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ProtestFlügel Leipzig 2026: Musik, Stadtgesellschaft und Klimabewegung ziehen gemeinsam durch Leipzig
Am 12. Juni 2026 wischen 15 und 19 Uhr wird Leipzig erneut zur Bühne eines außergewöhnlichen musikalischen Protests: Der ProtestFlügel zieht im Rahmen des Bachfests 2026 bereits zum dritten Mal quer durch die Stadt, dieses Jahr unter dem Motto „Musik trifft Engagement“. Ein Konzertflügel wird dabei per Hand von einem bunten Zug aus Musiker:innen, Chören, Klima- und Verkehrsinitiativen sowie Leipziger Bürger:innen durch den öffentlichen Raum bewegt und unterwegs bespielt.
Ziel des musikalischen Umzugs ist die Marktbühne des Leipziger Bachfests auf dem Alten Markt. Der ProtestFlügel verbindet Kunst, gesellschaftliches Engagement und konkrete Visionen für eine lebenswerte Stadt in Form von Forderungen von zahlreichen Leipziger Initiativen, darunter Fridays for Future Leipzig, Leipzig pflanzt, Leipzig gießt, Verkehrswende Leipzig sowie der ADFC Leipzig.
Ein musikalischer Protest FÜR statt GEGEN
Der ProtestFlügel versteht sich ausdrücklich als positives gesellschaftliches Signal in herausfordernden Zeiten. Statt Konfrontation stehen Begegnung, Musik und gemeinsames Handeln im Mittelpunkt. „Wir bringen Kunst dorthin, wo sie gebraucht wird: mitten in die Stadt, mitten in die gesellschaftliche Debatte“, erklärt das Organisationsteam.
„Der ProtestFlügel ist ein fröhlicher und zugleich entschlossener Protest für Gesundheit, Sicherheit, soziale Teilhabe und ein gutes, bezahlbares Leben.“ Bach-Welt, Jazz-, Liedermacher- und freie Musikszene treffen dabei auf Klima- und Mobilitätsbewegung. Freizeit- und Berufsmusiker:innen musizieren gemeinsam mit Chören, Solokünstler:innen und engagierten Leipziger:innen.
Leipziger Initiativen formulieren gemeinsame Forderungen für die Stadt
Entlang der Route machen die beteiligten Initiativen auf konkrete Forderungen für eine lebenswerte und klimaresiliente Stadt aufmerksam. Gemeinsam setzen sie sich unter anderem ein für
- sichere und gerechte Mobilität für alle Menschen
- Verkehrsberuhigung und Tempo 30 in sensiblen Zonen der Stadt
- mehr Stadtgrün und Entsiegelung
- den Schutz bestehender Bäume
- klimaangepasste Schwammstadt-Konzepte
- lebenswerte öffentliche Räume statt autogerechter Stadtplanung
Die Forderungen werden entlang des musikalischen Umzugs sichtbar und hörbar gemacht – durch Musik, Redebeiträge, Banner, künstlerische Interventionen und Begegnungen im öffentlichen Raum.
Route und Programm des ProtestFlügels 2026
Ablauf
14:30 – 15:15 Uhr – Kleine Feine Merse (verkehrsberuhigter Bereich)
16:00 Uhr 16:30 Uhr – Sachsenbrücke / Klimastreifen
17:00 – 17:30 Uhr – Bundesverwaltungsgericht
18:30 – 19:00 Uhr – Alter Markt / Marktbühne des Bachfests (Hauptperformance und Abschluss)
Der Zug wird auf der Marktbühne des Bachfests begrüßt. Bereits in den vergangenen Jahren beteiligten sich zahlreiche Leipziger Musiker:innen und Ensembles an der Aktion, u. a. Sebastian Krumbiegel.
Teil des offiziellen Bachfest-Programms
Der ProtestFlügel ist Teil des Rahmenprogramms des Bachfests Leipzig 2026. Das Festival findet vom 11. bis 21. Juni 2026 statt. Unter dem diesjährigen Motto „Im Dialog“ versammelt das Festival mit mehr als 200 Veranstaltungen Musikschaffende und Publikum aus aller Welt in Leipzig. Die ProtestFlügel-Aktion ist im offiziellen Programm angekündigt als: „2° sind zu viel. Be-Flügeln wir den Wandel!“.
Gemeinsam mit Künstler:innen des Bachfests verwandeln die Musiker:innen des ProtestFlügels die Bühne dort in einen überraschenden musikalischen Flashmob – und bringen ihre Forderungen nach einem guten, lebenswerten und nachhaltigen Leipzig vor rund 2.000 Zuschauer:innen klangvoll zum Ausdruck. Damit verbindet die Aktion Leipziger Musiktradition mit aktuellen Fragen sozialer und ökologischer Stadtentwicklung.
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Dresden: Messer, Drogen und ein Fluchtversuch am Hauptbahnhof
Am späten Donnerstagabend (04.06.2026) kontrollierten die Beamten der Bundespolizeiinspektion Dresden im Hauptbahnhof und in internationalen Zügen mehrere Personen. Gegen 21:20 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte im Rahmen der Binnengrenzfahndung den Eurocity (Děčín-Trier). In einem Abteil trafen die Beamten auf einen 53-jährigen Tschechen, von dem starker Cannabisgeruch ausging.
