Tanners Interview mit Olga Katsaros (ehemals Lomenko): Was gerade in der Ukraine stattfindet ist ein Putschversuch (Teil 2)

In der Ukraine geht es für den interessierten Mitteleuropäer schon lange nicht mehr um Demokratie. Hier wird ein Boxer zum Führer und die verknappten Antworten der Medien schaffen eben auch nur ein äußerst einseitiges Bild. Deshalb fragte Volly Tanner bei der ehemals in Leipzig aktiven Olga Lomenko, die jetzt Katsaros heißt, nach. Hier nun Teil 2 des Interviews.
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Mit „Freiheit“ schwimmt im Klitschko-Fahrwasser eine Partei, die nachgewiesenermaßen Antisemiten und Russlandphobiker in ihren Reihen hat. Gibt es da Beispiele, die Du kennst und erläutern kannst? Und wer sind die weiteren Player im Umfeld des Boxers?

Am 6. Dezember trafen sich drei Oppositionsfüher Vitali Klitschko („Udar“), Arsenij Jazenjuk (Block Timoschenko „Heimat“) und Oleg Tjagnibok („Freiheit“) mit Victoria Nuland, Obamas Europa- und Eurasien-Beauftragten, zu einem Austausch (www.youtube.com/watch?v=0miz548u0WY).

Natürlich ist es inzwischen allen beteiligten Demokraten im Westen bekannt, dass sowohl Timoschenko, als auch ihr Nachfolger Jazenjuk und nun auch Klitschko mit der rechtsextremen Partei „Swoboda“/“Freiheit“ kooperieren. Als Westerwelle den Majdan besuchte, um seine Solidarität mit den Protestierenden zu demonstrieren, war der Leader der „Swoboda“ Oleg Tjagnibok auf keinem Foto zu sehen: weder auf dem Majdan selbst, noch beim späteren Dinner.

Die ukrainischen Medien spekulierten, ob das die Entscheidung des deutschen Außenministers war oder die von Tjagnibok, der als äußerst homophob bekannt ist. Wie dem auch sei, die meisten westlichen Demokraten haben keine Berührungsängste zu der rechtsextremen „Swoboda“ und seinem Chef. Der deutsche Botschafter in der Ukraine Christof Weil empfängt Tjagnibok ebenso wie die Botschafter aus Ungarn, Niederlanden, Dänemark, Polen, Litauens usw.. www.diaspora.svoboda.org.ua

Gibt es weitere Belege für den Vorwurf der rechten Gesinnung bei Swoboda?

Am 30. Mai 2013 besuchte die „Swoboda“-Deligation ihre NPD-Freunde in Dresden www.npd-presse.de/2013/05/30/parlamentarische-delegation-der-ukrainischen-rechtspartei-swoboda-zu-gast-bei-der-npd-fraktion.

Aus der Presse-Mitteilung der NPD-Fraktion in Sachsen: „Hierbei würdigte der NPD-Fraktionsvorsitzende Holger Apfel, „Swoboda“ als „eine der bedeutendsten europäischen Rechtsparteien“ und bekundete seinen Willen zu einer Intensivierung der Zusammenarbeit beider Parteien und ihrer parlamentarischen Vertretungen auf allen Ebenen.“ Alle „Swoboda“-Mitglieder und deren Unterstützer verehren Stepan Bandera, einen ukrainischen Nationalisten und Nazi-Kollaborateur, der für den Mord an mehreren tausenden Juden, Russen und Polen verantwortlich ist. Zu seinen Ehren steht in jeder westukrainischen Stadt ein Denkmal. In Lvov – ein besonders höhnisches: Dem Lenin-Denkmal wurde der Kopf abgesägt und danach einfach der Kopf von Bandera darauf montiert.

„Swoboda“ kooperiert auch eng mit Marine Le Pen („Front National“) und Geert Wilders („Partij voor de Vrijheid“/“Partei für die Freiheit“). Zu Tjagniboks Weltanschauung gehören u.a.folgende Grundsätze: Die Juden seien „Besatzer“ der Ukraine; die Ukrainische Aufstandsarmee, im Zweiten Weltkrieg eine nationalistische Miliz, verdiene für Morde an Juden Lob. Außerdem gibt es in den westukrainischen Schulgeschichtsbüchern nichts zum Thema Holocaust – ein weiterer „historischer Beitrag“ der Partei „Swoboda“.

www.presseportal.de/pm/107122/2356043/anti-defamation-league-adl-und-andere-juedische-gruppen-verurteilen-timoschenko-und-indirekt-auch
www.kontakte-kontakty.de/deutsch/verein/dokumentation_ueber_swoboda.php
Arsenij Jazenjuk vom Block Timoschenko spielt momentan keine große Rolle, auch weil der Westen alles auf Klitschko setzt.

