Über eine EU-Richtlinie, die für radikalen Streit im Netz sorgt

Artikel 13: Youtuber auf den Barrikaden (Teil 1)

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 64Zu kaum einem Thema kursieren dieser Tage so viele widersprüchliche Aussagen, wie zur anstehenden EU-Urheberrechtsreform ab diesem Jahr. Youtuber und ihre Fans rufen zu Demonstrationen auf, der Hashtag „NieWiederCDU“ kursiert in Höchstfrequenz, man wirft vor allem dieser Partei auf Bundes- und EU-Ebene vor, das Netz und die Nutzer nicht verstanden zu haben. Die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern des Richtlinienentwurfs scheinen verhärtet.

Und doch teilen beide Seiten das Bekenntnis, es ginge ihnen um ein zeitgemäßes Urheberrecht, das einen angemessenen Ausgleich zwischen Urheberrechtsschutz und Verbraucherschutz findet und das hohe Gut der Meinungsfreiheit nicht beschneidet.

Woher rührt also der Streit?

Um das zu verstehen, muss man erst einmal sortieren, welche Akteure in der Debatte um Deutungshoheit kämpfen. Von der Richtlinie sind grundsätzlich drei Gruppen betroffen: Die Urheber und Künstler (einschließlich ihrer Infrastruktur, also Verlage, Vertriebe usw.), deren Werke genutzt werden. Die Unternehmen, die diese Werke nutzen, und schließlich die Verbraucher, die die Dienstleistungen dieser Unternehmen als Konsument oder „Prosument“ (d. h. Uploader von User-generated Content) in Anspruch nehmen.

Es wäre schön, wenn man diesen drei Gruppen jeweils ein gemeinsames Interesse unterstellen könnte. Tatsächlich ist aber gerade bei den digitalen Unternehmen die Situation noch weitaus komplexer. Es gibt von kleinen Start-Ups bis zu Megamonopolen, von offenen Communities bis zu strikt redaktionell kuratierten Medien natürlich ein breites Spektrum an Geschäftsmodellen.

Einige profitieren klar von der Richtlinie, etwa Medien mit überwiegend eigenen Inhalten (Onlinemagazine, Web-TV) oder Medien, die Inhalte auch jetzt bereits lizenzieren (z. B. Netflix, Spotify) und in Konkurrenz zu Medien stehen, die die Inhalte in der Vergangenheit noch umsonst nutzen konnten (z. B. Plattformen wie Youtube) und dadurch erhebliche Marktvorteile haben. Auch Unternehmen, die mit Lizenzen handeln (wie bspw. Onlinevertriebe) dürften bei Einführung der Richtlinie aufatmen.

Youtube, Google und Co.

An einem Scheitern der Richtlinie sind also vor allen Dingen kommerzielle Plattformen mit User Generated Content wie Youtube, Google und Facebook interessiert, deren bisheriger Marktvorteil wegfällt: Sie können nicht mehr wie bisher die Lizenzpflicht auf diejenigen abwälzen, die Inhalte hochladen (Uploader), sondern müssen künftig wie jedes andere Medium auch für die genutzten Inhalte bezahlen. Die Konkurrenz freut sich über das Ende der Marktverzerrung, die Uploader freuen sich, endlich nicht mehr von Abmahnungen bedroht zu sein. Und die Urheber freuen sich, endlich für ihre Arbeit bezahlt zu werden.

In der Theorie zumindest, denn von Freude hört man in der öffentlichen Diskussion wenig und von positiven Effekten auch nicht. Eher muss man den Eindruck haben, die Richtlinie beende die Meinungsfreiheit, führe Zensur durch Uploadfilter ein, würde schon kleine Schaubilder (Memes) verbieten und Links besteuern. Sie schade den Urhebern und bereichere Großkonzerne, so die These.

