nutzen und endlich alles ausbreiten, was sündhaft und schlecht ist in dieser Partei. Vor allem will ich andere motivieren, mit ihren Confessiones in jenes unerbittliche Licht der Öffentlichkeit zu treten, in dessen Schein kein Makel verborgen bleiben kann. Mögen alle herauskommen und rufen: Je m‘accuse – Ich klage mich an!

Als ich vor Jahren der PARTEI beitrat, hatte ich ja keine Ahnung und alles schien wohlgeordnet: jung, anarchisch, immer leicht einen sitzen. Doch kaum war Martin Sonneborn EU-Abgeordneter geworden, da nahm der Abstieg zügig Fahrt auf. Geblendet durch die Option auf Macht, richtig geile Macht, breitete sich ein Karzinom der Kabale, der Infekt der Intrige, der Virus der Vanitas aus.

Während der Chef sich in Brüssel mit Champagner volllaufen ließ, schufteten wir einfachen PARTEI-Soldatinnen uns die Finger wund, um uns endlich der kurzen Leine zu entreißen. Oh, Du Kampf um die Macht! Welch finsterste Züge des Menschen zeigst du doch, wenn man dich heraufbeschwört. Sonneborn gab den Kurs der Selbstbereicherung vor und wir rannten in guter deutscher Tradition blindlings hinterher.

Auch ich konnte mich diesem Malstrom aus Egomanie und Turbopolitik nicht entziehen. Was sollte ich auch sonst tun, mit einem abgeschlossenen Philosophiestudium. Taxi fahren? Nein, das konnte nicht sein, mir fehlt ja sogar der Führerschein. Doch Führer, das wollt ich sein! Ich klüngelte, manipulierte, ließ andere die harte Arbeit machen und schrieb mir die Erfolge selber auf die Fahne.

Unter Hauen und Stechen sicherte ich mir Kandidatur nach Kandidatur und hatte zuletzt einen ganzen Landesverband an der Hand, der nach meiner Pfeife tanzt. Zumindest dachte ich das. Doch auch die anderen Genossinnen verfolgen wiederum eigene Pläne, an die staatlichen Pfründe zu gelangen. Darum lebe ich in ständiger Angst und Paranoia, ob nicht schon morgen mir das Messer der Verschwörung ins Rückgrat gerammelt wird. Ich wurde zu einem nervlichen Wrack.

„You can have it all, my empire of dirt. I will let you down, I will make you hurt“ – J. Cash, 2002

Vor allem die PARTEI-Gelder wurden immer undurchsichtiger verteilt. Schatzmeister frickelten an immer kruderen Konstruktionen der sogenannten „kreativen Buchführung“. Ganze Kadergruppen finanzierten ihre Drogensucht, in die sie die PARTEI-Arbeit getrieben hatte, sponserten sich selbst Luxusreisen nach Ibiza (ganz nebenbei: Den Tipp für die Villa hatte HC Strache von uns …), gaben Geld für die hirnrissigsten Dinge aus, alles unter dem Deckmantel der „basisdemokratischen Initiative“. Unanständige Plakate waren nur der versteckte Ausdruck eines verlotterten Lebens auf Kosten der Parteienfinanzierung.

Die LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 74, Ausgabe Dezember 2019. Zum Lesen klicken.

Die LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 74, Ausgabe Dezember 2019. Zum Lesen klicken.

Schauen Sie sich doch allein die Stadträte der PARTEI an, Thomas „Kuno“ Kumbernuß und Marcus „Mawei“ Weiss. Kleptokratie wäre noch eine sanfte Untertreibung. Von seinen fetten Stadtratsdiäten soll sich Kuno Kumbernuß bereits einen basketballfeldgroßen Pool in den Hinterhof gebaut haben und befüllt ihn alle zwei Tage komplett neu mit Sternburg Export. Das ist die schlimmste spätrömische Dekadenz!

