Am 19. Februar im Horns Erben: Theateraufführung Adolf Südknecht – Die Stasi in Leipzig

Anton Südknecht will seiner weiteren Stasi-Haft entgehen. Dazu muss er eine folgenschwere Entscheidung gegenüber einem hohen Verteter der Staatssicherheit treffen. Vater Adolf hat es inzwischen wieder mit einem Damenbesuch zu tun, der in auf Trab hält. Wird er seinen Sohn endlich wiedersehen?

Die Seifenoper-Improschau in Zusammenarbeit mit Werk 2 und dem Museum in der „Runden Ecke“ unter dem Titel ADOLF SÜDKNECHT – DIE STASI. Thematisiert werden die Anfänge der Staatssicherheit in der DDR in den Fünfzigerjahren.

Schauspiel: Armin Zarbock, August Geyler, Nadine Antler, Martin Kreusch.
Musik: Claudius Bruns (Klavier), Frank Berger (Schlagzeug).

Titel der Aufführung:
ADOLF SÜDKNECHT – DIE STASI: Schlussverhör

Untertitel der Aufführung: 
Die preisgekrönte und längste Historien-Theatergeschichte der Welt.

Präsentator der Aufführung: 
Theater ADOLF SÜDKNECHT

Datum und Uhrzeit der Aufführung: 
Dienstag, 19. März 2019
Beginn 20:00 Uhr

Aufführungs-Ort:
Horns Erben, Arndtstraße 33, 04275 Leipzig
www.horns-erben.de

Karten:
Karten zu 15 € und zu 10 € an der Abendkasse.
Im Vorverkauf über www.culton.de zum pauschalen Einheitspreis von 14,30 €.
Stammgäste erhalten zu jeder vierten Vorstellung 50% Rabatt.
Kartenreservierung und (Karten-) Infos unter www.AdolfSüdknecht.de

Hintergrundinformationen:
Das Theater ADOLF SÜDKNECHT Leipzig zeigt mit seiner Staffel ADOLF SÜDKNECHT – DIE STASI eine künstlerische Aufarbeitung in zeitlich fortlaufenden Aufführungen um die Anfänge der Staatssicherheit in der DDR aus Sicht einer Familie

In Zusammenarbeit mit dem Werk 2 Leipzig und dem Museum in der „Runden Ecke“ Leipzig thematisiert das Theater ADOLF SÜDKNECHT die Staatssicherheit der DDR inmitten ihrer ersten  Phase zwischen 1954 und 1957, in der sie nach starken Schwankungen ihre Machtposition in der DDR aufbaute und festigte. Diese erste Phase war weit mehr geprägt von Gewalt und Repressionen gegen ihre Opfer als die weit verfeinerten Methoden der späteren Jahre. Ziel war es, in der Bevölkerung eine Atmosphäre der Angst und der Einschüchterung gegenüber der Staatsicherheit zu schaffen.

Erarbeitet werden die Ereignisse nach dem unterdrückten Aufstand vom 17. Juni 1953 in einem Theaterprojekt, das sich künstlerisch mit den Strukturen des Ministeriums der Staatssicherheit in der DDR und deren Auswirkungen auf das Umfeld einer Familie auseinandersetzt.

Höhepunkt wird eine Aufführung in der ehemaligen Leipziger Stasi Bezirksverwaltung.

Das Projekt steht in Fortführung und Entwicklung des Langzeittheaterprojektes ADOLF SÜDKNECHT. Die preisgekrönte Historien-Theatergeschichte wird seit 2012 ununterbrochen in bisher über sechzig Episoden gespielt und thematisierte zu Beginn die 1920er Jahre, setzte sich dann ausführlich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander und knüpfte nach den Nachkriegsjahren zeitlich nahtlos an die Geschehnisse um den 17. Juni 1953 an.

Dabei sollen die bisher gewonnenen Erfahrungen des einzigartigen Theaterformates weiter ausgebaut und vertieft werden. Vor allem in Bezug auf die Verbindung von Unterhaltung, Information, historischer Vermittlung, städtischer und landesweiter Erinnerungskultur und der Suche nach theatralischen Formen wird dabei Wert gelegt.

Der Schwerpunkt aber liegt in der Untersuchung, wie nachhaltig die Folgen im privaten Umkreis waren, wenn einen der lange Arm der Stasi einmal im Griff hatte. Selbst bis in den eigenen engsten Familienkreis wurde sich ausspioniert. Ausgelotet werden soll, wie sich ein solcher Vertrauensbruch aushalten ließ.

Neben der Hauptbesetzung mit zwei Schauspielern und einem Musiker spielen pro Episode zwei weitere Schauspieler und ein Gastmusiker mit. Jede Episode baut zeitlich und inhaltlich aufeinander auf, wird aber dennoch dramaturgisch in sich abgeschlossen sein. So ist für die Zuschauer ein Ein- und Ausstieg in die Theater-Reihe jederzeit möglich.

Die Schauspieler erschaffen dadurch, dass sie sich lediglich einen dramaturgischen Rahmen vorgeben und alle Texte improvisieren, eine unikate und in ihren Emotionen authentische Aufführung. Sie recherchieren vorher sorgfältig die historischen Ereignisse, um sie im Augenblick des Spiels abrufen zu können.

