Artikel aus der Rubrik Zeitreise

Zeitreise 1927 – Auszug aus der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 4): Verrohte politische Sitten, ein Tafelvorgänger und im Stadtrat rappelts mal wieder

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Ausgabe 42Die Frühjahrsmesse steht an in Leipzig. Umtriebiges Gewimmel gibt es bereits im Vorfeld, es werden einerseits dringend noch Fachkräfte gesucht, andererseits stehen die Bedürftigen am heutigen MDR-Gelände Schlange um ein Stück Fleisch. Im Rathaus wird gestritten was das Zeug hält und so mancher verliert dabei seine guten Sitten und die Fakten aus dem Auge. Und eine sachsenweite Weltberühmtheit dichtet in der Neuen Leipziger Zeitung. Nein, nein. Wir sind immer noch im Jahr 1927 in der aufstrebenden Messemetropole Leipzig. Anmelden und weiterlesen.

Zeitreise 1927 – Auszug aus der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 3): Eine echte Prise Weimarer Luft schnuppern oder #MakeMonarchyGreatAgain

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 42Das Kaiserreich und seine Anhänger bleiben im politisch fragilen Jahr 1927 weiter präsent. Dies zeigt sich auch an den Personen, welche nun wieder die Geschicke der Deutschen lenken. So auch der oberste Heeresleiter im I. Weltkrieg und „Dolchstoß“-Erfinder, Paul von Hindenburg, welcher nun Reichspräsident in der Republik ist. Und auch unter den gewählten Parlamentariern finden sich genügend Gestrige, die mit der Demokratie nach wie vor nicht viel anfangen können. Eindrücke vom Zeitgeschehen vermittelt wie gewohnt die „Neue Leipziger Zeitung“ (NLZ). Anmelden und weiterlesen.

Eine Festveranstaltung für eine fast Vergessene

Am 19. April wird auch Elsa Asenijeff noch nachträglich gewürdigt

Grafik: GEDOK

Es hat nicht nur Clara Schumann erwischt. Auch eine andere berühmte Frau hat es nicht in den Leipziger Jubiläumskalender geschafft. Sie war ja auch „nur“ Muse, Modell, Dichterin. Und ein bisschen verrückt, scheinbar. Sie ist der Schatten in Max Klingers Biografie: Elsa Asenijeff. Doch wenigstens die Leipziger GEDOK Gruppe feiert ihren 150. Geburtstag. Anmelden und weiterlesen.

Zeitreise 1927 – Auszug aus der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 2): Fake News, Streit um Augustusplatzbebauung und Wohnungsnot im Jahr 1927

Leipzig von oben um 1927. Bild: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 41Während sich heute die Sorgen im globalen Heptagon Russland, USA, Großbritannien, Deutschland, China und Indien abspielen, ist Reichsaußenminister Gustav Stresemann Anfang 1927 besorgt um die englisch-russischen Beziehungen. Aufgrund der Krise zwischen beiden Staa­ten soll sogar noch mal der „Völkerbund“ zusammentreten – unter Stresemann, der damals sogar den Vorsitz führt. Die Beunruhigung sei aber laut eines diplomatischen Korrespondenten des „Daily Telegraph“, der immerhin damals in der NLZ schreibt, unrichtig gewesen. Fake-News-Alarm! Anmelden und weiterlesen.

Zeitreise 1927 – Auszug aus der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 1): Verdammt lang her?

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 41Nie wieder zweite Liga! So müssen sich die Leipziger in diesen Jahren in der Grün­dungsstadt des DFB (1900) wohl gefühlt haben, angesichts des scheinbar unaufhaltsamen Aufstiegs der nordwestsächsischen Metropole an Elster und Pleiße. Der 1878 gegründete Leipziger Zoo erfreut sich eines weltweiten Renomées, so mancher schaut beim Scharwenzeln über den Königsplatz zu einem der schönsten Rathäuser Deutschlands hinauf. Die Kleinmesse am Cottaweg ist gut besucht, man findet irgendwie sein Aus­kommen in dieser noch jungen Republik. Anmelden und weiterlesen.

