Am Donnerstag, 8. Oktober, können Musikliebhaber im Deutschen Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig ausgewählte Liebeslieder, Lebenslieder und Friedenslieder aus der Feder Wolf Biermanns erleben, der dieses Jahr seinen 90. Geburtstag feiert und dessen Ausbürgerung sich zum 50. Mal jährt. Als Zeitzeuge und langjähriger Freund seit 55 Jahren stellt Ekkehard Maaß den Dichter und Komponisten Wolf Biermann vor und interpretiert die schönsten, zum Teil unbekannten Biermann-Lieder vor dem Hintergrund der persönlichen und politischen Ereignisse.

Ekkehard Maaß erlebte die Ausbürgerung Wolf Biermanns hautnah. Für das Sammeln von Unterschriften wurde er von der Humboldt-Universität relegiert. Darauf gründete er nach dem Vorbild der Biermann‘schen Wohnung in der Chausseestraße einen Literarischen Salon in Ostberlin, den es bis heute gibt und in dem er mehr als 150 Veranstaltungen zu den Themen DDR-Geschichte, Russland, Armenien, Belarus, Israel, Georgien und der Ukraine organisierte. Für sein gesellschaftliches Engagement wurde er 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „Mediengeschichte des Protests“.

Biermann ohne Biermann, Donnerstag, 8. Oktober, 19 Uhr, Vortragsraum im 2. Obergeschoss des Deutschen Musikarchivs der Deutschen Nationalbibliothek. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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