Geringe Teilnahme an Umfrage zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal

Was ist bloß aus den bürgerbewegten Leipzigern geworden? Einst strömten sie zu zehntausenden zivilcouragiert auf die Straßen und Plätze, um den 9. Oktober 1989 zum geschichtsträchtigen Symbol für Freiheit und Einheit scheinbar für immer ins Gedächtnis zu brennen. Jetzt, rund 21 Jahre später, scheint das niemand mehr so recht hinterm Ofen hervorzulocken.
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Oder wie sonst ist die schwache Beteiligung an der Bürgerumfrage zum Freiheits- und Einheitsdenkmal zu erklären? Von 3000 angeschriebenen Leipzigern hatte gerade mal ein Drittel den Fragenkatalog zurückgeschickt.

Am Montag präsentierten Oberbürgermeister Burkhard Jung sowie Tobias Hollitzer, Museumschef der „Runden Ecke“, den zahlreich erschienen Medienvertretern die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage. Die waren, in Relation zu der schwachen Umfragebeteiligung gesehen, sehr interessiert und entsprechend stark vertreten. Zuvor bemerkte Leipzigs Stadtoberhaupt, dass er selbst in persönlichen Gesprächen mit Bürgern der Stadt gespürt habe, wie sehr das Thema gleichermaßen berührt und polarisiert: „Wenn ich mit den Bürgern rede, bekomme ich ganz unterschiedliche Meinungen. Dies hat mir aber auch gezeigt, dass immer noch hoher Aufklärungsbedarf herrscht.“

Dazu sollte auch die Befragung dienen, die trotz der doch etwas enttäuschenden Rücklaufquote von 33 Prozent einige Schlüsse zulässt. Burkhard Jung: „Wir wollten jenseits von Teds und Leserbriefen in einer repräsentative Umfrage herausfinden, wie die Leipziger zu einem Denkmal und zur Friedlichen Revolution stehen. Dies ist bei den 1002 zurückgeschickten und ausgefüllten Fragebögen durchaus möglich.“ Grundsätzlich gehe es dabei auch gar nicht mehr um die Frage, ob das Denkmal gebaut werden solle oder nicht. Im Vordergrund stünden vielmehr die Fragen zu den Vorstellungen der Leipziger rund um das Denkmal und um die Art und Weise der Umsetzung und Gestaltung.Dabei gestand das Stadtoberhaupt den Bürgern zu, dass es schwierig sein könne, sich über ein abstraktes Denkmal eine rechte Vorstellung zu machen. Das, so Jung, werde sich aber sicherlich ganz eindeutig ändern, wenn erst einmal die ersten Entwürfe zum besagten Denkmal auf dem Tisch lägen. Jung: „Vielfach herrscht beim Begriff Denkmal eben noch die Vorstellung einer Skulptur auf einem Sockel vor. Doch ein Denkmal kann heutzutage etwas ganz Anderes sein und vermitteln. Moderne Denkmäler vermitteln sich den Menschen anders, sind begehbar, nehmen die Menschen mit und sind regelrecht erfahrbar.“

Doch soweit ist es noch lange nicht. Erstmal soll die Umfrage ausgewertet und entsprechend darauf reagiert werden. So gaben rund 54 Prozent aller Befragten an, dass das geplante Freiheits- und Einheitsdenkmal große Bedeutung für die Stadt Leipzig haben werde. Für jeden zweiten Befragten soll das geplante Denkmal hauptsächlich für die Zivilcourage der Bürger zur Überwindung eines totalitären Regimes stehen. Ein Umstand, den Oberbürgermeister Jung übrigens besonders erwähnenswert fand.

