Artikel zum Schlagwort Neandertaler

Menschen, die einen bestimmten Ionenkanal von Neandertalern geerbt haben, empfinden mehr Schmerzen

Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren die Neandertaler schmerzempfindlicher als der moderne Mensch

Foto: Science Photo Library / Daynes, Elisabeth

Für alle LeserEigentlich hatte unsereiner ja so seine Vorstellungen über den Neandertaler: Robust, weniger kälteempfindlich, hart im Nehmen und deshalb auch viel früher dabei, die rauhen nordischen Breiten zu besiedeln. Aber jetzt haben Forscher eine Genvariante aufgespürt, die darauf hindeutet, dass der Neandertaler schmerzempfindlicher war als der moderne Mensch. Was einen ja auch wieder auf Gedanken bringt. Weiterlesen

Die Neandertaler-Variante des Progesteron-Rezeptors wirkt sich günstig auf die Fruchtbarkeit aus

Leipziger Forschungsergebnis: Frauen mit Neandertaler-Gen bringen mehr Kinder zur Welt

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserEs war nur eine kleine Meldung, die das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie am Dienstag, 26. Mai, herausgab. Aber sie macht doch nachdenklich. Denn dass die späte Vermischung von modernen Menschen und Neandertalern vor ungefähr 47.000 bis 65.000 Jahren in Europa Folgen bis in unser Erbgut hatte, das haben schon mehrere Untersuchungen aus dem Institut belegt. Aber selbst auf die Fruchtbarkeit von Frauen soll eine kleine genetische Veränderung aus dem Erbe der Neandertaler Auswirkungen haben. Weiterlesen

Wer begegnete den frühen Neandertalern in der Eem-Warmzeit?

Vorfahren aller späteren Neandertaler lebten schon vor 120.000 Jahren in Mitteleuropa

Foto: J. Eloy, AWEM, Archéologie andennaise

Für alle LeserWenn es eine Menschengruppe gäbe, die wirklich von sich behaupten könnte, der am längsten in Europa heimische Europäer zu sein, dann wäre das der Neandertaler. Einen Großteil der Eiszeit hat er in Europa überlebt. Erst vor 40.000 Jahren starb er aus und der moderne Mensch, der aus Afrika einwanderte, übernahm den Kontinent. Aber eine Untersuchung an ganz alten Knochen zeigt jetzt: Es könnte schon vorher vielleicht eine kleine Zuwanderung aus Afrika gegeben haben. Weiterlesen

Neues aus dem Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Neandertaler ernährten sich am liebsten von Rentieren und Pferden

Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie/ A. Le Cabec

Für alle LeserImmer wieder brandet unter Wissenschaftlern der Streit auf, ob denn nun der Mensch am Verschwinden der großen Säugetiere schuld sei, als er sie nach dem Ende der letzten Eiszeit massiv bejagte. Denn da starben sie alle aus – ob Riesenhirsch, Wollnashorn oder die Festlandspopulationen des Mammuts. Zu viele Jäger sind des Mammuts Tod, könnte man sagen. Nun stellt sich heraus: Auch der Neandertaler hat zu seinen Lebzeiten fleißig mitgejagt. Weiterlesen

Neandertaler-Gene beeinflussen die Gehirnentwicklung heute lebender Menschen

Beginn eines Forschungsprojekts zum Einfluss von Neandertaler-DNA auf die Evolution des menschlichen Gehirns

Grafik: Philipp Gunz

Für alle LeserOb ein paar Neandertaler-Gen-Sequenzen das Denken einiger Zeitgenossen beeinflussen, wissen die Forscher noch nicht. Sie versichern zwar, dass das wohl nicht der Fall ist. Aber sie sind erst ganz am Anfang dieser sehr speziellen Forschung. Denn einige Erbstücke in unseren Genen haben wohl Auswirkungen auf die Kopfform. Und die Kopfform, beeinflusst – „auf subtile Weise“ – unsere kognitiven Fähigkeiten. Leipziger Forscher wollen es jetzt wissen. Weiterlesen

Ein ganz besonderes Mädchen

Wie sich die Begegnungen von Neandertalern und Denisova-Menschen im Genom wiederfinden lassen

Foto: Bence Viola, MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserSeit Svante Pääbo am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie angefangen hat, das Genom des Neandertalers unter die Lupe zu nehmen, hat sich unser Bild von der Vorzeit gewaltig verändert. Wir wissen heute viel mehr über den Neandertaler, der lange vor dem modernen Menschen nach Europa einwanderte. Und augenscheinlich scheute er keine Wege, um auch mit dem Denisiova-Vetter in Asien in Kontakt zu kommen. Weiterlesen

