Heute veröffentlicht die Buchmesse ihr diesjähriges Begleitprogramm „Leipzig liest“. Die Messe selbst findet vom 19. bis 22. März statt. In der Kongresshalle beginnt eine Fachtagung, die sich u.a. mit der koronaren Herzerkrankung befasst, von der 5 Millionen Menschen bundesweit betroffen sind. Die Oper erhöht die Preise zur nächsten Spielzeit und Taucha lobt Kopfgeld nach Vandalismus aus.

Buchmesse veröffentlicht Programm „Leipzig liest“

Am 19. März beginnt die diesjährige Leipziger Buchmesse. Das begleitende Programm „Leipzig liest“ wird schon heute um 11 Uhr unter diesem Link veröffentlicht. Genug Zeit also, sich rechtzeitig einen Überblick zu verschaffen, welche Lesung oder Diskussionsrunde wann besucht werden soll. Insgesamt werden mehr als 2000 Aussteller aus über 40 Ländern zum wichtigsten Frühjahrstreffpunkt der Literaturbranche erwartet.

Seit 1991 ergänzt ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm die Bücherschau. An mehr als 300 verschiedenen Orten, sowohl auf der Messe selbst, als auch im gesamten Stadtgebiet verteilt, werden etwa 3000 Mitwirkende lesen, diskutieren, singen und ihre Bücher bei Signierstunden anbieten.

Tickets sind bereits im Vorverkauf erhältlich. Tageskarten für Erwachsene kosten regulär rund 25 Euro, es gibt verschiedene Angebote für Ermäßigungen, Dauerkarten für alle vier Messetage liegen bei etwa 60 Euro. Auch der Zeitpunkt des Kaufs einer Karte hat Einfluss auf den Preis. Für Kinder und Jugendliche gelten Sondertarife. Eine Übersicht über das gesamte Preisspektrum bietet die Buchmesse auf ihrer Serviceseite.

Die innerhalb der Messehallen stattfindenden Lesungen sind im Ticketpreis inbegriffen. Der Eintritt zum überwiegenden Teil der Veranstaltungen im Stadtgebiet ist frei. Nach Angaben der Leipziger Buchmesse gilt: Außerhalb des Messegeländes haben die Veranstaltungen „unterschiedliche Zutrittsvoraussetzungen“ – das hängt vom jeweiligen Veranstalter bzw. Veranstaltungsort ab. Der Großteil ist ohne extra Eintritt zugänglich.

Wenn aber ein Ticket oder eine vorherige Anmeldung nötig sind, muss das im „Leipzig liest“-Programm bzw. auf der Website des jeweiligen Veranstalters ausgewiesen sein. Es empfiehlt sich schon daher, rechtzeitig mit der Lektüre des Veranstaltungskalenders zu beginnen.

Mehr als 2000 Veranstaltungen begleiten die Leipziger Buchmesse. Foto: Leipziger Messe / Tom Schulze

Fachkongress zu Herzerkrankungen beginnt

5 Millionen Menschen sind bundesweit von der koronaren Herzkrankheit betroffen. 120.000 von ihnen erliegen ihr jährlich und sterben. Um die Forschung zu Erkennung und Behandlung voranzubringen, treffen sich ab heute drei Tage lang Kardiologen und Radiologen zu den 18. Deutschen Kardiodiagnostik-Tagen in Leipzig.

Unter der Tagungsleitung von Experten des Herzzentrums Leipzig, Prof. Dr. Matthias Gutberlet und PD Dr. Christian Lücke, Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, tauschen sich rund 500 Experten in Vorträgen und Diskussionen über die neuesten Entwicklungen vor allem zur Diagnostik dieser gefährlichen Herzerkrankung und zu anderen Erkrankungen des Herzmuskels aus. Der Fachkongress fördert mit dem Aufeinandertreffen von klinischen Experten und niedergelassenen Ärzten die interdisziplinäre Zusammenarbeit vor allem bei der Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT).

Die Tagung spricht auch Studierende, medizinisch-technische Radiologieassistenten und Pflegepersonal an. In einer begleitenden fachbezogenen Ausstellung werden technische Neuheiten, Geräte und Methoden zur Bildauswertung vorgestellt.