Dazu werden allerlei Experten herumgereicht, die eine alarmistische These nach der anderen in die Welt setzen und vorgeben, die Interessen der Verbraucher und der gesamten Internetökonomie zu vertreten.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn ein auf Verteidigung für Urheberrechtsverletzer spezialisierter Anwalt wie Christian Solmecke gegen eine Richtlinie polemisiert, die Uploader von der Haftung befreit.

Oder wenn Plattformen wie Youtube, die seit Jahr und Tag Overblocking (überzogene Sicherheitseinstellungen führen zum Ausschluss auch urheberrechtlich korrekter Inhalte) betreiben und nach Gutdünken eigene Richtlinien für Inhalte festsetzen, plötzlich als Advokaten einer Antizensurbewegung auftreten. Durchschaubarer, weil deutlich transparenter, positionieren sich die Urheber- und Verwerterverbände, obwohl auch hier kurz vor dem Trilog das Ausscheren von einigen Label- und Presseverlagsvertretern aus dem Pro-Richtlinien-Block für Fragezeichen sorgte.

Ist die Richtlinie also doch nicht gut für die Rechteinhaber, oder spielen auch hier komplexere Interessenlagen eine Rolle?

Nächste Station für die Richtlinie - Das Europäische Parlament. Foto: Europ. Parlament Studiegroep D. Bontinck

Nächste Station für die Richtlinie – Das Europäische Parlament. Foto: Europ. Parlament Studiegroep D. Bontinck

Ein Faktencheck der Argumente

Der wohl heftigste Streit tobt um die Frage, ob die Richtlinie in Artikel 13 künftig Plattformen zum Einsatz von Uploadfiltern zwinge. Die extremsten Auslegungen behaupten, die Richtlinie schreibe solche Uploadfilter vor, auch wenn das Wort nicht im Richtlinientext vorkommt. Die Richtlinie könne gar nicht ohne Uploadfilter umgesetzt werden. Gemäßigtere Kritiker befürchten, dass zumindest der großflächige Einsatz zu befürchten sei.

Beide Positionen sehen im Einsatz von Uploadfiltern unmittelbar die Gefahr des Overblocking und langfristig die Schaffung einer Zensurinfrastruktur. Dies gefährde die Meinungsfreiheit. Ein weiteres Argument, das in der Debatte immer wieder vorgetragen wird, ist die Mutmaßung, dass Marktführer mit ihren bestehenden Filtern wie bspw. Youtubes Content-ID-System einen Vorsprung hätten und kleine Mitbewerber gezwungen seien, diese Systeme dort einzukaufen. Die Monopolstellung werde also weiter gestärkt.

Erstaunlicherweise kommt in der Debatte der eigentliche Kern des Artikels 13 nicht vor: Eingeführt wird eine Pauschallizenz. Die großen Plattformen wie Youtube und Facebook sollen künftig wie alle anderen Dienste für genutzte Inhalte bezahlen, bekommen aber ein besonderes Privileg: Sie brauchen keine individuelle Rechteklärung vornehmen, sondern können bereits veröffentlichte Werke im Rahmen der Pauschallizenz nutzen.

Der Clou an der Regelung ist, dass sie auch Urheberrechtsverletzungen beim Erstellen der Inhalte durch Nutzer der Plattformen (User) heilt (Artikel 13, Absatz 2). Im Klartext bedeutet das: Wenn ein User einen eigenen Clip mit fremder Musik unterlegt oder mit Filmausschnitten aufpeppt und auf Youtube hochlädt, wird dies in Zukunft nur noch unter sehr speziellen Voraussetzungen untersagt sein (z. B. Verstoß gegen das Erstveröffentlichungsrecht). Sowohl User wie auch Plattform dürfen zudem davon ausgehen, dass sie rechtens handeln, solange die Rechteinhaber an von der Pauschallizenz nicht erfassten Werken nicht aktiv werden.