Wie der Neandertaler in unsere Gene kam

Leipzigs berühmter Paläogenetiker Svante Pääbo wird mit dem Körber-Preis ausgezeichnet

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserSelbst große deutsche Zeitungen orakeln bei jeder neuen Entdeckung: „Muss die Vorgeschichte des Menschen jetzt umgeschriebenen werden?“ Als könnten sie nach 20 Jahren immer noch nicht fassen, dass die Paläogenetik eine Wissenschaft ist, in der seit Jahren neue Erkenntnisse das Bild von unseren Vorfahren nicht nur verändern, sondern immer reicher und bunter machen. Und einer der wichtigsten Akteure auf dem Forschungsfeld ist Svante Pääbo. Dafür bekommt er jetzt den Körber-Preis 2018. Weiterlesen

Ein neues Rätsel zum Ende des Neandertalers

Selbst das Erbgut der späten Neandertaler weist keine Spuren des modernen Menschen auf

Foto: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie / I. Crevecoeur

Für alle LeserEr war uns ähnlicher, als die Forscher 100 Jahre geglaubt haben. Er hatte eine Kultur und eine Technik, die dem modernen Menschen verblüffend nahestand. Und dennoch ist er irgendwann vor 30.000 bis 40.000 Jahren einfach verschwunden. Kurz nachdem er mit den neuen Einwanderern aus Afrika in Berührung kam. Nur Teile seines Erbguts haben sich im Erbgut der Europäer erhalten. Das Wörtchen dominant könnte eine neue Bedeutung gewinnen. Weiterlesen

Ein erstaunlich kreativer Bursche

Schon lange vor der Ankunft des modernen Menschen bemalte der Neandertaler die Wände spanischer Höhlen

Foto: MPI EVA, H. Collado

Für alle LeserDer Bursche war in den vergangenen Jahren immer wieder für eine Überraschung gut. Erst wurde seine DNA entschlüsselt, dann fand man seine Spuren auch in der DNA heute lebender Menschen. Dann konnte man ihm Werkzeuge zuordnen, die ihm seit seiner Entdeckung im Neandertal niemand zugetraut hätte. Und nun der nächste Paukenschlag: Die ältesten Kunstwerke Europas stammen von ihm. Und er hat erst gar nicht auf den Neuankömmling aus Afrika gewartet, bevor er Höhlenwände mit Kunst verzierte. Weiterlesen

Leipziger Forschung an Neandertaler-DNA

Das Neandertaler-Erbgut beeinflusst Hautton und Haarfarbe heute lebender Europäer

Foto: Frank Vinken, Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserEr steckt zwar nur zu einem kleinen Prozentsatz in unseren Genen – aber er beeinflusst eine Menge von den Dingen, die uns ausmachen. Dieser seltsame Neandertaler, mit dem sich der moderne, aus Afrika einwandernde Mensch vor ungefähr 45.000 Jahren vermischte. Und das hatte Folgen: für unsere Hautfarbe, unsere Haarfarbe, unseren Schlaf, unsere Stimmung. Weiterlesen

Leipziger Forscher haben jetzt ein zweites Neandertaler-Genom komplett entschlüsselt

Erbgut aus der Vindija-Höhle bringt noch mehr Neandertaler-Spuren im Genom heute lebender Menschen ans Licht

Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie/ J. Krause

Für FreikäuferEs sind lauter Puzzle-Teile, mit denen die Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie immer mehr Licht in die Beziehung des modernen Menschen zu seinem engsten Vorfahren, dem Neandertaler, bringen. Jetzt ist ihnen wieder ein neues Meisterwerk gelungen: Sie haben ein zweites Neandertaler-Genom entschlüsselt. Weiterlesen

Neues aus der DNA-Werkstatt der Leipziger Forscher

Jetzt verraten schon winzige DNA-Spuren in Höhlensedimenten die einstige Anwesenheit von Neandertalern

Foto: El Sidrón Forschungsteam

Archäologen sind echte Forensiker. Erst recht, seit sie die Sache mit der DNA für sich entdeckt haben. Damit können sie nicht nur den verzweigten Stammbaum der Menschheit immer genauer rekonstruieren, Wanderungsbewegungen und Verwandtschaften nachweisen. Jetzt können sie menschliche Anwesenheit sogar in Höhlen nachweisen, in denen kein Knöchelchen der einstigen Bewohner mehr zu finden ist. Weiterlesen

Winzigen Gehörknöchelchen auf der Spur

Besaßen auch die Neandertaler schon ein komplexes Sprachvermögen?

