Neuer Baustein fürs Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig

Richtfest für neues Forschungsgewächshaus im Botanischen Garten der Uni Leipzig

Für alle LeserAm Mittwoch, 21. März, gab es ein kleines, aber besonderes Richtfest im Botanischen Garten von Leipzig. Da nimmt nämlich ein Forschungsgewächshaus für das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiV) Gestalt an. Aus Dresden kamen extra zwei Minister angereist.

Das Forschungsgewächshaus ordnet sich als integraler Bestandteil in den Botanischen Garten Leipzig ein. Alle notwendigen technischen Anlagen auf dem Dach des Massivgebäudes werden von der Außenfassade verdeckt und können von den Besuchern des Botanischen Gartens bzw. von Fußgängern der Johannisallee oder der Linnéstrasse nicht wahrgenommen werden. Die Zufahrt auf das Gelände des Forschungsgewächshauses erfolgt über die Linnéstraße. Die neue Zufahrt erhält ein Zufahrtstor nach historischem Vorbild.

Die Kosten des Bauvorhabens sind mit ca. 7,8 Millionen Euro veranschlagt. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Oktober 2018 geplant.

Die Baumaßnahme wird mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts mitfinanziert.

Worum es bei diesem Bauobjekt geht, erläutert Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv) leistet einen Beitrag zur Erforschung sowie zum Erhalt und der nachhaltigen Nutzung der biologischen Artenvielfalt, der genauso notwendig wie weltweit von Bedeutung ist. Dafür liefert das iDiv die wissenschaftlichen Grundlagen, arbeitet über die Grenzen wissenschaftlicher Disziplinen hinweg und bringt sein Wissen über die Auswirkungen des Verlusts an Biodiversität in politische Entscheidungsprozesse ein. Zudem bündelt dieser modellhafte Verbund über die Landesgrenzen Thüringens, Sachsen-Anhalts und Sachsens hinweg wissenschaftliche Kompetenz und Exzellenz.“

Dazu braucht es auch ein Gewächshaus, in dem Forschungsreihen unabhängig von Witterungseinflüssen durchgeführt werden können.

Das Forschungsgewächshaus im Botanischen Garten. Visualisierung: GEFOMA GmbH

Das Forschungsgewächshaus im Botanischen Garten. Visualisierung: GEFOMA GmbH

Der geschäftsführende Direktor des iDiv, Prof. Christian Wirth: „Das Forschungsgewächshaus ist ein wichtiger Baustein für die Beantwortung von iDivs zentraler Frage: Wie können wir die biologische Vielfalt unseres Planeten bewahren? Es geht um die wichtigste Ressource, die wir haben.“

Und zum Geld nahm Finanzminister Dr. Matthias Haß Stellung: „Der Neubau des Forschungsgewächshauses für das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung ist ein Pilotvorhaben für innovative Lösungen zur Energieeinsparung. Er gliedert sich zugleich ein in eine ganze Reihe von weiteren Bauinvestitionen des Freistaates in die sächsische Hochschullandschaft. Der Freistaat Sachsen hat seit 1991 etwa 4,9 Milliarden Euro in den Hochschulbau investiert, denn der Hochtechnologie- und Industriestandort Sachsen ist auf gut ausgebildeten akademischen Nachwuchs und hervorragende Forschungsbedingungen angewiesen.“

Der Neubau besteht aus einem in zwölf Kabinen unterteilten Gewächshaus sowie einem unterkellerten Massivbau, welcher Labore und Technikbereiche aufnimmt.

Bei der Planung und Bauausführung des Gewächshauses wurde besonderes Augenmerk auf energetische Effizienz gelegt. Dadurch und mittels einer hochenergieeffizienten Wärme- und Kälteerzeugung unter Ausnutzung neuester Technologien wird eine Energieeinsparung sowie die Minderung der CO2-Emissionen um mindestens 50 % gegenüber einer konventionellen Vergleichslösung von Gewächshäusern erreicht. Der Wärmebedarf des Gebäudes wird dabei über Fernwärme und nur bei Ausfall der Fernwärme über einen Ölbrennwertkessel abgedeckt. Die Kältegrundlast wird durch eine Absorptionskältemaschine produziert. Die dafür notwendige Wärmeerzeugung erfolgt mit Hilfe der Sonnenenergie über Heat-Pipe-Vakuumröhrenkollektoren, welche auf dem Flachdach des Massivgebäudes installiert werden. Das innovative Pilotvorhaben wird aus dem Energieeffizienzprogramm des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EE-EFRE) gefördert.

Gemeinsam mit Bauarbeitern und Vertretern der am Bau beteiligten Firmen haben heute Finanzminister Dr. Matthias Haß, Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange und die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking in Leipzig das Richtfest für das Forschungsgewächshaus des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig begangen.

Durch die von der Niederlassung Leipzig II des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement durchgeführte Baumaßnahme werden insgesamt ca. 438 m² Nutzfläche geschaffen.

