Für das Ausbildungsjahr 2012/2013 wollen die Stadt und ihre Eigenbetriebe insgesamt 84 Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, davon 64 in der Stadtverwaltung und 20 in den Eigenbetrieben. Den Vorschlag von Verwaltungsbürgermeister Andreas Müller will Oberbürgermeister Burkhard Jung im Februar zur Beschlussfassung in den Stadtrat einbringen.

Wie bereits in den beiden zurückliegenden Ausbildungsjahren will die Stadt bedarfsgerecht ausbilden. Hatte sie in den Jahren davor aufgrund des zu geringen Angebots an Ausbildungsplätzen in Leipzig und zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes über Bedarf ausgebildet, so ist dies angesichts der demographischen Entwicklung und der daraus resultierenden rückläufigen Anzahl von Schulabgängern auf absehbare Zeit nicht mehr erforderlich, heißt es aus der Dienstberatung des OBM. Dagegen gewinne die gezielte Akquise geeigneter Bewerber zunehmend an Bedeutung.

Im Einzelnen bietet die Verwaltung Plätze in 16 Ausbildungsberufen an. Das Angebot für das Ausbildungsjahr 2012/2013 umfasst unter anderem die Studiengänge Allgemeine Verwaltung, Sozialverwaltung, Controlling und Elementarpädagogik, die mit dem Grad eines Bachelor of Laws bzw. eines Bachelor of Arts abschließen sowie Plätze in den Ausbildungsgängen für Verwaltungsfachangestellte, Kauffrauen bzw. -männer für Bürokommunikation, Brandmeisteranwärterinnen bzw. -anwärter, Gärtnerinnen und Gärtner sowie zwei Ausbildungsplätze für Forstwirtinnen bzw. Forstwirte und einen für eine Geomatikerin bzw. einen Geomatiker.

Die Stadtreinigung Leipzig bietet Ausbildungen zu Fachkräften für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Kfz-Mechatronikern und Gärtnerinnen bzw. Gärtnern an, das Gewandhaus bildet eine Bürokauffrau bzw. einen Bürokaufmann aus, die Oper Leipzig jeweils eine Maskenbildnerin bzw. einen Maskenbildner, eine Maßschneiderin bzw. einen Maßschneider und eine Bürokauffrau bzw. einen Bürokaufmann.

Nach wie vor ist die Stadt bestrebt, den Anteil von Auszubildenden mit Migrationshintergrund in der Stadt Leipzig zu erhöhen. Für das Ausbildungsjahr 2011/2012 hatten sich 30 junge Leute mit Migrationshintergrund beworben. Um junge Menschen mit Migrationshintergrund zu einer Ausbildung bei der Stadt zu motivieren, hat die Stadtverwaltung seit 2008 eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. So werden Flyer an Schulen mit hohem Migrantenanteil verteilt.

Auf der Grundlage des Sportprogramms 2015 für die Stadt werden Leistungssportler und Leistungssportlerinnen gefördert, indem durch individuelle Regelungen während der Ausbildung den besonderen Trainingsanforderungen Rechnung getragen wird.

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