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie, A. Stoessel & P. Gunz

Er ist derzeit der meistbefragte Unbekannte in der Vorzeitforschung: der Neandertaler, jener seltsame Verwandte, der schon Jahrhunderttausende in Europa lebte, bevor vor 40.000 Jahren der moderne Mensch aus Afrika zuwanderte. Und dann starb er einfach aus. Dabei scheint er sogar ganz ähnliche Sprechfähigkeiten wie wir heute besessen zu haben, vermuten jetzt ein paar Leipziger Wissenschaftler. Weiterlesen

Leipziger Forscher entschlüsseln uralte Proteine von Neandertalern aus dem Châtelperronien

Ein Baby ordnet die Grotte des Fées jetzt in die Geschichte der Neandertaler ein

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie, M. Hardy

Dieser verflixte Neandertaler. Erst galt er ja als unser aller direkter Urahn. Dann wurde er einfach mal aus dem Stammbaum geschmissen und zum fernen Vetter erklärt, der noch ein Weilchen neben unseren frisch aus Afrika zugewanderten Vorfahren leben durfte. Und dann ausstarb, so wie das Mammut. Doch irgendwie war er wohl doch nicht der tumbe Bursche, als der er oft genug gemalt wurde. Selbst das Châtelperronien gehört zu seinen Zivilisationsleistungen. Was aber nicht bewiesen war. Weiterlesen

Immer diese Völkerwanderungen

Leipziger Forscher weisen früheste Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Knochen aus einer Höhle in Nordspanien nach

Grafik: MPI für evolutionäre Anthropologie, Kennis & Kennis Madrid Scientific Films

Das hätte sich der Neandertaler ganz gewiss nicht träumen lassen, dass Zehntausende Jahre nach seinem Verschwinden ein paar Wissenschaftler ernsthaft nachforschen würden, wie es eigentlich um seine Verwandtschaftsverhältnisse bestellt ist. Dass seine Gene in unserem Erbgut vorkommen, das ist nun seit ein paar Jährchen bekannt. Aber dass er auch noch mit dem Denisova-Menschen in Berührung kam, das verblüfft auch die Leipziger Forscher. Weiterlesen

Leipziger Wissenschaftler finden genetischen Beleg für menschliche DNA im Neandertaler-Erbgut

Neandertaler-Erbgut aus dem Altai erzählt von einer ganz frühen Begegnung mit dem modernen Menschen aus Afrika

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie / Grafik: Ilan Gronau

Svante Pääbo war es, der die Forschung zu den genetischen Spuren des Neandertalers in Leipzig erst so richtig in Gang gebracht hat. Seitdem hat sich das Max-Planck-Institut in Leipzig zu einem der wichtigsten Hotspots in der Neandertaler-Forschung entwickelt. Und es vergeht kaum ein Monat, in dem keine neuen Erkenntnisse über den Burschen ans Tageslicht kommen, der sich auch im Erbgut des modernen Menschen wiederfindet. Weiterlesen

Vermischung in prähistorischen Zeiten

Neandertalergene haben das Immunsystem moderner Menschen gestärkt

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie/ B. Viola

Es ist, als wäre er fröhlich wieder auferstanden, der Neandertaler. Erst wird in Leipzig sein Genom entschlüsselt, dann gehen die Spurensucher im menschlichen Genom auf die Suche nach jenen Bausteinen, an denen sich die Vermischung von Neandertaler und modernem Menschen nachweisen lässt. Und dann stellt sich heraus, dass die Vermischung sogar Wertvolles in unserem Erbgut beigetragen hat. Weiterlesen

Leipziger Forscher helfen bei der genauen Datierung

Muscheln belegen, dass der moderne Mensch einst über den Libanon nach Europa kam

Foto: Marjolein Bosch, MPI für evolutionäre Anthropologie

Eigentlich ist es kein richtiger Streitfall mehr, wenn Forscher über den Weg des modernen Menschen von Afrika nach Europa nachdenken. Die logischste Route war schon immer die Levante, jener Landstreifen im Nahen Osten, in dem bis heute die historischen Konflikte brodeln. Dort hielten sich unsere Vorfahren auf, bevor sie vor ungefähr 40.000 Jahren dem Neandertaler in Europa das Leben schwer machten. Weiterlesen