Obwohl er den Besitz von Betäubungsmitteln verneinte, führte er ein griffbereites Einhandmesser an der Hosentasche und eine mit Cannabis gefüllte Kräutermühle im Rucksack mit sich. Der Mann wurde zur Bundespolizeiwache im Hauptbahnhof gebracht, wo die Gegenstände beschlagnahmt wurden. Ihn erwarten nun ein Strafverfahren nach dem Konsumcannabisgesetz sowie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Messerbesitzes.
Zuvor, gegen 21:17 Uhr, fiel einer Streife im Hauptbahnhof Dresden ein junger Mann auf, der beim Erblicken der Polizei sofort zu flüchten versuchte und auch im weiteren Verlauf versuchte, sich gewaltsam den polizeilichen Maßnahmen zu entziehen.
Ausweisdokumente führte er nicht mit, dafür entdeckten die Polizisten in seinem Rucksack ein regelrechtes Waffenlager aus insgesamt acht Messern, darunter vier Wurfmesser, drei Messer und ein Küchenmesser. Gegen den 22-jährigen Ungarn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet.
MACHN26: Was ist neu Marco Weicholdt? Und etwas über neue Apps + Videos
Nach der Keynote von Robert Habeck, dem ersten Rundgang über das MACHN-Gelände und den ersten Gesprächen mit den wunderbaren Menschen, habe ich festgestellt, dass sich einiges verändert hat gegenüber dem Vorjahr. Also habe ich Marco gesucht und gefunden und ihn zu den Neuerungen befragt. Marco Weicholdt ist Mitgründer und Leiter des MACHN-Festivals. Wer, wenn nicht er kann uns etwas dazu sagen? Wir haben das Video transkribiert und, aus Gründen der Lesbarkeit, bearbeitet.
Marco, Du bist der Festival-Chef von MACHN26. Was ist neu, was ist anders?

Wir sind im fünften Jahr des Festivals, fünf Jahre MACHN. Wir haben eine komplett neue Halle angemietet, um die gewachsenen Marketingthemen in einer eigene Haller, der Marketingstage, unterzubringen. Das heißt, die Themen die in den letzten Jahren auch schon sehr, sehr stark waren. Die Trends, die wirklich für die Professionals nicht nur auf der Oberfläche, sondern tatsächlich auch konkrete Beispiele aus der Praxis zu nehmen. Wir haben ein KI-Barcamp am zweiten Tag, wo man Themen selber einbringen kann. Also jeder Festival-Gast kann hier Fragen stellen oder eigene Best Practices einbringen. Und generell haben wir über 2000 Leute, die neugierig sind, aus der Kreativwirtschaft, aus der Startup-Bubble, aus der etablierten Wirtschaft, aus dem Technologiebereich. Und das ist ein Mix, der ganz großen Spaß macht.
Sag mal was zu den Leuten die hier ihre Projekte vorstellen. Sind das mehr geworden, sind das weniger geworden? Erster Eindruck, ist es sind weniger.
Wir haben eine bunte Mischung tatsächlich. Wir haben sowohl Unternehmen als auch Startups, Forschergruppen. Wir sind ja selber jetzt auch Startup Factory. Also zum ersten Mal ist boost der Veranstalter von dem Festival. Das Festival selber ist das gleiche Format, aber findet jetzt im Rahmen von Start-up Germany statt, also vom BMWE unterstützt, dass wir gerade den Gründerinnen und Gründer der jungen Generation ermöglichen wollen groß zu denken. Das heißt, die Startup Pitches haben eine andere Qualität in diesem Jahr, weil wir sehr viel enger mit den Universitäten und Frauenhofern und Institutionen zusammenarbeiten. Und die Startup Pitches sind auch verschränkt mit dem Investors Day, der parallel stattfindet. Das heißt, man findet hier potenzielle Mitgründerinnen und Mitgründer, man findet Geldgeber und man findet natürlich ganz viele Feedbackgeber.
Wir freuen uns über den Zulauf, den MACHN hat. Es sind wieder über 2000 Menschen gekommen, tatsächlich auch sehr viel überregionales Publikum. Wir freuen uns natürlich, wenn wir die Leipziger erreichen, aber noch viel mehr, wenn quasi um Leipzig herum ganz viele Leute anreisen. Auch wenn das heute mit dem Zug ein bisschen schwer war, habe ich gerade gehört. Aber die, die da sind, sind gerne da. Und das freut uns natürlich riesig, dass man auch so ein Gelände wie die Baumwollspinnerei und die Leipziger Atmosphäre in die Republik tragen kann.
Dann sehen wir uns spätestens nächstes Jahr wieder, Danke schön.
Mein Eindruck war, wie ich auch Marco sagte, dass in diesem Jahr weniger Gründerinnen und Gründer mit Ständen vertreten waren. Es wurden aber viele interessante Projekte vorgestellt, wir haben mit insgesamt 14 Startups bzw. Firmen gesprochen und hier sind die ersten Ergebnisse. In diesem Artikel geht es um Apps für verschiedene Anwendungen. Ob Leserinnen oder Leser diese sinnvoll finden, bleibt diesen überlassen.