Es liegt anders als derzeit keine Pflichtverletzung mehr vor, entsprechend drohen auch keine Strafen, wenn Nutzer der Plattformen sich versehentlich Werke herausgepickt haben sollten, die nicht von der Pauschallizenz erfasst sind.

Ein Sendeprivileg im Netz

Diese Regelung ist durchaus nicht neu. Sie entspricht dem Sendeprivileg, das herkömmliche Rundfunksender haben. Deren laufender Sendebetrieb wäre nicht möglich, wenn jedes Fitzel Musik aufwendig individuell rechtlich geklärt werden müsste. Genauso ist es für eine Plattform nicht möglich, jedes Werk, das Nutzer in ihren Inhalten verwenden, individuell zu klären. So beschreibt der Youtube-Slogan „Broadcast yourself“ zukünftig also genau das europäische Linzenzmodell: Es ist eine Demokratisierung des Rundfunk-Sendeprivilegs.

Noch entspannter wird die Lage, wenn man die in den Artikeln 9 und 10 erfassten Änderungen der kollektiven Rechtewahrnehmung und Verhandlungswege betrachtet, die darauf ausgerichtet sind, die Lizenzierung möglicher Inhalte in noch größerem Umfang zu erleichtern. Hierzu dient insbesondere die in Artikel 9a vorgesehene Erweiterung der Wahrnehmungsbefugnis der Verwertungsgesellschaften. Die Mitgliedsstaaten dürfen ihren Verwertungsgesellschaften (wie GEMA, VG Wort und anderen) erlauben, auch Werke von Rechteinhabern zu lizenzieren, die nicht Mitglied der Verwertungsgesellschaft sind oder auf andere Weise der Verwertungsgesellschaft die Rechte zur Wahrnehmung übertragen haben.

Es gilt dann nicht nur die haftungsbefreiende Vermutung, dass die Verwertungsgesellschaft das genutzte Werk vertritt, sondern die Pauschallizenzen decken tatsächlich wirksam sämtliche Werke ab, die nicht aktiv von den Rechteinhabern herausgelöst werden. Den übrigen Rechteinhabern an den verwendeten Inhalten ist zuzumuten, dass sie sich ihre Vergütung als Ausschüttungen bei der Verwertungsgesellschaft abholen.

Diese Kannbestimmung hat die Rechtslage in Skandinavien zum Vorbild. Für die Plattformen hätte sie den Vorteil, dass diese die erforderlichen Rechte in einem One-Stop-Shop erwerben könnten. Dies wird für Autorenrechte sicher der Fall sein, die Rechte der Tonträgerhersteller oder der Filmhersteller könnten aber auch Gegenstand solch kollektiver Wahrnehmung werden.

Warum also das Bohei um die Uploadfilter?

Für 99 % der Debatte muss man leider konstatieren, dass die Richtlinie den Diskutanten inhaltlich schlichtweg nicht bekannt ist. Vielleicht auch, weil sie noch nur auf Englisch vorliegt, sicher aber, weil man den bekannten Namen wie Spiegel-Kolumnist Sascha Lobo oder bekannten Youtubern im Netz nachläuft. Die Annahme, dass Uploadfilter zwingend seien, gründet sich auf den missverstandenen Umstand, dass der europäische Gesetzgeber den Plattformen die Freiheit zubilligt, die Pauschallizenz auch abzulehnen.

Was sie mehrheitlich nicht tun werden, denn dann muss die Plattform entweder die Inhalte einzeln lizenzieren oder aber die Plattform von Inhalten, die Urheberrechte verletzen, ab Bekanntwerden des Verstoßes sauber halten. Diese Ausnahmeregelung wird sinnvollerweise von Plattformen genutzt werden, deren User kaum Inhalte mit lizenzpflichtigem Drittmaterial hochladen. Dass diese Plattformen nicht gezwungen sein sollten, eine pauschale Lizenz zu erwerben, die sie in der Praxis nicht benötigen, dürfte einleuchten.

