„Leipzig ist zu vornehm, zu groß“: Die Brüder Grimm in Leipzig

Im Prospekt des Turm-Verlags vermutlich von 1913 wird die Jubiläumsausgabe der Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm angekündigt. Über zwei Zeilen und fett gedruckt sind die Namen des Zeichners der ca. 150 Bilder Otto Ubbelohde sowie von Dr. Robert Riemann, der die Einleitung verfasste und Herausgeber war.
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Dazu wird eine Illustration zu „Rapunzel“ abgedruckt sowie eine Rezension aus der „Badischen Schulzeitung“: „(…) Aber was am meisten interessiert, sind Ubbelohdes Zeichnungen. (….) ganz besonderen Nachdruck verdient seine Fähigkeit, das Charakteristische des Märchens aufzufangen und in der Zeichnung wiederzugeben. Kein einziger Zug ist ihm verborgen geblieben: die kindliche Schlichtheit und ausschweifendes Phantasieren, das anziehend Rührende und abstoßende Hässlichkeit. (…) Überhaupt die starken Kontraste innerhalb der Märchen und ihre genaue Gegensätzlichkeit im realen Leben. Man braucht nur die Illustrationen des Märchens von einem der auszog, das ‚Gruseln‘ zu lernen zu betrachten.“ Drei Bände. Je Band sechs Mark.

Darüber hinaus erscheinen Grimms Märchen auch in einer Auswahl, ebenfalls mit den Illustrationen von Otto Ubbelohde für vier Mark.

Grimm-Illustration von Otto Ubbelohde: Knüppel aus dem Sack. Repro: Museum Brüder-Grimm-Haus in Steinau an der Straße

Grimm-Illustration von Otto Ubbelohde: Knüppel aus dem Sack. Repro: Museum Brüder-Grimm-Haus in Steinau an der Straße

Ein weiterer Titel einer Märchen-Sammlung findet sich im Prospekt: „Urd“ Deutsche Volksmärchen von K. O. Beck mit Zeichnungen von Dr. Benno Eggert in München.

In mehrfarbigem Druck, die Druckerei ist verzeichnet, T. Grumbach in Leipzig, wird auf die Turm-Bücherei verwiesen, „broschiert, je Band 30 Pfennige“. Einige der Titel sind: „Unsere Nahrung“, „Lieder und Sagen vom Rhein“, „Der Mensch in der Urzeit“, „Sorgenkinder und ihre Behandlung“, „Die drahtlose Telegraphie“, „Das Geschlechterproblem und seine Bedeutung für den Einzelnen und die Rasse“, „Lehrbuch der Photographie“, „Die Kochkiste“, „Die Schwindsucht und ihre Bekämpfung“, „Darwin und seine Lehre“, „Blumenpflege im Zimmer“, „Eine Reise durch die Sternenwelt“.

„Er ist jetzt unser Maler geworden, so wie die Grimms bisher unsere Erzähler waren.“

Ganzseitig, etwa DIN A 4 groß, ist eine weitere Anzeige der Brüder-Grimm-Märchen, dazu gibt es die Zeichnung eines Bärenkopfes von Otto Ubbelohde. Aus den „Pommerschen Blättern für die Schule“ wird zitiert: „Ubbelohdes Märchenbilder scheinen uns geradezu ein Gipfelpunkt der Scharzweißkunst darzustellen. Es sind Blätter darunter, die man immer wieder mit hellem Entzücken betrachtet; Bilder, so wesensecht volkstümlich, so glaubhaft selbstverständlich, so schlicht einfaltig, so launig schalkhaft, dass man zum Vergleich nur einen Namen zu nennen weiß: Ludwig Richter. Und doch auch wieder gar nicht Richter (…) umso kräftiger durch die Konzentration auf das Wesentliche.“

Aus dem „Vierteljahresbericht auf dem Gebiete der schönen Künste“ wird zitiert: „Es war wahrlich nicht leicht, einem solchen Volksdichter als Zeichner gerecht zu werden, die Klippen der Sentimentalität oder Trivialität zu vermeiden; Ubbelohde ist es gelungen. (…) Er ist jetzt unser Maler geworden, so wie die Grimms bisher unsere Erzähler waren. Wie die Grimms das Heimweh nach Hessen nie losgeworden, sie nur als Hessen denkbar sind, so spricht Ubbelohdes herzliche Liebe zu Land und Volk aus jedem Blatt. (…) Für die Feinheiten der Ubbelohdeschen Kunst wird niemand zu alt. (…) Durch Ubbelohde sind die Märchen erst wirklich zum Volksschatz geworden, zu einer Gabe für jung und auch alt.“

Hänsel und Gretel treffen die Hexe nicht etwa auf der Märchenwiese in Leipzig-Lößnig sondern im Grün des Promenadenrings zwischen Matthäikirchhof und Thomasgasse. Foto: Karsten Pietsch

Hänsel und Gretel treffen die Hexe nicht etwa auf der Märchenwiese in Leipzig-Lößnig sondern im Grün des Promenadenrings zwischen Matthäikirchhof und Thomasgasse. Foto: Karsten Pietsch

