Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Leipzigs Arbeitsmarkt im September 2016

Der Leipziger Arbeitsmarkt funktioniert. Noch, muss man sagen, wenn man den diversen Wahrsagern zuhört, die nun die für 2016 vorhergesagte Flaute für 2017 prophezeien. Irgendwie ergeben das alle ihre in BWL erlernten Formeln. Die trügerischen. Aber irgendwie darf die Leipziger Arbeitsagentur für den September tatsächlich so etwas wie einen 25-Jahres-Rekord vermelden. Anmelden und weiterlesen.

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Die wilden Jahre in Schwarz-Weiß

Die Fotos von Christian Schulz zeigen das rebellische Leben der 1980er Jahre in West-Berlin

Foto: Ralf Julke

Die Sammlung von großen Fotobänden aus dem Lehmstedt Verlag wächst. Und nach vielen eindrucksvollen Fotobänden, mit denen Mathias Bertram als Herausgeber einige der faszinierendsten Fotografinnen und Fotografen aus dem Osten vorgestellt hat, gibt es dieser Tage eine Doppelpremiere: gleich zwei Berlin-Bildbände, einer zum Osten und einer zum Westen. Dies ist nicht der erste, der das untergegangene West-Berlin noch einmal lebendig macht. Anmelden und weiterlesen.

Satire

Beates Geständnis

Karikatur: Schwarwel

Ich habe so dermaßen gehibbelt vor Spannung – sie hat gesprochen! Was gabs? Ein paar Details aus dem intimen Leben des Celebrity Fascho-Girl Number one in Middle-East-Germany? Oder ein paar Beauty-Tipps über ihr provokantes „ich stehe vor Gericht“ – Outfit? Oder einen Einblick in dieses geile, rasante Mörderbraut-Leben im megacoolen Sachsenuntergrund mit schnellen Autos und Bankräuberpisoden? Anmelden und weiterlesen.
 

Politik

Wo einst das Schwert seine Arbeit tat

Heute startet die Sanierung des Rabensteinplatzes nach historischem Vorbild

Foto: Ralf Julke

Hier krächzten einst tatsächlich die Raben. Es war der Volksmund, der dem Rabensteinplatz an der Spitze zwischen Dresdner Straße und Täubchenweg seinen Namen gab. Hier stand bis 1822 das Leipziger Hochgericht, ein „sechs Ellen hohes Gemäuer“, eine von zwei Hinrichtungsstätten der Stadt Leipzig. 1822 war auch das nicht mehr zeitgemäß. Anmelden und weiterlesen.

Im Vorfeld des 3. Oktober 2016

Linke Bekennerschreiben: Mal ein paar Worte zu Indymedia wegen der Dresdner Anschläge

Foto: Screen Indymedia

Gerade langjährigen L-IZ-Lesern ist dieses Thema kein unbekanntes, ganz im Gegenteil. Des Öfteren gab es bereits Geschichten, in welchen die Funktionsweisen, damit einhergehenden Anfälligkeiten und Glaubwürdigkeitsproblemen der Plattform „Indymedia“ bei aktuellen Geschichten beleuchtet wurden. Einerseits ist diese Plattform offen für jeden, der etwas mitzuteilen oder „zu bekennen“ hat, andererseits von Fall zu Fall gerade deshalb keine vertrauenswürdige Quelle – erst recht nicht ohne Prüfung der Informationen durch Journalisten. Apropos „bekennen“, hier hat sich heute angeblich die „Antifa Dresden“ zu den zwei Sprengstoffanschlägen in Dresden auf eine Moschee und das ICC bekannt. Innenminister und Staatsanwaltschaft nehmen dies ernst. Am Ende wird wohl eher eine bessere Einordnung der angeblichen „Quelle“ Indymedia stehen. Anmelden und weiterlesen.

Auf der Suche nach dem eigenen Milieu

Leipziger SPD will sich wieder stärker lokalpolitischen Themen widmen

Foto: L-iZ

Wohin will eigentlich die Leipziger SPD? Einiges ist ja bei den Leipziger Sozialdemokraten im Umbruch. Die „Gründerväter“ von 1989 sind in den Hintergrund getreten, selbst die Fraktion im Stadtrat ringt mit einem gar nicht so einfachen Generationenwechsel, der sogar ziemlich spät kommt. Auf dem Stadtparteitag am Samstag, 24. September, wurde nicht nur ein neuer Stadtvorstand gewählt. Man versuchte auch wieder eine Rückbesinnung auf Kommunalpolitik. Anmelden und weiterlesen.

