Hildesheim an einem Tag: Die Stadt, wo einst die Bischöfe und Kanzler zur Schule gingen

Für alle LeserWenn einem die handliche Stadtführer-Serie aus dem Lehmstedt Verlag etwas zeigt, dann die simple Tatsache, wie viele sehenswerte Städte es in Deutschland gibt. Jede einzelne Stadt ein Schatzkästchen, das es wert ist, einen Tag lang besucht zu werden, auch wenn die Touren meist so reich bestückt sind, dass man wohl lieber ein paar Tage mehr einplant. Auch für Hildesheim.

Es gehört zu jenen sehenswerten niedersächsischen Städten, die Steffi Böttger seit geraumer Zeit bereist, immer auf den Spuren von jeder Menge Geschichte. In Hildesheim geht es bis ins Jahr 815 zurück, fast bis in die Regierungszeit Karls des Großen, der aber 814 starb. Als sein Sohn Ludwig der Fromme 815 das Kloster Hildesheim gründete, war er wahrscheinlich noch zuversichtlich, dass er das Riesenreich des großen Karl bewahren könnte. Aber dazu fehlte ihm wohl das Talent und die Durchsetzungskraft. Schon mit seinen eigenen Söhnen geriet er in Konflikt. Mit seiner Regentschaft endete das große Frankenreich und begann die Zeit jener neuen Teilreiche, die fortan die westeuropäische Geschichte bestimmen sollten.

In Hildesheim waren es fortan die Bischöfe, die die Schicksale der Stadt bestimmen sollen. Wer hinfährt muss sich also nicht wundern, dass alte, prächtige Kirchen und ein Dom eine zentrale Rolle spielen, denen man freilich nicht mehr ansieht, dass sie fast alle im zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Hildesheim, das bringt einem Steffi Böttger schon beim Start auf dem Markt der Stadt bei, ist ein exemplarisches Beispiel für die liebevolle Rekonstruktion der alten, einst für ihre Pracht bekannten mittelalterlichen Stadt.

Nur dass die Hildesheimer Bürger diese Rekonstruktion ihrer Guten Stube schon in den 1980er Jahren erkämpften, lange vor den Dresdnern und Frankfurtern. Die Kirchen waren dabei sogar schon viel früher liebevoll wiederaufgebaut worden. Und eigentlich war auch die Innenstadt wieder bebaut worden, so, wie man es von vielen westdeutschen Städten kennt: mit den klotzigen Bauten, die man um 1950 als modern empfand und die wohl nicht nur die Hildesheimer 30 Jahre später nicht mehr sehen konnten. Sodass man dem Markt heute kaum noch ansieht, mit welchem Aufwand hier die einst im Krieg zerstörte Kulisse rekonstruiert wurde, teilweise auch in der alten Bauweise wieder aufgebaut – so wie das imposante Knochenhaueramtshaus, in dem sich heute auf mehreren Etagen das Stadtmuseum befindet, in dem man die schönsten Stücke der Stadtgeschichte besichtigen kann.

Man ist also schon beim Loslaufen richtig aufgeladen mit Geschichte, auch mit dem historischen Stolz einer Stadt, die sich fast vollständige Reichsfreiheit erkämpfte und beinah auch in die Liga der deutschen Kaiserstädte aufgestiegen wäre. Beinah. Die Kaiser bevorzugten dann doch lieber Städte wie Aachen und Frankfurt. Weshalb die Bischöfe über die Jahrhunderte prägend blieben für die Stadt, zumindest bis zu der Zeit, als erst das Königreich Hannover sich das alte Bistum einverleibte und sich dann das Königreich Preußen das Königreich Hannover einverleibte.

Zwei der berühmtesten Bischöfe waren Godehard und Bernward, beide sogar heilig gesprochen, beide in der Reichspolitik aktiv, beide emsige Kirchenbauer. Bernward war zeitweise gar Erzieher von Otto III. Und er versuchte Hildesheim zu einem regelrechten Rom des Nordens umzubauen. Auch deshalb gibt es so viele Kirchen, so viele, dass man praktisch aus einer herausgestolpert kommt, vollgesogen mit Bildern und Raumerlebnissen, und in die nächste hineinstolpert.

