Wenn ein Land sich auf Kosten der ärmeren 40 Prozent reich und zufrieden reformiert

Für alle LeserWir haben ja an dieser Stelle mehrfach zu beschreiben versucht, was in unserer Gesellschaft so rumort, warum immer mehr Menschen das Gefühl haben, nach Strich und Faden belogen zu werden. Kollegen wohl wissender Medien haben immer wieder mit großer Geste behauptet, dass sei nur ein Gefühl. Die Leute täuschten sich. Aber seit dem 25. Januar gibt es ziemlich eindeutige Zahlen, dass all diese Frustrierten dummerweise wohl Recht haben.

An diesem Tag hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e. V. (DIW) wieder einmal einen seiner Wochenberichte vorgelegt, die in der Regel mehr Substanz haben als das, was andere deutsche Wirtschaftsinstitute so regelmäßig vorlegen. Markus M. Grabka und Jan Goebel haben den Beitrag unter dem Titel „Realeinkommen sind von 1991 bis 2014 im Durchschnitt gestiegen – erste Anzeichen für wieder zunehmende Einkommensungleichheit“ geschrieben. Der Titel scheint zur Beruhigung anzuregen. Alles halb so wild. Das berappelt sich schon.

Aber ansteigende Realeinkommen bedeuten eben nicht für alle gleichermaßen steigende Einkommen. Den Effekt gibt es auch, wenn die oberen Einkommensgruppen massiv zulegen, und die unteren trotzdem die ganze Zeit an Kaufkraft verlieren. Genau das, was in Deutschland die ganze Zeit passiert, befeuert durch eine ganze Serie von „Arbeitsmarktreformen“, die vor allem die Arbeits- und Einkommensbedingungen für Berufseinsteiger massiv verschlechtert haben. Stichworte: Probezeit, Zeitarbeitsverträge, Leiharbeit, Mini- und Midijobs, befristete Verträge ….

Wenn Deutschland die UN-Ziele zur Reduktion von Ungleichheit ernst genommen hätte, dann hätten die Einkommen der untersten Einkommensgruppen stärker steigen müssen als die der oberen. Das Gegenteil war der Fall. In einer Passage bringen Grapka und Goebel das Dilemma auf den Punkt: „Betrachtet man für Deutschland den Zeitraum von 1991 bis 2014, dann wurde dieses Ziel verfehlt: Der Einkommenszuwachs der 40 Prozent mit den geringsten Einkommen blieb hinter dem durchschnittlichen Einkommensanstieg der Bevölkerung zurück. Seit 1999 ist das reale verfügbare Einkommen dieser 40 Prozent der Bevölkerung sogar zurückgegangen, während die realen Einkommen der restlichen 60 Prozent der Bevölkerung deutlich gestiegen sind.“

Die Gesellschaft driftet immer weiter auseinander. Und die 40 Prozent der Geringverdiener bekommen immer mehr Probleme, ihr Leben bezahlt zu bekommen. Und das hat mit dem Ende der Finanzkrise und dem viel beschworenen Boom am Arbeitsmarkt nicht aufgehört.

Zur Verblüffung der Wissenschaftler: „Ebenfalls eine unterschiedliche Entwicklung zeigt sich in der Gruppe der 25 bis unter 35-Jährigen. Während deren Armutsrisiko in Westdeutschland seit dem Jahr 2000 um fünf Prozentpunkte auf 17 Prozent etwas stärker als im Durchschnitt der Bevölkerung zugenommen hat, stieg das Armutsrisiko in Ostdeutschland im selben Zeitraum um 20 Prozentpunkte auf knapp 35 Prozent im Jahr 2014. Bemerkenswert ist, dass auch nach der Finanzkrise das Armutsrisiko dieser Gruppe weiter zugenommen hat, während die Arbeitslosigkeit in Deutschland im gleichen Zeitraum insgesamt deutlich rückläufig war. Diese Altersgruppe hat offensichtlich nicht umfassend von der guten Arbeitsmarktlage profitieren können.“

Was – so formuliert – natürlich Quatsch ist. Das haben die Autoren dann auch gemerkt, denn arbeitslos geblieben sind diese jungen Leute ja nicht. Sie bekamen ja Arbeit – aber was für welche?

