Was Leipzigs alte Adressbücher verraten

Mister X. wird in Schleußig gefunden

Für alle LeserKein anderer Leipziger Verlag widmet sich so intensiv den anspruchsvollen Zeitungsveröffentlichungen aus der Weimarer Zeit wie der Lehmstedt Verlag. Aus dem fast vergessenen Alltags-Lesefutter hat Mark Lehmstedt längst anspruchsvolle Bücher zu Erich Kästner, Hans Natonek und Heinrich Wiegand gemacht. Und es entstand auch ein kleines Bändchen mit dem frechen Titel „Erloom Se ma giedichst, Herr Amdsrichder!“

Das war seinerzeit vor über zehn Jahren der erste Band einer Reihe „Sächsische Miniaturen“, die Lehmstedt mittlerweile eingestellt hat. Die Leipziger lesen kein sächsisch mehr. Der Test aufs Eingemachte hat es gezeigt.

Das Bändchen vereinigte kleine Berichte aus dem Gerichtssaal, die sich von den üblichen Gerichtsreportagen dadurch deutlich unterschieden, dass sich der Autor eben nicht um die großen Fälle und Ganoven kümmerte, sondern um die kleinen Leute, die meist aus lauter Pech und Unglück vorm Amtsrichter landen.

„Dem Volke aufs Maul zu schauen, war die Devise des Journalisten Paul Edner“, schreibt Mark Lehmstedt zu diesen herrlichen Funden aus der „Neuen Leipziger Zeitung“ der 1920er Jahre. „Jahrelang schrieb er in sächsischen Gerichtssälen die Dialoge mit, die sich zwischen dem Richter auf der einen Seite und Klägern, Angeklagten, Zeugen, Anwälten auf der anderen entspannen. Entstanden ist ein urkomisches Panoptikum des sächsischen Mutterwitzes. Die witzigsten Gerichtsdialoge aus der Feder des völlig vergessenen Leipziger Journalisten der Weimarer Republik erscheinen jetzt erstmals in Buchform. Der Leipziger Karikaturist Lothar Otto hat die Texte kongenial illustriert. Der Band eröffnet die Reihe ‚Sächsische Miniaturen‘, in der künftig neue und zu Unrecht vergessene alte Texte aus und über Sachsen erscheinen werden.“

Wie viel Hoffnung da noch drinsteckte. Aber wie gesagt: Die Sachsen lesen kein Sächsisch mehr. Vielleicht wirken sie deshalb heute so humorlos. Denn im Dialekt steckt die Seele eines Volkes. Und sein ganzer Humor. Und Paul Edner ist vergessen. Wirklich vergessen. Auch er muss fast täglich die paar Schritte vom Augustusplatz zur Johannisgasse 8 gelaufen sein, wo sich die Redaktionsräume der NLZ befanden, entweder um abzusprechen, welche Texte von ihm kommen würden und wann er im Amtsgericht sitzen würde. Oder um seine Texte abzugeben oder dort gleich niederzuschreiben. Wahrscheinlich handschriftlich. Computer gab es ja noch nicht. Und Schreibmaschineschreiben gehörte auch noch nicht zum Handwerkszeug der meisten Journalisten.

War er überhaupt Journalist? Wer war dieser Mann?

Die von der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) digitalisierten Leipziger Adressbücher helfen tatsächlich, dem Mann wenigstens einen Ort zum Wohnen zu geben. Denn zwischen 1922 und 1949 ist er mit Sicherheit in Leipzigs Adressbüchern nachweisbar. Und sogar sein Alter lässt sich danach vermuten.

Denn im letzten, 1949 erschienenen Adressbuch ist er noch verzeichnet: Paul Edner, wohnhaft in der Könneritzstraße 39 in Schleußig, Rentner.

Im Jahr zuvor, 1948, wird er noch als Archivar geführt, was schon ahnen lässt, dass er zu der Zeit ein alter Mann gewesen sein muss, der nicht mehr mit fliegender Kamera durch die Straßen eilte. Wenn er 1949 in Rente ging, könnte er da also 65 Jahre alt gewesen sein, sein Geburtsjahr wäre dann 1884 gewesen. Wir wissen freilich nicht, wo er geboren wurde oder wo er zur Schule ging. Das muss nicht Schleußig gewesen sein. Dazu kommen wir noch. Und wo liegt er begraben? Wann starb er?

Man merkt schon: Das Fehlen der Adressbücher in DDR-Zeiten reißt eine Lücke auf.

Rückwärts lässt sich sein Leben ein Stück weit nachvollziehen.

Denn 1943 – im letzten Adressbuch, das in der Nazi-Zeit erschien – wird Paul Edner an gleicher Adresse noch als Schriftleiter bezeichnet – die damals amtliche Bezeichnung für einen Zeitungsredakteur. Er ist also 1933, als die Nazis an die Macht kamen, nicht ausgewandert, ist auch nicht entlassen worden, sondern hat sich bei der Zeitung weiter seine Brötchen verdient. War es aber bis zum Schluss die „Neue Leipziger Zeitung“, die sich in den ersten NS-Jahren noch versuchte, der Gleichschaltung ein Stück weit zu entziehen, deren Erscheinen 1945 aber endgültig eingestellt wurde?

