Warum Journalisten immer öfter nur noch die halbe Geschichte erzählen

Man ärgert sich ja dieser Zeit immer wieder über Kollegen und Kolleginnen, die ihre Arbeit nur halb machen. Wie am Montag, 8. August, eine Kollegin bei „Zeit Online“, die aus aktuellem Anlass eine Geschichte schrieb mit dem Titel „Eine Welt ist nicht genug“. Es ging um den „Earth Overshoot Day“, der in diesem Jahr am 8. August war, fünf Tage früher als im Vorjahr.

Diesen Tag errechnet das Global Footprint Network anhand der Daten zum aktuellen Ressourcenverbrauch. Der „Umweltruf“ meldete dazu: „Der Sonntag war der letzte Tag in 2016, an dem die Menschheit ein Guthaben auf ihrem globalen Konto hat. 145 Tage oder 21 Wochen vor Jahresende – so früh wie noch nie – sind die Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann, von der Menschheit aufgebraucht. Ab Montag sind dann die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Das teilte die Naturschutzorganisation WWF mit. Für den Rest des Jahres machen wir ökologische Schulden und vernichten die stillen Reserven der Erde.“

Das Problem dabei: Der Ressourcenverbrauch hat sich seit 1987 drastisch beschleunigt. 1987 lag der „Earth Overshoot Day“ noch auf dem 19. Dezember.

So weit, so wichtig. Aber bei Welt-Tagen, auch wenn es Welt-Erschöpfungstage sind, ist das Problem immer, dass man sich herausreden kann. Denn andere sind ja beim Ressourcenverbrauch noch viel verschwenderischer und denken gar nicht daran, ihr Verhalten umzustellen. Ganze Klimagipfel versumpfen ja in dem völlig fruchtlosen Streit darum, wer nun damit anfangen soll, den Verbrauch drastisch zu senken und eine neue, wirklich ressourcenschonende Wirtschaftsweise einzuführen.

Politisch wäre das durchaus möglich, wirtschaftlich sowieso. Es wäre eine andere Art Wohlstand mit einer besseren Kreislaufwirtschaft, einer anderen Energielandschaft und deutlich anderen Preisen auf Güter, die endlich sind und deren Verlust uns droht. Eine nachhaltige Wirtschaft. Die natürlich völlig gegen das Produktionsprinzip all jener großen Konzernkonglomerate verstößt, deren Wirtschaftsphilosophie auf dem rasenden Durchlauf vom Rohstoff zu Produkt zu Wegwerfartikel basiert.

Deswegen gehört zu so einer Meldung ganz zwangsläufig mindestens eine ergänzende Frage.

Die gab es auch im Teaser: „Die Menschheit hat an diesem Montag mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde in einem Jahr verkraftet. Was sind die Folgen und wie groß ist die Schuld der Deutschen?“

Eine kleine Antwort gab es im Text: „‚Würden alle Länder weltweit so wirtschaften wie Deutschland, wären dafür 3,1 Erden notwendig‘, sagt Julia Otten von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch.“

Das war’s.

Ein kleinerer Ökologischer Fußabdruck bedeutet Umdenken

Die „Schuld der Deutschen“ wird also nicht beantwortet. Nur angedeutet, da könnte es eine geben. Der größte Teil des Textes beschäftigt sich dann mit Stickstoff. Geht aber nicht darauf ein, dass der „Ökologische Fußabdruck“ nicht nur mit Ressourcenverbrauch an sich zu tun hat, sondern mit der Gesamtbelastung für Ökosysteme. Der durchschnittliche ökologische Fußabdruck für jeden heute lebenden Menschen dürfte maximal bei 1,7 Hektar pro Person liegen. Dann würden wir mit unseren Ressourcen gerade so auskommen.

Aber nicht überall. Die Inder kommen auf staunenswerte 0,9 Hektar. Und trotzdem steckt ihr Land schon aufgrund der enormen Bevölkerungszahl tief im Minus, verbraucht Indien mehr, als die Erde verträgt. In Deutschland ist es vor allem der hohe Energie- und Rohstoffverbrauch, der als Konsumgut den ökologischen Fußabdruck der Bundesdeutschen auf 5 Hektar hochtreibt.

Es gibt Länder, die noch viel verschwenderischer sind. Die USA zum Beispiel mit 7,2 Hektar pro Einwohner oder das prestigeversessene Emirat Katar mit 11,7. Die meisten westeuropäischen Länder kommen auf Werte um 5 Hektar und höher. Selbst die eigentlich sonst so vorbildlichen Schweden (5,7) oder Norweger (4,8). Was übrigens in beiden Ländern trotzdem immer noch ökologische Reserven ergibt: Beide Länder könnten ihren Standard auch aus eigener Kraft aufrechterhalten.