Für die ältere Generation soll mehr der 9. Oktober 1989 in Leipzig den Schwerpunkt bilden. Darüber hinaus solle das Denkmal für den Anstoß zukünftiger Generationen, sich für Freiheit, Demokratie und Bürgerrechte einzusetzen, und für die gesamte Friedliche Revolution im Osten Deutschlands stehen. Jüngere Befragte interessierten sich weniger für das Thema Freiheits- und Einheitsdenkmal, doch die es taten, sahen es mehrheitlich positiv. Ältere Befragte dagegen waren stärker am Thema an sich interessiert. Das kommt sowohl durch die unterschiedlichen Beteiligungsquoten als auch das ungleich geäußerte Interesse an der öffentlichen Diskussion zum Denkmal zum Ausdruck.“Die Ergebnisse der Bürgerumfrage zeigen, dass sich die Leipzigerinnen und Leipziger der Bedeutung des Denkmals sehr bewusst sind. Besonders freut mich, dass die jungen Leute, die sich beteiligt haben, mehrheitlich dem Denkmal positiv gegenüberstehen“, erklärt Oberbürgermeister Burkhard Jung. „Ich bin auch sehr gespannt auf die Ergebnisse der Jugend- und Expertenwerkstatt, die in dieser Woche stattfindet. Von den Ergebnissen der
inhaltlichen und künstlerischen Diskussion des Projektes erhoffe ich mir viele Impulse auch im Hinblick auf die öffentliche Auseinandersetzung. Wir haben noch viele Diskussionen vor uns und müssen mit hervorragenden Entwürfen überzeugen. Ermutigend ist die positive Einstellung der jüngeren Generation, denn es soll ein ?Denk-Mal‘ im Wortsinne für die zukünftigen Generationen werden.“

Mit zunehmendem Alter wurde durch die Befragten die Bedeutung der Friedlichen Revolution für den eigenen Lebensweg höher eingeschätzt als die Bedeutung des Denkmals für die Gäste der Stadt und für zukünftige Generationen oder für die Stadt selbst. Hinsichtlich der Bedeutung des geplanten Denkmals für die Gäste der Stadt und zukünftige Generationen gaben 58 Prozent der Befragten eine positive Meinung ab.

Bei der Standortfrage soll der Bezug zu den Montagsdemonstrationen auf dem Leipziger Innenstadtring wichtigstes Auswahlkriterium sein. Danach müssen aus Sicht der Frauen die Kosten und nach Meinung der Männer die gute Sichtbarkeit berücksichtigt werden. Ein Drittel der Befragten nutzte zusätzlich die Möglichkeit, weitere Hinweise zum geplanten Denkmal zu geben. Die geäußerten Meinungen der unter 50-Jährigen tendierten dabei mehr in Richtung Zustimmung zu dem geplanten Denkmal und die der Älteren mehr zur Ablehnung.Der Oberbürgermeister erklärte auch die auf die Umfrage folgenden Schritte: „In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen findet ab heute bis zum 16. Februar eine internationale Jugendwerkstatt statt, in der Zeitzeugen mit den Jüngeren in einen unmittelbaren Dialog treten können, um die Botschaft des Denkmals für zukünftige Generation herauszuarbeiten. Die Jugendwerkstatt wird hauptsächlich getragen durch das
bürgerschaftliche Engagement von Leipziger Kirchgemeinden als Quartiergeber, von Leipziger Gymnasien, der eingeladenen Bürgerrechtler aus Leipzig und Dresden und der Partnerstädte Leipzigs, Houston, Krakow und Hannover.“

Die Umfrageergebnisse werden in die am 17. und 18. Februar stattfindende Expertenwerkstatt einfließen, für die unter anderem Historiker, Kunstwissenschaftler und Städtebauexperten gewonnen werden konnten. Die Teilnehmer werden nicht nur eine Empfehlung für den Standort des Denkmals für den Stadtrat erarbeiten, sondern sich auch mit den inhaltlichen und künstlerischen Fragestellungen des Denkmalprojektes beschäftigen. Ziel ist es, eine präzise und fundierte Aufgabenstellung für den internationalen künstlerischen Wettbewerb zu erarbeiten und den Stadtrat in seiner Standortentscheidung zu unterstützen. Die Ergebnisse der Werkstattphase sollen am 8. März, um 19 Uhr in der Alten Handelsbörse in einem Bürgerforum vorgestellt und diskutiert werden.

Hintergrundinfo: Der Leipziger Stadtrat hatte sich bereits mit dem Beschluss vom 17. Juni 2009 für das Projekt ausgesprochen und drei mögliche Standorte dafür vorgeschlagen: Augustusplatz, Wilhelm-Leuschner-Platz und den Promenadenring als Ganzes. Geplant ist, dass der Leipziger Stadtrat noch vor der Sommerpause 2011 eine Entscheidung über den konkreten Standort fällt. Der internationale Wettbewerb für das Leipziger Denkmal, für dessen Teilnahme Künstler, Architekten und Landschaftsarchitekten zugelassen werden und sich bewerben können, soll im zweiten Halbjahr 2011 ausgeschrieben und im Frühjahr 2012 entschieden werden. Es ist vorgesehen, das Denkmal zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution am 9. Oktober 2014 einzuweihen.

VGWortLIZ

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