NinoNauten – Navigationssystem für Familien mit Kindern
Ulrike Winter-Bergmann stellte uns am Stand von future SAX die App NinoNauten vor. Wer sucht nicht bei Google Maps, wenn man ein Café, Restaurant oder ähnliches braucht? Braucht man aber eine Toilette für sein Kind, einen Wickelraum oder auch einen barrierefreien Spielplatz, dann hilft „Tante Google“ meist nicht weiter. Ulrike sagt dazu: Wir stellen nicht die Orte in den Mittelpunkt, sondern die Bedürfnisse der Kinder. „Braucht Dein Kind eine reizarme Umgebung, einen Wickelplatz, hast Du einen Rollstuhl dabei? All das kannst Du auf unserer Karte filtern und NinoNauten zeigt Dir die passenden Orte für die Bedürfnisse Deiner Kinder.“ Ein, finde ich, spannendes Projekt. NinoNauten soll demnächst in Leipzig verfügbar sein und später deutschlandweit ausgerollt werden.

Mit Qrush durch die Nacht
Nachts etwas unternehmen, in welcher Bar oder welchem Club ist etwas passendes los und wo sind meine Freunde? Die App Qrush soll helfen das herauszufinden. Hagen Herzog sprach mit uns über die App für Party People und die Web-Anwendung für Locations. Die App ist schon deutschlandweit verfügbar.
carbonx, die App für den CO2-Fußabdruck
Am Stand von StarTH, dem Thüringer Hochschulgründungsnetzwerk, trafen wir Sarath Nagineni, Student an der Hochschule Nordhausen, der das Projekt carbonx vorstellte. Da wir das Gespräch nicht auf Englisch führen und aufzeichnen wollten erklärte sich Gründungscoach Christian Zoll dazu bereit, die Vorstellung zu übernehmen.

Mit carbonx kann man seinen täglichen CO2-Fußabdruck, den man durch diverse Aktivitäten schafft, messen. Man bekommt Empfehlungen zur Reduzierung und es gibt auch eine Challenge. Es gibt Punkte, die man bei Partnerunternehmen einlösen kann. Sarath sucht für sein Team noch Mitstreiter.
„peace“, Pedagogical Agent for Children Emotions
Last not least, irgendwo muss ja der Artikel enden, stellte uns Johanna Eller von der Universität Leipzig, Zentrum für frühkindliche Entwicklung (HumanKind) das Projekt „peace“ vor. Kurz beschrieben ist „peace“ ein KI-gestützter Lernassistent für sozial-emotionale Lerneinheiten, in der frühkindlichen Bildung. Johanna erklärt das im Video genauer, keinesfalls soll die KI hier Fachpersonal ersetzen.
Fazit: Es gibt Neues beim MACH-Festival, wie Marco erzählte, und die Gründerinnen und Gründer sind im Bereich der Entwicklung von neuen Apps sehr aktiv. Im nächsten Artikel kommt dann das SpinLab zu Wort und wir reden über Robotik.
Stadtbezirke Mitte und Süd wieder vollständig mit Fernwärme versorgt
Das Leipziger Fernwärmenetz soll ausgebaut und modernisiert werden. Um das zu erreichen, sind teilweise umfangreiche Maßnahmen nötig, wie es sie seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. In zwei Leipziger Stadtbezirken waren die Menschen deshalb eine Woche lang intensiv betroffen.
Die Fernwärme-Unterbrechung in den Leipziger Stadtbezirken Mitte und Süd sei planmäßig am Freitag beendet worden, teilten die Stadtwerke mit. Die Arbeiten waren notwendig, um das Gebiet weiterhin zuverlässig in einem wachsenden und zukunftsfähigen Netz mit Fernwärme versorgen zu können.
Das warme Wasser fließt nun wieder in die Gebäude. Einige Gebiete wie Connewitz und Marienbrunn sind bereits seit dem 4. Juni wieder versorgt. In Lößnig konnte durch kurzfristige technische Lösungen sogar eine Abschaltung vermieden werden.
Die Leipziger Stadtwerke und Netz Leipzig hatten zur Baumaßnahme über verschiedene Wege die Bürger mehrere Wochen vorab informiert. „Natürlich war uns bewusst, dass dies ein spürbarer Eingriff in den Alltag ist. Umso mehr freuen wir uns, dass die Menschen die Notwendigkeit der Maßnahme nachvollziehen konnten. Für das große Verständnis bedanken wir uns ausdrücklich“, sagt Tim Burghardt, Projektleiter der Leipziger Stadtwerke.
Zur Entlastung der betroffenen Anwohner hatten die Stadtwerke gemeinsam mit den Leipziger Sportbädern ein Angebot geschaffen: Jeder betroffene Haushalt erhielt die Möglichkeit, zwei Gutscheine pro Person im Wert von jeweils fünf Euro zum Baden und Duschen in den Zeiten des öffentlichen Badens zu nutzen.
Viele Leipziger machten laut Stadtwerken davon Gebrauch. „Diese Aktion kam sehr gut an. Wir haben rund 5.300 Gutscheine verteilt und freuen uns über das gute Feedback“, sagt Burghardt. Mehr als 800 Gutscheine wurden bislang eingelöst.
Hintergrund ist, dass vom 31. Mai bis 5. Juni Fernwärme-versorgte Gebäude von einer zentralen Leitung getrennt wurden. Dabei war es unter anderem auch nötig, heißes Wasser aus dem bestehenden Fernwärme-Netz in Mischwasserschächte zu leiten, mit Kaltwasser herunterzukühlen und in die Kanalisation zu leiten.
Neue Technik wurde eingebaut und das bestehende mit dem neuen Netz verbunden. 95 Mitarbeiter – aus der Stadtwerke-Tochter Netz Leipzig sowie Partnerfirmen – stemmten das Projekt auf der technischen Seite. Ganze 870 Kubikmeter Wasser wurden ausgetauscht. Betroffen von der lokalen Fernwärme-Unterbrechung waren Häuser in einzelnen Straßen der Stadtteile Zentrum Süd, Zentrum Südost, Südvorstadt und Connewitz sowie Marienbrunn.