Meines Gefühls her geht es gerade hauptsächlich um eine wirtschaftliche Neuordnung und Expansion der westlichen Einflusssphäre. Die Ukraine und dortige Demokratiebestrebungen als Spielball von Wirtschaftsentscheidern. Wie sieht die Ukraine Deines Erachtens aus, wenn Klitschko und sein Team die Regierung übernehmen?

Die Wirtschaft ist inzwischen viel pragmatischer. Die regierende Partei schafft gesetzliche und infrastrukturelle Bedingungen. Die Wirtschaft passt sich ihnen an. Im Fall „Ukraine“ geht es um Einiges mehr. Im Rahmen der deutschen der Wiedervereinigung 1990 hatte es Zusagen westlicher Außenminister, federführend von Hans-Dietrich Genscher, an die sowjetische Seite unter Michail Gorbatschow gegeben, wonach eine Erweiterung der NATO infolge der Wiedervereinigung nicht betrieben werde.

Die seitdem vom Westen betriebene Politik der NATO-Osterweiterung wird bis heute auf russischer Seite in allen politischen Lagern als Vertragsbruch des Westens wahrgenommen. Der Versuch der USA, Russland zu umzingeln und zu isolieren, ist durchsichtig. Der König ist nackt. Wie demokratisch die Werte sind, sieht man am Putschversuch in der Ukraine und dem hofierenden Umgang mit einer rechtsextremen Partei. Wenn’s gegen Russland ist, ist alles erlaubt.

Das ist für mich keine Demokratie und hat nichts mit irgendwelchen Werten gemeinsam, weder mit christlichen noch mit demokratischen. Falls es zum Umsturz kommt und Klitschko an der Macht ist, stehen sehr bald „Patriots“ auf ukrainischem Boden, die, wie in Polen, angeblich auf den Iran gerichtet sind. Was in dem Fall Wladimir Putin machen wird, weiß ich nicht. Der Kalte Krieg wurde eröffnet. Die USA und Deutschland an der vordersten Front. Putin reagiert besonnen. Um die Ukrainer geht es nicht. Ein gespaltenes Volk mit schwacher Führung. Zukunft ungewiss.

Gibt es überhaupt noch Kompromisslösungen und wie sehen die aus, wenn ja?

Galizien und Bukowina separieren sich. Ich habe wirklich nie daran gedacht, dass ich separatistische Gedanken haben kann. Inzwischen schon. Dank dem pro-europäischen russophoben Westen der Ukraine wird es immer leicht sein, Unruhen zu stiften und „Revolutionen“ zu organisieren. Der Rest des Landes ist in seiner Kultur und Wirtschaft mit Russland verbunden. Was vergessen wird: Kiew war die Hauptstadt der Kiewer Rus. Die Verbundenheit mit Russland ist alt und tief.

Was sind Deine persönlichen Konsequenzen?

Ich bin, wie viele, wenn nicht die meisten in der Ukraine, traurig. Warum kann sich die EU gegenüber Russland nicht öffnen? Wer genau will ein transatlantisches Handelsabkommen und warum werden Vorschläge der russischen Seite ignoriert?

Ich informiere mich, was Russland und die Ukraine betrifft, selber. Und werde die journalistischen Beiträge von Ina Ruck (ARD), Benjamin Bidder („Spiegel“) und Julia Smirnova („Welt“) konsequent meiden.

Wie wünschst Du Dir Dein Geburts- und Mutterland?

Mit Perspektiven. Und das kann die EU nicht bieten. Über die Proteste in Griechenland, Spanien und Portugal wird nicht berichtet. Auch nicht über die Demonstrationsgesetzverschärfung in Spanien. Da ist die Ukraine mit ihrem Majdan ein Musterland für die Meinungsfreiheit und gelebte Demokratie. Seit 2 Wochen gehen die Menschen in Italien auf die Straße: die sogenannte „Mistgabel“-Bewegung. Darüber berichtet man vorsichtig. Zaghaft. Oft in Form von Newsticker. Ich wünsche, dass die Ukraine zur Ruhe kommt, dass die Regierung ihre Entscheidung für das Wohl des Volkes trifft, dass die Rentner weiterhin ihre Rente bekommen, dass die Arbeitslosigkeit nicht wächst, dass die ukrainischen Betriebe weiterhin konkurrenzfähig bleiben und dass die Jugend Perspektiven hat.

Und dass sich der Westen in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates nicht einmischt.

Danke, liebe Olga.

Danke, lieber Volly.


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