Fast noch schlimmer: Marcus Weiss. Schon immer mit dem Ruf eines willfährigen Erfüllungsgehilfen des Kapitals versehen, beutet er aus, wo er nur kann und nimmt jedes Schmiergeld, das ihm auch nur entfernt angeboten wird. Die Wirtschaft ist sein bester Freund, und ihre Weisungen setzt er tatkräftig im Ausschuss für Allgemeine Verwaltung um, ohne auch nur den leisesten Anflug eines schlechten Gewissens. Selbst wenn er lügt, lügt er!

Und dann erst die Partys in den Fraktionsräumen von Die Linke! Schon immer berühmt-berüchtigt für ihre hippe, feierfreudige Fraktionsführung zieht sie unsere PARTEI-Stadträte immer tiefer in den Sumpf hinein. Stichwort: Rotes Ibiza! Von den satanischen Riten und dionysischen Séancen der CDU-Fraktion, die Kumbernuß im Ratskeller zu nachtschlafender Zeit mitbekommen haben will, gar nicht zu reden.

Sie verstehen vielleicht: Es ist schwer, sich dem Betrieb zu entziehen. Seinen ehernen Gesetzen nicht Folge zu leisten, ist nahezu unmöglich. Nur Menschen mit edelster Gesinnung und standfestestem Charakter mögen diesem Hort der Unzucht lange widerstehen. Doch an solchem Personal findet sich keine einzige Person in der PARTEI. Nein, nicht einmal im Ansatz. Sie sind alle verdorben und getränkt von überbordender Eigenliebe. Und ich gestehe: Auch ich.

Mittlerweile kann ich mich nicht einmal erinnern, warum ich zur PARTEI überhaupt gegangen bin. Das viele belgische Kokain, das Sonneborn mithilfe seines parteieigenen Drogenrings in die Ortsverbände schleust, muss damit zu tun haben. Es ist wie die Fahrt im Ferrari des Duce, bei dem die Bremse ausgebaut und der Handbremsenhebel herausgerissen wurde, um im Vorbeifahren Passanten zu prügeln.

Es gibt kein Halten mehr, keinen Schleudersitz, keinen Notausgang. Die Maschine läuft und sie läuft immer weiter, ohne Rücksicht auf Verluste. Die Leichen im Kofferraum müffeln schon, aber ohne Geruchssinn (siehe Koksring) stört man sich nicht mehr daran.

Diese sogenannte PARTEI soll uns Mahnmal sein. Sie ist vermeintlich angetreten, um mit „Spaß“ und „Satire“ die herrschenden Verhältnisse verächtlich zu machen. Doch ist sie nur selbst in den Zirkus eingetreten und hat sich zu ihrem erfolgreichsten Clown in der Manege gemausert. Denn Turbopolitik heißt auch immer Turbokorruption und Turbobereicherung. Da sitzen wir an den Fleischtöpfen Ägyptens und laben uns am Reichtum, den das Wahlvieh erwirtschaftet.

Darum bitte ich Sie, Liebe Leserinnen, machen Sie der Politmafia ein Ende! Wählen Sie beim nächsten Mal die einzige Person, die von all dem unberührt geblieben ist: Katharina Subat. Die OBM für Leipzig. Sie hat die mariagleiche Unschuld, einen gefestigten Charakter, eine Reinheit, wie sie nirgends mehr zu finden ist.

Am 2. Februar 2020 haben Sie die Gelegenheit, wahre Größe ins Rathaus zu schicken. Schluss mit der Herrschaft des Sparkassen-Bürgermeisters Jung, unter dessen Regierung der Sachsensumpf erst so richtig gedeihen konnte. Schluss mit dem inzestuösen Geflecht aus Politik, Wirtschaft und Presse. Schluss mit der Partei Die PARTEI!

Winkt ein letztes Mal aus seiner Schweizer Hotelbadewanne,
Ihr Tom Rodig
MP in spe a. D.

Die neue Leipziger Zeitung ist da: Wenn Leipziger/-innen träumen

Rodig reflektiert: Stadtoberhäupter in spe

Kolumne* Leserclub *Leipziger ZeitungSatire
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