13 Kunden und Einrichtungen mit besonderem Versorgungsbedarf, wie Pflege oder betreutes Wohnen, wurden während der Versorgungsunterbrechung mit Warmwasserprovisorien ersatzversorgt.
Mehr Sport, weniger Wandern: Oberschule Höltystraße erhält endlich eigene Sporthalle
Alles wird gut. Irgendwann. Oft braucht man dabei Geduld – manchmal sogar sehr viel Geduld. Doch im Fall der Oberschule Höltystraße hat sich die Warterei gelohnt. Denn eine nagelneue Sporthalle wird hier in Kürze in Betrieb gehen. Ein Meilenstein, der mit einer feierlichen Einweihung am 4. Juni unter anderem von Kultus-Staatssekretär Wilfried Kühner, Schulamtsleiter Peter Hirschmann und Sport-Bürgermeister Heiko Rosenthal offiziell gewürdigt wurde. Für die Schüler und die Lehrerschaft ist diese eigene Halle ein Quantensprung.
Sportlehrer Thore Klein brachte es auf den Punkt: „Ein langer Weg geht zu Ende“, begann er seine Ansprache – und meinte das durchaus doppeldeutig. Denn einerseits dauerte es ganze sechs Jahre, bis die 2020 reaktivierte Oberschule endlich über eine eigene Sporthalle verfügt. Und zum anderen war die Ausweichhalle – auf dem Gelände des 1. FC Lok – zwei Kilometer entfernt. Zum eigentlichen Sportunterricht gesellten sich mit Hin- und Rückweg damit noch jeweils vier Fußmarsch-Kilometer. Anfangs hatten gar nicht alle Kinder die erforderliche Kondition, um diese Strecke am Stück durchzuhalten. Pro Schuljahr summierte sich der Extra-Weg immerhin auf stolze 164 Kilometer.

Dazu kam, dass die Wegzeit von insgesamt einer Stunde auch den eigentlichen Stundenplan veränderte. Seit diesem Schuljahr verkürzten neue Ausweichmöglichkeiten in der Heinrich-Mann-Schule sowie der Johannes-Hegebarth-Schule die Wegstrecken immerhin um etwa die Hälfte. Doch ab dem neuen Schuljahr kann der Sportunterricht dann uneingeschränkt auf dem eigenen Schulgelände absolviert werden. „Das ist ein sehr großer und wichtiger Schritt nach vorn“, freute sich auch Zehntklässler Lucien.
In Massivbauweise wurde hier eine eingeschossige, nicht unterkellerte Zweifeldsporthalle hingestellt, mit einer Innenhöhe von gut zehn Metern. Der Sonnenschutz vor den Fenstern ist dabei über eine Metallfassade aus perforiertem und beschichteten Stahlblech gelöst. Für zusätzliche Abkühlung und eine angenehme Optik wird rundherum außerdem eine Begrünung durch Kletterpflanzen sorgen. Auf dem Dach gibt’s ebenfalls Grün und eine PV-Anlage. Um die Pflanzen auch ordentlich gießen zu können, wird Regenwasser über eine Zisterne in ein ausgetüfteltes Bewässerungssystem geleitet. Man hat sich also durchaus Gedanken gemacht.
Für die Schülerinnen und Schüler öffnet sich die neue Halle erstmals kurz vor Ferienbeginn Anfang Juli beim Schulsportfest. Bis dahin wird noch der letzte Feinschliff erledigt. Schon größtenteils in Nutzung ist dagegen die ebenfalls ganz frische Sportfreianlage. Das Schmuckstück bietet beste Voraussetzungen für blitzschnelle Sprints, weite Sprünge und packende Ballwettkämpfe. Kugelstoßen ist auch bald möglich. Insgesamt hat das Paket aus Halle und Sportplatz 8,5 Millionen Euro gekostet. Eine Investition in die sportliche Zukunft.
Kirschen süß & sauer: Ein Büchlein für eine unglaublich beliebte Frucht
Es ist Kirschenzeit. Und in kleinen Schalen locken sie beim Gang über den Frischemarkt: knallrot, herzförmig, glänzend vor Fülle – Süßkirschen, die man am liebsten gleich aus der Schale verputzen möchte, baden im Kirschenaroma. Und siehe da: Es gibt auch gleich noch ein Büchlein aus der Mini-Reihe des Buchverlags für die Frau, das sich ganz der beliebten Sommerfrucht widmet. Wie gehabt: mit einem kleinen Ausflug auch in die Geschichte.
Denn auch wenn man den Kirschbaum aus Omas Garten nicht wegdenken kann, ist auch die Kirsche, wie wir sie kennen, eine Einwanderin. Und das hängt mit einem römischen Feldherren zusammen, der die Lust am Schmausen schon im Namen trug: Lucius Licinius Lucullus. Seinen Feldzug gegen König Mithridates VI. nutzte er auch dafür, die in Kleinasien kultivierte Süßkirsche mit nach Rom zu bringen.
Und über die Römer kam die Kirsche dann auch nach Mitteleuropa. Samt ihrem Namen, den sie von der Hafenstadt Kerasus am Schwarzen Meer hat, dem Ort, wo irgendwann um 400 vor unserer Zeitrechnung die Süßkirsche kultiviert wurde.