Sachsens Umweltforscher fordern den Umweltminister ganz freundlich auf, endlich zu handeln

BiodiversitätiDiVBotanischer Garten
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Ländliche Regionen brauchen Förderung, um sich völlig neu erfinden zu können
Wohin entwickeln sich die ländlichen Regionen? Foto: Luca Kunze

Foto: Luca Kunze

Für alle LeserSeit einiger Zeit untersucht das in Leipzig ansässige Leibniz-Institut für Länderkunde die auseinanderdriftenden Entwicklungen zwischen boomenden Großstädten und abgehängten ländlichen Regionen. Der Forschungsbereich nennt sich „Multiple Geographien regionaler und lokaler Entwicklung“. In der aktuellen Debatte über abgehängte Regionen plädiert IfL-Direktor Sebastian Lentz nun für eine stärkere Fokussierung auf die individuellen Entwicklungspotenziale von strukturschwachen Räumen.
Zschocke fordert Minister zur besseren Überwachung gefährlicher Abfalltransporte in Sachsen auf
Zur Zentraldeponie Cröbern einfach nächste Ausfahrt rechts. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserÄndern wird man es wohl nicht mehr können. Die Fehler wurden allesamt in den 1990er Jahren gemacht, als die neue Deponie in Cröbern viel zu groß geplant wurde, mit Müllmengen, für die die Bevölkerungszahl sich im Regierungsbezirk Leipzig regelrecht hätte verdoppeln müssen. So ist die Betreibergesellschaft gezwungen, weiter gefährliche Abfälle aus Importmengen anzunehmen. Manchmal fallen einige der Transporteure auf der Autobahn dann negativ auf.
Gesprächskreis „Neue Mitte“ in der sächsischen SPD will auf keinen Fall mit der Linken regieren
SPD-Stadtrat Heiko Bär. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs zerreißt die sächsische SPD mittendurch. Am 25. Juni veröffentlichten junge Politiker von SPD. Grünen und Linken ihren Aufruf „Uns langt’s jetze – Sachsen #umkrempeln!“ Sie plädieren für eine Wahlalternative ohne CDU in Sachsen und vor allem eine Alternative jenseits von Blau-Schwarz. Doch während junge SPD-Politiker hier die Chance auf eine andere Politik in Sachsen sehen, gibt es postwendend aus dem konservativen Flügel der SPD ein harsches „Nein, nicht mit uns!“
Vorfahren aller späteren Neandertaler lebten schon vor 120.000 Jahren in Mitteleuropa
Oberkieferknochen eines Neandertalermädchens aus der Scladina-Höhle in Belgien. Foto: J. Eloy, AWEM, Archéologie andennaise

Foto: J. Eloy, AWEM, Archéologie andennaise

Für alle LeserWenn es eine Menschengruppe gäbe, die wirklich von sich behaupten könnte, der am längsten in Europa heimische Europäer zu sein, dann wäre das der Neandertaler. Einen Großteil der Eiszeit hat er in Europa überlebt. Erst vor 40.000 Jahren starb er aus und der moderne Mensch, der aus Afrika einwanderte, übernahm den Kontinent. Aber eine Untersuchung an ganz alten Knochen zeigt jetzt: Es könnte schon vorher vielleicht eine kleine Zuwanderung aus Afrika gegeben haben.
Der Stadtrat tagt: Klares Bekenntnis gegen Antisemitismus und Antiromaismus
Abstimmung am 26. Juni 2019 im Interimssaal. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn einer umfangreichen Erklärung hat sich der Stadtrat am Mittwoch, den 26. Juni, „gegen jeden Antisemitismus“ positioniert. Fast alle Stadträte stimmten einem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Grünen und Freibeutern zu. Auch ein Antrag unter dem Titel „Kein Platz für Antiromaismus in Leipzig“ wurde angenommen. Die AfD stimmte beiden Anträgen zu, relativierte in einer Rede jedoch den Antisemitismus im Nationalsozialismus.
Der Stadtrat tagt: Aufstellung Sozialer Erhaltungssatzungen beschlossen
Ein kleiner Unterschied zwischen Aufstellungsbeschluss und Erhaltungssatzung. Mathias Weber (Die Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat die Aufstellung einer Sozialen Erhaltungssatzung für zahlreiche Untersuchungsgebiete in Leipzig beschlossen. Betroffen sind unter anderem Plagwitz, Lindenau, Kleinzschocher, Leutzsch, Gohlis-Süd und Teiles des Ostens und Südens. Im Oktober soll die Verwaltung dem Stadtrat rechtssichere Satzungsentwürfe vorlegen.
Der Stadtrat tagt: Jugendparlament setzt Impulse bei Radstation und Mülltrennung
Annegret Janssen vom Jugendparlament Leipzig und Burkhard Jung beim kurzen Grübeln. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat am Mittwoch, den 26. Juni, zwei Anliegen des Jugendparlaments unterstützt, die das Innenstadtgebiet betreffen. Zum einen soll unter anderem mittels Bürgerbeteiligung die Eröffnung einer Radstation am oder im Hauptbahnhof angestrebt werden. Zum anderen möchte die Stadt darüber verhandeln, die Papierkörbe an LVB-Haltestellen durch Mülltrennungssysteme zu ersetzen.
Noch Karten für Sommertheater erhältlich
Logo Markkleeberg

