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Tag: 22. März 2018

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Leipziger Zeitung Nr. 53. Foto: Ralf Julke

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 53 beschäftigt sich mit Kulturkämpfen, alten Revolutionen und den Mühen der täglichen Zukunft

Die Leipziger Buchmesse war auch 2018 wieder die Begegnung von Welten, ein Kosmos der geistigen Auseinandersetzungen. Das vergisst man gern, wenn ständig von Promis, Mangas und den paar rechtsradikalen Verlagen geredet wird. Wer die wirklich wichtigen politischen Bücher der Messe auch nur wahrnehmen wollte, der müsste ins Rennen gekommen sein. Logisch, dass die aktuelle „Leipziger Zeitung“ Nr. 53 eine geworden ist, die sich mit zentralen Fragen der Gegenwart und den Schatten der Vergangenheit beschäftigt.

Lok-Präsident Thomas Löwe: "Den Einzug in die 3. Liga können wir nur als Einheit schaffen!". Foto: Jan Kaefer

Lok-Präsident Thomas Löwe: „Was wir investieren, steht nicht in der Zeitung, das erfahren die Mitglieder zuerst!“

LZ/Auszug aus Ausgabe 53Das erste Nachholspiel hat Lok-Präsident Thomas Löwe verpasst. Gemeinsam mit Aufsichtsratschef Olaf Winkler weilte der Unternehmer in Dublin während Lok gegen die VSG Altglienicke die ersten drei Punkte im Jahr 2018 einfuhr. Auf dem Sprung zu den Feierlichkeiten zum St. Patrick's Day nahm sich Löwe wenige Tage später Zeit für ein Interview. Was passiert, wenn das Geld für den Kunstrasen nicht zusammenkommt? Wo liegt die Zukunft von Co-Trainer Hoppe? Welche Spieler werden bleiben und wie ist der Stand beim Stadionneubau? Das LZ-Interview in Auszügen.

Transparente und Fahnen. Foto: René Loch

Kampf um Afrin erreicht Leipziger SPD-Zentrale

Nach mehreren Demonstrationen und Anschlägen von Unbekannten auf Gebäude gab es heute eine öffentliche Solidaritätsaktion für die Kurden in der syrischen Stadt Afrin: Etwa 50 Personen haben am Donnerstagnachmittag für gut zwei Stunden die SPD-Zentrale in Leipzig besetzt. Sie zeigten Transparente und sprachen unter anderem mit dem Landtagsabgeordneten Holger Mann. Die SPD weigerte sich, eine von der Gruppe vorbereitete Mitteilung zu verschicken. Demnächst soll möglicherweise eine Diskussionsveranstaltung folgen.

Bauarbeiten für die neue Holztreppe am Mauerturm. Foto: Stadt Eilenburg

Der Eilenburger Mauerturm erhält eine neue Holztreppe

Beharrlich arbeitet die kleine 15.500-Einwohner-Stadt Eilenburg nicht nur daran, sich als attraktiver Wohnort für alle Leipziger zu etablieren, die gern rausziehen wollen aus der lauten Großstadt. Sie baut auch unermüdlich an ihrem Image als Keimzelle des heutigen Sachsen. Denn hier, auf der Burg Ilburg, saßen die Wettiner Grafen, bevor sie zu Markgrafen in Meißen aufstiegen. Und an der Burg wird emsig gebaut und geflickt.

Auf dieser Wiese zirpt nichts mehr. Foto: Ralf Julke

Schon vor Jahren ist das Sirren der Zikaden in unseren Wiesen verstummt

Es ist recht typisch für Deutschland: Kaum stellen Forscher einen Missstand fest und verbinden damit Konsequenzen für menschliches Handeln, macht sich eine ganze Phalanx von Abstreitern daran, das Ergebnis öffentlich zu diskreditieren. Motto: Das Ergebnis zählt für uns nicht. Seit 2017 wieder massiv erlebt beim Thema Insektenschwund. Auch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) findet dieses Abstreiten völlig daneben.

Einfahrt eines Flixbusses in das neue Busterminal. Foto: W&R IMMOCOM/Albrecht Voss

Eröffnung fürs Leipziger Busterminal am Hauptbahnhof gefeiert

Am Donnerstag, 22. März, gab’s zum ersten Mal ein bisschen Trubel im neuen Leipziger Busterminal für Fernbusse, das auf der Ostseite des Hauptbahnhofs entstanden ist. Mit Blitzlichtgewitter fuhr gegen 10:40 Uhr ein grüner Flixbus in das Terminal, das – so Bauherr Ingo Seidemann – deutschlandweit in dieser Art einzigartig ist. Wirklich los geht hier der Betrieb am Samstag, 25. März.

Am Sonntag müssen die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt werden. Foto: Ralf Julke

Die Hoffnung der Deutschen auf ein Ende der sinnlos gewordenen Zeitumstellung wächst

Die Diskussion um die Zeitumstellung, die vielen Europäern im Frühjahr und im Herbst Kopfschmerzen und Schlafstörungen beschert, hat endlich die Ebene der EU erreicht, wo das Ende der Zeitumstellung beschlossen werden muss. Und die meisten Deutschen haben von diesem Herumgestelle an der Uhr die Nase voll. Viele leiden unter dem abrupten Zeitenwechsel. Die DAK hat auch diesmal wieder eine Umfrage gestartet. Sie hat ja – wie alle Krankenkassen – mit den Gesundheitsfolgen dieser Zeitumstellung zu tun.

Großer Backenzahn aus dem Oberkiefer eines Neandertalers aus Spy in Belgien. Foto: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie / I. Crevecoeur

Selbst das Erbgut der späten Neandertaler weist keine Spuren des modernen Menschen auf

Er war uns ähnlicher, als die Forscher 100 Jahre geglaubt haben. Er hatte eine Kultur und eine Technik, die dem modernen Menschen verblüffend nahestand. Und dennoch ist er irgendwann vor 30.000 bis 40.000 Jahren einfach verschwunden. Kurz nachdem er mit den neuen Einwanderern aus Afrika in Berührung kam. Nur Teile seines Erbguts haben sich im Erbgut der Europäer erhalten. Das Wörtchen dominant könnte eine neue Bedeutung gewinnen.

Wolfgang Kraushaar: 1968. Foto: Ralf Julke

Warum das Jahr 1968 erst der Anfang war und die AfD ihre Probleme mit einer emanzipierten Bundesrepublik hat

50 Jahre. Das ist ein halbes Jahrhundert. So lange ist „1968“ schon her, ein Jahr, das wir mit Studentenunruhen in Westberlin und Paris verbinden, mit Rudi Dutschke und dem „Marsch auf Bonn“. Und einige Leute verbinden es auch noch mit etwas anderem. Deswegen kommt in Wolfgang Kraushaars Essay auf dieses markante Jahr auch die AfD vor, die immer so tut, als müsse sie sich an „den 68ern“ rächen. Was aber mit den alten 68ern nichts zu tun hat, sondern mit dem erzreaktionären Weltbild der AfD.

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