Wenn man hierzulande im April die Kirschbäume blühen sieht, denkt man gar nicht mehr daran, dass auch die Süßkirsche erst mit den Römern zu uns kam. Dass die Kirsche aber etwas Besonderes ist, wird in vielen mehr oder weniger bekannten Festen gefeiert. Eins der berühmtesten ist das Hussiten-Kirschfest, das die Naumburger seit 1526 Ende Juni feiern. Das sollte man in diesem Jahr wohl nicht verpassen.
Anja Stiller aber erzählt nicht nur die Geschichte der Kirsche, von Festen und Brauchtümern, wertvollen Inhaltsstoffen und Kuriositäten (wie der Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken), sie führt ihre Leserinnen und Leser auch in die Welt der Kirschsorten ein – Herzkirschen und Knorpelkirschen zum Beispiel und natürlich auch die Sauerkirschen, die ihre Hochzeit freilich erst im Juli und August haben und dann die Kuchenbäcker unter uns zur Hochform auflaufen lassen.
Kirschen in der Küche
Für die Besitzer eigener Gärten gibt es die nötigen Tipps für das Anpflanzen der richtigen Kirschsorte. Und dann geht es eigentlich – wie gewohnt in diesen kleinen Büchern – hinein in die Küchentipps und Rezepte, die natürlich nur eine kleine Auswahl dessen sein können, was man mit Kirschen so alles anstellen kann.
Und das geht mit Kirschen im Salat los, steigert sich zu Kirschschmarrn und Hähnchenkeulen mit Rosmarinkirschen und hört mit Gebackenem Camembert mit Kirsch-Chutney nicht auf.
Im Gegenteil: Beim Nachtisch wird die Kirsche erst recht zum Star, kommt als Sauerkirschauflauf auf den Tisch, als Kirsch-Clafoutis, Kirschcreme oder Schwarzwald-Kirsch-Dessert. Und da darf dann die Schwarzwälder Kirschtorte genauso wenig fehlen wie die Feinen Kirschschnitten oder Kirschkuchen direkt vom Blech.
Wer bei Kirschstrudel dann noch nicht hinschmilzt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Es sei denn, er will lieber selbst gemachtes Kirscheis oder nach der Erntesaison ein ganzes Regal voller selbst gemachter Kirschkonfitüre.
Nur losgehen und sich die leckeren Früchte besorgen, das muss man schon selbst. Vielleicht beim Lieblingshändler auf dem Frischemarkt. Oder – wer das Glück hat – beim Nachbarn, der seine reiche Ente teilt. Nur mausen sollte man nicht, auch wenn die Früchte übern Gartenzaun noch so locken.
Anja Stiller Kirschen Buchverlag für die Frau, Leipzig 2026, 6 Euro
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Haftbefehl in Dresden vollstreckt und Körperverletzung in Meißen
Bei einer Kontrolle am Hauptbahnhof Dresden hat die Bundespolizei am Mittwochmittag (03.06.2026) einen per Haftbefehl gesuchten Mann festgenommen. Die Beamten kontrollierten gegen 12:50 Uhr einen 35-jährigen georgischen Staatsangehörigen. Neben dem Verdacht des unerlaubten Aufenthalts ergab die Überprüfung der Personalien, dass gegen den Mann ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Verden vorlag. Er war im Oktober 2025 vom Amtsgericht Diepholz wegen Diebstahls verurteilt worden.
Da er die Geldstrafe (900,- Euro) nicht bezahlt hatte, muss er nun eine 15-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen. Der 35-Jährige wurde an die Landespolizei übergeben und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Am Mittwochnachmittag (03.06.2026) gegen 13:45 Uhr kam es in der S-Bahn in Richtung Bahnhof Meißen-Triebischtal zu einer Körperverletzung. Ein 67-jähriger syrischer Staatsangehöriger hatte sich mit Verletzungen im Gesicht beim Zugbegleiter der S1 gemeldet. Der bislang unbekannte Täter war beim Eintreffen der Polizei bereits geflüchtet.
Die Bundespolizeiinspektion Dresden hat die Ermittlungen wegen Körperverletzung aufgenommen und sucht Zeugen. Hinweise zu dem Täter und dem Tatgeschehen werden unter der Telefonnummer 0351 / 81502 – 0 entgegengenommen.
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Antragsstart für investive Förderungen: Freistaat unterstützt die Tafeln wieder mit 400.000 Euro
Der Freistaat Sachsen setzt seine Unterstützung für die sächsischen Tafeln auch 2026 fort und stellt in diesem Jahr wieder 400.000 Euro aus dem Landeshaushalt für investive Vorhaben bereit. Ab sofort können die Träger der sächsischen Tafeln Anträge auf Förderung ihrer investiven Vorhaben bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) einreichen. Die Antragsfrist endet am 16. Juli 2026.