Logo Markkleeberg

Die Stadtverwaltung Markkleeberg holt das Theatergenre in den agra-Park zurück. Ende Juni, Anfang Juli wird hier „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare gezeigt. Insgesamt fünf Vorstellungen sind vorgesehen.
Der Stadtrat tagt: 10-Punkte-Hitze-Antrag der Grünen unterliegt
Sozialdezernent Thomas Fabian. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Heiße und trockene Sommer sind keine Ausnahme, sondern werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zur Regel. Schnellstmöglich braucht es Maßnahmen, mit denen sich Leipzig an sommerliche Extremwetterlagen anpassen kann. Alle Leipziger haben das Recht auf sommerliche Lebensqualität in kühlen Nachbarschaften“, schrieben die Grünen in ihrem Antrag zu einem „10-Punkte-Programm gegen Hitze im Stadtgebiet“.
Der Stadtrat tagt: Die Juni-Sitzung (26.06.) im Livestream & Mitschnitt
Während der Ratssaal saniert wird: Das Interim des Leipziger Stadtrates ab Juni 2019. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserBei der heutigen letzten Ratsversammlung des „alten“ Stadtrates wird es gleich mehrfach ungewohnte Bilder geben. Zum einen finden die monatlichen Beratungen ab heute für zirka ein Jahr lang im Nebensaal des eigentlichen Hauptsaales statt. In diesem wurden bereits die alten Sitze entfernt, Wandvertafelungen entfernt und so auch die alten Seitengalerien des eigentlichen Saales offengelegt.
Der Stadtrat tagt: Keine Hunde in Leipziger Amtsstuben

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserMachen Hunde im Büro zufriedener? Ja, hört man aus anderen Städten. „,Bürohunde‘ können zu einem besseren Betriebsklima sowie Zusammengehörigkeitsgefühl führen und senken die Ausfälle durch Krankheit aufgrund der stressreduzierenden Wirkung“, schrieben die Freibeuter in ihren Stadtratsantrag, auch in Leipzigs Verwaltung Bürohunde zuzulassen. Der Antrag kam zur Stadtratssitzung am Mittwoch, 26. Juni, zur Abstimmung.
Der Stadtrat tagt: Auwaldstation erhält weitere zehn Jahre Gelder
Oberbürgermeister Burkhard Jung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserGelegen im Schlosspark Lützschena ist die Auwaldstation Ausgangspunkt von Exkursionen und bietet viele Veranstaltungen. Bis Dezember 2019 bestand ein Vertrag über jährliche Förderung mit der Stadt Leipzig, die Ratsversammlung stimmte jetzt für die Verlängerung. Bis 2029 erhält die Station weiterhin 50.000 Euro pro Jahr aus dem städtischen Haushalt. Der Antrag des Ortschaftsrates Lützschena auf Erhöhung der Mittel scheiterte dagegen.
Der Stadtrat tagt: Mehr Geld für die Bahnhofsmission
Linke-Stadträtin Juliane Nagel. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat am Mittwoch, den 26. Juni, mehrere Maßnahmen beschlossen, die die Situation am Hauptbahnhof verbessern sollen. Anlass war ein Antrag der Linksfraktion, die einen Verlust von Rückzugsräumen und Schlafmöglichkeiten für wohnungslose Menschen befürchtet.
Das Programm zur medizinischen Versorgung Sachsens ist auf die letzten paar Wochen gar nicht mehr umsetzbar
Rettungswagen auf der Karl-Liebknecht-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie aktuelle Wahlperiode in Sachsen geht zu Ende. Und sie geht so zu Ende, wie es manche Landtagsabgeordnete befürchtet hatten: Wichtige Projekte, die der regierenden CDU nicht wichtig erschienen, wurden entweder völlig ausgebremst oder so lange auf die lange Bank geschoben, bis sie gar nicht mehr in Regierungshandeln umgesetzt werden konnten. Das betrifft auch das brisante Thema der medizinischen Versorgung in Sachsen.
Am 29. Mai in der Red Bull Arena: RAMMSTEIN Europa Stadion Tour 2020
RAMMSTEIN Europa Stadion Tour 2020 © Jens Koch

© Jens Koch

Wenn es noch an Beweisen fehlte, dass Rammstein zu den momentan größten Bands der Welt gehören, sollte die Sache nach der Veröffentlichung von „Rammstein“, dem 7. Album der Band, und dem ersten Teil der Stadiontour endgültig klar sein. Denn da gab es: seitenweise Feuilleton-Diskussionen, der Sprung auf Platz 1 der Albumcharts in vielen europäischen Ländern, begeistertes Fan-Feedback auf das Album und beeindruckende Kritiken zur Tour, die in Rekordzeit ausverkauft war.