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19. Leipziger Literarischer Herbst: Fulminantes Finale mit elf Angeboten am Montag und Dienstag

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    Der 19. Leipziger Literarische Herbst (LLH) geht in den Endspurt und sein Finale. Bereits jetzt steht fest: Ein neuer Besucherrekord zeichnet sich ab, die Resonanz des Festivals ist größer als je zuvor. "Am Montag und Dienstag erwarten uns noch einmal Höhepunkte, die das Publikum nicht verpassen sollte", kündigen die Projektleiter Regine Möbius und Steffen Birnbaum an.

    Allein am Montagabend (26.10.) finden fast parallel sechs Veranstaltungen statt, die dem Publikum die Wahl schwer machen dürften: Die Hälfte davon gibt es in der Moritzbastei unter dem Motto „3mal literarisches Weltnest“. Dort versammeln sich prominente Leipziger Literaten. Ab 19 Uhr wird in der Veranstaltungstonne der Foto-Text-Band „Weltnest – Literarisches Leben in Leipzig 1970 – 1990“ von Peter Gosse und Helfried Strauß vorgestellt. Es lesen Werner Heiduczek, Angela Kraus, Helmut Richter, Thomas Böhme und Elmar Faber. Die Schauspielerin Jacqueline Roussety präsentiert Texte von Erich Loest und Joachim Nowotny; zu sehen ist eine Auswahl der Fotos von Helfried Strauß.

    Eine halbe Stunde später startet in der Ratstonne die Lesung mit Doris Mundus, Andreas Reimann, Bernd Weinkauf, Traudel Thalheim und Reiner Tetzner. Sie werfen den literarischen Blick zurück in Leipzigs literarische Geschichte, die zurückreicht bis ins 12. Jahrhundert.

    Im Schwalbennest steht ab 20 Uhr „Der durstige Pegasus“ mit Moderator Elia van Scirouvsky ganz im Zeichen des LLH. Es geht um „1000 Jahre Leipzig“, auf das drei gestandene und bekannte Leipziger Literaten schauen: Jan Kuhlbrodt nimmt uns in „Kaiseralbum“ mit auf eine Reise nach Rom, Chemnitz, Frankfurt und natürlich Leipzig. Traude Engelmann schafft mit der Beschreibung eines außergewöhnlichen Schicksals mit ihrem biographischen Roman „Ostpoker. Eine Frau deckt ihre Karten auf“ ein Zeitzeugnis ohne Klischees. Und Kurt Mondaugen, Bewusstseins-Philosoph, Autor und Spoken-Word-Performer liest Texte aus seinem aktuellen Buch „Leipzig/Nirvana“ und seinem Internet-Blog. Hier kostet der Eintritt 5 Euro.

    Zeitgleich (19:30 Uhr) ist in der Bibliothek „Georg Maurer“ in Plagwitz Eleonora Hummel zu Gast. In ihrem Roman „In guten Händen, in einem schönen Land“ geht es um das Schicksal zweier Mütter, die sich im Arbeitslager kennenlernen. Nach ihrer Entlassung zieht die eine das Kind der anderen groß – und Jahre später entbrennt ein Kampf zwischen der leiblichen und der Pflegemutter… Sibille Tröml moderiert das Gespräch mit der Autorin.

    In der Filiale W33 des Leipziger Antiquariats e.K. gibt es ab 19:30 Uhr ein literarisches Debüt: Der preisgekrönte Dokumentarfilmer Mario Schneider liest aus seinem Erstling „Die Frau des schönen Mannes“, der 17 Geschichten von Menschen auf drei Kontinenten enthält. Der Band gehört „zum Besten, was in diesem Genre in Mitteldeutschland seit vielen Jahren zu lesen war“ (Mitteldeutsche Zeitung).

    Ebenfalls 19:30 Uhr beginnt in der Leipziger Stadtbibliothek die Lesung von Thomas Bachmann, der aus seinem neuen Buch „Um was es geht“ vortragen wird. In der „Erzählung für große Kinder“ geht es um das seltsame Ding Glück, das zu Beginn der Geschichte eher wie Pech anmutet. Die Moderation des Gesprächs liegt in den Händen von Uwe Schimunek.

    Der letzte Festivaltag des 19. LLH am Dienstag (27.10.) verspricht ein fulminantes Finale mit noch einmal fünf Terminen: Bereits 18 Uhr beginnt im Kabarett Sanftwut die Festveranstaltung zum 20. Gründungstag der Lene-Voigt-Gesellschaft. Annekathrin Michler und Klaus Petermann moderieren den Abend, an dem eine launige Rückschau gehalten und so manche Anekdote erzählt werden wird. Startzeit in der Universitätsbuchhandlung ist ebenfalls 18 Uhr. Zu Gast ist Constanze Timm mit ihrem Sachbuch „Geschichte im Wandel. Das Dominikanerkloster und die Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig“. Im Gespräch mit der Autorin über ihre Spurensuche zu Leipzigs wundem Punkt ist Günter Gentsch.

    Und noch einmal um 18 Uhr gibt es ein Angebot im Shakunda im Stern: Unter dem Motto „Brücken der Poesie – Leipzig von 1015 bis 2015“ präsentieren Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klasse die Ergebnisse ihrer Spurensuche in der 1000-jährigen Geschichte ihrer Heimatstadt. Svetlana Gitin und Sonja Pudmensky leiten die Veranstaltung von Leipzig Writers e.V..

    Die offizielle Abschlussveranstaltung des 19. LLH beginnt 19.30 Uhr im Haus des Buches. Der wortgewaltige Schriftsteller, Filmemacher und Weltreisende Ilija Trojanow liest aus seinem Lebensbuch „Macht & Widerstand“, in dem er einen schwindelerregenden Blick in den Abgrund wirft und eine Fülle einzelner Momente aus wahren Geschichten zu einer spannenden Schicksalserzählung von menschlicher Würde und Niedertracht verdichtet. Das Ergebnis ist ein breites zeitgeschichtliches Panorama von exemplarischer Gültigkeit. Mit dem Autoren im Gespräch ist Literaturkritiker Michael Hametner.

    Fast philosophisch wird es dann noch einmal ab 20 Uhr im Noch Besser Leben: „Wo wir wirklich sind: Liebe & Tod“ ist der Titel der letzten Veranstaltung des Leipziger Literaturfestivals. Versprochen wird ein „Herzstillstand mit Literatur, Musik und Spoken Word Poetry“. Aufeinander treffen die Leipziger Autorin Irisa Andrea Müller, der Musiker Frank Eismann (Klavier) und der Spoken-Word-Poet & Performer Kurt Mondaugen. Sie wollen sich den tiefsten Erfahrungen ihres Lebens in ihrer Stadt stellen. Vor und mit dem Publikum geht es um die Frage: Wo sind wir wirklich? Der Eintritt kostet 3 Euro.

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