Das Theater ADOLF SÜDKNECHT macht mit der Aufarbeitung historischer Ereignisse und deren Folgen auf das persönliche Umfeld einer Familie Geschichte sinnlich erfahrbar und schlägt so eine Brücke in die Gegenwart. Zielgruppe ist ein Publikum ab dem jugendlichen Alter. Geplant ist weiterhin, wie in vergangenen Projekten geschehen, eine theaterpädagogische Begleitung.

Des Weiteren wird, wie immer in den vergangenen Jahren, jeder Abend aufgezeichnet und zum Abruf auf dem Adolf-Südknecht-Vimeo-Channel kostenlos zum Nachschauen bereitgestellt.

So hält das Theater ADOLF SÜDKNECHT an der bewährten Konzeption des Kneipentheaters fest und entwickelt es in behutsamen Schritten in die Zukunft weiter: „Zeitreisen aus dem Wohnzimmer der Weltgeschichte!“

ADOLF SÜDKNECHT – DER AUFSTAND! wird produziert in Kooperation mit dem Werk 2 Leipzig und dem Museum in der „Runden Ecke“ Leipzig.

ADOLF SÜDKNECHT – DER AUFSTAND! wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Kooperation zwischen der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ und dem Theater „Adolf Südknecht“

Bereits im Jahr 2018 haben beide Einrichtungen bei der Durchführung einer Theateraufführung der Improvisations-Theatergruppe „Adolf Südknecht“ kooperiert. Nachdem die Theatergruppe Ende 2017 auf die Gedenkstätte zugekommen ist, war diese sogleich von der Idee, die Formate Theater und Gedenkstättenarbeit, sehr angetan und unterstützte die Theatergruppe gern bei der inhaltlichen Erarbeitung der Staffel „Der Aufstand“ zum Jahr 1953, die 2018 aufgeführt wurde, sowie bei der Recherche und Bereitstellung von Fotos und ähnlichem, um die Ereignisse besser veranschaulichen zu können.

Vor diesem Hintergrund unterstützte die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ das Theaterprojekt in der historisch-politischen Vermittlung und beriet es inhaltlich zur historischen Entwicklung des Jahres 1953. Mit der Kooperation wollte die Gedenkstätte – ähnlich wie sie es beispielsweise auch mit ihren Geschichts-Apps macht – wieder neue Zielgruppen erreichen.

Zielgruppen, die nicht zu den klassischen Museumsbesuchern gehören, aber deren Bewusstsein für demokratische und freiheitliche Prozesse ebenfalls gestärkt sowie deren Blick für die Gefahren von totalitären Ansichten oder diktatorischen Systemen geschärft werden soll – insbesondere im Jahr der Demokratie, welches die Stadt Leipzig 2018 ausgerufen hatte.

Gerne führt die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ die bisherige Kooperation mit der Theatergruppe „Adolf Südknecht“. Bei der neuen Staffel „Die Stasi“, die sich mit der Strukturen des Ministeriums für Staatssicherheit in den 1950er Jahren und den Auswirkungen auf das Umfeld auseinandersetzen will, kann die Gedenkstätte erneut inhaltlich viel Unterstützung bieten.

Ergänzend zu den Informationen und Ausstellungsobjekten, die in der Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“ über Struktur und Arbeitsweise der Geheimpolizei zu finden sind, verfügt die Gedenkstätte über eine in ihrer Geschlossenheit einmalige und umfangreiche Sammlung von über 40.000 Ausstellungsobjekten und ähnlichen vielen Fotos.

Zugleich ist die Gedenkstätte auch bereit, die Theatergruppe wieder nach einem geeigneten Aufführungsort außerhalb der üblichen Spielstätte – des Kulturclubs „Horns Erben“ in der Leipziger Südvorstadt – zu suchen und bietet hierfür Räume im Komplex der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit an, beispielsweise den in den 1950er Jahren neu gebauten Stasi-Kinosaal oder die Stasi-Kegelbahn im Keller ; zugleich bietet sich auch der Innenhof an, der in den 1950er Jahren nicht einsehbar war.

Ebenfalls unterstützt die Gedenkstätte die Theatergruppe auch wieder bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und bewirbt die Staffel mit besonderem Blick auf die geplante Aufführung am Originalschauplatz in der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung Leipzig. Mit der Kooperation kann die Gedenkstätte so nicht nur wieder neue Zielgruppen ansprechen, sondern vor allem auch den authentischen Ort – die ehemalige Stasi-Bezirksverwaltung – stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken und so mehr für den Ort und seine Geschichte sensibilisieren.

Theater ADOLF SÜDKNECHT:
Das Theater ADOLF SÜDKNECHT bietet mit seiner Webseite, dem Newsletter, der Facebook-Fanpage, dem eigenen Vimeo-Video-Channel, den Pressemitteilungen, seinen Plakaten und Flyern, seinem Dokumentations-Dossier und seiner Selbstdarstellungs-Mappe umfangreiches Info-Material an.