Die Vermutung liegt nahe. Denn 1935 wird er als Redakteur geführt, ab 1936 dann als Schriftleiter. Mit dem nicht ganz unwichtigen Hinweis: Er war telefonisch erreichbar unter 708 11. Diese Telefonnummer kennen wir schon. Das ist die Telefonnummer der „Neuen Leipziger Zeitung“ in der Johannisgasse 8. Er war also nicht zu Hause telefonisch erreichbar, sondern nur auf der Arbeit.

Und das Jahr 1936 verrät uns noch mehr. Denn unter derselben Adresse Könneritzstraße 39 III findet man den Namen Martha Edner, geborene Limann, Witwe. Und zwar zum letzten Mal. Ein Jahr später taucht sie nicht mehr auf. Es ist nur eine Vermutung, aber es könnte durchaus die Mutter sein, die Paul Edner hier bis zu ihrem Tod betreute. Sogar den Beruf ihres Mannes erfahren wir, wenn wir bis ins Jahr 1921 zurückgehen. Da finden wir unter dieser Adresse: „Martha Edner, geb. Limann, Kaufmannswitwe, Privata, Schleußig, Könneritzstraße 39 III“.

Dafür finden wir keinen Paul unter der Adresse. Dritte Etage. Dabei muss er schon 37 Jahre alt gewesen sein, wenn unsere Rechnung stimmt. Vielleicht fühlte sich seine Mutter noch rüstig und meinte, allein zurechtzukommen. Erst ein Jahr später ist Paul augenscheinlich bei ihr eingezogen. Da verzeichnet ihn das Adressbuch an dieser Adresse als Reporter. So fängt – wenn es jemand wirklich will – einer ganz unten in der Zeitung an. Die Zeitung war neu, 1921 gerade gegründet. Und vielleicht gab es ja auch einen Aufruf: Wer das Zeug zum Journalisten in sich spürt, der möge sich bei uns melden in der Johannisgasse 8.

Die Bewohner des Hauses Könneritzstraße 39 im Jahr 1928. Screenshot: L-IZ

Die Bewohner des Hauses Könneritzstraße 39 im Jahr 1928. Screenshot: L-IZ

Reporter sind die eifrigen Spürhunde, die jeden Tag losgehen und gucken, ob in der Stadt etwas Interessantes passiert. Damals wohl ganz einfach mit Notizblock und Stift in der Tasche. Fotos veröffentlichten die meisten Zeitungen noch nicht. Das kam erst später mit den Illustrierten Zeitungen und Wochenendausgaben.

Man kann richtig zuschauen, wie Paul sich hocharbeitet. 1923 nennt er sich schon Journalist, 1924 erstmals Redakteur. Das legt nahe, dass er ab 1924 fest angestellt war bei der „Neuen Leipziger Zeitung“, dass er jetzt nicht mehr als Reporter herumlaufen musste, sondern sein Ressort selbst organisierte und sich auch aus Neugier ins Amtsgericht setzte – mit der festen Absicht, Stoff für seine Miniaturen zu finden.

Die ganzen nächsten Jahre bleibt er Redakteur, bleibt auch in der Könneritzstraße und zieht dort auch nicht weg, als Martha Edner 1936 aus dem Adressbuch verschwindet.

Aber was hat er vor 1921 getan?

Es sieht so aus, als hätte er sich mit der Bewerbung bei der „Neuen Leipziger Zeitung“ einen Lebenstraum erfüllt. Denn in die Wiege gelegt war ihm die Berufswahl nicht. Sein Vater war augenscheinlich Kaufmann. Und vor 1921 taucht immer wieder an verschiedenen Adressen in Leipzig ein Paul Edner auf – mal als Kaufmann, mal als Reisender. Das könnte durchaus unser Paul Edner sein, der in die Fußstapfen des Vaters stieg, aber in diesem Beruf oder gar als Handlungsreisender keinen rechten Erfolg hatte. Wenn er das ist. So viele Paul Edners stehen nicht im Leipziger Adressbuch. Aber gerade diese Vorstellung könnte passen. Da sieht man den durchaus um sein Auskommen ringenden Handlungsreisenden Paul Edner vor sich, der die Welt der armen Leute und ihre Sorgen nur zu gut kennt und deshalb auch so lebendig erzählen kann über all die eigentlich humorvollen Ereignisse vor Gericht, die für die Betroffenen meist bitterer Ernst waren.

Aber das ist jetzt schon spekuliert. Zumindest haben wir ihn gefunden in Schleußig, nicht allzu weit entfernt von der Straßenbahn, mit der er wohl jeden Tag zur Arbeit fuhr. Wahlweise mit der Linie 5 oder der 8, die beide durch die Könneritzstraße fuhren. Vielleicht schon in Vorfreude auf den nächsten Gerichtstermin, bei dem es um geklaute Weihnachtsgänse oder zerdeppertes Nachbarschaftsporzellan ging.

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