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18. Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme vom 28. Februar bis 1. März 2020

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    Das Leipziger Stimmsymposium ist volljährig geworden und feiert seinen 18. Geburtstag. Die beiden Schwerpunkte bilden in diesem Jahr den Umgang mit Lampenfieber inklusive Tipps und Tricks gegen Auftrittsangst sowie das Feedback-Geben im Sinne einer positiven Kritikkultur.

    Aus verschiedenen Perspektiven setzen sich Ärzte, Wissenschaftler und Therapeuten mit diesen Themen mittels Impulsvorträgen, vielfältiger Workshops und künstlerischen Beiträgen auseinander. Rund 450 Teilnehmer werden zur Tagung in der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ erwartet. Medienvertreter sind herzlich eingeladen vor Ort O-Töne und Bilder einzufangen.

    „Ich freue mich sehr, dass das Leipziger Stimmsymposium mittlerweile aus den Kinderschuhen herausgewachsen ist und die jährliche Finanzierung auf festen Beinen steht. Es hat sich seit seiner Gründung prächtig entwickelt und gilt längst als Leuchtturm in der Veranstaltungslandschaft für Musikpädagogen, Mediziner und Therapeuten“, resümiert Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter des Symposiums und Professor für Phoniatrie und Pädaudiologie an der Universität Leipzig. „Den 18. Geburtstag feiern wir mit einem großen Geburtstagskuchen, zu dem wir alle herzlich einladen.“ Der Kuchen wird am Samstag, 29.02.20, 12.45 Uhr angeschnitten und eignet sich als Fototermin.

    Den musikalischen Auftakt gibt der Mädchenchor PLUS aus Markkleeberg, der seit vielen Jahren vom Universitätsklinikum Leipzig phoniatrisch betreut wird. Im Mittelpunkt am Freitag, 28. Februar, stehen die Vorträge zum Feedback-Geben. Sie beleuchten das Thema aus Sicht der Fehlerforschung in der Musik wie im einführenden Vortrag von Prof. Dr. Silke Kruse-Weber (Graz/Schweiz).

    Das Symposium geht auch der Frage nach, wie wir einen angemessenen Umgang mit menschlichen Fehlern in der Medizin entwickeln können. Da in einer Fehlerkultur das Beziehungsgeflecht aller Beteiligten eine tragende Rolle spielt, referiert Prof. Dr. Maria Spychiger (Frankfurt/Main) über Beziehungssicherheit sowie Konzepte und empirische Ergebnisse zur Fehlerkultur in Lernprozessen.

    Die Veranstaltungen am Wochenende (29. Februar/1. März) widmen sich verstärkt dem Beziehungsgeflecht aus psychologischer Sicht. Sie thematisieren am 29. Februar die psychoemotionale Dissonanz als Ursache für Stimmstörungen, Auftrittsangst und Lampenfieber sowie die Lehrer-Schüler-Eltern-Beziehung. Mit den besonderen Herausforderungen der Pubertät befasst sich der Vortrag „Die Kunst einen Kaktus zu umarmen“ aus dem Bereich der Entwicklungspsychologie von PD Dr. Mirko Döhnert (Leipzig).

    Musikalisch aufgelockert geht es abends weiter mit Tenor Jan Kobow im Konzert „Die Musicalische Rüstkammer“. Es gewährt einen Einblick in populäre Arien und heitere Geschichten aus dem barocken Leipziger Opernhaus vor 300 Jahren. Eine Zeit, in der es üblich war, dass Zuhörer während der Musikstücke laut dazwischen riefen und ihr mitgebrachtes Essen verspeisten. In der anschließenden Late Night Lounge ist Prinzen-Sänger und Solo-Künstler Sebastian Krumbiegel zu Gast. Er kommt mit dem Leipziger Bachfest-Intendanten PD Dr. Michael Maul ins Gespräch und liefert eine Kostprobe seines Pianospiels und Gesangs.

    Eine zentrale Säule im komplexen Beziehungsgeflecht Therapeut-Schüler bildet die Selbstfürsorge für jeden Einzelnen. Mit ihr als ein Teil der Professionalität setzt sich am 1. März ein Workshop intensiv auseinander. „Die Teilnehmer des Symposiums arbeiten alle im medizinischen und pädagogischen Bereich und professionelles Handeln wird hier vorausgesetzt. Wir möchten mit unseren Angeboten dafür sensibilisieren, dass es unabdingbar ist, professionelle Selbstfürsorge zu betreiben. Gerade Musikpädagogen oder Logopäden sind oft freischaffend tätig. Sie arbeiten unter finanziellem Druck. Und auch der Klinikalltag ist oft stressig und trotzdem muss ich auf mich aufpassen, mich nicht selbst aufzubrauchen“, erläutert Prof. Fuchs.

    „Im Workshop wollen wir Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit üben.“ In einem parallel laufenden Workshop werden klinische Falldarstellungen anonym vorgestellt, analysiert und davon ausgehend gemeinsam Handlungsempfehlungen abgeleitet. „Mithilfe eines selbst erarbeiteten Leitfadens wollen wir es Chorleitern ermöglichen, dass sie Stimmprobleme ihrer Schützlinge frühzeitig erkennen lernen. So können wir sie im besten Fall befähigen, für das Wohle des Kindes eine Entscheidung zu treffen, wenn es zum Beispiel aufgrund von Stimmstörungen besser wäre, eine Stimmpause einzulegen“, erklärt Prof. Fuchs. Das Schauspiel-Kollektiv „STUDIO LZR“ wird das Symposium 13.30 Uhr künstlerisch und ganz ohne Sprache und Musik pantomimisch darstellen und damit auch beenden.

    Das 18. Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme steht unter dem Motto „Harmonie – Dissonanz – Kritikkultur“​ und findet vom 28. Februar bis 1. März 2020 in der Hochschule für Musik und Theater (HMT) statt. Das nächste Symposium ist vom 26. bis 28. Februar 2021 geplant zum Thema „Stimme – Umwelt – Medien“.

    Neben zahlreichen Medizinern und Therapeuten werden auch wieder Logopäden und Gesangspädagogen am Symposium teilnehmen. Kooperationspartner der Sektion Phoniatrie und Audiologie der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Leipzig sind der Arbeitskreis „Musik in der Jugend“ und die Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Das vollständige Programm finden Sie hier.

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