Wirtschaft

Neues aus Plagwitz

Ein REWE am Felsenkeller: „Alles in trocknen Tüchern“

Foto: L-IZ.de

Der Speisesaal in der „Schule am Adler“ ist ungewöhnlich gut gefüllt an diesem Mittwochabend. Vertreter von gleich zwei Stadtbezirksgremien, die von Südwest und Alt-West, haben sich eingefunden, um Klarheit rings um den Felsenkeller zu bekommen. Nachdem es in der Öffentlichkeit so aussah, als ob es urplötzliche Baumfällungsarbeiten und neue Planungen für einen Supermarkt am Veranstaltungsgebäude gibt, waren einige Fragen aufgelaufen. Der größte Teil davon konnte geklärt werden. Teils durch ein Baumgutachten, teils durch eine überraschende Transparenz seitens der anwesenden Sanierer des Felsenkellers. Doch eine Frage musste zwangsläufig offenbleiben. Anmelden und weiterlesen.

Straßenbahnunfälle sind seltener, aber deutlich folgenreicher

Bei Unfallhäufigkeit mit Straßenbahnen liegt Leipzig auf Platz 18 in Deutschland

Foto: Ralf Julke

Verkehrsunfälle mit Straßenbahn oder Bus sind nur ein kleiner Teil des Unfallgeschehens in einer Großstadt. Auch da, wo Straßenbahnen sich mühsam durchs Verkehrsgewühl klingeln. Trotzdem hat es der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jetzt mal zu einem Untersuchungsgegenstand gemacht, um Tipps für künftige Straßenbahnplanungen zu geben. Leipzig wurde natürlich auch erfasst. Anmelden und weiterlesen.

Schienenersatzverkehr für S-Bahn-Linien zwischen Connewitz und Neukieritzsch

Ab 6. Oktober fahren die S-Bahnen auf Extra-Gleisen an der Baustelle der Sachsen-Franken-Magistrale vorbei

Foto: Ralf Julke

Da haben sich S-Bahn-Nutzer gerade davon erholt, dass bis zum 25. September im Leipziger City-Tunnel gar nichts ging und Schienenersatzverkehr zwischen den abgekoppelten Außenhaltepunkten pendelte, da meldet die Bahn die nächste Unterbrechung im S-Bahnbetrieb. Denn auch im Leipziger Süden wird ja gebaut. Diesmal sind ab 1. Oktober die S-Bahn-Linien 2, 3, 5 und 5X betroffen. Anmelden und weiterlesen.

Leben

Satire

Kriminalkommissar Butz ermittelt

Karikatur: Schwarwel

Ich verstehe diese überraschte Empörung nicht. Wirklich nicht. Jetzt wurde nun so lange vor Bombenanschlägen in Deutschland gewarnt, da musste doch irgendwann auch mal jemand aktiv werden. Und da gilt immer noch das Motto: Besser selbst machen, dann weiß man auch, dass es ordentlich getan ist. Nun ist selbstverständlich für den eingefleischten Biodeutschen sonnenklar, wer da gebombt hat. Ein echter germanischer Patriot kann so etwas ja gar nicht, da waren finstere Mächte am Werk. Karl O. hat da bereits auf Facebook eine ausrecherchierte Erklärung parat: „Ich tippe mehr auf Verfassungsschutz oder SAntifa!“. Recht hat der Mann! Wo kämen wir denn da hin, wenn es so etwas wie rechten Terror in Sachsen gäbe? Anmelden und weiterlesen.

Warum ein Europa-Projekt auch eine Vision für alle braucht, Teil 6

Nicht nur das technokratische Europa steckt in der Krise, auch der ökonomisierte Datenjournalismus

Foto: Ralf Julke

Es tut ja gut, ab und zu zu lesen, dass man mit seinen Analysen nicht daneben liegt und ein paar kluge Zeitgenossen die Sache genauso sehen. Wie die Sache mit diesem Europa, das nun seit zehn Jahren in einer Krise steckt, von allen Seiten infrage gestellt wird und von Nationalisten aller Länder sturmreif geredet wird. Was auch mit einer fehlenden großen Erzählung zu tun hat. Am Sonntag, 25. September, meldete sich auch der Philosoph Richard David Precht in der „Zeit“ zu Wort. Anmelden und weiterlesen.

Ein Problem wächst Leipzig über den Kopf

Hilfen zur Erziehung kosten Leipzig in diesem Jahr 16 Millionen Euro mehr als geplant

Foto: Ralf Julke

Es wurde zwar in den letzten Monaten auch im Stadtrat wie wild über die unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (umA) debattiert, die auch Leipzig unterbringen muss. Aber das sind nicht wirklich Leipzigs brennende Probleme. Die brennen ganz woanders, was der Blick auf die aus dem Rahmen brechenden Kosten für die „Hilfe zur Erziehung“ zeigt. Anmelden und weiterlesen.