Jacob Grimm hat 1838 Leipzig besucht und sich 12 Tage lang umgeschaut und hat erwogen, nach Leipzig zu ziehen. Doch daraus wurde nichts. An seinen Bruder Wilhelm in Göttingen schrieb er am 13. Juli 1838: „… haupteindruck, den die stadt auf mich macht, ungünstig, sie ist mir zu vornehm, mit der ausdehnung der vorstädte zu groß. Die universität hat jenen eigentümlich sächsischen zuschnitt, der uns nicht recht gefallen kann … Die wohnungen sind theuer, und die für leidliches geld haben können, weder hübsch noch bequem.“ (Zitiert nach den „Leipziger Blättern“, Ausgabe 62/2013)

An der Turm-Verlags-Adresse Querstraße 14 ist heute kein historisches Gebäude zu sehen. Nach Kriegszerstörungen und Abrissen wurde dort in den 1990er Jahren das Brockhaus-Zentrum mit einem Hotel, Einzelhandel und Gewerberäumen errichtet. Im Innenhof steht eine Porträtbüste des berühmten Lexikon-Verlegers Friedrich Arnold Brockhaus, dessen Verlag fast 200 Jahre in Leipzig ansässig war.

Ein heute geschriebener Brief an die „Brüder Grimm, Leipzig, Querstraße 14“ würde vermutlich im Penta-Hotel eingehen.

Läuft man von der Querstraße aus über den Johannisplatz weiter Richtung Süden gelangt man auf die Nürnberger Straße, dort befand sich das Verlagsgebäude von Ernst Keil, der die Zeitschrift „Die Gartenlaube“ herausgab. Gewissermaßen eine Seelenverwandte zum Programm des Turm-Verlages Leipzig aus der Querstraße. Ernst Keils Gebäude hat den Zweiten Weltkrieg überstanden und wurde 2011 saniert.

Vorsicht!

Über mögliche Begegnungen mit Wölfen in freier Wildbahn kann man sich im Naturparkhaus Dübener Heide in Bad Düben informieren. Rotkäppchen als Flaschenware aus der Freyburger Sektkellerei ist nichts für Kinder im mutmaßlichen Rotkäppchenalter nach der Überlieferung durch die Brüder Grimm.

Extras

Sagenhafte Erlebnisse mit einem Tier hatten einst Leipziger Kürschner, als ihnen von einem fahrenden Kaufmann mit dem Firmenzeichen „Till Eulenspiegel“ eine Katze in einem Sack verkauft wurde.

In der Buchstadt Leipzig hat es eine weitere Grimm-Ausgabe mit einem berühmten Grafiker gegeben. Heinrich Vogeler bot zunächst dem Insel-Verlag Illustrationen an, der Verlag lehnte ab, so erschienen die Zeichnungen im Verlag Max Hesse. Rote Kappen sind wieder in Mode. Fahrradsturzhelme in rotem Design gibt es auch für Kinder in unterschiedlichen Ausführungen bis hin zu Sport-Karikaturen im Pokemon Agumon Stil bei JINANDJIN.

Wann? Wie? Wohin? Weiter?

Ein Spiel-Angebot ohne Eintrittspreise und Sachkosten: „Wilde Tiere in der Großstadt.“ Wir suchen Plastiken und Reliefs von Tieren und erinnern uns an Geschichten. Der Rattenfänger steht als Brunnenfigur auf dem Burgplatz, von großen und kleinen Tieren wimmelt es im Treppengeländer des Haupttreppenhauses im Neuen Rathaus, sogar an der Decke ziehen Tiere ihre kreisförmige Bahn! Rotkäppchen und der Wolf treffen sich an der Fassade am Martin-Luther-Ring.

Im Leipziger Naturkundemuseum kann man Tiere aus der Nähe betrachten und erfahren, wie Dermoplastiken entstehen. Allenfalls für Plüschtiere dürfte der Begriff „ausgestopft“ zutreffen. Allerdings beschäftigen sich Designer von Stofftieren ausgiebig mit der Anatomie der Tiere, um Charakteristika im Produkt erkennbar zu machen. Teddybären sind eigene Spezies. Allerdings haben Teddybären den Respekt vor den echten Tieren schrumpfen lassen.

Wo nachlesen? Wo weiterlesen?

Blättern im Wörterbuch der Grimms ist immer ein Erlebnis! Schon bei der Suche nach dem eigenen Familiennamen kann es Überraschungen geben.

Burkhard Kling, Wulf-Diether Gassel: Otto Ubbelohde. Von Hühnern und Helden, Steinau a. d. Straße, 2012, 19,80 Euro.

„Die Brüder Grimm und Leipzig“ von Sabine Knopf in „Leipziger Blätter“, Jahrgang 1983, Ausgabe 62.

Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsche Sagen – Vollständige Ausgabe. Mit den Illustrationen von Otto Ubbelohde, 2014, 9,95 Euro.

 

Nachtrag, 23. März:

Dr. Bernhard Lauer von der Brüder Grimm-Gesellschaft teilt als Korrektur zur Geschichte noch mit:

„Die im Leipziger Turm-Verlag verlegte dreibändige Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm mit den Zeichnungen des Marburger Künstlers Otto Ubbelohde erschien nicht 1913, sondern 1907 bis 1909.“

Vielen Dank für den Hinweis.

 

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