Versuchter Raub – Zeugen gesucht
Ort: Leipzig, (Zentrum-West), Käthe-Kollwitz-Straße, Zeit: 15.10.2026, gegen 21:50 Uhr
Am Donnerstagabend versuchte ein unbekannter Täter unter Androhung von Waffengewalt einen Supermarkt zu überfallen, floh jedoch ohne Beute. Der Unbekannte betrat kurz vor 22 Uhr die Filiale und forderte von der Mitarbeiterin die Übergabe von Bargeld. Hierzu drohte er ihr mit einer Stichwaffe. Als weitere Mitarbeiter im Laden erschienen, flüchtete der Täter in unbekannte Richtung, ohne etwas zu erbeuten.
Der vermummte Täter kann folgendermaßen beschrieben werden:
- circa 1,70 Meter bis 1,75 Meter groß
- circa 25 bis 30 Jahre alt
- schlanke Statur
- helle Augenfarbe
- Bekleidung: schwarze Mütze | schwarzer Parka mit Kapuze | rotschwarzer Schal | schwarze Hose | schwarze Schuhe
Die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes wurden aufgenommen. Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem unbekannten Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden.
Zigarettenautomat zerstört
Ort: Leipzig (Schleußig), Brockhausstraße, Zeit: 16.10.2026, 04:10 Uhr
In den frühen Freitagmorgenstunden wurde in der Leipziger Brockhausstraße ein Zigarettenautomat zerstört. Unbekannte hatten bisherigen Erkenntnissen nach eine unbekannte Substanz innerhalb des Automaten umsetzten lassen, wodurch dieser zerstört wurde. Im Anschluss flüchteten die Täter auf Fahrrädern in Richtung der Oeserstraße. Der Sachschaden ist bislang nicht bezifferbar. Am Tatort konnte die Polizei Spuren sichern. Die Ermittlungen wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion wurden aufgenommen.
Verkehrsunfall nach Flucht
Ort: Naunhof, Klingaer Straße, Zeit: 15.10.2026, 14:55 Uhr
Am Donnerstagnachmittag kam es auf der Klingaer Straße in Naunhof zu einem Verkehrsunfall, bei dem drei Personen verletzt wurden. Zuvor hatte der 18-jährige Fahrer (deutsch) versucht sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen.
Kurz vor 15 Uhr wollten Beamte der Verkehrspolizei den Mercedes im Raum Naunhof kontrollieren, als dieser mit überhöhter Geschwindigkeit versuchte, vor den Beamten zu fliehen. Der 18-Jährige fuhr schlussendlich in ein Waldstück an der Klingaer Straße, wo er mit mehreren Bäumen kollidierte. Durch den Unfall wurden der 18-Jährige, sowie seine beiden Beifahrer (14 und 15) verletzt und mussten zur medizinischen Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Da die Beifahrer im Fahrzeug eingeklemmt wurden, mussten diese durch die Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden.
Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 5.000 Euro. Erste Ermittlungen ergaben, dass die angebrachten Kennzeichentafeln nicht an das Fahrzeug gehörten und entstempelt waren. Zudem war das Fahrzeug nicht versichert und der Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Die Ermittlungen wurden unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Kennzeichenmissbrauch und Fahrens ohne Fahrerlaubnis aufgenommen.
Räuber ermittelt, verurteilt und abgeschoben
In der 288. Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig bat die Polizei um Hinweise zu einem unbekannten Täter, der am 5. Juli einen 46-Jährigen ausgeraubt hatte. Derselbe Täter versuchte am 10.07.2026 auf eine ähnliche Art und Weise einen 36-Jährigen auszurauben. Durch Ermittlungsarbeit der Leipziger Kriminalpolizei konnte der Täter (20, georgisch) bekannt gemacht werden, woraufhin er verurteilt und im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft Leipzig auf Veranlassung der Ausländerbehörde der Stadt Leipzig schlussendlich abgeschoben wurde.
Das Kommissariat für Raubdelikte konnte den 20-Jährigen, der im Vorfeld bereits wegen anderer Delikte auffällig war, über verschiedene elektronische Spuren ermitteln. So gelang es den Beamten, dass geraubte Mobiltelefon sicherzustellen und an den Eigentümer zu übergeben. Im Rahmen der Ermittlungen ergaben sich auch Hinweise, dass der 20-Jährige das Land zeitnah verlassen will. Aufgrund dessen wurde der Tatverdächtige nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leipzig im Rahmen einer Durchsuchung seines Aufenthaltsortes am 15. Juli vorläufig festgenommen.
Bei der Durchsuchung konnten die Beamten zahlreiche Beweismittel sichern. Unter anderem wurden auch Gegenstände gefunden bei denen ein Zusammenhang zu bekannten Betrugs- und Eigentumsdelikten geprüft wurden. Der Heranwachsende wurde am Folgetag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der antragsgemäß gegen den beschuldigten einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der schweren räuberischen Erpressung und des versuchten schweren Raubes erließ und den Haftbefehl wegen Fluchtgefahr in Vollzug setzte. Anschließend wurde er in die Jugendstrafvollzugsanstalt verbracht.
Am 05.10.2026 wurde der Heranwachsende vom Amtsgericht Leipzig – Jugendschöffengericht -unter Einbeziehung mehrerer Verfahren wegen besonders schwerer räuberischen Erpressung in Tatmehrheit mit versuchtem besonders schweren Raub in Tatmehrheit mit gemeinschaftlichem Diebstahl in zwei Fällen in Tatmehrheit mit vorsätzlichem unerlaubtem Führen einer Schusswaffe nach Jugendstrafrecht zu einer Einheitsjugendstrafe von einem Jahr ohne Bewährung verurteilt, die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet und der Untersuchungshaftbefehl mangels weiterhin vorliegender Fluchtgefahr aufgehoben.
Aufgrund von aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen wurde der Verurteilte – im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft Leipzig, die insoweit dem Abschiebungsverfahren gegenüber dem Vollstreckungsverfahren den Vorrang eingeräumt hat – unmittelbar nach Urteilsverkündung in eine richterlich angeordnete Sicherungshaft zum Zwecke der Abschiebung genommen.
Am 6. Oktober 2026 wurde die Rückführung des Heranwachsenden nach Georgien vollzogen. Damit trat ein von der Ausländerbehörde ausgesprochenes und fünf Jahre gültiges Einreise- und Aufenthaltsverbot in Kraft. Soweit mit Blick auf die angestrebte Abschiebung seitens der Staatsanwaltschaft von der Vollstreckung der Jugendstrafe abgesehen wurde, würde diese nachgeholt, wenn der Verurteilte wieder nach Deutschland einreist.






Keine Kommentare bisher