Das Mahl der Mächtigen – Teil 2: Das Festessen der Gelben Suppe als Herrschaftsritual

Zwischen 1853 bis 1913 tafelte ein erlesener Kreis aus Herren der Leipziger Stadtelite zum Jahresbeginn miteinander. Im Vorfeld des Stadtjubiläums 2015 hat sich der Leipziger Historiker Dr. Andreas Schneider mit dem Festmahl der "Gelben Suppe" beschäftigt. Teil II des L-IZ-Interviews.
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Gleichermaßen öffentliches wie exklusives Speisen war schon immer ein Ritual der Mächtigen. Mit welchem Selbstverständnis schritten die politischen Spitzen des altbürgerlichen Leipzigs zu Jahresbeginn an die Tafel?

Es war, um es nochmals zu betonen, ein absolut erlesener Kreis, der stets nach der ersten Sitzung des Stadtparlaments im neuen Jahr zum Festmahl zusammenkam: Bankiers, Großkaufleute und Bauunternehmer, Industrielle, Verleger, prominente Juristen, Wissenschaftler und Ärzte. Aber auch der kaufmännisch-handwerkliche Mittelstand wie zum Beispiel Bäcker-, Sattler-, Tischler- oder Kürschnerobermeister. Alle zusammen gewichtige Männer im wirtschaftlichen, geistigen und politischen Leben der Stadt, darunter einige Millionäre, mit dem Oberbürgermeister im Zentrum der festlichen Tafel.

Das bestimmte auch ihr Selbstverständnis, in ihrem Ehrenamt stets nur für das Wohl der Stadt und ihrer Bürger zu wirken – die zwar zum großen Teil auch sie selbst waren, das aber durchaus auch im Kontext des oben Erläuterten als ernstzunehmende innere Verpflichtung anzunehmen ist.Wie festgefügt blieben diese gesellschaftlichen Schranken?

Interessant ist folgender Umstand: Als ab 1895 trotz verschiedener Vorkehrungen der Eliten auch zunehmend Sozialdemokraten in das Stadtverordnetenkollegium einziehen, verweigern diese stets die Teilnahme am Festmahl.

Hinweise auf die Motive kann ich bisher nur vermuten: der ihnen zu großbürgerliche und exklusive Charakter, die politisch prinzipielle Ablehnung einer solchen „Verbrüderungsveranstaltung“ mit den städtebürgerlichen Eliten, denen sie sich absolut nicht zugehörig fühlten. Vielleicht wollten sie aber auch nur nicht den Preis zahlen für solch eine – zumindest in ihren Augen – offensichtliche Propagandaveranstaltung der städtischen politischen Spitzenmänner und zwar im direkten und übertragenen Sinn.

Welche Botschaften kommunizierte die Tischgesellschaft?
Darüber sind wir dank der Berichte im „Leipziger Tageblatt“, dem amtlichen Anzeigen- und Bekanntmachungsblatt des Rates, gut informiert. Vor allem ab 1900 werden sie zunehmend ausführlicher und geben mitunter wortwörtlich die Trinkspruchansprachen und den Ton der festlichen Zusammenkünfte wider, in dessen Zentrum immer die Stadt Leipzig und ihr Wohl steht.

Mit ihren Berichten wirken die Medien auch mächtig mit an der Propagierung des Festmahls und seiner Absichten, an seiner öffentlichen Außenwirkung – vermutlich auch als ein öffentliches Bemühen um Traditionsstiftung. Vereinfacht gesprochen ging es in einer kulinarischen Genusssituation um ein Beschwören und Verstärken des Gemeinschaftssinnes der Verantwortlichen für die Stadtpolitik als Grundmotiv ihres politischen Handelns.

Ich sehe es so: In dem Moment, in dem Stadträte und Stadtverordnete zu Beginn eines jedes Jahres als Elite neu beim Festmahl zusammensitzen, erneuern sie bewusst oder unbewusst, ausgesprochen oder unausgesprochen in der Speisegemeinschaft auch ihre Verantwortungsgemeinschaft für ein Wirken zum Wohle der Stadt, ihre „Vereinigung“ im gemeinsamen Bestreben zum Dienst an der Stadt, und verleihen ihr durch zeremonielles Handeln, als das man das Festmahl werten sollte, neue Gültigkeit.

In anderen Städten, beispielsweise in Norddeutschland, halten sich vergleichbare Rituale bis in die heutige Zeit. Warum lebte die Tradition in Leipzig nach dem Ersten Weltkrieg nicht wieder auf?Ich sehe da auch eine interessante Linie, die noch näher zu verfolgen wäre, zum Beispiel zum jahrhundertealten Matthäi-Mahl in Hamburg oder zur Schaffermahlzeit in Bremen – wenn diese auch bei genauerem Hinsehen jeweils einen anderen Charakter hatten.

Ein exklusives großbürgerliches Festmahl der städtischen Eliten gab es übrigens nach den Belegen vor 1918 unter dem Namen „Gelbe Suppe“ auch in anderen sächsischen Städten wie Dresden, Chemnitz, Plauen, Werdau, vermutlich sogar nach Leipziger Muster, und überall endet die Tradition nach 1918.

Worauf führen Sie das zurück?

Entscheidend waren meines Erachtens die politischen Veränderungen nach 1918 und die einsetzenden Parteienkämpfe: Mit der Novemberrevolution, wo zum Beispiel in Leipzig der Arbeiter- und Soldatenrat im November 1918 die Stadtverordnetenversammlung auflöst und erst 1919 unter veränderten Verhältnissen eine Neukonstituierung erfolgt, und vor allem mit der Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Sachsen 1923 kommt es in Leipzig bis 1933 trotz konservativem Oberbürgermeister stets zu „linken“ Mehrheiten im Stadtparlament, deren unterschiedliche Gruppierungen sich aber untereinander bekämpfen.

Da greift dann wieder die erwähnte Ablehnung des Festmahls seitens der SPD, die sich auch in den anderen Städten findet und die wohl für USPD, KPD und andere erst recht anzunehmen ist.

Dann kamen 1933 die Nationalsozialisten an die Macht, die übrigens die bisher eher nüchterne Konstituierung des Stadtparlaments am 29. April 1933 als pompöse Festveranstaltung inszenierten, mit Thomanerchor, Ehrengästen und „Aufmarsch der nationalen Verbände“. Ganz im Unterschied übrigens zu den nun total eingeschränkten Befugnissen des Kollegiums der Stadtverordneten, das dann auch als Institution der Städteselbstverwaltung schon 1934 aufgelöst wird. Da blieb politisch erst recht kein Platz für ein solches Festmahl.

Also war das Leipziger Festmahl klar zeit- und milieugebunden?

Meine Interpretation: Der signitive Name sowie das besondere Auftaktgericht der „Gelben Suppe“ waren immanent fester Bestandteil eines politisch geprägten zeremoniellen Handelns einer die Gestaltungsmacht ausübenden großbürgerlichen städtischen Elite, als welches man das Festmahl – wie schon betont – auch charakterisieren sollte. Wenn dem ritualisierten Geschehen mit seiner besonderen Zielrichtung Anlass, Zielsetzung, Teilnehmer und auch wiederkehrender Ablauf verloren gehen, verlieren sich sein Sinn sowie die innere Berechtigung.

Auch deshalb mussten meines Erachtens Bemühungen der neuen Stadtspitzen zwischen 1945 und 1950 scheitern, das Festmahl zu reaktivieren – das zu den Zeiten des Hungers und Mangels übrigens nun nur noch aus einer Erbsensuppe mit Würstchen bestand.

Vielen Dank für das Gespräch.


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