Das SWIFT System ist ein essenzieller Bestandteil der modernen Infrastruktur unserer Banken. Es steht für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication und macht das Überweisen von Geld deutlich einfacher. Wenn Sie sich noch an die Zeit vor dem Euro erinnern, dann werden Sie sicher wissen, wie schwer es war Geld im Ausland zu bekommen. Bevor der Euro existierte, musste man auf seinen Reisen besondere Schecks mitnehmen und auch Gebühren jeder Art in Kauf nehmen, wenn man die richtigen Devisen in die Hände bekommen wollte.

Die Geldwechsler sind schon seit Anbeginn der Währungen ein Teil jeder Gesellschaft und wenn man zum Beispiel in China die Grenze nach Vietnam überschreitet, dann sieht man, dass die Geldwechsler mit Ihren Bündeln Scheinen in den Bus oder ans Auto kommen, um nicht nur Telefonkarten sondern auch Geld zu verkaufen.

SWIFT ist nicht für die Ewigkeit gebaut

Es gab SWIFT nicht immer und auch vor der Gründung 1973 und der Einführung des IBAN-Systems 2003 war es möglich Geschäfte zu tätigen. Es war nur deutlich komplizierter. Es kann also auch wieder passieren, dass wir mal ohne SWIFT leben müssen und dann könnte es deutlich schwerer werden Geld durch die Welt zu schicken. Besonders, wenn man ständig große Mengen an Geldern hin und her schieben möchte.

Könnten Blockchain die Lösung sein

Not macht erfinderisch, und so wie die Menschen in Zeiten der Ölknappheit schnell nach Alternativen für die Treibstoffproduktion gesucht haben und suchen werden, kann die Einschränkung des Zugangs zum internationalen Kommunikationssystem zwischen Banken für Kryptowährungen, wie sie beispielsweise auf Plattformen wie Gemini, Kucoin oder Bitcoin Profit plattform gehandelt werden, von Nutzen sein. Die Blockchain-Technologie könnte uns vielleicht durch eine Krise des internationalen Finanzsystems helfen.

Die Blockchain für sicherere Kommunikation

Es ist dabei eine Kerneigenschaft der Blockchain, dass sie nicht manipuliert werden kann ohne, dass man sehr großen Aufwand betreiben muss. Das System ist so konzipiert, dass es sich aus wirtschaftlicher Sicht nicht lohnt, es zu hacken. Die Daten in der Blockchain sind nicht in einem Ort gesichert, wie beim SWIFT System.

So ist es auch nicht möglich, dass die Politik Einfluss auf die Funktion der Blockchain nehmen kann. Das gilt allerdings nur dann, wenn genug Menschen an der dezentralisierten Sicherung der Blockchain teilnehmen. Sollte hier jemand die Oberhand gewinnen, dann fällt dieser Vorteil der Blockchain leider weg und wäre dann wiederum anfälliger gegen Manipulationen.

Demokratie und Freiheit bedürfen der ständigen Mitwirkung aller und es ist nie einfach so ein System am Laufen zu halten, da es immer gegenläufige Interessen geben wird. 

Es ist ein bekannter Fakt, dass die Betreiber von SWIFT ständig Daten mit den mächtigen Geheimdiensten der Welt austauschen, besonders mit denen in den USA. Das ist natürlich für die Länder tragisch, die gerade nicht in so gutem Verhältnis mit bestimmten Regierungen und Machthabern stehen.

Dezentralisierung für mehr Privatsphäre

Leider ist es zwar auch mit der Blockchain sehr schwer der Spionage zu entgehen, es gibt aber wenigstens keinen zentralen Ansprechpartner, der sofort alle Daten klar gebündelt für die CIA anbieten kann. Die Sicherheit der eigenen Daten liegt voll und ganz in der eigenen Hand. Sie kann man darüber nachdenken, die eigene IP zu verschleiern und beispielsweise VPN-Dienste zu nutzen, die auch verlässlich sind. Am besten benutzen Sie Ihren eignen Server. Jedes Konto sollte nur für eine Transaktion verwendet werden.

Blockchain komplett ortsunabhängig

Prinzipiell gibt es keinen Grund, warum man nicht überall auf der Welt Bitcoin empfangen kann. Die Frage ist nur, wie man Kryptowährungen benutzt, um sie gegen physische Ware einzutauschen. Das ist mittlerweile an immer mehr Stellen möglich. Eine breitere Anwendung und Akzeptanz würde das System mehr und mehr stabilisieren. Bleiben wir einmal gespannt, wohin die Reise gehen wird.

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