Leipziger MPI: Der moderne Mensch eroberte den Norden Italiens wohl schon vor 40.000 Jahren

So ein bisschen sind sie die Neandertaler-Spezialisten unter den Forschern Europas: die Forscher vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Nicht weil sie all die sensationellen Funde machen, die dann mit Feuerwerk durch die Medien gehen. Sondern weil sie die modernste Technik haben, um das Erbgut zu entziffern. Da sind sie auch bei wissenschaftlichen Streitfällen gefragt.
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Zum Beispiel dem wissenschaftlichen Streit um die Frage, wann denn nun der moderne Mensch, der Homo Sapiens, tatsächlich nach Europa kam, seine Kultur mitbrachte und den bis dahin dominierenden Neandertaler verdrängte. Dass er sich stellenweise mit dem Neandertaler vermischte, auch das konnten ja Forscher vom Leipziger MPI nachweisen.

Was passierte vor 42.000 Jahren?

Aber die Fragen sind ja noch brisanter. Denn in die Phase des Übergangs fällt ein wichtiger nachweisbarer Kultursprung, ein Qualitätssprung in der Bearbeitung von Werkzeugen und der Herstellung von Schmuckgegenständen. Aber wem schreibt man den zu? Dem Neandertaler – der, vielleicht angeregt durch die Neuankömmlinge aus dem Osten, auf völlig neue Ideen kam? Oder brachten die Ankömmlinge aus dem asiatischen Raum (resp. Naher Osten) die neuen Ideen mit?

Wir befinden uns immerhin am Beginn eines Zeitalters mit großartig klingendem Namen: dem Aurignacien, das man so ungefähr in der Zeit von 40.000 bis 31.000 Jahre BP rechnet. BP steht für „before present“, also vor unserer Gegenwart. Die Zeitabgrenzung ist kompliziert. Denn in solcher historischen Tiefe werden auch die Bestimmungen mit der Radiokarbonmethode sehr unscharf.

Was dann auch einen Teil des jahrelang wogenden Streits begründet: Hat der Homo Sapiens (in älteren Lehrbüchern noch stilvoll Cro-Magnon-Mensch genannt) nun in dieser Zeit schon die Kulturstufe dominiert oder lebten die beiden Zweige der Menschheit in diesem ganz frühen Abschnitt des Jungpaläolithikums Jahrtausende lang nebeneinander?

Für alle, die den Geschichtsunterricht der 6. Klasse schon längst vergessen haben: Paläolithikum ist die Steinzeit, so benannt, weil die Bearbeitung von Steinen als Werkzeug zumindest in den archäologischen Fundstätten dominiert. Die Wissenschaftler unterteilen dabei eine Alt- und eine Jungsteinzeit. Letztere umfasst die Zeit von 40.000 bis ungefähr 9.000 vor unserer Zeitrechnung. Das Aurignacien liegt also am Beginn der Jungsteinzeit.

Benannt ist das Aurignacien übrigens nach einer Fundstelle in Frankreich, wo die moderne Paläontologie vor 150 Jahren ihre wissenschaftlichen Anfänge nahm – nach dem Abri von Aurignac.

Und während die Wissenschaft sich nun seit Jahren streitet, ob der Homo Sapiens nun im (frühen) Aurignacien schon dominierte oder noch der Neanderthaler, sind sich Leipziger Forscher nun – in Gemeinschaft mit Forschern aus Italien – recht sicher, dass der Homo Sapiens schon im Proto-Aurignacien die erste Geige spielte.

Das Proto-Aurignacien ist quasi die ganz frühe Phase des Aurignacien, die sich vor etwa 42.000 Jahren über Südwest- und Südzentraleuropa erstreckte.

In Mitteleuropa und dem heutigen Sachsen noch nicht. Hier tauchen die ältesten Funde der Jungsteinzeit erst vor etwa 11.000 bis 12.000 Jahren auf. Mit Fragezeichen, denn die meisten der den sächsischen Archäologen bekannten Fundstellen sind noch gar nicht umfassend wissenschaftlich untersucht worden. Aber dass die Funde erst so spät auftauchen, hat natürlich einen simplen Grund: die letzte große Eiszeit in diesem Raum, die Weichsel-Kaltzeit. Deswegen dominieren für das frühe Aurignacien eben vor allem Funde in Spanien, Südfrankreich und Italien.

Aber die Zeit vor 42.000 Jahren zeichnete sich durch zahlreiche technische Innovationen in den Steinbearbeitungs- und Knochenwerkzeugindustrien bis hin zur umfangreichen Verwendung von persönlichen Ornamenten und Schmuck aus. Und weil das im Vergleich der Funde vorher eine kleine Revolution war, wollten die Forscher nun doch gern die Erzeuger dieser Kultur identifizieren. „Um den Untergang der Neandertaler näher beleuchten zu können“, betont das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie das Ansinnen.

Wobei der Übergang vor 42.000 noch nicht der „Untergang“ der Neandertaler war. Sie verschwanden erst 10.000 Jahre später aus den Fundschichten. Und die Frage, ob sie vom Homo Sapiens verdrängt wurden oder regelrecht im Überlebenskampf gegen die Neuankömmlinge unterlagen, ist bis heute offen. Die Forscher versuchen sich nun von allen Seiten diesem Kapitel der menschlichen Geschichte zu nähern.

Das, was die Leipziger Forscher zusammen mit ihren italienischen Kollegen herausbekommen haben, stand am 23. April im Wissenschaftsmagazin „Science“ zu lesen.

Zwei Zähne verraten die Neuankömmlinge

Der Beitrag geht auf die Grundprobleme der Forschung in dieser schon recht beträchtlichen historischen Distanz ein: Organische Materialien überdauern solche langen Zeiträume eher selten.