All die in der Öffentlichkeit diskutierten möglichen Auswirkungen von Uploadfiltern auf Dienste wie Youtube sind also eine Scheindebatte. Diese Plattformen werden die Pauschallizenz erwerben, das Netz wird also rechtsicherer und die Urheber von Musik und anderen Inhalten verdienen – manche zum ersten Mal – Geld.

Es gibt zudem noch weitere Ausnahmen. Die Richtlinie zielt konkret auf kommerzielle Angebote, deren primärer Zweck die Verbreitung und werbliche Vermarktung von hochgeladenen Inhalten ist. Salopp gesagt: Anbieter, die genau wissen, dass sie urheberrechtlich geschützte Werke auf ihrer Plattform nutzen. Sie müssen mit Gewinnabsicht große Mengen urheberrechtlich geschützter Werke öffentlich zugänglich machen. Die Inhalte müssen von Usern hochgeladen werden und von der Plattform gespeichert und organisiert (kuratiert) werden. Wikipedia fällt darunter genauso wenig wie Kleinbörsen, Auktionsplattformen, Datingservices, Datenclouds oder Diskussionsforen.

In Artikel 2 Absatz 5 des Richtlinienentwurfs findet sich die Definition mitsamt Ausnahmen, die man gleichsam als wichtigstes technisches Update der Reform betrachten kann. Denn einige der dort explizit beschriebenen Dienste gab es zur letzten Regulierung vor 18 Jahren noch nicht.

Aber auch Artikel 13 schränkt den Kreis der betroffenen Plattformen im Absatz 4aa nochmals ein: Unternehmen, die weder älter als drei Jahre sind, noch mehr als 5 Millionen individuelle Besucher haben, noch weniger als 10 Millionen Euro globalen Jahresumsatz verzeichnen, genießen ein Haftungsprivileg. Diese „Start-Ups“ sind lediglich verpflichtet, eine Autorisierung zu erlangen und auf Mitteilung des Rechteinhabers hin unautorisierte Werke von der Webseite zu entfernen.

Die Mitgliedstaaten dürfen nach eigenem Ermessen diese Minimalhaftung im Nationalen Recht etwas verschärfen, indem sie auch diesen Plattformen auferlegen, solche bekannten Verstöße auch für die Zukunft zu unterbinden.

Alle Beiträge zu diesem Thema finden Sie unter l-iz.de/tag/uploadfilter

Über den Autor: Markus Rennhack ist Politikwissenschaftler und befasst sich als Urheber, ausübender Musiker und Mitarbeiter des Leipziger Musikverlages Kick The Flame mit dem Thema Urheberrecht seit mehreren Jahren aus verschiedenen Fachperspektiven. Seit 2014 ist Markus Rennhack zudem einer von insgesamt 64 Mitglieder-Delegierten bei der GEMA und vertritt dort die Rechte  für die rund 70.000 „angeschlossenen und außerordentliche Mitglieder“. Hierbei handelt es sich überwiegend um „kleine“ Musiker und Komponisten, also Urheber von Werken, welche nur bedingt von ihrer Musik & Kompositionen leben können. 

Zur Volltextvariante der neuen Richtlinie im Netz (engl. Version)

Volltextvariante (Stand 20. März 2019) der neuen Richtlinie im Netz (deutsche Übersetzung)

Hinweis der Redaktion: Der Artikel erschien erstmals am 1. März 2019 in der Monatszeitung LEIPZIGER ZEITUNG. Update vom 4. März 2019: Im Netz beginnt zur Stunde die Mobilisierung zu einer Demonstration gegen den Artikel13 & die möglichen Uploadfilter für den morgigen 5. März 2019 vor der CDU-Parteizentrale in Berlin. Anlass ist der Plan in der EU, die entscheidende Abstimmung vom 25. März auf kommende Woche vorzuziehen. Derzeit gehen die Gegner der Richtlinie davon aus, dass so ihrem Protesttag am 23. März 2019 zuvorgekommen werden soll.