Sozialministerin Petra Köpping: „Die Tafeln verbinden seit vielen Jahren auf einzigartige Weise zwei zentrale gesellschaftliche Anliegen: Sie bekämpfen Lebensmittelverschwendung und helfen gleichzeitig bedürftigen Menschen. Ich freue mich sehr, dass wir die Tafeln auch in diesem Jahr wieder mit 400.000 Euro unterstützen können. Dafür danke ich allen Ehrenamtlichen, die diese wertvolle Brücke zwischen spendenden Unternehmen und bedürftigen Menschen tagtäglich logistisch und menschlich unterstützen.“
Die investive Förderung zielt darauf ab, die Tafelbetriebe in den Bereichen Logistik, Räumlichkeiten, Sicherheit, Arbeitsschutz und Energieeffizienz zu unterstützen, sowie die Einhaltung von Hygiene- und sonstigen Vorschriften zu gewährleisten. Davon profitieren vor allem die Tafelkunden, aber auch die ehrenamtlich Engagierten. Pro Projektvorhaben sind Fördersummen zwischen 2.500 und 30.000 Euro möglich.
Hintergrund
Mit 45 Tafeleinrichtungen und dem Landesverband „Tafel Sachsen e.V.“ gibt es in Sachsen ein flächendeckendes Netz von etwa 110 Ausgabestellen. Das Angebot der Tafeleinrichtungen steht allen bedürftigen Menschen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Sachsen offen.
Nähere Informationen zum aktuellen Antragsverfahren sind auf der Seite der SAB zu finden: https://shorturl.at/znEFG
Der Freistaat unterstützt zudem die bei den Tafeln beschäftigten Ehrenamtlichen: Sie können mit einer monatlichen pauschalen Aufwandsentschädigung in Höhe von 40 Euro aus dem Ehrenamtsförderprogramm „Wir für Sachsen“ gefördert werden. Für das Programm stehen in diesem Jahr 11 Millionen Euro zur Verfügung. Informationen zum Antragsverfahren: https://www.wfs-foerderportal.de/
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Polizeibericht 5. Juni: Anhänger auf A14 umgekippt, Brand in einer Recyclingfirma, Zeugenaufruf zu sexuellen Übergriff
Brand in einer Recyclingfirma
Ort: Grimma (Ostrau), Zeit: 05.06.2026, gegen 03:15 Uhr
In der vergangenen Nacht kam es in einer Recyclingfirma im Grimmaer Ortsteil Ostrau zu einem Brand. Das Feuer war gegen 3:15 Uhr aus bisher unbekannter Ursache in einem großen Metallcontainer ausgebrochen. Die Feuerwehr wurde durch die Brandmeldeanlage informiert und löschte vor Ort mit Kameraden der Wehren aus Mutzschen, Zschoppach und Grimma. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Schaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keinen Hinweis auf einen Straftatverdacht.
26-Jährige bei Verkehrsunfall verletzt
Ort: Leipzig (Paunsdorf), Heiterblickallee/Günselstraße, Zeit: 04.06.2026, gegen 07:00 Uhr
Am Donnerstagmorgen kam es im Leipziger Stadtteil Paunsdorf zu einem Verkehrsunfall, bei dem die Fahrerin (26) eines Kleinkraftrads Talaria schwer verletzt wurde. Der Fahrer (81, deutsch) eines Skoda Octavia fuhr auf der Günselstraße in östliche Richtung und wollte nach links auf die Heiterblickallee abbiegen. Dabei übersah er die 26-Jährige, die auf der Heiterblickallee in südliche Richtung fuhr.
In der weiteren Folge stürzte die 26-Jährige, verletzte sich schwer und musste zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wurde mit etwa 3.500 Euro beziffert. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen wegen des Verdachts einer fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen.
Zeugenaufruf nach Raubdelikt
Ort: Leipzig (Schönefeld-Ost), Volksgartenstraße, Zeit: 04.06.2026, gegen 22:05 Uhr
Am späten Donnerstagabend kam es im Leipziger Stadtteil Schönefeld-Ost zu einem Raubdelikt, bei dem ein 29-Jähriger schwer verletzt wurde und zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Der 29-Jährige war auf der Volksgartenstraße unterwegs und lief in Richtung Permoser Eck. Anschließend wurde er unvermittelt von mehreren Unbekannten angegriffen und zu Boden gebracht.
Die Täter schlugen und traten den 29-Jährigen, verletzten ihn schwer und stahlen sein Handy. Anschließend flüchteten sie in Richtung der Torgauer Straße vom Ort. Zur Personenbeschreibung der Täter ist bisher Folgendes bekannt:
Person 1:
- Vollbart
- lockige Haare
- Kleidung: dunkles T-Shirt | dunkle lange Hose
Person 2:
- Kleidung: blauer Pullover | kurze Hose
Person 3:
- Kleidung: komplett schwarz gekleidet
Darüber hinaus wurden alle Personen mit einem Alter von etwa 20 bis 25 Jahren beschrieben beschrieben. Die Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu den Unbekannten geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden.
Zeugenaufruf zu Verkehrsunfall in Nerchau
Ort: Trebsen/Mulde (Neichen), Nerchauer Straße, Zeit: 03.06.2026, gegen 15:25 Uhr
Gestern berichtete die Polizeidirektion Leipzig in der Medieninformation 191|26 über einen Verkehrsunfall, bei dem eine Radfahrerin mit einem VW kollidierte. In diesem Zusammenhang wird nun nach Zeuginnen und Zeugen gesucht.
Eine 71-jährige Fahrradfahrerin war an der Kreuzung Eisenbahnstraße / Nerchauer Straße mit einem VW Caddy (Fahrerin: 30) zusammengestoßen. Aufgrund ihrer Verletzungen musste sie in ein Krankenhaus geflogen werden.
Der Verkehrsunfalldienst sucht Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu dem Verkehrsunfall geben können. Diese werden gebeten, sich an die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2850 (tagsüber) sonst 255 – 2910, zu wenden.
