Eine 82-Jährige fiel gestern Trickdieben zum Opfer +++ In der Georg-Schumann-Straße flüchteten zwei Ladendiebe indem sie den Ladendetektiv mit Messer und Spritze bedrohten +++ In der Arthur-Nagel-Straße brannte ein Wohnwagen komplett ab +++ In einem Modegeschäft im Leipziger Zentrum wurde Kleidung im Wert von mindestens 3.000 Euro gestohlen.

Erst geholfen, dann bestohlen

Eine 82-Jährige kam gestern Mittag vom Einkaufen. Unterwegs bot ihr ein Pärchen seine Hilfe beim Tragen der Einkaufstaschen an. Die ältere Dame nahm an und ließ auch beide in ihre Wohnung in der Schlegelstraße. Dort wurde die Mieterin nach Zettel und Stift gefragt. Nachdem beides vorlag, diktierte ihr der Mann Grüße, da er des Deutschen nicht mächtig war. So abgelenkt, merkte die arglose Frau nicht, dass sich die Komplizin in ihren Zimmern “umsah” und eine Geldkassette mit einer fünfstelligen Summe sowie aus einem Portemonnaie noch einen zweistelligen Betrag stahl. Als die Trickdiebe hatten, was sie offenbar auch wollten, verschwanden sie aus der Wohnung. Erst später merkte die 82-Jährige das Fehlen ihres Geldes. Sie rief die Polizei.

Folgende Personenbeschreibungen liegen vor:

1. Person (männlich):
– 30 bis 35 Jahre alt, 1,75 m bis 1,80 m groß, kräftige Gestalt
– kurze schwarze Haare
– sprach gebrochen deutsch
– trug eine beigefarbene Jacke

2. Person (weiblich):
– 30 bis 35 Jahre alt, 1,55 m bis 1,65 m groß, untersetzte Figur
– kurze mittelblonde, leicht lockige Haare
– sprach gebrochen deutsch
– war bekleidet mit einer hellblauen Jacke.

Die Polizei bittet um Ihre Mithilfe. Wer hat das Pärchen allein oder gemeinsam mit der älteren Dame beobachtet? Wer kann sachdienliche Hinweise geben. Zeugen melden sich bitte bei der Kripo Leipzig, Dimitroffstr. 1, Telefon (0341) 96 64 66 66.

Gefährliche Ladendiebe

Gestern, gegen 20 Uhr, beobachtete ein Detektiv (44) in einem Kaufhaus in der Georg-Schumann-Straße zwei Ladendiebe über die Videoaufzeichnung. Die beiden Männer waren gerade dabei, fünf Flaschen Champagner im Gesamtwert von knapp 215 Euro in ihrem Rucksack zu verstauen. Einer von ihnen kam dem Ladendetektiv bekannt vor: Der 35-Jährige hatte wegen mehrfachen Diebstahls bereits Hausverbot. Als die Täter dann an der Kasse lediglich ein Bier und ein Brötchen bezahlten, schritt der Detektiv ein. Die Männer folgten ihm widerstandslos ins Büro und übergaben die teure Beute. Allerdings gelang es ihnen zu flüchten, nachdem sie den Ladendetektiv und seinen Kollegen mit einem Messer und einer Spritze bedrohten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wohnwagen abgebrannt

Wie der noch ca. 15.000 Euro wertvolle Wohnwagen in Brand geriet ist völlig unklar. In den zeitigen Morgenstunden informierte heute ein Anwohner die Polizei, dass das vorübergehend am Fahrbahnrand der Arthur-Nagel-Straße geparkte Caravan brenne. Als die Rettungskräfte eintrafen stand dieser bereits in vollen Flammen – zu retten war er nicht mehr. Nachdem die Flammen gelöscht waren, wurde der Caravan vom Hersteller Fendt sichergestellt und zu kriminaltechnischen Arbeiten abgeschleppt. Die Ermittlungen, zur schweren Brandstiftung dauern an.

Mülltonnen angezündet

Zu einem weiteren Brand musste die Feuerwehr heute in den zeitigen Morgenstunden ausrücken. Zwei 240-Liter-Mülltonnen, die vor einem Mehrfamilienhaus der Eythraer Straße abgestellt waren, brannten in voller Ausdehnung. Durch die Hitzeentwicklung wurde ein in der Nähe geparkter VW Beetle in Mitleidenschaft gezogen, und der Lack im Frontbereich beschädigt. Die Mülltonnen selbst brannten samt Inhalt komplett nieder. Der Schaden war bisher nicht genau bezifferbar. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Ablenkungsmanöver

Während gestern ein Pärchen die Inhaberin (38) eines Modegeschäfts im Leipziger Zentrum (Reichsstraße) ablenkte, machte sich ein dritter Täter an der hochwertigen Ware zu schaffen. Die beiden fragten nach Ledermänteln, die sich in der hintersten Ecke des Ladens befanden. Während der Mann seiner Partnerin die Mäntel zum Anprobieren aufhielt und so die Sicht zum Ladeneingang versperrte, schlich deren Komplize herein. Dieser setzte die Diebstahlwarnanlage außer Betrieb und verstaute mehrere Kaschmirpullover (je 400 Euro) und mindestens zwei Oberteile (je 900 Euro) in seinem Rucksack. Der entstandene Diebstahlschaden beläuft sich nach Angaben der Inhaberin auf mindestens 3.000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nicht gesehen?

Eine Radlerin (27) die gestern Vormittag mit ihrem Drahtesel auf der Leipziger Straße in Richtung Burghausen fuhr, stürzte an der Straßenkreuzung Leipziger Straße/Südstraße. Was war geschehen? In dem Moment, als sie bei Lichtzeichen grün geradeaus weiterfahren wollte, bog ein Linienbus aus der Südstraße kommend nach links in die Leipziger Straße ab. Da sich wenige Meter nach der Kreuzung eine Bushaltestelle befindet, fuhr der Busfahrer diese direkt an. Dabei übersah er offensichtlich die Radlerin, die auswich, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Die 27-Jährige geriet daraufhin mit den Rädern des Drahtesels in die Straßenbahngleise und verlor das Gleichgewicht. Sie stürzte auf die Gegenfahrbahn und zog sich Prellungen an Hand und Knie zu. Sofort stand sie auf und ging auf den Fußweg. Währenddessen konnte sie sehen, dass der Busfahrer weiterfuhr. Die Polizei ermittelt nun. Sie selbst begab sich in ambulante Behandlung.

Brandheißes Fernsehprogramm

So gefährlich hatte sich die 65-jährige Mieterin im Blumenbogen das neumodische Fernsehen nicht vorgestellt. Und doch sollte sie es hautnah erleben. Das aufregende Programm schlug gestern nicht nur in ihrem Herzen Feuer – sondern auch in ihrer Wohnung. Mitten im Film fing der Fernseher an zu qualmen, Flammen schlugen aus dem Gerät. Die Mieterin verließ die Wohnung und rief die Feuerwehr. Das Feuer wurde gelöscht, hatte aber zuvor noch auf Teile der Wohnungseinrichtung übergegriffen. Die Wohnung war unbewohnbar. Die Bewohnerin ist vorerst bei ihrer Enkelin untergekommen.

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