Youtuber auf den Barrikaden (Teil 2): Die Gretchenfrage der Umsetzung

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 64: Kopf hoch oder „Stell dir vor, die Zukunft ist jetzt“

Leipziger ZeitungUrheberrechtUploadfilterEuropäisches Parlament
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Mensa am Medizincampus nach dreieinhalb Jahren Bauzeit eröffnet
Ansturm auf die neue Mensa am Medizincampus. Foto: René Loch

Ansturm auf die neue Mensa am Medizincampus. Foto: René Loch

Für alle LeserDie Mensa der Medizinstudierenden war vor rund vier Jahren fast ein Totalschaden: zu groß dimensioniert und wegen Nässe teilweise permanent geschlossen. Nun ist der rund 25 Millionen Euro teure Neubau an der Liebigstraße fertig und bietet Platz für knapp 500 Gäste. Die Mensa am Medizincampus ist auch für Studierende anderer Studiengänge gedacht und teilt sich das Gebäude mit einer Bibliothek und einer Lernklinik.
Heiko Oßwald fordert ersten Investitionsplan für das Nachhaltigkeitsszenario noch in diesem Jahr
Straßenbahn am Rossplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls der Stadtrat am 15. Mai über den Antrag zum 365-Euro-Jahresticket diskutierte, wurde auch das im September 2018 beschlossene Nachhaltigkeitsszenario für den ÖPNV zum Thema. Denn beides gehört zwingend zusammen. So sahen es ja selbst die FDP-Stadträte, die freilich die Absetzung des 365-Euro-Beschlusses beantragten, damit die Stadt sich auf das Nachhaltigkeitsszenario konzentrieren kann. Oder besser: soll.
Angehende Museologen der HTWK zeigen ab 21. Mai wieder, wie man Ausstellungen macht
Deep Blue Feelings. Foto: Marion Großmann/HTWK Leipzig

Foto: Marion Großmann/HTWK Leipzig

Für alle LeserMuseologen, das sind Leute, die Ausstellungen in Museen so gestalten, dass die Besucher darin den Spaß am Entdecken finden, neugierig werden und sich auch in Texte und Videos vertiefen. Wie man eine gute Ausstellung macht, das lernt man beim Museologie-Studium an der HTWK Leipzig. Und ab Dienstag, 21. Mai, kann man die ersten Ausstellungen sehen, in denen die Studierenden zeigen, was sie können.
Warum Biedenkopfs Tagebücher der unlesbare Platzhalter für ein nie geschriebenes Sachsenbuch sind
Kurt Biedenkopf und das Cover des ersten Tagebuchbandes „Von Bonn nach Dresden“. Foto: Ralf Julke / Cover: Siedler Verlag

Foto: Ralf Julke / Cover: Siedler Verlag

Für alle LeserEigentlich muss André Schollbach, der Sprecher für Kommunalpolitik in der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, nicht mehr nachfragen. Schon 2016 verkauften sich die von der sächsischen Staatsregierung so kräftig subventionierten Tagebücher von Kurt Biedenkopf nicht mehr, 2017 erst recht nicht. Und 2018 lagen sie eigentlich nur noch angestaubt im Lager. Entsprechend fiel dann auch die Antwort der Staatskanzlei aus.
Ein mutiges Projekt Kooperative Landwirtschaft bei Taucha sucht jede Menge Miteigentümer und Unterstützer
Mattias Kriedel, einer unserer Unterstützer der ersten Stunde, auf den zukünftigen KoLa-Flächen in Plösitz bei Taucha. Foto: KoLa Leipzig

