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Tag: 26. September 2021

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Die Ergebnisse der Bundestagswahl in Sachsen nach 1 Uhr am 27. September 2021. Screenshot: wahlen.sachsen.de

Liveticker: Zahlen und Fakten zur Bundestagswahl 2021

Seit heute 8 Uhr sind die Wahllokale geöffnet, bis 18 Uhr können alle Wahlberechtigten noch ihre Stimmen abgeben: Die Bundestagswahl 2021, die je nach Perspektive als „Klimawahl“ oder „gefährlicher Linksrutsch“ geframt wird, ist in vollem Gange. Wir wollen die Wahl in diesem Liveticker mit aktuellen Daten, Fakten und gegebenenfalls Einschätzungen begleiten. Dabei fokussieren wir uns auf Leipzig, werfen aber auch den Blick auf den einen oder anderen besonders spannenden Wahlkreis.

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Das Wochenende, 25./26. September 2021: Zwei Tage im Zeichen einer Zukunftswahl, Warnung von Seehofer und Schließung der sächsischen Impfzentren

Mehr als 60 Millionen Bürgerinnen und Bürger wählten am Sonntag den 20. Bundestag seit Gründung der Bundesrepublik im Jahr 1949. Wie nie zuvor steht dieser Urnengang im Zeichen völlig offener Koalitionsmöglichkeiten, dem Ende einer langen Regierungs-Ära und großer Fragen der Zukunft. Auf die neue Regierung wartet reichlich Arbeit. Außerdem: In Sachsen schließen die Impfzentren und der scheidende Bundesinnenminister hat nach dem kaltblütigen Mord an einem jungen Tankstellen-Kassierer vor den „Querdenkern“ gewarnt. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 25. und 26. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Gute Laune bei den Leipziger Grünen. Ohne ihre Partei wird eine Koalition im Bund abseits der ungeliebten GroKo nicht möglich sein. Foto: LZ

Die Bundestagswahl 2021 vor Ort: Menschen, Tiere, Sensationen + Videos

Es ist alles gesagt, alles ausdiskutiert, was vor einer Wahl diskutierbar ist und nun ist es endlich so weit: Die Menschen haben gewählt oder sind noch bis 18 Uhr dabei. Der Anteil der Briefwähler ist coronabedingt höher als bei jeder anderen Bundestagswahl zuvor. In diesem zweiten Liveticker der LZ wird es deshalb Videoimpressionen, teils live, aus dem Neuen Rathaus, Informationen zur Leipziger Stimmung am Abend, Interviews mit Vertreterinnen der Parteien und das eine oder andere „abseitige“ zum Wahlabend bis in die Nacht hinein geben. Die erste „Sensation“: Die Wahlbeteiligung ist bereits 12 Uhr und 14 Uhr auf einem historischen Hoch in Leipzig.

Schönefelder Streifzüge. Foto: Fabian Heublein

Ab 1. Oktober in der Projektwohnung „krudebude“: Ausstellung für die „Schönefelder Streifzüge“

In Schönefeld fühlt man sich sowieso immer ein bisschen abgehängt. Das riesige Bahngelände trennt den Ortsteil recht augenfällig vom restlichen Stadtgebiet. Dabei hat sich auch in Schönefeld in den vergangenen Jahren so einiges getan. Und auch Kunstprojekte fassen hier Fuß, so wie die Projektwohnung „krudebude“ am Stannebeinplatz. Dort wird am Donnerstag, 30. September, die Ausstellung „Schönefelder Streifzüge“ eröffnet.

Einmal tanken mit Gutschein der Leipziger Stadtwerke? Archivfoto: Ralf Julke

Tankgutscheine für Geschäftskunden der SWL: Halt eine fossile Art der Corona-Hilfe

Das war schon eigentümlich: Da ruft die Leipziger Ratsversammlung 2019 den Klimanotstand für die Stadt aus, ist längst klar, dass Leipzig seine Klimaziele für 2020 verfehlt und sehr schwer zu kämpfen haben wird, die Klimaziele bis 2030 zu schaffen. Aber die Leipziger Stadtwerke erfreuten etliche Geschäftskunden ausgerechnet mit Tankgutscheinen. Ein Unding, fand die Linksfraktion im Stadtrat und stellte ein paar Fragen an die Verwaltung. Aber dort sieht man so recht keinen Fehler darin.

Wenn die eigentlichen Ungerechtigkeiten sich nicht ändern ... Foto: LZ

Schwester Bruni und die Gehaltserhöhung (Ein Schriftsatz zum Europäischen Tag der Sprachen am 26. September)

„Sehr geehrter Herr Verwaltungsdirektor, hiermit beantrage ich eine Lohnangleichung. Mein Einkommen als Krankenschwester liegt 300 Euro brutto unter dem meiner männlichen Kollegen. Deshalb beantrage ich …“ - Schwester Brunhilde – sag einfach Bruni – arbeitet nämlich in einer Klinik, die leistungsgerecht entlohnt, wie es in der Stellenanzeige geheißen hatte, das heißt übersetzt: weit unter Tarif. Wenige Tage, nachdem sie ihren Antrag auf Gehaltserhöhung eingereicht hatte, kam die unmissverständliche Ablehnung.

Michael Haas: Kritische Masse. Foto: Ralf Julke

Kritische Masse: Ein heftig ernüchternder Parlamentsroman aus der tiefsten deutschen Provinz

„Wer mehr will, als er braucht, zwingt das Bestehende, jedes gesunde Maß aufzugeben und wild zu suchen. Dann kommt der Krebs und schließlich das metastasierende Elend.“ Den Satz schreibt Michael Haas fast am Ende seines Buches, im Epilog seines „Parlamentsromans“, der eigentlich kein Roman ist, sondern eine kluge, bittere und ernüchternde Abrechnung aus dem Innenleben einer Landtagsfraktion in einer deutschen Provinzhauptstadt, die auch anders als Sternheim heißen könnte.

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