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Wirtschaftsminister Dulig: »Sachsen wird auch in Zukunft Autoland sein!«

Freistaat begleitet Strukturwandel in der Autobranche mit vielfältigen Maßnahmen

Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig hat heute auf der Kabinettsklausur in Oberwiesenthal über die Aktivitäten zur Unterstützung des Transformationsprozesses in der sächsischen Automobil- und Automobilzulieferindustrie informiert. »Wir befinden uns bereits mitten in diesem komplexen Prozess – und sind schon ein gutes Stück vorangekommen«, betont Dulig.

»Sachsen ist ein dynamisches Automobilland, Sachsen ist Mobilitätsland. Deshalb nehmen wir eine Vorreiterrolle bei diesem triefgreifenden Wandel hin zu neuen Fahrzeugantrieben ein. Die Digitalisierung stellt zusätzliche Anforderungen an die Branche. Diesen Wandel im Wettbewerb unterstützen wir am besten, indem wir die Wachstums- und Transformationskräfte der Beschäftigten und Unternehmen stärken. So kann der Freistaat seinen Vorsprung verteidigen und noch ausbauen, damit Sachsen auch in Zukunft Autoland bleibt!«

Die Automobil- und Zulieferindustrie hat für den Freistaat, insbesondere für den südwestsächsischen Raum, eine enorme Bedeutung. Die insgesamt 95.000 Beschäftigten erwirtschaften ein Viertel der sächsischen Industrieproduktion. Durch die Entscheidung von Volkswagen, das Fahrzeugwerk in Zwickau komplett auf die Produktion von Elektrofahrzeugen umzurüsten, nimmt der Freistaat eine Pionierrolle bei der Elektromobilität ein. »Zwickau sendet ein Signal in die Welt aus: Sachsen kann E-Mobility! Unsere traditionsreiche Automobilindustrie erweist sich einmal mehr als Innovationsschmiede und wird zu den Gewinnern der Mobilitätswende gehören«, so Industrieminister Dulig.

Um den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten, hat das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) bei der Sächsischen Energieagentur SAENA die Kompetenzstelle »Effiziente Mobilität Sachsen« eingerichtet. Sie bearbeitet die Zukunftsthemen Elektromobilität, Intelligente Verkehrssysteme und Wasserstoff. Bereits 2018 hat das SMWA über die SAENA eine Studie zum Transformationsprozess beauftragt. E

rstellt wurde die Studie vom Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) und dem Chemnitz Automotive Institute (CATI). Im Herbst 2019 lagen die Ergebnisse vor. Demnach wird 2025 jedes zweite in Sachsen produzierte Fahrzeug elektrisch sein. 80 Prozent der betroffenen Unternehmen bewerten die Beschäftigungsentwicklung bis 2025 als stabil bzw. positiv.

Bei der Produktion von Komponenten, die primär zum Verbrennungsmotor gehören, wird es Einschnitte geben. In den Produktbereichen Karosse/Exterieur, Interieur und besonders bei Elektrik/Elektronik überwiegen die positiven Effekte. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in der Gesamtbetrachtung keine gravierenden Auswirkungen für den Automobilstandort Sachsen zu erwarten sind. Martin Dulig: »Ich will nicht missverstanden werden.

Denn klar ist: Dieser brancheninterne Umwälzungsprozess hat natürlich für einzelne Unternehmen und Beschäftigte weitreichende Folgen. Genau dort setzen wir an: Wir stärken die Innovations- und Transformationskräfte, fördern individuelle und betriebliche Weiterbildung und unterstützen weiterhin den Dialog und die Vernetzung in der Branche. Besonders den Mittelstand unterstützen wir dabei nach Kräften.«

Im Frühjahr 2019 waren Vertreter von Unternehmen der gesamten automobilen Produktionskette zur »Roadshow Transformationsprozess Elektromobilität« eingeladen. Die Tour machte bei mehreren sächsischen Zulieferern Station. Im Dezember 2019 haben der ASAM e.V. (Association for Standardisation of Automation and Measuring Systems) und das SMWA erneut die »ASAM International Conference« veranstaltet.

Vertreter weltweit führender Automobilhersteller und -zulieferer trafen in Dresden zusammen, um neueste Technologietrends und -prozesse zu diskutieren, die für autonome Fahrfunktionen benötigt werden. Ein Thema war dort auch die Landesinitiative »Synchrone Mobilität 2023«: Es wurde aufgezeigt, welche Entwicklungen auf der Straße – im Testfeld Dresden – erprobt und umgesetzt werden.

Auch beim vom SMWA initiierten »Industriedialog Neue Mobilität Sachsen« am 6. Februar 2020 in Dresden werden der Informationsaustausch und Wissenstransfer wieder im Fokus stehen. Dazu eingeladen sind Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowohl aus der Automobil- und Zulieferindustrie als auch aus angrenzenden Branchen rund um Mobilität, Energie, Gebäude und Informations- und Kommunikationstechnik.

»Der Erfahrungsaustausch für Industriebetriebe und Dienstleister über Wertschöpfungspotenziale und das Finden von Partnern ist der Schlüssel zum erfolgreichen Strukturwandel. Rund um vernetzte Elektrofahrzeuge und neue Mobilitätsangebote braucht es dabei Akteure aus vielen Branchen«, sagt Minister Dulig.

Zusätzliche Expertise für innovative Vorhaben können sich kleine und mittlere Unternehmen über die Förderung »InnoExperts« in den Betrieb holen. Diese vom Europäischen Strukturfonds ESF geförderte Maßnahme stärkt die Transformationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Darüber hinaus unterstützt der Freistaat Sachsen im Rahmen der Fachkräftesicherung die berufliche Weiterbildung – mit dem »Weiterbildungsscheck betrieblich« für unternehmensbezogene Weiterbildungsmaßnahmen und dem »Weiterbildungsscheck individuell« für personenbezogene Angebote. Auch mit dem »Qualifizierungschancengesetz« besteht seit dem 1. Januar 2019 für Beschäftigte die Möglichkeit einer Unterstützung von Qualifizierungen und Weiterbildungen. Diese Förderung erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig unterstützt den Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil für ein »Arbeit-von-Morgen-Gesetz«. Es zielt u.a. darauf ab, die Fördermöglichkeiten des Qualifizierungschancengesetzes zu erweitern, auch innerhalb von Kurzarbeit die gezielte Qualifizierung der Beschäftigten zu fördern und frühzeitig aktive Förderung zu ermöglichen. Dulig: »Ich fordere vom Bund, diese Vorschläge zeitnah umzusetzen, damit sie den Unternehmen im Wandel hier in der Region konkret helfen und deren Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken.«

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