Und dazu kommt: Nur zwei Fundstätten aus dieser Zeit enthielten überhaupt menschliche Überreste, die eindeutig dem Proto-Aurignacien zugeordnet werden können. Das eine ist Riparo Bombrini in Italien, in den westlichen Ligurischen Alpen gelegen, wo 1976 ein Schneidezahn gefunden wurde. Das andere ist die Grotta di Fumane (Westliche Lessini Berge, Italien), wo 1992 von einem Team der Universität Ferrara ein oberer Schneidezahn gefunden wurde. Bei beiden Zähnen handelt es sich um Milchzähne.

Den ersten Schritt, dem möglicherweise hier auftauchenden Homo Sapiens auf die Spur zu kommen, gingen Stefano Benazzi von der Universität Bologna und Kollegen vom CNR Institut für Klinische Physiologie aus Pisa: Sie verglichen digitale Modelle von CT-Scans des menschlichen Zahns aus Riparo Bombrini mit denen von modernen Menschen und Zahnproben von Neandertalern. Die Forscher wendeten dabei digitale Methoden an, um die internen Merkmale der verschiedenen Zahnkronen, insbesondere die Dicke des Zahnschmelzes, miteinander zu vergleichen.

Vom Aussehen her war dann recht deutlich: Der Zahn aus der Fundstelle Riparo Bombrini in der Nähe von Ventimiglia nahe der französischen Grenze muss einst einem modernen Menschen gehört haben.

Die Leipziger Forscher kamen beim zweiten Fundstück aus der Grotta di Fumane ins Spiel. Diese Höhle liegt 18 Kilometer von Verona entfernt, eine Stadt in Norditalien, die den Meisten eher durch das berühmteste Liebespaar der Literatur bekannt sein dürfte.

DNS verweist auf die Einwanderer aus Asien/Afrika

Viviane Slon und ihren Kollegen vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie gelang es, dem Zahnfund „Fumane 2“ mitochondriale DNA – Erbgut aus den Mitochondrien, den Energielieferanten der Zelle, das mütterlicherseits an die Nachfahren weitergegeben wird – zu entnehmen und zu analysieren. Das Ergebnis: „Das mitochondriale Erbgut des Zahnbesitzers kann einem modernen Menschen der Haplogruppe R, die für prälandwirtschaftliche mtDNAs in Europa typisch ist, zugeordnet werden.“

So vermeldet es das Max-Planck-Institut. Mit der „Haplogruppe R“ und „prälandwirtschaftlichen mtDNAs“ ist man beim genetischen Stammbaum des modernen Menschen, der vor ungefähr 200.000 Jahren in Afrika seinen Ursprung nahm, sich vor 50.000 Jahren nach Asien ausbreitete und vor rund 30.000 Jahren auch Europa in Besitz nahm. Die Funde aus Italien beschreiben also in gewisser Weise die Ankunftszeit des modernen Homo Sapiens in Europa.

Übergang oder Untergang?

Dass der Zahn aus der Nähe von Verona tatsächlich so alt ist, wurde dann wieder mit einer klassischen Verfahrensweise ermittelt.

Sahra Talamo, die ebenfalls am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie forscht, führte die Radiokohlenstoff-Datierung des Fundes durch, um das Alter des Zahns aus  Riparo Bombrini sicher zu bestimmen: Die mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie (AMS) gewonnenen 14C-Daten ergaben ein Alter von etwa 40.000 Jahren.

Welche Rolle die immer mehr verfeinerten technischen Möglichkeiten der Gegenwart dabei spielen, die frühe Ankunft des modernen Menschen immer genauer zu erforschen, beschreibt Stefano Benazzi aus Bologna so: „Menschliche Fossilien, vor allem gut erhaltene Milchzähne, sind äußerst selten. Dank der Kooperation mehrerer europäischer Einrichtungen war es möglich, diese nun in vollem Umfang zu erforschen. Technische Innovationen, wie etwa die hochaufgelöste Computertomografie/digitale Methoden und die Analyse alter DNA, die in den letzten zehn Jahren entwickelt wurden, haben uns die Klassifizierung dieser beiden Fossilien erst ermöglicht. Zusammen mit der Radiokohlenstoff-Datierung werden diese neuen Technologien uns zukünftig dabei helfen, weitere umstrittene menschliche Fossilien taxonomisch einzuordnen.“

Jean-Jacques Hublin, Direktor der Abteilung für Humanevolution am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und Koautor der Studie, die jetzt in „Science“ erschien, ergänzt dazu: „Als in Europa die Neandertaler von modernen Menschen ersetzt wurden, waren die biologischen Eigenschaften mehrerer heute existierender europäischer Populationen noch unbekannt, und es gab bis jetzt keinen direkten Beleg dafür, dass das frühe Aurignacien, eine Kultur, die zahlreiche technische Innovationen hervorbrachte, tatsächlich von modernen Menschen hergestellt wurde.“

Und während einige Forscher bis heute überzeugt sind, dass die Ablösung des Neandertalers in Europa vielleicht doch eher mit einer längeren Koexistenz vonstatten ging, ist Hublin überzeugt, dass es für die Neandertaler, die seit rund 100.000 Jahren die Gegend bewohnten, doch eher eine Katastrophe war, als die Neuankömmlinge aus Afrika im südlichen Europa auftauchten: „Die Zuordnung von Überresten moderner Menschen zum Proto-Aurignacien unterstützt die Annahme, dass die Ankunft von Homo sapiens auf dem Kontinent den Untergang der Neandertaler, die einige Tausend Jahre später verschwanden, ausgelöst hat.“

Max-Planck-InstitutNeandertaler
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