Foto: KoLa Leipzig

Für alle LeserUnsere Landwirtschaft muss sich ändern und unser Verhältnis zur Landwirtschaft auch. Aber das tut es nur, wenn wir wissen, woher all das kommt, wovon wir uns ernähren. Und dazu entstehen immer neue Projekte, die auch jede Menge Unterstützung brauchen. So wie das Projekt KoLa Leipzig, das nahe Taucha entsteht. KoLa steht für Kooperative Landwirtschaft. Auf 32 Hektar Land vor den Toren Leipzigs in der Stadt Taucha wollen mehrere Engagierte zeigen, dass man gemeinsam viel besser ackern kann.
Wat denkste, Karfunkel? Willy Weglehners augenzwinkernder Roman über einen alten 68er
Willy Weglehner: '68. Wat denkste, Karfunkel? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm vergangenen Jahr gab’s ja nicht nur die deutsche Revolution von 1918 als Jubiläum, auch das berühmte Jahr 1968 wurde da und dort gewürdigt. Oft mit zitronensaurem Ausdruck in den Kommentaren. Mancher will „68“ gar gleich wieder zu Grabe tragen, das Jahr ausradieren aus der bundesdeutschen Geschichte. Aber was kommt dabei heraus, wenn ein alter ‘68er sich erinnert und das Gefühl hat, er hätte eigentlich noch etwas einzulösen?
Gegen den Rechtsruck: Tausende demonstrieren in Leipzig für ein solidarisches Europa
Auftaktkundgebung auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoEin breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Kultureinrichtungen, Umweltverbänden und sozialen Organisationen ist am Sonntag, den 19. Mai, auf die Straße gegangen, um für ein solidarisches Europa zu demonstrieren. Unter anderem in Leipzig fand eine Demonstration statt – hier beteiligten sich etwa 4.000 Menschen.
Das Schauspielhaus soll in den nächsten drei Jahren für 1,8 Millionen Euro energetisch saniert werden
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer sparen will, braucht einen langen Atem. Aber es lohnt sich. So wie beim Schauspielhaus, wo jetzt sowieso die nächsten Schritte bei der Sanierung der Außenhülle anstehen. Das will das Schauspiel auch gleich mit einer energetischen Dämmung der Gebäudehülle verbinden, um den Energieaufwand für das Haus deutlich zu senken. Ein Bündel von Maßnahmen im Umfang von 1,789 Millionen Euro soll dazu bis 2022 umgesetzt werden. Und die Außenbeleuchtung soll auch endlich sparsamer werden.
OBM soll sich in Dresden um eine Verlängerung der Kappungsgrenzen-Verordnung bemühen
Für kleine Einkommen ist der Leipziger Wohnungsmarkt längst eng geworden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Leipziger Wohnungsmarkt ist eng geworden. Gerade in innerstädtischen Quartieren ist das schon deutlich zu spüren. Umso besorgter waren die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen im März, dass die Kappungsgrenzen-Verordnung 2020 ohne Nachfolgeregelung ausläuft. Deshalb beantragten sie, der OBM möge sich in Dresden darum bemühen, dass es eine Anschlussregelung gibt.
Leipzig soll noch im Sommer Mitglied der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs werden
Radfahrer im südlichen Auenwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 7. März gründete sich in Bautzen die Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs (Rad.SN). Gründungsstädte waren Bautzen, Borna, Meißen, Niesky, Pirna, Radeberg, Radebeul und Zittau. Und auch die Stadt Leipzig wird der Arbeitsgemeinschaft beitreten. Die Vorlage für den Beitrittsbeschluss hat das Planungsdezernat jetzt eingebracht.
Leipzigs Wirtschaftsdezernat sieht noch lange kein Überangebot an Hotelbetten in der Stadt
Das künftige Hotelgebäude am Burgplatz. Foto: Petersbogen Burgplatz GmbH