Zeugenaufruf zu sexuellen Übergriff
Ort: Wurzen (Kühren), Alte Bahnhofstraße / Bushaltestelle Bahnhof Kühren, Zeit: 03.06.2026, gegen 17:40 Uhr
Am Mittwochnachmittag kam es im Bereich der Bushaltestelle am Kührener Bahnhof zu einem sexuellen Übergriff. Eine 26-jährige Frau wartete dort auf den Bus. Sie wurde von einer ihr unbekannten männlichen Person angesprochen. Daraufhin verließ die Frau die Bushaltestelle, wurde jedoch in der Folge vom Täter zu Boden gerissen.
Es kam zu einer unsittlichen Berühung. Im Anschluss flüchtete der unbekannte Täter in Richtung Kühren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit nutzte er davor und danach auch die S-Bahn Verbindung.
Personenbeschreibung des unbekannten Täters:
- 1,80 bis 1,90 Meter groß
- dunkelblondes, halblanges, strähniges Haar
- wirkte ungepflegt
- Kleidung: graues T-Shirt, lange dunkle Hose, schwarzen Schuhe, trug Brille
Zeugen und Zeuginnen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem unbekannten Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalaußenstelle Grimma, Köhlerstraße 3, 04668 Grimma, Tel. (0347) 7089-0 oder bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig , Tel. (0341) 966 46666, zu melden.
Anhänger auf A14 umgekippt
Ort: Brandis, BAB 14, in Richtung Dresden, Kilometer 63, Zeit: 05.06.2026, gegen 5:00 Uhr
In den frühen Morgenstunden kam es bei einem Überholmanöver zu einem Verkehrsunfall, bei dem niemand verletzt wurde. Der 45-jährige Fahrer eines Fiat Ducato war auf der A14 in Richtung Dresden auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs. Zwischen Naunhof und Klinga wollte er einen vor ihm fahrenden Lkw überholen und kam dabei ins Schlingern. Er bekam sein Gespann nicht mehr unter Kontrolle und kollidierte mehrfach mit der Mittelleitplanke.
In der Folge kippte der Anhänger zur Seite und das Gespann kam quer zur Fahrbahn zum Liegen. Dabei wurden keine weiteren Fahrzeuge beschädigt und niemand verletzt. Für die Unfallaufnahme war die Richtungsfahrbahn bis 7:15 Uhr gesperrt. Der Sachschaden wird auf 30.000 Euro geschätzt. Das Autobahnpolizeirevier hat die Ermittlungen aufgenommen.
Freitag, der 5. Juni 2026: Leipzig ist jetzt Hafenstadt, Vorfreude auf Beneflitz und strahlende Kinderaugen
Ein ins Wasser geworfener Geschäftsführer, ein Ministerpräsident mit glühender Leipzig-Liebe und Kritik von Umweltschützern – der neue Stadthafen ist seit heute offiziell eröffnet. Flitzen für strahlende Kinderaugen! In der kommenden Woche findet der 10. Beneflitz statt, bei dem durch Spendengelder Projekte für junge Menschen ermöglicht werden sollen. Ein paar Kita-Kids testeten heute schon mal die Strecke im Clara-Park. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 5. Juni 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Leipzig ist jetzt Hafenstadt
Den Umgang mit Wasser ist Jan Benzien ja durchaus gewohnt. Als ehemaliger Welt- und Europameister im Kanu-Slalom weiß er im kühlen Nass mit heiklen Situationen umzugehen. Das dürfte dem 43-jährigen Stadthafen-Geschäftsführer heute zugute gekommen sein, als er zur Feier des Eröffnungstages kurzerhand und rustikal ins Hafenbecken geschleudert wurde. Auf gutes Gelingen, sozusagen.
Die offizielle Eröffnungsveranstaltung des nagelneuen Stadthafens war ein mittelschweres Promi-Beben aus Politik, Sport und Stadtgesellschaft. Darunter auch die Kandidat/-innen für den demnächst neu zu besetzenden Oberbürgermeister-Posten: Dirk Panter (SPD), Skadi Jennicke (Die Linke), Michael Weickert (CDU) – und Dirk Thärichen ja sowieso. „Star-Gast“ des Tages war jedoch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der in seiner Ansprache fast den Eindruck hinterließ, er würde selbst gern Leipzig-OBM werden wollen.

Sein Satz: „Leipzig ist die größte, coolste und wichtigste Stadt in ganz Ostdeutschland!“, ließ aufhorchen und sorgte für überraschtes Gemurmel im Auditorium. Leipzigs Hang zu einem gewissen „Größenwahn“ hat es ihm sichtlich angetan. Zum Stadthafen sagte Kretschmer: „Er stärkt die touristische Entwicklung, schafft Impulse für die Wirtschaft und macht Leipzig als lebenswerte und moderne Stadt am Wasser weiter bekannt. Von diesem Projekt profitieren die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die gesamte Region und der Freistaat Sachsen. So geht Sächsisch!“
Fast 16 Millionen Euro hat die Stadt Leipzig in dieses Vorzeigeprojekt auf 13.800 Quadratmetern investiert – ursprünglich sollte es eigentlich nur die Hälfte kosten. Das 4.000 Quadratmeter große Hafenbecken bietet 49 Liegeplätze: neun für Mehrpersonenschiffe und 40 für kleinere Sport- und Familienboote. Anlegeplätze für Paddelboote sind zudem ebenso vorhanden wie auch 90 Fahrradabstellplätze. Gastronomie ist vorhanden, ein Kanu-Haus und zwei kleinere Bootshäuser. Zahlreiche Bepflanzungen und Sitzmöglichkeiten sollen den Aufenthalt angenehm machen.
