Die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig hat das Geschäftsjahr 2025 trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten erfolgreich abgeschlossen: Mit einer Bilanzsumme von rund 12,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 11,9 Mrd. Euro) konnte Ostdeutschlands drittgrößte Sparkasse erneut moderat wachsen, ihre führende Marktposition im Jahr 2025 festigen und die Zahl der betreuten Konten erhöhen. Unter dem Strich kamen rund 9.000 neue Privatgiro-, Geschäftsgiro- und Cash-Konten hinzu, sodass die Gesamtzahl auf etwa 565.000 anstieg.
Parallel dazu gewann die Digitalisierung weiter an Dynamik. Die Zahl der Kontoinhaber mit Online-Banking wuchs um 4,0 Prozent auf knapp 330.000. Besonders stark entwickelte sich die App Sparkasse, die mit einem Plus von 10,6 Prozent nun rund 189.000 Nutzerinnen und Nutzer erreicht.
Auch die Website des Instituts, die Internetfiliale, verzeichnete eine anhaltend hohe Nachfrage. Mit durchschnittlich mehr als 61.000 Zugriffen täglich summierten sich die Aufrufe im Gesamtjahr auf 22,3 Millionen.
„Gerade in unsicheren Zeiten zeigt sich, wer ein verlässlicher Partner ist. Und genau das sind wir für die Menschen, Unternehmen und das Handwerk in unserer Region. Auch wenn die Rahmenbedingungen anhaltend schwierig sind, können wir unseren Wachstumskurs als zuverlässige Finanzdienstleisterin fortsetzen. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis unserer klaren strategischen Ausrichtung“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Leipzig, Dr. Harald Langenfeld, zu dieser Entwicklung.
„Unser Anspruch ist es, Stabilität zu bieten und gleichzeitig Zukunft zu gestalten. Beides gelingt nur, wenn man nah an den Bedürfnissen der Menschen bleibt.“
Kreditgeschäft wächst, starke Nachfrage aus dem Mittelstand
Das Kreditgeschäft entwickelte sich ebenfalls positiv. Der gesamte Kreditbestand erhöhte sich 2025 um 3,5 Prozent auf 5,78 Milliarden Euro. Neue Kredite wurden in einem Volumen von 1,06 Milliarden Euro vergeben (2024: 938,5 Millionen Euro). Mit 599,1 Millionen Euro entfiel mehr als die Hälfte auf gewerbliche Finanzierungen.
„Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft. Wir verstehen uns als verlässliche Partnerin an seiner Seite“, betont Dr. Harald Langenfeld. „Dabei geht es nicht nur um Finanzierung, sondern um ganzheitliche Beratung aller finanziellen Anforderungen.“
Neben klassischen Kreditlösungen gewinnen daher Angebote zu Themen wie Nachhaltigkeit, internationales Geschäft oder Generationenmanagement weiter an Bedeutung. Auch Existenzgründungen wurden aktiv begleitet: Im Jahr 2025 unterstützte die Sparkasse Leipzig insgesamt 68 Vorhaben und setzte damit wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Hohe Nachfrage nach Vorsorge und Vermögensaufbau
Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten blieb die Nachfrage nach Vorsorge- und Anlageprodukten hoch. Das Wertpapiervolumen stieg auf insgesamt 3,81 Milliarden Euro (2024: 3,42 Milliarden Euro). Auch die private Altersvorsorge legte zu: Die Beitragssumme bei Lebens- und Rentenversicherungen erhöhte sich auf 174,9 Mio. Euro (+ 1,2 Prozent).
Im Bauspargeschäft wurde ein Vertragsvolumen von 94,3 Mio. Euro erreicht (2024: 102,7 Mio. Euro). Im Rahmen zahlreicher Beratungsgespräche zum Thema Wohneigentum in den Geschäftsstellen und im Firmenkundensegment wurden rund 1.750 Bausparverträge und circa 1.500 Baufinanzierungen abgeschlossen.
„Wir erleben, dass viele Menschen ihre finanzielle Zukunft noch bewusster planen und auch planen müssen“, erklärt Dr. Harald Langenfeld. „Sicherheit und langfristiger Vermögensaufbau stehen dabei klar im Fokus.“
Die Kundeneinlagen stiegen leicht auf 10,47 Milliarden Euro (2024: 10,41 Mrd. Euro).
Ertragslage und Infrastruktur
Das Betriebsergebnis vor Bewertung verringerte sich, insbesondere infolge des gesunkenen Zinsniveaus, leicht um 1,0 Millionen Euro auf weiterhin sehr gute 232,5 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss blieb mit 20,0 Millionen Euro stabil.
Mit 65 Finanz- und Beratungs-Centern, 42 Selbstbedienungsstandorten und rund 180 Geldautomaten verfügt die Sparkasse Leipzig weiterhin über die dichteste Infrastruktur im Geschäftsgebiet.
Dabei versteht sich das Institut als hybrider Finanzdienstleister: Persönliche Beratung vor Ort, Telefonservice, Online-Angebote und Videoberatung greifen nahtlos ineinander.
„Unsere Stärke liegt darin, persönliche Beratung und Nähe erlebbar zu machen: in unseren Standorten vor Ort und digital über mobile Angebote auf dem neuesten Stand“, resümiert Dr. Harald Langenfeld.
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