Weil in der inneren Westvorstadt zunehmend Freiflächen bebaut werden oder Investoren entsprechende Bauabsichten hegen, soll dort jetzt ein neuer Bebauungsplan die künftige Entwicklung des Quartiers steuern, teilt die Stadt mit. Der entsprechende Plan Nummer 483 „Innere Westvorstadt“ umfasst dabei das etwa 18,5 Hektar große Gebiet zwischen Käthe-Kollwitz-Straße/Dittrichring sowie Karl-Tauchnitz-Straße/Friedrich-Ebert-Straße.

Dabei solle, wie die Stadt informiert, eine Balance gefunden werden, zwischen der angestrebten, maßvollen Nachverdichtung und dem Ziel, urbane Grünräume zu erhalten und zu entwickeln, um das Quartier klimaresilienter zu machen. Die Stadtspitze hat jetzt begründet, weshalb ein entsprechender Bebauungsplan nötig ist, der Stadtrat entscheidet abschließend über die Veröffentlichung des Entwurfs. Daran schließe sich die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden an.

Grün erhalten und Strukturen sichern

Um das Quartier vor Überhitzung zu schützen, sollen unter anderem nicht versiegelte Blockinnenbereiche erhalten bleiben und Niederschläge möglichst vor Ort versickern. Auch den vorhandenen Baumbestand gilt es zu schützen und zusätzliche zu pflanzen. Der als Denkmal eingetragene „Plastikgarten“ soll als bedeutender innerstädtischer Grünraum gesichert werden.

Der Bebauungsplan will zudem wichtige Platzstrukturen im Quartier erhalten und weiterentwickeln. Dies gilt ganz besonders für den Bereich entlang der Gottschedstraße zwischen Bosestraße und Zentralstraße, der zu einer öffentlichen Grünfläche mit Spielgeräten umgestaltet werden soll – dabei jedoch die Gedenkstätte „Große Synagoge“ berücksichtigt.

Die Pläne sollen im Amtsblatt öffentlich kommuniziert werden, sodass sich Bürgerinnen und Bürger zu den Ideen äußern und einbringen können.

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