Eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel der Menschen ist und bleibt das Fahrrad. Leipzig ist als eine der schönsten und berühmtesten Städte in Sachsen ein perfekter Ort, um die Liebe zum Fahrrad auszuleben und aufs Rad zu steigen.

Damit die Touren zum Erfolg werden, müssen Radler jedoch das richtige Fahrrad kaufen, denn Sicherheit, Bequemlichkeit und eine solide Verarbeitung gehen natürlich vor.

Die schönsten vier Routen durch Leipzig werden nachfolgenden verraten, mit dem passenden Bike werden sie zum unvergesslichen Abenteuer.

1. Die Obstland Route – für Anfänger gut geeignet

Mit rund 58 Kilometern lässt sich die Obstland-Route innerhalb eines Tages bewältigen. Sie führt durch die bekannten Obstbaugebiete in Dürrweitzschen, Sornzig und Mügeln und entlang des Muldentals. Zusammengesetzt wird die Gesamtroute aus drei Etappen und kann einzeln oder komplett befahren werden.

Gestartet wird der Rundweg idealerweise in Leisnig. Nun geht es an der Freiberger Mulde entlang bis zu den Obstplantagen und Wäldern. Es lohnt sich, zwischendurch einen Stopp am Kloster Buch einzulegen und dort einen Blick aufs Leben der Mönche zu werfen. Auf diesem Teil der Strecke gibt es kleine Hoflädchen, in denen ein gesunder Snack gekauft werden kann.

Später führt die Strecke entlang eines früheren Ritterguts in Leipnitz, wo es sich lohnt, das Braunkohlemuseum zu besuchen. Anschließend sind nur noch wenige Kilometer bis zum Ausgangspunkt zu bewältigen.

2. Die Neuseenland-Strecke – für Badefans ein Muss

Rund 20 Seen befinden sich südlich der sächsischen Stadt Leipzig und dieser Rundweg führt an neun von ihnen vorbei. Es ist eine geschichtsträchtige Strecke, die vom früheren Tagebau erzählt. Startpunkt ist der Markkleeberger See, von dem es dann direkt weiter zum Störmthaler See geht. Entlang zahlreicher Felder und selten gemähter Wiesen geht es anschließend weiter zum großen Hainer See, wo ein erstes abkühlendes Bad im Sommer lohnt.

Bis nach Borna geht es nun entlang weiterer kleiner Seen und auch hier ist eine Rast empfehlenswert. Die Altstadt Bornas ist besonders für ihre Schönheit bekannt, viele kleine Gastronomiebetriebe laden zur Einkehr ein. Anschließend geht es rund um die Bornaer Adria, wie das Speicherbecken genannt wird, bis zum Haselbacher See, der mit seinen Sandstränden noch einmal zur Abkühlung einlädt.

Weiter geht es nun bis zum Cospudener See, wo nicht nur Radfahren ein beliebter Sport ist, sondern auch Wassersportarten angeboten werden. Zwischendrin gibt es auf der 100 Kilometer langen Strecke verschiedene Einkehrmöglichkeiten, auch die Möglichkeit zu übernachten besteht.

3. Der torgische Radweg – entlang der Dübener Heide

Diese Radstrecke ist für die ganze Familie ein Hochgenuss. Die 67 Kilometer lange Tour beginnt am Elbufer in der Nähe von Torgau. Das Städtchen wird als erstes durchradelt und schon hier gibt es einiges zu sehen. Torgau gilt als die schönste noch erhaltene Renaissancestadt in ganz Deutschland, es lohnt sich direkt schon wieder vom Rad abzusteigen und die Innenstadt zu erkunden.

Weiter geht es nach dem freiwilligen Aufenthalt in Richtung Westen durch das Moorgebiet und die Heide Pressels. Romantische Wiesen und Felder sowie zahlreiche kleine Teiche säumen den Weg entlang durch den Tiglitzer Wald bis zum kleinen Örtchen Bad Düben. Auch hier lohnt es sich zu rasten, denn die Burg Düben ist als Wahrzeichen durchaus sehenswert. Auch eine Einkehr in der Altstadt ist rentabel, sie steht unter Denkmalschutz und ist ein Monument der Zeitgeschichte.

Aus Bad Düben führt der Weg dann bis zum Seelhausener See in Löbnitz, von wo es dann weiter nach Delitzsch geht, dem eigentlichen Ende der Tour. In der Kreisstadt lohnt es sich, eine längere Pause einzulegen, bevor es wieder zurückgeht. Es gibt viele Plätze und Häuser, die einen Besuch wert sind.

4. Der Mulderadweg – eine Tour mit Sehenswürdigkeiten

Im kleinen Städtchen Grimma beginnt der 79 Kilometer lange Radweg, der zunächst zur Mulde der Hängebrücke führt. Es geht auf flacher Ebene weiter Richtung Dehnitz nach Eilenburg und schließlich nach Löbnitz. Dort ist für eine erste kleine Rast alles gegeben, was der passionierte Radfahrer wünscht. Nette Einkehrmöglichkeiten machen Spaß und stärken für die Weiterfahrt in Richtung Dessau-Roßlau, wo dann der Elberadweg befahren wird.

Die gesamte Strecke wird von alten Herrenhäusern, Burgen und Schlössern gesäumt und gibt einen eindrucksvollen Blick auf den früheren Reichtum der sächsischen Herrscher frei. Auf der anderen Seite der Strecke befinden sich wunderschöne Muldenauen und Teiche, die einen zweiten Blick wert sind. Wer Flora und Fauna liebt, wird zwischendrin anhalten und Fotos schießen, denn natürliche Motive gibt es in großer Menge.

Bis nach Muldenstein sind es dann nur noch ein paar Kilometer, doch ein weiterer Stopp am großen Goitzschesee ist empfehlenswert. Hier kann nicht nur ein Bad genommen, sondern auch ein früherer Braunkohletagebau besichtigt werden. Der gesamte Radweg umfasst eine Strecke von 400 Kilometern und ist auf keinen Fall für eine Tagestour geeignet. Es können einzelne Abschnitte befahren oder eine komplette Tour geplant werden. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der Strecke in zahlreichen Regionen, besonders gern besucht sind Dessau, Schöneck, Rochlitz und Döbeln.

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