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Neue Hygienemaßnahmen in Kitas und Schulen: Engmaschige Tests und Homeschooling statt Quarantäne

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    Die Stadt Leipzig setzt in ihren Kitas und Schulen auf interprofessionelle Kooperation bei der Eindämmung der Corona-Pandemie: Die Einrichtungen des Dezernates Jugend, Schule und Demokratie, das Gesundheitsamt und das Städtische Klinikum St. Georg haben eine enge Zusammenarbeit verabredet, um Kinder und Jugendliche zu schützen.

    Gemeinsame Zielstellung ist die Vorbeugung der Risiko-Minimierung von erneuten Schließungen von Kitas und Schulen. Die wichtigste Grundlage dafür bleibt ein schlüssiges Hygienekonzept. Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin.

    Vicki Felthaus, Bürgermeisterin für Jugend, Schule und Demokratie, meint: „Unser gemeinsames Ziel ist es, Kinder bestmöglich vor einer Corona-Infektion in den Einrichtungen zu schützen und zugleich ihren Bedürfnissen nach sozialen Kontakten und Bildung Rechnung zu tragen. Dazu haben wir gemeinsam mit dem Städtischen Klinikum St. Georg ein Konzept entwickelt, wie Infektionen schnell erkannt und noch gezieltere Maßnahmen können.“

    Neu ist das verabredete Verfahren im Infektionsfall: Mit anlassbezogenen gepoolten PCR Tests für die Schülerinnen und Schüler wird gezielt bestimmt, ob und welche Maßnahmen notwendig sind. Das ermöglicht eine „schnelle Einsatztruppe“ des Klinikums St. Georg. Ist ein Infektionsfall eingetreten, sollen neue Regeln, verbunden mit Tests der Kontaktpersonen, die Quarantäne verkürzen können. Dazu sind engmaschige Tests nach zwei, fünf und zehn Tagen vorgesehen. Sind sie negativ, kann man in die Einrichtung zurückzukehren.

    Schülerinnen und Schüler, die direkte Kontaktpersonen sind, sollen nicht mehr in Quarantäne geschickt werden. Für sie gilt nach Infektionsschutzgesetz nur ein „Besuchsverbot von Gemeinschaftseinrichtungen“. Das heißt, sie bleiben zu Hause und nehmen per Homeschooling am Unterricht teil. Eine gezielte Absonderung soll es nur für erkrankte Kinder und Jugendliche, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben.

    Dr. Stephan Borte, Chefarzt der Labormedizin am Klinikum St. Georg und Kinderarzt, ergänzt: „Zudem werden wir allen Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrerinnen und Lehrern der städtischen Kindertagesstätten und Schulen ein freiwilliges PCR-Testangebot per Gurgelprobe in unseren Testzentren in Grünau und Eutritzsch unterbreiten. Wir setzen weiterhin auf PCR-Testungen, da diese besser geeignet sind als Antigen-Schnelltests, um nach den Sommerferien das Infektionsgeschehen zu bewerten und somit den Lockdown ganzer Einrichtungen abzuwenden.“

    Zusätzlich initiiert das Klinikum St. Georg ein Modellprojekt mit der Rettungshundestaffel des Bundesverbandes Rettungshunde e.V. des Landkreises Leipzig. Die Hunde können mit ihrer feinen Nase Infektionen „erschnüffeln“. Ein analoges Projekt wird bereits sehr erfolgreich in Österreich umgesetzt.

    Mobile Luftfilter dagegen sollen nur in Einzelfällen bei ungünstigen baulichen Gegebenheiten eingesetzt werden. Umluftreiniger (basierend auf Filterung der Luft) erweisen sich für den Einsatz in Räumen von Gemeinschaftseinrichtungen häufig als ungeeignet. Im Vergleich verschiedener Methoden ist auch von Geräten, die mit UV-Licht arbeiten, eher abzuraten. Regelmäßige Frischluftzufuhr bleibt das Mittel der Wahl.

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