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Leipziger Zeitung

Interview mit der Initiative Leika – „Wohnraum ist nicht zum Geldmachen da“

Im Rahmen eines Konzeptverfahrens der Stadt Leipzig hat die Initiative Leika im September den Zuschlag für die Bebauung des Grundstücks in der Wolfgang-Heinze-Straße 29 (Connewitz) bekommen. Leika, aktuell eine Genossenschaft in Gründung, will auf dem städtischen Grundstück für 80 Menschen Wohnraum schaffen. Das Konzept ist kostendeckend, aber nicht renditeorientiert.

Blühende Kleinstlandschaften: Auf den Baumscheiben an Leipzigs Straßen sollen künftig noch mehr Pflanzen wachsen

Sie sind kleiner als jeder Kleingarten, aber so zahlreich, dass sie einen erheblichen Einfluss auf die Natur und das Leben zwischen Beton und Asphalt haben: Fast 20.000 Baumscheiben gibt es an den Straßen und Gehwegen Leipzigs. Die meisten davon sind kahle Flächen rund um Straßenbäume, doch auf immer mehr Baumscheiben pflanzen Bürger/-innen Stauden, Kräuter und Blumen an. Diese kleinen Grünflächen sollen in Zukunft besser geschützt werden – und noch mehr davon sollen erblühen.

Spaziergang mit Louise, Henriette und Auguste: Von der Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins bis zur Hochschule für Frauen zu Leipzig

Städte sind Orte von Männern, für Männer. Das lässt sich an Straßennamen sehen, daran, wie Städte entworfen sind – dunkle Parks, Unterführungen, Sackgassen und Autoverkehr – und daran, wer sie erbaut hat, regiert und im Straßenbild präsent ist. An einigen Orten in Leipzig lässt sich jedoch auch die versteckte Historie der Frauengeschichte ablesen. In unregelmäßigen Abständen führt Kulturwissenschaftlerin Gerlinde Kämmerer von der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft Gruppen durch die Stadt.

Akademischer Arbeitskampf: Tarifbeschäftigte an Hochschulen bekommen seit Dezember mehr Gehalt, strukturelle Beschäftigungsprobleme bleiben

Bereits anderthalb Wochen vor der dritten Tarifrunde für den öffentlichen Dienst hatte Ursula-Marlen Kruse, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen, sehr harte Verhandlungen vorhergesagt. Sie rechne damit, von den Verhandlungen am letzten Novemberwochenende in Potsdam Montag anstatt wie geplant Sonntag abzureisen, erzählte Kruse Mitte November auf der Vollversammlung der GEW Sachsen.

Wie geht’s dir, Leipzig? (5): Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Mal was Privates: Ich sitze gerade sehr bequem. Das liegt daran, dass heute mal wieder so ein Tag ist, an dem ich keine Lust habe, am Schreibtisch zu sitzen. Ich sitze, wie so oft, auf dem Sofa. Manchmal lege ich die Füße hoch. Am Schreibtisch würde mich dagegen einer dieser Hocker erwarten, die extra wackelig sind, sodass ich beim stundenlangen Sitzen zumindest noch ein paar Muskeln anstrengen muss.

Erst die Wohnung, dann die Probleme: Wie Leipzig gegen Obdachlosigkeit vorgeht

Am 28. April 2021 hat der Leipziger Stadtrat das Modellprojekt „Eigene Wohnung“ beschlossen – und damit eine Kehrtwende vom bisher herkömmlichen Weg zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit in Leipzig. Das Projekt geht die Ursachen, wie Verschuldung, Sucht- und psychiatrische Erkrankungen, sozusagen „mit einem Dach über dem Kopf“ an.

Kampf gegen übermächtige Gegner: Über Entmietung in Connewitz, Reudnitz und der Südvorstadt

Wer in den vergangenen Jahren mit offenen Augen durch Connewitz gelaufen ist, wird zwangsläufig festgestellt haben, dass sich der Stadtteil verändert hat. Sichtbar wird dies vor allem bei hochwertigen Neubauprojekten, die an verschiedenen Stellen entstehen oder schon entstanden sind. Wer regelmäßig in der Thierbacher Straße unterwegs ist, erkennt es aber auch dort.

Das Viertel wächst, die Mieten steigen: Mit Zuzug, Neubau und Sanierung geht auch Verdrängung einher

In nur zehn Jahren, von 2010 bis 2020, ist Leipzig um fast 100.000 Einwohner/-innen gewachsen. Vor allem dort, wo zuvor viele Häuser leergestanden haben, gibt es Zuzug. Die meisten Einwohner/-innen zog es von 2014 bis 2019 nach Volkmarsdorf: Der Stadtteil ist um fast ein Drittel gewachsen. Doch nicht nur dort entstehen Neubauten oder werden Häuser saniert. Und nicht nur in Volkmarsdorf steigen die Mietpreise.

Die Möglichkeiten sind fast ausgeschöpft: Was Leipzig gegen explodierende Mieten unternimmt

Leipzig für alle, Mietergemeinschaft Schönefelder Höfe, Vernetzung Süd – in den letzten Jahren sind einige Initiativen aus dem Leipziger Boden gesprossen, um auf die explodierenden Mieten und die kritische Situation aufmerksam zu machen. Doch aller Aktivismus nützt wenig, wenn die Politik sich querstellt.

Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt im Interview: „Der Ur-Böhlener ist ein Industriemensch“

Dietmar Berndt ist seit 1. September 2015 Bürgermeister der rund 6.700 Einwohner zählenden Kleinstadt Böhlen südlich von Leipzig. Davor arbeitete der parteilose Politiker, von Hause aus Elektroingenieur, als Geschäftsführer der Städtischen Kultur- und Betriebsgesellschaft und war bereits seit 1999 im Stadtrat aktiv. Mitte 2022 will er sich erneut zur Wahl stellen. Mit der LZ sprach der 59-jährige Familienvater über aktuelle Entwicklungen, seine Kritik am frühen Kohleausstieg und die Mentalität der Menschen vor Ort.

Wenn Leipziger/-innen träumen: Gerechtes Klima?

Ich träume davon, dass alles gut wird. Okay, das klingt jetzt ziemlich pathetisch, aber es stimmt auch irgendwie. Denn neben der Corona-Pandemie, die ihre nächste Ehrenrunde durch Deutschland dreht und dabei täglich hunderte Menschen das Leben kostet, gibt es da leider noch ein anderes, viel größeres Problem: die Klimakrise.

Wenn Leipziger/-innen träumen: Wir müssen mehr träumen!

2021 ist ein Krisenjahr, genauso wie 2020 ein Krisenjahr war und 2022 mit Sicherheit auch ein Krisenjahr sein wird. Und dabei sprechen wir von Menschheitskrisen, von einem Kollektiv-Burnout unserer globalisierten Gesellschaft, der langsam aber sicher Menschen von innen heraus auszubrennen scheint und uns alle an unsere physischen und mentalen Grenzen bringt.

Wenn Leipziger/-innen träumen: Mit jeder Mutation steigen die Anforderungen an die Gesellschaft

Ich denke in diesen Tagen oft an die Landtagswahl 2019 zurück. Damals, als wir dachten, noch existentieller könne sich eine Situation in Sachsen nicht anfühlen. Als viele davon ausgingen, dass sie aus Sachsen wegziehen müssten, wenn die AfD hier stärkste Partei werden würde.

Haltungsnote: Überholen ohne Einzuholen – Eine Kolumne über das Jahr 2048

Neulich hatte ich einen lebhaften Traum. Ein Tag im Jahr 2048. John H. Hanson II, Bürgermeister von Seattle, der weltweit ersten supersmarten City, tippt in seinem Büro auf den Apple-Communicator und lässt sich mit seinem Leipziger Amtskollegen verbinden. Er will wissen, weshalb seine Stadt von einer Verbrechenswelle nach der anderen heimgesucht wird und in Beliebtheitsrankings nur unerheblich über einer Pestpandemie rangiert.

Wenn Leipziger/-innen träumen: Das Ende der Pandemie und weniger Konfrontation

Im Leben eines Polizeibeamten oder einer Polizeibeamtin geschieht so einiges, das die kühnsten Träume dagegen blass und fad erscheinen lässt. Dennoch sind Träume etwas, das in meinem beruflichen Alltag eher schwer zu fassen ist. Die Realität ist zu allgegenwärtig und umfassend, um Phantasien nachzuhängen. Aber natürlich habe ich Wünsche und Hoffnungen, von denen ich Ihnen hier gern berichten werde.

Inflation in Deutschland: Mega-Gefahr, Panik-Hype, Angst-Neurose? Warum wir gelassen, aber wachsam sein sollten

Ein fieses Gespenst ist wieder da. Es verbirgt sein grauenhaftes Antlitz dieser Tage hinter dem Kassenbon vom Einkauf, versteckt sich am Preisanzeiger der örtlichen Tankstelle und zeigt sich ungeniert grinsend in den Nachrichtensendungen. Die Rede ist natürlich von der Inflation – kurz gesagt, einer anhaltenden Steigerung des Preisniveaus von Gütern.

Wenn Leipziger/-innen träumen: Ist es ein Traumjob, in einer Kita arbeiten zu dürfen?

Wir (Christoph Wittwer, Einrichtungsleiter und Katharina Subat, Sprachfachkraft) sagen ja. Aber haben wir auch Traumverhältnisse im Kindergarten? Leider nein. In den letzten Jahrzehnten hat sich in Kindertagesstätten viel verändert und auch einiges zum Besseren.

Wenn Leipziger/-innen träumen: Eine Hochschule der kleinen Leute

Ich träume leider, umso älter ich werde, immer seltener. Träume sind so weit entfernt, sie sind Spielereien, unrealistisch, Zeitverschwendung – Träumen „kostet“ Zeit, Zeit ist Geld – und Geld hamm’er nicht, haben wir Ossis mittlerweile auch gelernt.

Unter dem Radar: Wie aus Neonazi-Mobs rechtsextreme Netzwerker wurden

Rechtsextreme, die mit Baseballschlägern und Teleskopschlagstöcken bewaffnet zu Dutzenden durch die Wurzener Innenstadt marschieren. Erschreckende Bilder, die einigen Wurzenern noch im Gedächtnis sind. So auch Jens Kretzschmar vom Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK), das in den Räumlichkeiten am Domplatz ein soziokulturelles Zentrum für Austausch, Veranstaltungen und Bildungsarbeit geschaffen hat.

„Öffnung bedeutet: ohne Abstand und ohne Maske“ – Sachsens Club- und Livemusikkultur wird einen weiteren Lockdown nicht überstehen

Sachsens Clubs und Livespielstätten sind seit über einem Monat wieder dicht. Mit Inkrafttreten der Coronaschutzverordnung vom 8. November 2021 (und denen danach) war klar: Ab jetzt bleiben die Tanzflächen leer. Einen Betrieb mit Abstand und Maskenpflicht stellte die hiesige Clubszene einem „Todesstoß“ gleich.

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