Ein Dezember im Jahr 1891

Zeitreise in den Leipziger Westen (5): Zum Abschied die volle Rückseite des Booms

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 40In den vergangenen Teilen aus dem Westteil der Stadt war viel von Aufstieg, Größe und dem Erstarken Leipzigs im Jahr 1891 die Rede. Im letzten Teil wird die Rückseite einer Boomtown sicht­bar, welche auch viel Elend, Prostitution, Dauertrunkenheit und Gewalt erlebte. Dabei traf es vor allem – wie eigentlich so oft in der Geschichte – die Schwächsten, hier vor allem Frauen und neu nach Leipzig gekommenen Menschen. Am weitesten unten in der Rang­ordnung standen demnach eindeutig die Frauen, welche sich oft aus ländlichen Gegenden kommend in Leipzig als Dienstmägde in den Diensten aufstrebender Herrschaften Anmelden und weiterlesen.

Das kleine Wörtchen extra und seine Implikationen

Wie klein war eigentlich das Leipzig vor 1217?

Archivfoto: Ralf Julke

Es gibt Momente, da stolpert man über ein Wort. Und ein Rätsel, das auch Enno Bünz beschäftigt hat, als er über die frühe Stadtentstehung Leipzigs im Band 2 der großen Leipziger Stadtgeschichte schrieb: Wie sah eigentlich die Stadt im Jahr 1216 aus? Als Markgraf Dietrich die Leipziger zwang, ihre Stadtmauer niederzureißen? Anmelden und weiterlesen.

150 Jahre Band 1 des „Kapital“

Warum Dr. Marx wieder gelesen wird und eine Reform der Wirtschaftslehrstühle überfällig ist

Foto: Ralf Julke

Am 26. Januar erzählte die „Zeit“ eine schöne Geschichte. Sie besuchte einen Lesekreis angehender Volkswirtschaftler an der Uni Münster, wo man nicht die Bibel liest, sondern ein anderes Mammut-Werk: „Das Kapital“ von Karl Marx. Das übrigens in diesem Jahr einen dicken runden Geburtstag feiert: Vor 150 Jahren erschien der erste Band des „Kapital“. Gedruckt in Leipzig. Daran erinnert sogar eine Gedenktafel. Anmelden und weiterlesen.

Ein Leipziger Maler wird 300

In Gohlis bekommt Adam Friedrich Oeser gleich zwei Jubiläumskonzerte

Foto: Freundeskreis Gohliser Schlösschen

Am 17. Februar wäre er ganz offiziell 300 Jahre alt geworden: Adam Friedrich Oeser, der bekannteste Leipziger Maler der Goethe-Zeit. In der Januar- und Februar-Ausgabe der „Leipziger Zeitung“ kann man auf den Spuren des Malers durch Leipzig wandeln. Und ein Geburtstagskonzert bekommt er auch. Sogar zwei. Anmelden und weiterlesen.

Falls jemand das Jubiläum einer verschwundenen Burg feiern möchte

Als Leipzig vor 800 Jahren einmal kurz im Mittelpunkt der deutschen Reichsgeschichte stand

Foto: Ralf Julke

Ach, hätten sie doch nur alles aufgeschrieben, auf schönem haltbarem Pergament, in sauberer Kanzleischrift. Aber sie haben nicht. Deswegen geistern diese Jahre 1215 und 1216 seltsam diffus durch die Leipziger Geschichte. Auch als Jubiläum. 800 Jahre Errichtung der Pleißenburg könnte man doch in diesem Jahr feiern, schlägt die LTM vor. Denn 1217 ließ Markgraf Dietrich drei Burgen bauen. Mitten in der Stadt Leipzig. Anmelden und weiterlesen.

Leipzig wird das erste Mal „Boomtown“

Zeitreise in den Leipziger Westen (Teil 4): Es brennt, die Buchdrucker streiken und ein Freizeitsport wird wissenschaftlich beraten

Foto: Stadtarchiv Leipzig

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 39Doch zuerst einmal geht es wieder um Geld. In Plagwitz müssen endlich neue Schulen gebaut werden, vor allem an „höheren Schulen“ – hier sind noch Realschulen gemeint – ist Mangel. Für manchen Buchdrucker wird im Streik die Luft langsam dünn, doch längst tritt man im Arbeitskampf organisiert auf. Während der Vorläufer der LVB die monatlichen Beförderungszahlen mitteilt, entwickelt es sich rasant – das Postwesen. Und die Kriminalität blüht. Anmelden und weiterlesen.

