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Neue Arbeit im Osten und Grünau: Im Arbeitsladen sollen Kleinunternehmer und Arbeitssuchende zueinander finden

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    Dem Abbau der hohen Arbeitslosigkeit in den Stadterneuerungsgebieten und der Unterstützung von Kleinunternehmern bei der Personalsuche sollen zwei Arbeitsläden dienen. Nach dem Willen der Stadtverwaltung sollen sie in Grünau und im Leipziger Osten entstehen. Ein Interview mit Stadterneuerungs-Amtsleiter Karsten Gerkens.

    Herr Gerkens, die Stadtverwaltung plant das Projekt „Schnittstellen für neue Arbeit im Quartier“. Was soll an diesen Schnittstellen konkret zusammenlaufen?

    Die Stellenangebote kleinerer Firmen aus dem umgebenden Stadtgebiet – in Kooperation mit Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer – und die Anfragen von Arbeitssuchenden. Wenn da die Qualifikation noch nicht 100 Prozent zur angebotenen Stelle passt, können wir über Schulungen diese Qualifikation herstellen.

    Die Verbesserung der Arbeitsvermittlung durch Kommunalisierung haben bereits die Befürworter der Harz IV-Reform als Argument angeführt. Welche Lücke lässt das Jobcenter eigentlich für die Arbeitsläden, wie die Schnittstellen prägnant heißen sollen?

    Wir sind für die Akquisition von Stellen gut aufgestellt, weil es durch die Unternehmerstammtische Kleinunternehmer-Netzwerke gibt, die wir nutzen können. Durch eine konzertierte Aktion der Betriebsberater der Kammern, des Projektes und der Stammtische erhöhen sich die Chancen der Betriebe, beim Wettbewerb um geeignete Arbeitskräfte gut abzuschneiden.Das heißt: Wir verfolgen hier zwei Ziele. Erstens den Abbau der hohen Arbeitslosenzahlen in den Stadterneuerungsschwerpunkten, und zweitens Unterstützung der kleinen Unternehmen (KU).

    Das Jobcenter ist in die Arbeit involviert, und wir hoffen, dass das Angebot ergänzt wird durch einen vom Jobcenter betriebenen Arbeitsladen im Leipziger Westen. Da bieten wir Zusammenarbeit und die Nutzung unserer Netzwerke ausdrücklich an.

    Was spricht für Grünau und den Leipziger Osten als Standorte der Arbeitsläden?

    Da haben wir die höchste Arbeitslosigkeit. In Grünau kommt hinzu, dass wir die wirtschaftlichen Strukturen dieser „Schlafstadt“ auch über diesen Weg entwickeln wollen.

    Wer kann die Angebote der Arbeitsläden nutzen?

    Arbeitssuchende, die im jeweiligen Fördergebiet des Programms Soziale Stadt leben. Die BIWAQ-Förderung ist an diese Programmkulisse gebunden. Die Arbeitgeber können auch aus dem umgebenden Stadtgebiet kommen.

    Welche Vorteile bieten die Arbeitsläden für die Unternehmer in den Quartieren?

    Gerade kleineren Unternehmen fehlt die Zeit für eine intensive Personalsuche. Da Arbeitskräfte langsam knapp werden, wäre das für diese Unternehmen ein Wettbewerbsnachteil. Das heißt: Beide Seiten profitieren von diesem Arbeitsansatz.

    Hintergrund: Zum „Projekt: Schnittstellen für neue Arbeit im Quartier“ hat das zuständige Dezernat Stadtentwicklung und Bau eine Informationsvorlage entwickelt (Drucksache Nr. V/2036). Diese wird derzeit u.a. in den Stadtbezirksbeiräten Ost und West sowie im Quartiersrat Grünau diskutiert.

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