Foto: Petersbogen Burgplatz GmbH

Für alle LeserEs wird gebaut und gebaut und gebaut. Immer mehr Hotels entstehen in Leipzig. Und einige alteingesessene Hoteliers stöhnen schon, weil sie befürchten, dass es viel zu viel werden könnte. Ein Thema, das Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann aufgriff und jetzt von Leipzigs Stadtverwaltung wissen wollte, wo denn nun die Grenzen dieses Wachstums sind. Und warum stattdessen keine Wohnungen gebaut werden.
Club Convention vom 23.-26. Mai – Festival der Theaterspielclubs am Schauspiel Leipzig
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Vom 23. bis 26.5. findet mit der Club Convention wieder das Festival der Theaterspielclubs am Schauspiel Leipzig statt. Auf den Bühnen stehen neben dem Seniorenspielclub „Die Spielfreudigen“ auch der Club „ü31“ und die beiden Theaterjugendclubs „#noname“ und „Sorry, eh!“. Sie alle zeigen die Neuinszenierungen, die sie unter Anleitung von Schauspielern und Theaterpädagoginnen des Hauses für das Festival erarbeitet haben. Nachgespräche und eine Festivalparty runden das Programm der Club Convention ab.
1.300 Kilometer Elbeabenteuer mit Karten, Adressen, Quartieren und Reparaturwerkstätten
Oliver Pape am vierten Tag seiner Tour von Dessau bis zur tschechischen Grenze auf dem Elberadweg. Hier radelt der Berliner gerade durch das Städtchen Königstein in der Sächsischen Schweiz – im Hintergrund die berühmte Bergfestung. Foto: Hartmut Landgraf

Foto: Hartmut Landgraf

Für alle LeserDer Elberadweg ist – was das Prestige sächsischer Radwege betrifft – natürlich unschlagbar. Wer mit dem Rad hingelangen will, kann von Leipzig aus drei verschiedene Routen nutzen – den Radweg Leipzig-Berlin über Wittenberg, die Kohle-Dampf-Licht-Route ebenfalls über Wittenberg oder – mit Anschluss über den Partheradweg – zum Mulderadweg über Dessau. Und wie es dort an der Elbe weitergeht, zeigt jetzt das neue Handbuch zum Elberadweg.
Gastkommentar von Christian Wolff: Wen wundert’s noch + Neuwahlankündigung in Österreich
Straches Sturz am heutigen 18. Mai 2019 - Ein Rückschlag für Europas Rechtsradikale nur eine Woche vor der EU-Wahl. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass Menschen, die Führungspositionen in der Gesellschaft einnehmen, sich verfehlen, ist leider nichts Neues. Es kommt in allen gesellschaftlichen Bereichen vor: Wirtschaft, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Verbände. Niemand ist davor gefeit. Denn es gehört zum menschlichen Wesen, dass er den Erwartungen nicht gerecht wird, die in ihn gesetzt werden und dass er sich nicht an Grundrechte und Grundwerte hält, die ein friedliches Zusammenleben ermöglichen. Darum sind Transparenz, Öffentlichkeit, demokratische Strukturen, politische Bildung und streitiger Diskurs in allen Bereichen und auf allen Ebenen so wichtig.
Live-Video: Townhall mit Habeck und Cavazzini in Leipzig
Anna Cavazzini – die Chemnitzerin ist bei den Grünen auf Listenplatz 7 und dürfte so als Ostdeutsche am 26. Mai 2019 den Sprung ins neue Europaparlament schaffen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoLeipzig ist mehr und mehr auch bei der Europawahl eine Stadt der hohen Politikerbesuche geworden. SPD-Spitzenkandidatin Katharina Barley warb erst am 15. Mai 2019 mit ihrer Europa-Tour auf dem Leipziger Wagner-Platz für ein starkes und geeintes Europa und nun folgt am heutigen Samstagabend erneut Robert Habeck. Im Kupfersaal starten die Grünen die „Townhall“-Veranstaltung, ein Format für direkte Wählerfragen an ihn und ihre aussichtsreiche Chemnitzer Europakandidatin Anna Cavazzini. Wer nicht vor Ort dabei ist, kann hier die Veranstaltung im Livestream verfolgen oder anschließend das Video anschauen.