Wie bildet man das Volk, ohne verboten zu werden?

Noch eine kleine Würdigung für den Vater der „Gartenlaube“ Ernst Keil

Foto: Stadtarchiv Leipzig

Für alle LeserEr saß mit am Verbrechertisch. Und am 6. Dezember wäre er 200 Jahre alt geworden. Wir hätten es ja beinah noch rechtzeitig gefeiert. Aber das haben wir nicht ganz geschafft. Was auch daran liegt, dass man mit Ernst Keils „Gartenlaube“ auf regelrechte Gedanken und Abwege kommt. Ernst Keil? Ein Verbrecher? Weiterlesen.

Leipzig wird das erste Mal „Boomtown“

Zeitreise in den Leipziger Westen (Teil 3): Leipzig will mehr Macht in Sachsen

Bild: Stadtarchiv Leipzig

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 38Das Jahr 1891 ist ein wichtiges in der Messestadt. Enorme Wachstumsraten bei der Bevölkerung durch Eingemeindungen, eine Verwaltung für immer mehr Menschen wird nötig und eine neue politische Kraft macht sich bemerkbar. Die SPD – jahrelang durch den eisernen Kanzler Bismarck mit „Sozialistengesetzen“ traktiert, blüht bei wachsenden Arbeiterzahlen auf. Doch Leipzig hat neben einem wachsenden Machtanspruch als größte Stadt Sachsens auch mit der wachsenden Kleinkriminalität zu kämpfen. Die Zeiten sind rau, geschenkt wird einem nichts. Anmelden und weiterlesen.

Leipzig wird das erste Mal „Boomtown“

Zeitreise in den Leipziger Westen (Teil 2): Der „Elster-Saale-Kanal“ entpuppt sich als wohl ältestes Großprojekt

Foto: Stadtarchiv Leipzig

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 38Wenn heute wieder vom „Elster-Saale-Kanal“ als angeblich wichtiges Projekt hier und da die Rede ist, zeigt ein Blick ins Jahr 1891 und die damaligen Berichte der Leipziger „Westend-Zeitung“ den Beginn eines Jahrhundertscheiterns. Doch im Leipziger Westen wähnt man sich bereits damals im Besitz eines großen Plans für die Binnen-Schifffahrt bis an den Hamburger Hafen. Unbekannt dürfte sein, dass man dabei damals noch mit den Gohlisern konkurrierte. Lindenau hingegen erhält in dieser Zeit das heute bekannte Gesicht – ein Bauboom setzt ein. Auch die heute noch bekannte Vermischung von Journalismus und Werbung ist schon damals Anmelden und weiterlesen.

Leipzig wird das erste Mal „Boomtown“

Die Zeitreise in den Leipziger Westen (Teil 1): Ein Dezember im Jahr 1891

Bild: Stadtarchiv Leipzig

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 38Die große Eingemeindungswelle rollt. 1891 ist das Jahr, wo Leipzig nach Westen ausgreift, also Plagwitz, Schleußig und Lindenau eingemeindet. Kurz zuvor oder zeitgleich sind auch die Landgemeinden Neureudnitz, Thonberg, Volkmarsdorf, Neuschönefeld, Neustadt, Sellerhausen, Eutritzsch, Gohlis, Connewitz und Lößnig Teil Leipzigs geworden. Die Einwohnerzahl der Stadt steigt damit um 174.723 auf nunmehr 353.272 Einwohner, das Stadtgebiet Leipzigs verdoppelt sich praktisch über Nacht. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte schwingt sich die Stadt zur größten Metropole in Mitteldeutschland auf. Anmelden und weiterlesen.