Kultur

Kinder spielen Theater

„Wir bleiben wach“: 7. Kinder-Theater-Fest findet vom 12. bis 15. Oktober in Leipzig statt

Foto: Alexander Böhm

Vom 12. bis 15. Oktober ist das Theater der Jungen Welt (TdJW) Gastgeber des 7. Deutschen Kinder-Theater-Fests. Bei dem wichtigsten Festival für Kindertheater in Deutschland werden über 140 Kinder unter dem Motto „Wir bleiben wach“ vier Tage lang Theater spielen und schauen. Die sieben eingeladenen Gruppen stammen aus Hannover, Oldenburg, Baden-Baden, Zwickau, Berlin, Blankenese und aus Leipzigs Partnerstadt Lyon. Anmelden und weiterlesen.

Bildung

Ich habe einen Traum, 1

Eine neue Zeitung für eine andere Stadt oder Eine andere Zeitung für eine neue Stadt?

Foto: Ralf Julke

Ich habe einen Traum. Einen Traum voller Mühsal, Stolpersteine und kräftezehrender Wegstücke. Es ist ein alter Traum. Manche Leserinnen und Leser träumen ihn mit mir nun seit 12 Jahren. Es ist nur auf den ersten Blick der Traum von einer Zeitung, die wieder von dem erzählt, was die Bürger in dieser Stadt tatsächlich bewegt. Was denn für eine Zeitung? Und was bitteschön ist eine Zeitung? Weiterlesen.

Und was passiert jetzt? - Teil 24

Das Kapitel mit dem Häschenteller, den Möhrchen und dem Dementi

Grafik: L-IZ

Das war der Morgen, an dem seine Mascha ihm den Häschenteller hinstellte, ihren Lieblingsteller. Und an dem sie sich lange in die Augen sahen und Herr L. einen Moment lang tatsächlich überlegte, ob er seinen Beruf nicht doch lieber an den Nagel hängte und sich irgendwo als Pizzabote bewarb. Selbst mit den Bildern der wilden Tschaika-Fahrt im Kopf. Er hatte verdammt schlecht geträumt. Anmelden und weiterlesen.

LandesSchülerRat legt 10-Punkte-Forderungskatalog vor

Am 29. September wird wieder gegen die katastrophale sächsische Bildungspolitik demonstriert

Foto: Marko Hofmann

In Sachsen steht die Bildungspolitik völlig auf dem Kopf. Während die Regierung die Erfüllung ihrer Hausaufgaben verweigert, Stunden schwänzt und Klassenarbeiten vergeigt, erzählen jetzt die Schüler der Kultusministerin, wie Bildung organisiert werden muss. Am Dienstag lud der LandesSchülerRat zur Pressekonferenz nach Dresden. Am Donnerstag, 29. September, wird demonstriert. Anmelden und weiterlesen.

Sport

Handball, 1. Bundesliga (Frauen)

HC Leipzig vs. Buxtehude 35:32 – Erfolgreicher Start in Buxte-Woche + Audio

Foto: Jan Kaefer

Durch ihren Sieg gegen den Buxtehuder SV sind die Handballerinnen des HC Leipzig am Mittwochabend auf den 3. Platz der Bundesliga-Tabelle geklettert. Den knappen Erfolg mussten sich die Leipzigerinnen hart erarbeiten und hatten mit Anne Hubinger die erfolgreichste Werferin auf ihrer Seite. Ein Dutzend Würfe versenkte sie im Kasten der Gäste. Schon am Samstag sehen sich beide Teams in Buxtehude wieder - zur zweiten Runde im DHB-Pokal. Anmelden und weiterlesen.

Interview mit der Initiative „60 plus“

RB Leipzig: „Ein neues Stadion ohne Flair und Charme könnte niemals mein Wohnzimmer sein“

Foto: Alexander Böhm

Seit dem Aufstieg in die Regionalliga im Jahr 2010 spielt Rasenballsport Leipzig im innerstädtischen Zentralstadion, das mittlerweile den Namen Red-Bull-Arena trägt. Doch damit könnte bald Schluss sein: Im Verein denkt man laut über einen Neubau am Rande von Leipzig nach. Einige aktive Fangruppen haben sich nun zu der Initiative „60 plus“ zusammengeschlossen, um für einen Verbleib in der Innenstadt zu werben. Im Interview mit der L-IZ sprechen zwei Mitglieder der Initiative über Ziele, Pro- und Contra-Argumente sowie persönliche Erinnerungen. Anmelden und weiterlesen.