Die dokumentarisch-fiktive Improvisationstheater-Kultreihe ADOLF SÜDKNECHT – DIE SEIFENOPER-IMPROSCHAU! ist eine ständig fortlaufende Geschichte über eine Kneipiersfamilie im Wandel der Zeit. Die Theaterserie wird in Leipzig seit 2012 gespielt und erhielt seitdem einen Festival-Preis, Festivaleinladungen, Förderungen und Preisnominierungen.

So wurde ihr ein Publikums- und Jurypreis, der IMPROKAL auf dem internationalen Improvisationstheater-Festival IMPRONALE verliehen. 2012 wurde sie vom Leipziger Stadtmagazin „Kreuzer“ im Jahresrückblick in die Top-5 der besten Theaterstücke Leipzigs gewählt und zweimal für den Leipziger Bewegungskunstpreis nominiert. Sie erhielt außerdem eine Einladung zum 8. Sächsischen Theatertreffen, der Leistungsschau der durch die öffentliche Hand geförderten sächsischen Bühnen – als erstes Freies Sprechtheater in der Geschichte des Festivals!

  • 2019 wird ADOLF SÜDKNECHT – DIE STASI gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
  • 2018 wird ADOLF SÜDKNECHT – DER AUFSTAND! gefördert durch die Stadt Leipzig und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
  • 2017 wird ADOLF MACHT URLAUB gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
  • 2017 wird ADOLF SÜDKNECHT – IN DER REFORMATION gefördert durch die Stadt Leipzig und den Freistaat Sachsen
  • 2016 wird ADOLF SÜDKNECHT – DIE SEIFENOPER-IMPROSCHAU! mit einer Folge aus Staffel vier (2016) eingeladen zur LACHMESSE, dem europäischen Humor- und Satirefestival in Leipzig
  • 2015 wird ADOLF SÜDKNECHT – DIE SEIFENOPERMPROSCHAU! mit einer Folge aus Staffel vier (2015) ein Publikums- und Jurypreis, der IMPROKAL, verliehen, nachdem sie auf dem dortigen internationalen Improvisationstheaterfestival IMPRONALE in Halle (Saale) nominiert worden war
  • 2014 wird ADOLF SÜDKNECHT – THE IMPROVISED ALTERNATE-HISTORY-SHOW! mit Staffel drei (2014) eingeladen zum 8. Sächsischen Theatertreffen, der Leistungsschau der durch die öffentliche Hand geförderten sächsischen Bühnen – als erstes und einziges Freies Sprechtheater in der Geschichte des Festivals
  • 2014 wird ADOLF SÜDKNECHT – THE IMPROVISED ALTERNATE-HISTORY-SHOW! mit Staffel drei (2014) eingeladen zu OFF14, dem Treffen der Freien Theater in Sachsen
  • 2013 wird ADOLF SÜDKNECHT – THE IMPROVISED ALTERNATE-HISTORY-SHOW! mit Staffel zwei (2013) erneut für den Bewegungskunstpreis nominiert. Jurybegründung: „Mit Adolf Südknecht hat sich ein ganz eigenes und eigenartiges Veranstaltungskonzept fest etabliert. Semi-improvisiertes Theater in Serie führt in Verbindung mit der Stadtgeschichte zum fesselnden Format, bei dem jeder Abend anders ist. Monatlich lädt die kultige Kneipiersfamilie Südknecht – Armin Zarbock, Susanne Bolf und August Geyler – in ihr Refugium und lässt das Publikum an ihrem Schicksal in den Unbillen des 20. Jahrhunderts, an Wahrheit und Wahrhaftigem, Quatsch und Erkenntnis teilhaben. Kurzum: Eine ansehnliche Gratwanderung aus Darstellkunst und Unterhaltung, Spielfreude und Mut zum Abschweifen.“
  • 2013 wird ADOLF SÜDKNECHT – THE IMPROVISED ALTERNATE-HISTORY-SHOW!, Staffel zwei (2013), gefördert durch die Stadt Leipzig, Kulturamt
  • 2013 wird ADOLF SÜDKNECHT – THE IMPROVISED ALTERNATE-HISTORY-SHOW!, Staffel eins (2012), vom Leipziger Stadtmagazin „Kreuzer“ im Jahresrückblick in die Top-5 der besten Theaterstücke Leipzigs des Jahres 2012 gewählt
  • 2012 wird ADOLF SÜDKNECHT – THE IMPROVISED ALTERNATE-HISTORY-SHOW!, Staffel eins (2012), von einem Jurymitglied selbst ausgehend, als erstes Improvisationstheater für den mit EUR 5.000,- dotierten Leipziger Bewegungskunstpreis nominiert. Er wird für herausragende Leistungen bei Inszenierungen der aktuellen Spielzeit vergeben. Jury-Begründung: „Die Historienshow fügt sich perfekt ins Setting uriger Kneipengemütlichkeit. Und die schüttelt das Trio ordentlich durch. Ein Impro-Gast sorgt pro Inszenierung für Abwechslung. Überzeugend zeigt sich das innovative Format, indem es Lokalgeschichte in Lokallegende findet.“
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