Einst der wichtigste Aufklärer in Leipzig

Johann Christoph Gottsched bekommt jetzt auch noch eine Festveranstaltung zum 250. Todestag

Foto: Ralf Julke

Sie werden meistens vergessen, diese Dichter und Denker. In Sonntagsreden werden sie beschworen, als wenn die Büttenredner zu Hause die komplette Goethe-Schiller-Sammlung stehen hätten mit Lesezeichen und lauter bewundernden Ausrufezeichen drin. Aber die Wahrheit ist wohl: Sie werden nicht gelesen. Und im Stadtmarketing spielen sie keine Rolle. Dabei ist dieses Jahr auch Gottsched-Jahr. Anmelden und weiterlesen.

Vor 78 Jahren. Im Gedenken an die Opfer der Pogrome vom 7. bis 13. November 1938

Ein kleiner Exkurs durch jüdische Sportgeschichte (5): Max und Leo Bartfeld – Eine Leipziger Geschichte von unzähligen

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs sind zwei Menschen, derer seit zwei Jahren beim internationalen Fußballbegegnungsfest stellvertretend für viele Menschen jüdischen Glaubens gedacht wird: die Brüder Max und Leo Bartfeld. Sie beide waren Leipziger, Sachsen, Deutsche und Juden. Max und Leo waren erfolgreiche Kaufleute, engagiert für die Stadt Leipzig und besonders für ihren Fußballclub Bar Kochba, zu deren besonders rührigen Mitgliedern sie zählten. Beide spielten in der 1. Fußball-Herrenmannschaft, wirkten noch in anderen Sportarten des Vereins mit. Weiterlesen.

Vor 78 Jahren. Im Gedenken an die Opfer der Pogrome vom 7. bis 13. November 1938

Ein kleiner Exkurs durch jüdische Sportgeschichte (4): Die Zäsur 1935 und das Ende Bar Kochbas + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Nürnberger Rassegesetze, welche am 15. September 1935 formell auf dem Reichsparteitag der NSDAP beschlossen werden, erschüttern die Überzeugungen im „Reichsbund jüdischer Frontsoldaten“ (RjF) in eine Vereinbarkeit von jüdischem Glauben und dem nationalsozialistischen Führerstaat endgültig. Und verengen gleichzeitig die Möglichkeiten der Makkabi-Bewegung wie auch des Bar Kochba Vereins, in Deutschland zu wirken, deutlich. Was die Nazis von den Bemühungen des RjF halten, zeigt sich im unmittelbar folgenden Verbot jeglicher politischen Tätigkeit bereits 1936 und die Auflösung des Bundes 1938. Weiterlesen.

Vor 78 Jahren. Im Gedenken an die Opfer der Pogrome vom 7. bis 13. November 1938

Ein kleiner Exkurs durch jüdische Sportgeschichte (3): Das Hakenkreuz hält Einzug in Leipzig + Video

Foto: SML Kopie v. Orig. Gerda Landsberg

Für alle LeserVergleicht man die Zeit ab 1933 mit den Zuständen in der Weimarer Republik, sprechen viele heute noch von den sogenannten „Goldenen 20ern“. Für die jüdischen Sportvereine des Landes sind es in jedem Fall die Jahre, in denen sie an allen regulären Ligen teilnehmen und ihr Vereinsleben weitgehend störungsfrei leben können. Sie sind damit vollständig in das damalige Sportwesen integriert, wenn sie auch intern noch gespalten auftreten. Weiterlesen.

Vor 78 Jahren. Im Gedenken an die Opfer der Pogrome vom 7. bis 13. November 1938

Ein kleiner Exkurs durch jüdische Sportgeschichte (2): Bar Kochba wächst immer weiter + Video

Quelle: SML Pauckert S. 131 / Tüpfelhausen e.V.

Für alle LeserBereits in den Jahren 1922 bis 1924 kann Bar Kochba Leipzig auf 900 aktive Sportler verweisen und ist zu dieser Zeit einer der größten Vereine im Verband der Mitteldeutschen Ballspielvereine. Trotz der Namenswahl tritt Bar Kochba nach außen unpolitisch und neutral auf, was eine Bedingung für die Teilnahme am Ligabetrieb Sachsens der damaligen Zeit war. Mehr noch, Bar Kochba wird auch ein gesellschaftlicher Anlaufpunkt für die Leipziger, wenn der Verein im Krystallpalast oder dem heutigen Schauspiel Leipzig (ehem. Centraltheater) das Chanukka-Fest ausrichtet. Weiterlesen.