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OBM-Kandidat Burkhard Jung antwortet auf Leserfragen: Kinderbetreuung in Leipzig

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    Die Zahl der Geburten in Leipzig ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Ab August 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. vollendeten Lebensjahr.

    Was wollen Sie gegen den Mangel an Kinderbetreuungsplätzen – vor allem in kinderreichen Vierteln – tun? Welche Maßnahmen halten Sie für realistisch?

    Seit 2007 wurden 25 Kindertageseinrichtungen, 17 Erweiterungsbauten und 14 Ersatzneubauten errichtet. Mehr als 5.400 Betreuungsplätze sind so entstanden und die Betreuungsquoten konnten jedes Jahr gesteigert werden. Mit 186 Millionen Euro waren die Ausgaben für Kinderbetreuung der höchste Einzelposten im Haushalt 2012. Im Jahr 2013 werden zwölf weitere Kindertageseinrichtungen und zusätzliche Plätze in der Tagespflege entstehen.

    Der Rechtsanspruch ab August 2013 für die 1-3jährigen wird sicher gestellt. Leipzig ist zu meiner großen Freude eine nachhaltig wachsende Stadt.

    Was halten Sie vom derzeitigen System der Kita-Platzvergabe und was wollen Sie daran ggf. ändern?

    Das Elternportal meinkitaplatz.de wurde zu einer Zeit beschlossen, in der die große Nachfrage nach Betreuungsplätzen durch das Ansteigen der Geburten in Leipzig und der Rechtsanspruch noch nicht absehbar waren.

    Das Portal schafft keine Plätze, aber es schafft eine Übersicht, wo Kitas und Kindertagespflegepersonen sind, weist freie Plätze aus und vereinfacht die Abrechnung zwischen Trägern und der Stadt. Ich halte weiter daran fest, dass wir die Vergabe von Plätzen nach transparenten Kriterien organisieren müssen. Die Verwaltung arbeitet gemeinsam mit den Trägern und Stadträten in einem dafür eingerichteten Beirat an Optimierungsmaßnahmen.

    Werden Sie sich für eine gerechte Entlohnung des Betreuungspersonals (Erzieherinnen in Kitas UND Tageseltern) einsetzen? Welchen Netto-Lohn soll ein Erzieher/eine Erzieherin für 36 Stunden/Woche mindestens erhalten?

    Die Entlohnung des Kita-Personals ist in Tarifverträgen festgelegt und wird zwischen den Tarifpartnern ausgehandelt. Für die Erzieherinnen und Erzieher in städtischen Kindertagesstätten gilt der TVöD. Freie Träger, die eine Kindertagesstätte eröffnen wollen, müssen einen Tarifvertrag nachweisen.

    Die meisten Erzieher/Erzieherinnen haben momentan nur Arbeitsverträge in Höhe von 30 Stunden/Woche. Hier kann ich mir vorstellen, gemeinsam mit den Leiterinnen und Leitern der städtischen Kindertagesstätten nach Möglichkeiten zur Aufstockung zu suchen. Die Kindertagespflege ist inzwischen ein fester Bestandteil in der Kindertagesbetreuung und die Kindertagespflegepersonen zu einem eigenständigen Beruf geworden.

    Ich begrüße es, in diesem Bereich Ansprechpartner in der GEW und beim Netzwerk der Tagespflegeeltern gefunden zu haben. Im Dezember hat der Stadtrat neben einer Erhöhung ab dem 1. Januar 2013 auch eine jährliche Dynamisierung der Vergütung beschlossen.

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