Melder

Sauberes Wasser – Eine kostbare Ressource

Our Common Future – Schüler, Lehrer, Wissenschaftler forschen für die Welt von morgen

Oberflächenmodifizierung (IOM) koordinierte Schülerprojekt „Sauberes Wasser – Eine kostbare Ressource“, welches von der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen des Programms „Our Common Future – Schüler, Lehrer, Wissenschaftler forschen für die Welt von morgen“ gefördert wird und Projektideen zum Thema Nachhaltigkeit unterstützt. Anmelden und weiterlesen.

Thomas Feist (FDP): „Auswärtige Kulturpolitik, ist Politik, die Spaß macht!“

Im Deutschen Bundestag wurde am Vormittag über den Bericht der Bunderegierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik diskutiert. Der Leipziger Parlamentarier Thomas Feist (CDU) nutzte die Gelegenheit, um den Wert der Kulturpolitik zu betonen. „In einer repolitisierten Gesellschaft müssen wir vor allem jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich zu engagieren. In Osteuropa, in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, schaffen wir das zum Beispiel mit Projekten zur Stärkung der Zivilgesellschaft und geben den Menschen die Möglichkeit, ihre Heimat demokratisch und gerecht wiederaufzubauen“, so Feist. Anmelden und weiterlesen.

Veranstaltungen

Laurentiuskirche: Gospel für Seifertshainer Geläut

Am kommenden Samstag, den 1. Oktober 2016 findet um 18 Uhr in der Seifertshainer Laurentiuskirche ein besonderes Gospelkonzert statt. Der Pop- und Gospelchor „Reach Out“ kommt extra aus Siegen, um mit dem Leipziger Chor „Gospel Changes“ zu singen und das Publikum zu begeistern. Die Freude ist bei beiden Chören sehr groß, zumal die Siegener schon einmal vor 10 Jahren in unserer Region waren und nun ihr Versprechen einlösen wiederzukommen. Anmelden und weiterlesen.

Familienprogramm vom 4. bis 14. Oktober

Herbstferien mit der Oper Leipzig

Auch in den Herbstferien 2016 öffnet die Oper Leipzig ihre Türen mit vielfältigen Angeboten für Ferienkinder. Für Hortgruppen gibt es vormittags Workshop-Angebote auf der Probebühne und die Reiseoper „Hänsel und Gretel mobil“ wird am 9., 11., 12. und 14. Oktober jeweils 11 Uhr im Konzertfoyer gespielt. Eine Stückeinführung gibt es jeweils 10 Uhr im Wagnerfoyer und eine Autogrammstunde nach jeder Vorstellung. Anmelden und weiterlesen.

Marktplatz

Mitarbeiterüberwachung: ein heikles Thema wird zur Chefsache

Bild: Gerd Altmann / Dtld.

Job, Beruf, Arbeit – die Bezeichnungen für die Verdienstmöglichkeiten des Lebensunterhaltes mögen recht vielschichtig ausfallen, doch genauer betrachtet zielen all diese Deklarationen darauf ab, den Beschäftigungsgrad und/oder die Einbindung in einem größeren oder kleineren Komplex beziehungsweise Betrieb näher zu erläutern. So tun sich von Bezeichnung zu Bezeichnung fürs „Geld verdienen“ enorme Unterschiede auf, denn während mit „Beruf“ stets eine Ausbildung und eine Prüfung, sprich ein explizit über mehrere Jahre hinweg erlerntes Handwerk, gemeint ist, drückt die Bezeichnung „Job“ ein eher lockeres Beschäftigungsverhältnis und „Arbeit“ sowohl die Zeit als auch den Ort und sogar die eigentliche Ausübung des Berufs beziehungsweise Jobs aus. Weiterlesen.

Der wahre Alltag eines Detektivs

Bild: OpenClipart-Vectors / GB

Unsere Vorstellung von Privatdetektiven ist stark von deren Darstellung in Film und Fernsehen geprägt. In Doku-Soaps wie "Lenßen & Partner", "Privatdetektive im Einsatz" oder "Die Trovatos" begehen die Privatermittler zahlreiche Straftaten, indem sie in fremde Wohnungen einbrechen oder dort Kameras anbringen. „Müssten sich die Fernsehdetektive für ihre Taten vor Gericht verantworten, wäre ihnen eine langjährige Gefängnisstrafe sicher", urteilte der Bundesverband Deutscher Detektive. Im Gegensatz zur Polizei besitzen Privatdetektive nämlich nur die gleichen Rechte wie alle anderen Bürger auch. Doch wie läuft nun der Alltag eines richtigen Berufsdetektivs ab? Weiterlesen.