Kritische Stimmen zum neuen Stadthafen kommen jedoch vom Ökolöwe Leipzig. „Die Gewässer Pleiße und Elster im Auwald sind an Sommertagen bereits ohne zusätzlichen Bootsbetrieb überfüllt. Motorboote, hohe Besucherzahlen und intensive Ufernutzung schaden Brut- und Rückzugsgebieten von Vögeln, wie dem Eisvogel, und zerstören Lebensräume sensibler Tierarten wie dem Biber. Trittschäden und Müll verschlechtern Wasserqualität und Ufervegetation zusätzlich“, sorgt sich der Umweltbund. Er fordert die Stadt dazu auf, „der Auwaldrettung Vorrang zu geben und touristische Pläne daran anzupassen“.
Vorfreude auf Beneflitz und strahlende Kinderaugen
Am Start waren sie kaum zu bremsen. Voller Elan flitzten heute einige Kinder der Johanniter-Kita „Tillj“ schon einmal eine Proberunde durch den Clara-Zetkin-Park. Zum 10. Jubiläum des Leipziger Beneflitz am 13. Juni sind sie dann mit ihren selbst gestalteten Lauf-Shirts wieder mit dabei. Bei dem traditionellen Spendenlauf wollen sie für ihre Kita einige zusätzliche Euro zusammenbringen. Damit, so erklären die Leiterinnen Kathrin Langnäse und Steffi Eiche, sollen die Lern- und Erlebniswelten in ihren Räumlichkeiten – zum Beispiel der Experimentierraum – noch besser ausgestattet werden.
Damit das gelingt, sind – wie bei allen Teilnehmenden des Laufes – im Vorfeld Unterstützer/-innen zu finden, die für jede der absolvierten 500-Meter-Runden einen kleinen finanziellen Obulus beisteuern. Damit werden dann die großen und kleinen Kinderträume erfüllt. Bei den „Tillj“-Kids klingelten im vergangenen Jahr immerhin 960 Euro in der Spendenkasse. Davon wurden mehrere thematische Bücher-Beutel für eine Rucksackbibliothek angeschafft.

Als langjähriger Unterstützer und jetziger Schirmherr des Beneflitz hat sich der ehemalige Kanu-Weltmeister Stefan Holz gleich einmal 50 Runden auf die To-Do-Liste geschrieben. Mit den Spenden-Einnahmen möchte er Drachenboot-Camps finanziell ermöglichen, die er zweimal im Jahr für Jugendliche zusammen mit Streetworkern initiiert. „Wir können die Welt im Großen nicht verändern, aber für die Kinder bei uns in Leipzig, die es wirklich brauchen, können wir etwas bewegen“, beschreibt er die Motivation für sein Engagement.
Ähnlich sieht das die MDR-Moderatorin Kamilla Senjo, ebenfalls Schirmherrin und langjährige Unterstützerin dieses Projekts. „Es geht um die Zukunft, es geht um die Kleinsten. Jedes Kind dieser Welt verdient jede Chance dieser Welt. Deshalb versuchen wir bei den Kindern, die nicht auf der Sonnenseite geboren wurden, etwas nachzuhelfen. Wenn ich das Strahlen in den Gesichtern der Kinder sehe, die zum Beispiel aus einem Feriencamp zurückkommen, dann ist das für mich das größte Glück.“
Der Beneflitz wird gemeinsam von der Leipziger Kinderstiftung und der Johanniter-Unfall-Hilfe veranstaltet. Der Startschuss fällt am Samstag, dem 13. Juni um 10 Uhr am BSV AOK im Clara-Zetkin-Park. Lars Biederbeck aus dem Johanniter-Regionalvorstand bittet potenziell Teilnehmende darum, die Möglichkeit zu nutzen, sich vorab über www.leipziger-beneflitz.de anzumelden. Rund 100 Menschen haben das bisher schon gemacht. Im vergangenen Jahr waren es am Ende 350 Läuferinnen und Läufer. „Wir freuen uns, wenn es diesmal vielleicht noch mehr werden“, so Biederbeck.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
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Was heute sonst noch wichtig war:
Der sächsische Kultusminister Conrad Clemens (CDU) vor dem Amtsgericht Weißwasser als Temposünder verantworten. Er war vor drei Jahren in Krauschwitz in einer 30er-Zone mit 81 Stundenkilometern geblitzt worden. Zudem geht es um den Vorwurf des Kennzeichenmissbrauchs. Clemens muss persönlich vor Gericht erscheinen.
Im ersten Quartal 2026 ist die Wirtschaft im Euroraum überraschend geschrumpft. Das teilte das Statistikamt Eurostat mit. Demnach verlor das Bruttoinlandsprodukt 0,2 Prozent. Vor allem die Wirtschafts-Zahlen aus Irland machten sich dabei bemerkbar.
Einer der Männer, die im Januar 2021 das Kapitol in Washington gestürmt haben, und dafür zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war, ist unter US-Präsident Trump inzwischen in sensibler Position beim US-Verteidigungsministerium angestellt.
























