Gastgeber für die medizinische Fachtagung ist die Kongresshalle am Zoo. Das 1900 eingeweihte Gebäude musste 2009 baupolizeilich gesperrt werden. Nach einer aufwändigen Sanierung und der Rekonstruktion markanter Gestaltungselemente konnte es sechs Jahre später als Veranstaltungs- und Tagungszentrum wiedereröffnet werden.

Eine präzise und rechtzeitige Bildgebung kann Leben retten: 5 Millionen Menschen sind bundesweit von der koronaren Herzkrankheit betroffen. Foto: OsloMetX / Pixabay

Opernkarten werden deutlich teurer

Wer in der nächsten Spielzeit Aufführungen in der Leipziger Oper besuchen möchte, muss künftig tiefer in die Tasche greifen. Das berichtete heute Morgen zuerst die Leipziger Volkszeitung. Demnach begründet das Gesangstheater am Augustusplatz die zu erwartenden Preissteigerungen mit „erheblichen Sachkostensteigerungen“.

Bis zu 15 Euro verteuern sich die Tickets für die Oper, aber auch die Eintrittspreise für die Musikalische Komödie im Lindenauer „Haus Dreilinden“ steigen um bis zu 8 Euro. Nach Angaben der LVZ erhoffe sich die Oper durch die neuen Preise Mehreinnahmen von rund 700.000 Euro.

Erst kürzlich bilanzierte die Oper, dass ihr Betrieb im Jahr 2025 ein Minus von 2,3 Millionen Euro verursachte. Die Stadt Leipzig bezuschusst das Haus jährlich mit 60 Millionen Euro. Rechnerisch wird jede verkaufte Eintrittskarte für den regulären Vorstellungsbetrieb mit 286 Euro subventioniert. Bis zur Sommerpause gelten für den Spielplan der Oper die bisherigen Preise.

Ohne Subventionen bliebe das Opernhaus dunkel. Foto: Benjamin Weinkauf

Taucha lobt Kopfgeld nach Vandalismus aus

In der Nacht zu gestern sind in Taucha bei Leipzig mehrere Bushaltestellen Ziel von Vandalismus geworden. Jetzt geht die Stadtverwaltung in die Offensive! Unbekannte zerschlugen die Glasscheiben der Wartehäuschen an den Haltestellen vor der Sparkasse, in der Marktstraße sowie in der Dewitzer Straße an der Haltestelle Geschwister-Scholl-Straße. Bereits in der Nacht zuvor war es zu einem ähnlichen Vorfall an der Straßenbahnhaltestelle Otto-Schmidt-Straße vor dem Geschäft Multipolster gekommen.

Durch die mutwillige Zerstörung entstand ein erheblicher Sachschaden. Neben den finanziellen Folgen beeinträchtigen die beschädigten Unterstände vor allem die Sicherheit und den Komfort der Fahrgäste, die auf einen geschützten Wartebereich angewiesen sind. In einer öffentlichen Mitteilung verurteilt die Tauchaer Stadtverwaltung die Vorfälle.

Pressesprecher Nico Graubmann betont, dass es sich keineswegs um ein Kavaliersdelikt handele. Solche Taten schadeten der Allgemeinheit und verursachten Kosten, die letztlich von allen getragen werden müssten. Deswegen würden entsprechende Taten konsequent zur Anzeige gebracht.

Bürgermeister Tobias Meier kündigt nun an, dass für Hinweise, die zur Identifizierung oder Festnahme der Täter führen, eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt ist. Hinweise nimmt die Polizei telefonisch unter 034298 603218 oder 034298 603217 sowie per E-Mail an Jens.Peter1@polizei.sachsen.de entgegen.

Auf Wunsch werden Angaben vertraulich behandelt. Überdies bittet die Stadt insbesondere Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende im Umfeld der betroffenen Haltestellen, mögliche Beobachtungen mitzuteilen.

Eines der zerstörten Wartehäuschen. Foto: Stadtverwaltung Taucha

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