Die Bundesrepublik nicht. Die muss schon jetzt zwei Drittel ihres Ressourcenverbrauchs importieren – aus Ländern, die zumeist deutlich ärmer sind und mit ihrem Verzicht auf Lebensqualität quasi den deutschen Wohlstand erst ermöglichen.

Die „deutsche Schuld“ liegt nicht in einem größeren ökologischen Fußabdruck an sich, sondern in der Unwilligkeit, den Fußabdruck den eigenen ökologischen Möglichkeiten anzupassen. Statt Vorreiter zu sein in einem nachhaltigen Umbau der Wirtschaft, macht man einfach weiter mit einer Art des Wirtschaftens, die am Ende nur einen kahl gefressenen Planeten zurücklassen kann.

Der Stickstoff – der seit 100 Jahren als künstlicher Dünger auf die Felder gebracht wird – ist nur ein Teil des Problems.

Und deswegen ist es nur eine halbe Geschichte.

Tatsächlich geht es um Ressourcenverschwendung gegen Nachhaltigkeit

Und damit eine typische Geschichte. Eine von den vielen wichtigen Geschichten, die in deutschen Medien auftauchen. Und dann liest man sie und merkt: Hier hat die Zeit, die Kraft und wohl auch das Geld gefehlt, wenigstens etwas tiefer einzutauchen und den Lesern wirklich klar zu machen, was ein Footprint von 5 Hektar pro Kopf bedeutet, was das mit unserem täglichen Leben zu tun hat und wie ein Deutschland aussehen müsste, das wenigstens wieder auf einen weltverträglichen Fußabdruck von 1,7 Hektar kommt.

Und dass solche Geschichten immer nur halb erzählt werden, hat natürlich auch damit zu tun, dass die Ressourcen heiß umkämpft sind. Auch die großen Medien leiden ja schon lange darunter, dass ihnen die alte, ressourcenverschlingende Wirtschaft das Wohlwollen entzieht. Alle wissen, dass der Gezeitenwechsel überflüssig ist, dass auch die großen Tiere ihre Politik ändern müssen.

Aber die meisten kommen über ein Greenwashing (das erklären wir jetzt nicht, dafür haben wir unterm Text den Wikipedia-Artikel verlinkt) nicht hinaus, malen ihre Aktivitäten etwas umweltfreundlich an, verstecken die großen Umweltschweinereien, die ja sowieso irgendwo in Afrika oder Südamerika passieren. Und sie ziehen sich immer mehr aus dem kritischen Bereich der journalistischen Medien zurück. Sie haben ihre Werbeetats umgeschichtet. Zu großen Teilen ins Fernsehen, wo man Abend für Abend lauter in romantisches Licht getauchte Greenwashingkampagnen erleben kann – von Erdölkonzernen, die Sonnenblumenfelder erblühen lassen, über Autobauer, die ihre Traumautos durch blühende Landschaften schnurren lassen, bis zu Nahrungsmittelkonzernen, die dem Zuschauer suggerieren, ihre Produkte kämen von einem Bauernhof aus romantischen Schwarzwaldtälern.

PR statt störendem Journalismus

Im Fernsehen fühlen sich all diese großen Tiere gut aufgehoben. Da stört selten ein ernsthafter Gedanke oder gar ein kritischer Film. Was im Online- und Print-Angebot selbst großer Medienhäuser immer wieder passieren kann. Und sei es nur so ein kleiner – natürlich mit Eisbären – bebilderter Artikel, der gar nicht zur Sache kommt.

Wir sind ja so brav geworden. So jedes mögliche Stirnrunzeln aus der Werbeabteilung vorwegnehmend in unseren Artikeln, dass wir schon gar nicht mehr zuzustechen wagen. Und selbst dieser brav gewordene, harmlose Journalismus hilft nicht mehr.

Denn wer nur ein bisschen aufmerksam war, wie die großen Unternehmen in den letzten Jahren ihre Marketingabteilungen umgebaut haben, der weiß, dass sich auch die Kräfte völlig verschoben haben. Wer journalistische Neugier abblocken will, der macht aus Marketingabteilungen PR-Abteilungen und sorgt dafür, dass sich Kommunikation in etwas verwandelt, das so aussieht wie die romantischen Werbeclips im Abend-TV.

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