„Insgesamt zeigt sich, dass mit jeder Einbeziehung einer jüngeren Kohorte das Armutsrisiko steigt. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied im Alter von 30 Jahren. Während das Armutsrisiko der Kohorte der 1960 bis 1969 Geborenen noch bei etwa zehn Prozent lag, als die jüngste Person dieser Geburtsjahrgänge 30 Jahre alt war, betrug es bei der nachfolgenden Kohorte der von 1970 bis 1979 Geborenen rund 15 Prozent und fällt für die von 1980 bis 1989 Geborenen mit etwa 23 Prozent noch höher aus. Diese Befunde stehen im Einklang mit Analysen, die auf Daten der Deutschen Rentenversicherung Bund basieren und zeigen, dass die Lohnungleichheit von Männern über Kohorten hinweg in Deutschland zugenommen hat.“

Und woran liegt das?

An der freundlichen Gnade, jungen Leute zwar Arbeit wie eine Mohrrübe an der Strippe unter die Nase zu halten – aber die Bezahlung im Keller zu lassen und die jungen Leute oft sehr lange auf einen wirklich vollwertigen Arbeitsplatz warten zu lassen. Man hat die Arbeit quasi auf billig reformiert – gleichzeitig aber die Schraube aus Steuern und Abgaben weiter angezogen. Was natürlich nur bedeuten kann, dass die regierenden Politiker entweder nicht rechnen können oder sich auf eine besonders provokante Weise dumm gestellt haben in den letzten 18 Jahren.

Die Folge: „Zudem sinkt das Lebenseinkommen der unteren 20 Prozent der Personen, die Löhne beziehen, ab dem Geburtsjahrgang 1955 im Vergleich zu älteren Jahrgängen. Bei all diesen Betrachtungen muss jedoch berücksichtigt werden, dass sich mit der Zeit und somit über die Alterskohorten sowohl das Bildungs- als auch das Renteneintrittsverhalten verändert hat, was die Einkommen beeinflussen kann“, meinen die Autoren, klammern aber etwas Wesentliches aus: Die jüngeren Jahrgänge haben im Schnitt deutlich höhere Bildungsabschlüsse als die älteren – aber gerade deren Jobs wurden in den letzten Jahren zum Opfer diverser Verschlimmbesserungen. Ein Thema, das ja zumindest der mögliche Kanzlerkandidat Martin Schulz begriffen hat, der etwas gegen die grassierende Unsitte der Zeitarbeitsverträge unternehmen will.

Wenn man die Zahlen kennt, weiß man, dass Martin Schulz ganz und gar kein unwichtiges Fass aufgemacht hat. Der Schulz-Effekt hat hier seine Gründe, wie auch Thomas Fricke in seiner Kolumne auf „Spiegel Online“ anmerkt: „Wie Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) kürzlich auswerteten, haben sage und schreibe 40 Prozent der Menschen im Land heute spürbar weniger Realeinkommen als 1999 – und nicht mehr als vor 25 Jahren. Trotz Aufschwung. Bei zwei von fünf Deutschen muss es umso befremdlicher klingen, dass es ‚den‘ Deutschen angeblich ‚so gut wie lange nicht‘ geht.“

40 Prozent der Bürger, die berechtigterweise das Gefühl haben, die ganze Zeit nur abgezockt zu werden, das ist eine Menge Kollateralschaden für Arbeitsmarktreformen, die letztlich nur Umverteilungsreformen waren – von unten nach oben. Diese Ungerechtigkeit gärt. Nicht erst seit der Kür von Martin Schulz durch den SPD-Parteivorstand am 29. Januar. Sondern schon länger. Nur dass daraus bislang vor allem die Populisten und radikalen Scharfmacher politisches Kapital geschlagen haben, während die konservative Mehrheit immer wieder so tat, als sei da überhaupt kein Problem. Aber sinkende Realeinkommen über 18 Jahre sind ein gewaltiges Problem – nicht nur für die Betroffenen.

Und dass es vor allem junge Leute sind (die ja eigentlich die tollen Renten der Alten mitverdienen sollen), sollte zu denken geben.

Gerechtigkeit ist am Ende eben auch eine Frage des Geldbeutels. Man kann gespannt sein, welche Antworten Martin Schulz und seine neu belebte Partei darauf finden – oder ob es wieder nur Trostpflaster werden. Aber das könnte erst recht zu einer Enttäuschung führen, die dieses Land ganz aus dem Gleichgewicht bringt.

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