Schon bei Bernward begegnet man der berühmten Domschule von Hildesheim, die nicht nur eine der ältesten Schulen Deutschlands ist, sondern jahrhundertelang auch den Nachwuchs für die große Reichspolitik ausbildete. Auch Rainald von Dassel ging hier zur Schule und machte dann Karriere, wurde Kanzler von Kaiser Friedrich I., den die Geschichtsinteressierten als Barbarossa kennen. Ein Strippenzieher vor dem Herrn, der natürlich auch in Sabine Eberts großer Barbarossa-Serie „Schwert und Krone“ eine wichtige Rolle spielt. Und zumindest in diese Zeit taucht man ein, wenn man den Domhof (Nr. 12 auf der Stadttour), den Dom St. Mariä Himmelfahrt (Nr. 13), das Dommuseum (Nr. 14) und das gleich danebenliegende Gymnasium Josephinum (Nr. 15) erkundet, eben besagte Schule der Bischöfe und Kanzler.

Wahrscheinlich macht Steffi Böttger ihre Touren mit Sportschuhen und im Laufschritt und ist auch ansonsten fit wie ein Turnschuh. Denn Normalsterbliche werden an der Stelle schon mal eine Pause brauchen, bevor es ins Roemer- und Pelizaeus-Museum geht (wo unter anderem eine eindrucksvolle Altägypten-Ausstellung zu sehen ist) und danach gleich die nächste Kirche stürmen, St. Michaelis, der man auch nicht ansieht, wie liebevoll sie wiederaufgebaut wurde – hier begegnet man dem Heiligen Bernward bzw. seiner Grabplatte und hat noch weitere Kirchen vor sich, bis man ab Station 24 dann endlich in jenem Teil des alten Hildesheim landet, der 1944 von den Bomben tatsächlich verschont wurde und heute noch einen Eindruck gibt von der einstigen Fachwerkstadt – mit der unübersehbaren Fehlstelle am Lappenberg, wo die Hildesheimer Nazis 1938 die jüdische Synagoge abbrannten.

Wobei Hildesheim wenigstens einen Bürger hatte, der den verfolgten Juden aus ganzem Herzen half – den heute berühmten Unternehmer Oskar Schindler, der freilich 1974 verarmt im Bernwardkrankenhaus in Hildesheim starb.

Was an einen anderen Hildesheimer auf Zeit erinnert: Friedrich von Spee, der 1629 – nach einem Mordanschlag im benachbarten Peine – schwer verletzt nach Hildesheim kam und hier nach elf Wochen sorgsamer Pflege, wie die Autorin schreibt, geheilt nach Peine zurückkehren konnte. Lyrikliebhaber kennen ihn als einen der großen Dichter des Barock. Aber seinen Mut bewies er, als er sich öffentlich gegen die damaligen Hexenprozesse aussprach.

Man lernt mit Steffi Böttger auf die Menschen zu achten am Wegesrand, die berühmten und die vielleicht nur eingeweihten Bekannten, die trotzdem unverzagt ein Werk vollbrachen, das einfach aus Menschlichkeit getrieben war. So wie die Hamburger Pastorentochter Luise Cooper, die die Hildesheimer Blindenmission begründete.

Mit der alten Bernwardsmauer (bzw. ihren Resten) und dem Kehrwiederturm liegen auch die Relikte der alten Stadtbefestigung am Weg, wenn man ihn denn schafft an einem Tag und nicht zwischendurch des Grübelns schon wieder voll ist und sich ein schattiges Plätzchen zum Verweilen und Verschnaufen sucht. Die Lehmstedtschen Stadtrundgänge kommen immer so harmlos daher, versprechen, man könnte so ein Stadtpaket an einem Tag schaffen.

Vielleicht gar mit Thermoskanne und Stullenpaket. Aber das glaube ich schon lange nicht mehr. Planen Sie lieber mehr Zeit ein und ein paar Erholungspausen im „Gildehaus“ oder in der „Stadtschenke“. Als Lektüre empfiehlt Steffi Böttger die Schriftstellerin Gertrud von le Fort, die es als Tochter eines preußischen Obersts in die Garnisonsstadt Hildesheim verschlug.

Steffi Böttger Hildesheim an einem Tag, Lehmstedt Verlag, Leipzig, 2019, 5 Euro.

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